Grüne Fadenlagen im AQ

Magellan89

Mitglied
Hallo an alle, ich bin neu in diesem Forum und benötige dringend Hilfe weil ich großes Algenproblem habe.

Ich habe ein Rio125l, die Einfahrphase betrug 4 Wochen, seit etwa drei Wochen habe ich 10 Blutsalmler drin.

Die Beleuchtungszeit (Standardröhren) beträgt seit Anfang 10 Stunden, da ich aber mit Grünen Fadenalgen Probleme hatte, entschied ich mich eine Mittagspause anzulegen.
5 Stunden Beleuchtung, 3 Stunden Pause, 5 Stunden Beleuchtung. Jetzt war ich 3 Tage weg und als ich heute zurückkam der Schock, total veralgt, die Grünenalgen haben sich extrem vermehrt. Ich habe mechanisch entfernt was ich entfernen konnte und mache einen großzügigen WW.
Ich weiß aber nicht woran es liegt bzw. was ich tun soll...? Soll ich die Beleuchtungszeit auf 8 Stunden, also 4-3-4 reduzieren?

Düngung: Unter dem Kies habe ich den Nährboden, ich verwende den Flüssigdünger vom JBL Ferropol und zwar sehr sehr sparsam. Eine BIO CO2 Anlage ist im Betrieb.

Wasserwerte:
JBL Teststreifen (ScanApp) zeigen seit Wochen NO2=
0,25mg/l. Der Tröpchentest zeigt aber kein NO2. Ich vertraue eher dem Tröpchentest.
NO3=18mg/l
GH >7
KH=6
pH=7,6
Chlor=0mg/l
CO2 <15 mg/l (obwohl die CO2 Anlage im Betrieb ist.
Phosphat ist nicht nachweisbar (Tröpchentest)

Danke!!

1.jpg2.jpg
 


1_hajo

Mitglied
Soweit ich weiß, wachsen die grünen Fadenalgen bestens, wenn zuviele Nährstoffe im Wasser sind.

Durch Futter und durch die Ausscheidungen der Fische, werden noch zusätzliche Nährstoffe eingetragen.

Hier hilft nur extrem sparsam füttern, zusätzlichen Dünger weg lassen und öfter einen größeren Wasserwechsel machen.

Die Algen solltest du zusätzlich soweit wie möglich, per Hand oder/und Holzstäbchen täglich ansammeln.

Ich persönlich würde auch die "Mittagspause" bei der Beleuchtung weg machen und dafür die Beleuchtung auf 8 Stunden reduzieren.

Bei den ganzen Maßnahmen immer die Pflanzen beobachten. Wenn die zusehr schwächeln, dann die Beleuchtungszeit erstmal um 1 Stunde verlängern.
 
Hallo Magellan,
wenn Deine Messungen stimmen (die Scans sind fehleranfällig) dann stimmt das Nährstoffverhältnis nicht.
Als Grundregel kann man erst mal mit einem Verhältnis von NO3: PO4 von 10 : 1 und Kalium nicht höher als Nitrat anfangen.
Und wenn ein Nährstoff fehlt können die Pflanzen auch die anderen Nährstoffe nicht verwerten.
Empfehlung von mir wäre NO3, PO4 und K mal alle mit Tröpfchentests zu messen und dann die Werte entsprechend durch Düngung anzupassen.
Was das CO2 angeht, hast Du viel Oberflächenbewegung?
Mit Bio CO2 kenn ich mich nicht aus.
 
Hallo,
mit dem Bio CO2 meinte ich das ich nicht weiß wie konstant das läuft, also ob das der Grund für den geringen CO2 Gehalt ist. Hätte mich klarer ausdrücken können.
 

1_hajo

Mitglied
Bio CO2 läuft konstant bis die Nährstoffe in der Flasche oder Kanister aufgebraucht sind. Das ist aber nicht mit CO2 aus der Flasche zu vergleichen. Es ist viel weniger CO2 und läuft nachts durch.

Mit messen der Wasserwerte hast du recht. Ich wollte für den TS einfach nur eine schnelle Lösung und einen möglichen Anfänger nicht überfordern.
 


Hallo Hajo,
das ist ja die Krux, es gibt keine schnelle Lösung.
Und ich denke der einfache Ansatz überfordert auch niemanden.
(Und darum sollte man die Feinheiten und genauen wissenschaftlichen Zusammenhänge erst mal außen vor lassen. Mit steigendem Erfolg und Interesse eignet man sich das dann eh nach und nach an. Manchmal reicht's halt auch zu wissen das es funktioniert ohne zu wissen wie genau es funktioniert)
Wohingegen Blindschüsse häufig zu noch mehr Frust führen wenn sie nicht die Lösung bringen obwohl man ja das vermeintlich richtige getan hat.
@Magellan89 , sorry für das Abschweifen.
Konzentrier Dich einfach auf das Wesentliche :)
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo und willkommen hier im Forum.
Den Auslauf vom Filter würde ich tatsächlich etwas weiter nach vorne richten, damit du dir weniger Co2 austreibst. Bei so wenig Fisch sollte der Sauerstoff trotzdem ausreichen.
Tipps hast du ja schon genug bekommen, wobei ich die Beleuchtung tatsächlich nochmals um 1 bis zwei Stunden reduzieren würde, wenigsten in der ersten Zeit. Im übrigen bin ich auch kein Freund von diesen Algenbällen.
L. G. Wolf
 

Gertrudae

Mitglied
Ich halte auch nichts von Licht-Mittagspausen. Algen schalten mW schneller von Atmung auf Photosynthese um als Pflanzen. Die brauchen länger, bis die die Photosynthese hochfahren.
Deswegen macht man ja auch mindestens 3 h Pause. Trotzdem ist es ein Wettbewerbsvorteil für die Fadenalgen.
 

