Frage zum Bodengrund

Hallo liebe Aquaristik-live Gemeinde,

ich habe schon seit einiger Zeit ein 60 l Aquarium in dem zur Zeit nur ein Schwarm Neons und Apfelschnekchen leben.
Gerne würde ich jetzt noch Zwergpanzerwelse dazusetzen, leider habe ich jedoch sehr groben Kies im Becken.

Da ich demnächst renovieren werde und somit mein Aquarium abbauen muss, habe ich mir überlegt evtl. den Bodengrund komplett zu tauschen. Am liebsten (und wahrscheinlich auch für die Corys am Besten) fände ich Sandboden.
Jetzt zu meiner Frage (habe schon in der Suchfunktion gesucht aber verschiedenste Antworten gefunden).

Würdet ihr mir Sand + Nährboden empfehlen oder nur Sand und anderweitig düngen?
(habe bis jetzt mit Düngern sehr schlechte Erfahrungen gemacht --> Algenwuchs)
oder recht nur Sand für einen guten Pflanzenwuchs?

oder was haltet ihr von diesem Mandao von JBL? (find ich persönlich nicht so schön (Geschmackssache) (benötigt man drunter Nährboden?)

danke, Viele Grüße
Karo
 


elchi07

Moderator
Teammitglied
Hallo Karo,

Sand als Bodengrund ist schon einmal eine gute Wahl. Ob du den Manado nehmen willst, ist dir überlassen. Auf gar keinen Fall benötigst du irgendwelchen Nährboden. Damit habe nicht nur ich schon genug schlechte Erfahrungen gesammelt. Gerade in Bezug auf Algen. Am Anfang hat man ein Nährstoffüberangebot, welches den Algen zu Gute kommt. Und nach einer gewissen Zeit ist der Boden ausgelaugt und eigentlich nur noch "Dreck" und du musst sowieso anderweitig düngen. Die Pflanzen, die ihre Nahrung über die Wurzeln im Boden aufnehemen (i.d.R. alle Rosettenpflanzen), kannst du bei Bedarf gezielt mit Düngekugeln versorgen.

Viele Grüße
Roman
 

black-avenger

Mitglied
Aloahe,

Nährboden spaltet wieder die Forengemeinde. Mir wurde in einem ähnlichen Thread davon abgeraten, da das wohl gern mal das Gammeln anfängt und wohl nur für Wurzelzehrer wirklich interessant zu sein scheint. Die Wurzelzehrer kannst du auch so durch gezielten Düngekugeleinsatz bedienen. Generell ersetzt ein Nährboden allerdings keine Flüssigdüngung.

Daher... nimm Sand ohne Nährboden darunter und dünge vernünftig mit Flüssigdüngern. Gibt genug Leute, die trotz Düngung keine Algenprobleme haben. Sprich der Hund mit den Algen liegt nicht im generellen Einstaz von Flüssigdüngern.

Der Manado ist wohl 'n ganz anständiger Bodengrund, allerdings wohl etwas sehr leicht, sodass dir Bodenfische regelmäßig massiv den Boden umgestalten werden, weil das Zeug einfach nicht so liegen bleibt wie Sand. Irgendwer hat mal geschrieben, dass schon etwas hektischere Schwimmbewegungen etwas größerer Tiere reichen sollen, um das Zeug hinfortzubewegen.
Aber dazu vieleicht jemand, der Manado im Einsatz hat. Das Zeug wird ja gut verkauft, somit kanns nicht nur Nachteile haben ;)

Grüße
Thomas
 
Hallo,

vielen Dank für eure schnellen Antworten.
Habe mich eigentlich auch schon für Sand entschieden, weil mir Sandboden richtig gut gefällt & es auch total süß aussieht wie die Corys im Sand wühlen.
Hätte jetzt nur noch eine Frage.
Habe nämlich im "Praxishandbuch Aquarium" gelesen, dass durch fehlende Sauerstoffversorgung im Sand Aquariumpflanzen schlecht wachsen und anfangen können zu faulen.
Wollt euch nur mal fragen, ob ihr damit schon Erfahrungen gemacht habt.?

Liebe Grüße
Karo
 

elchi07

Moderator
Teammitglied
Hallo Karo,

bei mir ist im Sand bisher noch nie was verfault. Du kannst auch gern ein paar Turmdeckelschnecken ins Becken geben. Die durchwühlen stetig den Bodengrund (richten aber keine Schäden an). Und wenn etwas mit dem Bodengrund oder dem Wasser nicht stimmt, dann kommen sie alle an die Oberfläche gekrochen. Somit hast du einen guten nützlichen Bioindikator in deinem Becken.

