Hi,
im Grunde gilt das was Moni gesagt hat auch für Blasenschnecken. Genauer gesagt eigentlich für alle Lebewesen im Aquarium. Dazu zähle ich auch die Algen.
Gerade in frisch eingerichteten Becken finden alle "Ungezieferschnecken" also Blasen, Posthorn und zum Teil auch die im Boden lebenden Turmdeckelschnecken reichlich Nahrung und zwar in Form vom absterbenden Pflanzen bzw Teile davon, Kieselalgen, junge Algen im allgemeinen und Bakterien. Sichtbar z.B. in Form von Bakterienrasen, Schleim auf Wurzeln, Kahmhaut an der Oberläche. Auch ohne extra (Trocken-) Futter also eine Menge an Nahrung.
Sobald dieses Überangebot an Nahrung geringer wird, nimmt auch die Menge an Schnecken ab.
Aber auch das passiert nicht über Nacht ! Niemand verhungert von heute auf morgen, auch Schnecken nicht.
Man sollte da in Wochen bis Monaten denken. Auch die Schnecken die zuerst auf Grunde von Futtermangel sterben dienen den anderen erst einmal wieder als Futter. Aber letztendlich werden es weniger. Auch die Gelege und Schlupfrate verringert sich und auch Blasenschnecken können aussterben wenn Sie zu wenig Nahrung finden. Was leider in meinem 112l Becken immer mal wieder passiert wenn ich nicht aufpasse.
@Jolly: Dieses Prinzip gilt auch für Deinen Wasserfloheimer. Viele Wasserflöhe bedeuten auch eine Menge an Nahrung für die Blasenschnecken.
Ich zitiere mal :
http://www.aquarium-kosmos.de/inhalt/29/der-gemeine-wasserfloh-daphnia-pulex-pulex
Wasserflöhe gehören zur Klasse der Krebstiere. Im systematischen System sind sie im
Stamm der Arthropoda (Gliederfüßer), der Klasse der Crustacea, der Unterklasse Phyllopoda (Blattfußkrebse), der Unterordnung Cladocera (Wasserflöhe) und dort in der Familie der Daphniidae integriert. [...]
Wasserflöhe häuten sich beim Wachstumsvorgang wie alle Krebse regelmäßig – die Kutikula wird gesprengt und abgestreift.
Die Haut wird von den Blasenschnecken gefressen. Dazu kommen noch die verstorbenen Wasserflöhe und sonstige Algen die sich an den Wänden des Behälters bilden und nicht von den Wasserflöhen selber gefressen werden. Ein wahres Schlaraffenland für Blasenschnecken also ;-)