Peter1004

Mitglied
Hallo Magellan,

ich gebe auch noch meine 50 Cent dazu, weil ich ebenfalls zwei Rio 125 pflege (siehe Signatur). Das ist vielleicht interessant, weil die Beleuchtung identisch ist. Das eine läuft seit einem Jahr, das andere seit acht Wochen. Zu Beginn ließ ich bei dem älteren Becken die Beleuchtung für sechs Wochen laufen, dann schrittweise erhöht auf heute acht Stunden mit zwei Stunden Mittagspause. Auch das zweite Becken habe ich mit sechs Stunden Beleuchtungsdauer gestartet, nach gut sechs Wochen auf 6,5 Std. erhöht (dabei ist es z.T. durch flutende Pflanzen abgeschattet). In beiden Becken gab es keine störenden grünalgen.

Kurzum: Ich bin bei Wolf und würde die Beleuchtung erst einmal reduzieren.

Viel Erfolg und viele Grüße,
Peter
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Ich halte auch nichts von Licht-Mittagspausen. Algen schalten mW schneller von Atmung auf Photosynthese um als Pflanzen. Die brauchen länger, bis die die Photosynthese hochfahren.
Deswegen macht man ja auch mindestens 3 h Pause. Trotzdem ist es ein Wettbewerbsvorteil für die Fadenalgen.
Hallo Marion,
Gegen Algen, wird die Mittagspause auch nicht viel bringen. Sie hat aber den Vorteil, dass man abends noch was vom Aquarium hat, wenn man tagsüber auf Arbeit ist. Darüber hinaus erholt sich der CO2 Gehalt, in der Dunkel Phase, einwenig.
L. G. Wolf
 

1_hajo

Mitglied
Bei meinem Becken geht die Beleuchtung um 12.00 Uhr an und um 20.00 Uhr wieder aus. Das ist aber nur eine LED Lampe, die auch für Aquarien ist.

Um 14.30 Uhr gehen für 3 Stunden noch 2 zusätzliche LED Leuchtbalken an. Für die wenig lichthungrigen Pflanzen in meinem Becken reicht das.

Würde ich jetzt abends länger Licht haben wollen, dann würde ich die beiden Zeitschaltuhren entsprechend einstellen und die Lampen entsprechend später starten lassen.

Unabhängig der Pflanzen, ist in der Mittagszeit die Sonne auf dem höchsten Stand. Mir käme absolut nicht in den Sinn, genau zu der Zeit die Beleuchtung aus zu machen.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
Ich glaube das muss jeder mit sich selbst ausmachen, wie er zu Hause ist und wieviel für die Pflanzen ausreicht.
Bei denen Aquarien, die technisch dazu in der Lage sind, dimme ich am nachmittag für zwei drei Stunden auf 20%. Sonst würde ich 13,5 Stunden beleuchten. Die meisten meiner Arbeitstage sind zweigeteilt und da kommt mir eine Licht Pause am Nachmittag entgegen.
L. G. Wolf
 

1_hajo

Mitglied
Das Thema Beleuchtung ist ähnlich wie das Thema Filter, viele Wege führen nach Rom.

Für mich sind Pflanzen Beiwerk. Schön anzusehen und mit einer wichtigen Funktion, für mich aber nicht der wesentliche Aspekt im Aquarium.

Für mich stehen die Fische im Vordergrund und da beginnt der Morgen etwas dunkler, wird zum Mittag immer heller und geht zum Abend wieder unter. Das Verhalten der Fische ändert sich tatsächlich auch mit der Helligkeit im Becken. Also dunkler gleich Ruhefase.
 

Magellan89

Mitglied
Hallo und willkommen hier im Forum.
Den Auslauf vom Filter würde ich tatsächlich etwas weiter nach vorne richten, damit du dir weniger Co2 austreibst. Bei so wenig Fisch sollte der Sauerstoff trotzdem ausreichen.
Tipps hast du ja schon genug bekommen, wobei ich die Beleuchtung tatsächlich nochmals um 1 bis zwei Stunden reduzieren würde, wenigsten in der ersten Zeit. Im übrigen bin ich auch kein Freund von diesen Algenbällen.
L. G. Wolf
Der Ausläufer lässt sich leider nur im Kreis drehen, ich kann nur noch mehr zur Seite drehen, weiß aber nicht, wie sich das dann auf die Zirkulation bzw. Strömungs auswirkt. Drehe ich denn noch mehr seitich dann zeigt der in die Richtung der vorderen Scheibe.
Die Beleuchtung reduziere ich auf 8 Stunden.
 


Oben