Kampffisch Futter Art. Welches nun?

Die Überschrift ist natürlich ironisch gemeint.
Ich habe meinen siamesischen Kampffisch jetzt seit 7 Tagen. Seit Tag 1 versteht er nicht ganz, was er fressen kann und was nicht. Er kommt immer an meine Pipette geschwommen und wartet auf sein Essen. Wenn ich die Mückenlarven/Artemia (tote) dann ins Becken tue, frisst er diese auch sehr gerne. Er sieht aber einfach nicht oft wenn neben ihm eine Larve ins Wasser getan wird, obwohl er direkt daneben ist und aufmerksamt dahin guckt. Es ist schwer zu beschreiben. Ich muss ihm sein Futter oft sehr offensichtlich direkt neben ihn legen, dass er dann (evtl) mal reagiert und es frisst. Selbst, als ich mal lebende Mückenlarven gefüttert habe, hat er ewig gebraucht, die mal zu sehen. Ansonsten geht es dem Fisch super! Ich frage mich nur, woran das liegen kann. Ist das normal? Es ist mein erster Kafi.
PS.: Ich packe sein Futter nicht heimlich ins Becken, er guckt immer interessiert und ist direkt neben dem Futter.
 


Ich habe meinen Fisch seit 7 Tagen. Es stellt sich heraus, dass er sehr speziell ist beim fressen und das Futter (aufgetaute weiße Mückenlarven/Artemia) oft mal vor die Nase gesetzt bekommen muss. Da wäre Granulat deutlich leichter, da es senkrecht absinkt und er es sicher schneller sehen würde. Mir wurde im Fachgeschäft gesagt, dass Granulat komplett zu vermeiden sei, da es sich im Magen aufbläht.
Was ist eure Empfehlung? Ich höre jeden Tag was neues zu dem Thema :D
Vielen Dank im Voraus!
 

Ago

Mitglied
Hallo,

ich vermute, daß Granulat keine gute Wahl wäre. Dein KaFi hat kein Augenproblem, "sehen" ist nicht die Lösung. Granulat sinkt sehr schnell ab und ist deshalb meiner Meinung nach eher für gierige, hastige Fresser oder bodenorientierte Fische, die es dann in Ruhe aufpicken, geeignet.

Ich habe Fächergarnelen, da brauche ich Futter, das möglichst lange in der Strömung "schwebt". Selbst bei starker Strömung sinkt Granulat sofort ab, da kommt nichts bei den Fächergarnelen an. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Flockenfutter, daß ich (wenn es zu groß ist) zwischen den Fingern verreibe und in einem Becher mit Aquarienwasser ca. 30 Minuten einweiche.

Dann kann ich den Becherinhalt gezielt da ins Wasser geben, wo die Tiere sitzen, und es schwimmt weder auf der Wasseroberfläche, noch "fällt" es sofort zu Boden.
 

Ago

Mitglied
Hallo!

Warum machst Du zwei Beiträge zu nahezu dem selben Thema auf? Vielleicht kann ein Moderator die beiden Threads zusammenfassen ...

Vorab, ich habe keine Erfahrungen mit KaFis. Folgende Gedanken gehen mir spontan durch den Kopf, sind aber dementsprechend Stochern im Nebel:

- Völlig überzüchtete Flossen, so daß Schwimmen für das Tier sehr anstrengend ist und es nur Futter in "greifbarer" Nähe nimmt?

- Viel zu wenig Pflanzen, das Becken ist nicht verkrautet genug, so daß der Fisch keine Ruhe zum Fressen hat und mehr mit Stress beschäftigt ist?

- Viel zu viel Futter?
Für einen Fisch reicht ja eine Mückenlarve für mehrere Tage. Zwar fressen Fische in der Regel, so lange Futter da ist, ein Sättigungsgefühl haben sie nicht. Aber der Druck, sich anstrengend zu bewegen oder Stress auszusetzen (siehe die vorherigen Punkte) sinkt natürlich, wenn keine wirkliche Notwendigkeit besteht.
 

cheraxfan2

Mitglied
Hi,
Mein Gedanke ist, der bekommt zu viel Futter, klar interessiert in alles was vor sich geht, das ist seine Art. Das heißt noch lange nicht das er Hunger hat. Wenn der Fisch ein Wahrnehmungsproblem hätte, würde er auch nicht reagieren. Wie wenig Futter Kampffische tatsächlich brauchen, sehe ich an meinen 3, sind zwar ne Wildform aber ich denke futtertechnisch kann man sie vergleichen. Sie kommen nicht wenn ich Futter bringe (1 x täglich), die mampfen jetzt seit einer Woche an einer Portion Wasserflöhe rum, die 3 Neons in 5 Minuten gefressen hätten. Neulich sind mir schwarze Mückenlarven ausgeflogen, da hatte ich ein paar Larven rein, das passiert nicht von ungefähr. Wenn Dein Kampffisch also heute schon 3-5 Mückenlarven hatte, braucht er nichts mehr. Eine Zeit lang frisst der das zu viele Futter, dann wird er krank davon. Kampffische müssen keinen Kugelbauch haben, nur die Weibchen haben kurz vor dem Ablaichen einen.
 
