Frage zum Mulm und Fischbesatz

Hallo,

mein 54L AQ ist nun seit 6 Wochen am Laufen. Die Fische wurden bereits vor 5 1/2 Wochen eingesetzt und leben alle noch (soviel dazu)!
Algen sind so gut wie nicht vorhanden, aber dafür ist Mulm im Becken :cry: Dieser wird leider auch durch meine Metallpanzerwelse aufgewirbelt, so dass dieser dann durch AQ schwimmt und sich auf den Blätetrn wieder absetzt (bis zur nächsten Aufwirbelung).

Mein Besatz: 10 Sternflecksalmler und 6 Metallpanzerwelse. Bepflanzung liegt bei ca. 80% (absterbende Pflanzenteile sogut wie ausgeschlossen :D )
Gefiltert wird per Aquaball (durch meine stark wachsenden Vallisnerien gut versteckt), wöchentlicher Teilwasserwechsel zu 30%. Zudem Wasseraufbereiter Easy Life FFM

Ist der Mulm, dann auch sichtbar als Schweibeteilchen, normal? Das Wasser ist ansonsten klar (also keine Bakterien oder Algenblüte). Kann es sein, dass mein AQ überbesetzt ist?
 


Hi,

Überbesatz: nein

wenn der Mulm dich stört, saug ihn doch einfach ab! (Stichwort: Mulmglocke)
Ein bisschen wirst du jedoch immer im Becken haben.


Viele Grüße
L.
 
Hallo,

sind denn batteriebetrieben Mulmsauger empfehlenswert? Möchte nämlioch nicht gleich immer das Wasser wechseln, wenn ich etwas Dreck absuagen möchte...

LG
 

Henny

Mitglied
Hallo Christoph,

aus dem selben Grund habe ich mir so ein Teil ganz zu Anfang meiner Aqua-Zeit auch mal angeschafft.

Mein Becken sah noch ziemlich blütenrein aus, als dann die ersten Fische kamen, lagen natürlich Kotfäden auf dem Bodengrund rum und auch mal Pflanzenteile. Das störte mich sehr, und deswegen wollte ich diese 'unschönen Sachen' auch neben den wöchtentlichen Wasserwechseln mit Mulmen entfernen können.

Aber zu Deiner Frage, ob ein bateriebetriebener Mulmsauger empfehlenswert ist:
Größere Pflanzen- oder Mulmteile verstopfen schnell das kleine Rädchen, dass sich dann nicht mehr dreht. Also öffnen und säubern. Mittelgroße Mulmteile werden gut angesaugt und verbleiben auch in der Filterkammer. Allerdings setzt sich das feinmaschige Netz schnell zu. Also öffnen und auspülen. Feine Mulmpartikel werden zwar super angesaugt, aber auch ohne Rückhalt sogleich wieder durch das Netz ins Freiwasser befördert. Also dafür sinnlos.

Ich habe mir dann selber etwas konstruiert:
In den Boden eines Haushaltsmäßchens habe ich Löcher gebohrt. Dann habe ich ein Stück Filterwatte reingelegt und das Mäßchen mit dem Henkel über den Beckenrand gehängt. Mit einer kleinen Mulmglocke habe ich abgesaugt und das Schlauchende in das Mäßchen gehalten. Das Wasser ist wieder ins AQ gelaufen, Mulm in allen Größen blieb im Mäßchen.

Beide 'Zwischenmulmer' habe ich aber schon lange nicht mehr im Einsatz. Das, was die Welse aufwirbeln, senkt sich zum Teil wieder auf dem Boden ab, sehr feine Partikel werden mit dem Wasser in den Filter gezogen. Das Wasser ist erscheint klar und etwas Mulm auf dem Boden gehört dazu. Meines Erachtens reicht es völlig aus, beim wöchentlichen Wasserwechsel zu Mulmen.

Du scheinst aber sehr viel Mulm im Becken zu haben, wenn er er sich in einer richtigen Schicht auf den Blättern ablagert. Kann es vielleicht sein, dass es sich auch nicht nur um Mulm handelt, sondern um Bodendünger, der durch Deine Pflanztätigkeiten bei der Beckeneinrichtung hochgekommen ist? Hast Du denn überhaupt schon mal gemulmt?

Viele Grüße von Henny
 
Hallo,

danke für die ausführliche Info.
Die Idee mit dem Messbächer ist sehr gut, nur klappt es bei meinem kleinen 54L aufgrund der Größe nicht. Der Bodendünger ist dabei nicht schuld, da der noch heil im Boden steckt.
Ich vermute, dass mein Füttern zuviel ist (Gefüttert wird täglich mit Flockenfutter oder Frostfutter (soviel wie in 2-3 Minuten gefressen wird) und 1-2 Welstabletten).
Richtig gemulmt habe ich noch nicht, da mein Becken erst 6 Wochen alt ist (wollte die Bodenfauna nicht angreifen).
Es sind halt nur die Schwebeteilchen stören, mit dem restlichen Mulm kann ich eigentlich leben.

Ich hoffe nun, dass ich mit dem Mulmabsauger Glück haben werde :roll: Würde denn ein zusätzlicher Schwammfilter auch helfen?
 


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