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Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
Meine Erfahrung mit dem Betta splendens sieht allerdings etwas anders aus. Wenn man ihn mit lebendgebährenden Fischen zusammen hält, dann sieht man nur noch sehr selten einen Jungfisch und bemerkt eigentlich nur am dicken Bauch des Kafis, dass wohl jemand geworfen hat.
Sie sind allerdings nicht die gierigsten fresser.
L. G. Wolf
 

cheraxfan2

Mitglied
Hallo,
Meine Erfahrung mit dem Betta splendens sieht allerdings etwas anders aus. Wenn man ihn mit lebendgebährenden Fischen zusammen hält, dann sieht man nur noch sehr selten einen Jungfisch und bemerkt eigentlich nur am dicken Bauch des Kafis, dass wohl jemand geworfen hat.
Sie sind allerdings nicht die gierigsten fresser.
Hi Wolf,
und was ist jetzt daran anders?
 

percarius

Mitglied
Mal eine generelle Frage:

Morgens und Abends füttern passt? Stimmt es, dass man pro Fütterung nur 2 bis 3 Körner/Flocken geben soll? Oder wie soll man die Menge am besten dosieren?
mich suche gerade noch ein gutes Flocken-/Pelletfutter, was ich mit gefriergetrockneten Daphnien und manchmal Lebendfutter ergänzen möchte. Besondere Empfehlungen?
 

1_hajo

Mitglied
Bei Granulatfutter würde ich auf einen hohen Anteil an tierischen Zutaten und möglichst wenig pflanzliche Anteile wie Mehl oder tierische Nebenprodukte achten. Ich habe ein Granulat von Sera, welches es auch in verschiedenen Größen gibt, dass die Anforderungen erfüllt.
FD-Futter abwechslungsreich gefüttert, ist meiner Meinung nach noch besser. Mit einer Spritze und Unterdruck ist das Futter auch sehr schnell aufgeweicht.
 

percarius

Mitglied
Bei Granulatfutter würde ich auf einen hohen Anteil an tierischen Zutaten und möglichst wenig pflanzliche Anteile wie Mehl oder tierische Nebenprodukte achten. Ich habe ein Granulat von Sera, welches es auch in verschiedenen Größen gibt, dass die Anforderungen erfüllt.
FD-Futter abwechslungsreich gefüttert, ist meiner Meinung nach noch besser. Mit einer Spritze und Unterdruck ist das Futter auch sehr schnell aufgeweicht.
Vielen Dank. Meinst du Seragran? Ich glaube, das hatte ich früher auch mal. Ich würde dann vermutlich Seragran nehmen, die Larva Sticks und gefrorene Daphien oder ähnliches. Vielleicht würde ich mir später dann noch so eine Schale holen um mal eben Lebenfutter als Highlight einmal die Woche anzubieten.
 

percarius

Mitglied
Ja ich meine auch Sera. Aber Bettagran, nicht Seragran, sorry. Vielen Dank für dein Bild! Dann hab ich scheinbar ein anderes im Kopf gehabt.
 

elchi07

Moderator
Teammitglied
Nein, nur soviel, wie er in 5-10 Minuten vertilgt. Die Futtertiere, die übrig bleiben, können das Wasser sonst schnell belasten/verderben. Und bei lebenden Mückenlarven besteht die Gefahr, dass du hinterher Mücken im Zimmer hast. ;)
 

Wotilas

Mitglied
Vielen Dank. Meinst du Seragran? Ich glaube, das hatte ich früher auch mal. Ich würde dann vermutlich Seragran nehmen, die Larva Sticks und gefrorene Daphien oder ähnliches. Vielleicht würde ich mir später dann noch so eine Schale holen um mal eben Lebenfutter als Highlight einmal die Woche anzubieten.
Da genügt es vermutlich, ab und zu mal an einer Regentonne vorbeizugehen ... oder falls Du keine hast, einen Maurereimer mit Wasser rauszustellen, dann hast Du schwarze Mückenlarven frisch, wann immer du sie brauchst.
 


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