Viele Grüße
Roman
 

Dreamtem

Mitglied
Hallo Karo,
welche farbe soll der Sand haben?
Ich habe mit dem weißen Quarzsand aus dem Baumarkt die Erfahrung gemacht, dass meine Metallpanzerwelse deutlich schreckhafter waren als auf dunklerem Bodengrund. Von daher würde ich zu dunklem Sand raten und bei einem 60l Becken brauch man ja auch nicht so viel. Hier wurde schon öfters der schwarze Sand von Gümmer empfohlen. Der ist von Preis/Leistung wohl der beste.
http://www.garnelen-guemmer.de/index.php/cat/c3_Aquariensand-Aquarienkies.html

Gruß Martin
 
Hey,

danke für den Tipp mit den Turmdeckelschnecken & dem schwarzen Sand.
Stimmt, hab mir noch gar keine Gedanken über schwarzen Sand gemacht aber find den auch echt schön,
werd dann evtl. auch den nehmen.

Liebs Grüßle
Karo
 


Hallo,

ich hätte noch eine Frage zwecks Düngung, da Roman ja meinte, dass ich die Rosettenpflanzen am Besten gezielt mit Düngekugeln düngen soll.(da sie ihre Nahrung über die Wurzeln aufnehmen)

(War mir nicht sicher, ob ich jetzt ein neues Thema aufmachen soll, handelt sich aber ja um das gleiche Aquarium)

Und zwar habe ich meine Pflanzen anfangs mit Easy-life Profit gedüngt (Eisen- Volldünger) ein Mal wöchentlich, genau wie auf der Verpackung angegeben (Plötzlich hatte ich Probleme mit Algenwuchs, die ich vorher überhaupt nicht hatte).
Hab das daruafhin wieder gelassen.

Habe jetzt noch Aquafim (Düngestreifen für 60l Becken da, habe ich geschenkt bekommen) (hab mich nicht getraut sie zu benutzen, hatte Angst das die Algen dann noch schlimmer werden.)

Meine Frage: Wenn ich jetzt bald, zu Sandboden wechsel, soll ich dann lieber mit Düngekugeln düngen, oder gar nicht mehr, oder doch Flüssigdünger?


Zu meinen Pflanzen:
- Hygrophila corymbosa (Blätter bekommen braune stellen, fallen ab)
- Echinodorus Bathii & A Flame (wächst super)
- Alternanthera Reineckii/Rosaeflia (auch gut)
- Cabomba Caroliniana (wächst zwar, aber die Blätter werden weiß)

Meine Wasserwerte:
Gesamthärte: 13
Carbonathärte: 9,5
Nitrat: 24
Nitrit: 0
ph: ca. 7,2 - 7,6

- 25 Grad
- ich wechsle ein mal wöchtlich ca .40 % Wasser
- beleuchte von 7 -12 und 14 - 21 uhr

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen
Danke
lg Karo
 
Hallo,
Düngung genau wie auf der Verpackung angegeben - das könnte das Problem gewesen sein. Jedes Aquarium ist anders bepflanzt und verbraucht andere Mengen an Nährstoffen. Die Angaben auf der Verpackung sind darum nur ein grober Richtwert, und man muss ausprobieren, wieviel das eigene Aquarium benötigt. Das kann auch die Hälfte mehr oder weniger sein.

Stengelpflanzen werden immer noch über Flüssigdünger gedüngt und Rosettenpflanzen über Bodendünger, daran hat sich seit Romans Post nichts geändert ;) Da zwei Stengelpflanzen Mangelerscheinungen aufweisen, würd ich die Flüssigdüngung wieder aufnehmen, und zwar erstmal mit der Hälfte der angegebenen Menge. Und dann gucken, wie die Pflanzen und die Algen reagieren und die Menge gegebenenfalls anpassen. Wenn Du da die passende Menge ermittelt hast, kannst Du ja auch jeder Echi einen Düngestreifen an die Wurzeln stecken und gucken, ob das zu vermehrten Echi- oder Algenwachstum führt.

So würd ich jetzt vorgehen. Ob dabei Sand oder Kies im Becken liegt, ist dabei unerheblich.

Die Weißfärbung der Cabomba deutet vermutlich auf einen bestimmten Mangel hin. Dazu kann Dir im Pflanzenforum gezieltere, fachkundigere Antwort gegeben werden.

Gruß Jolly
 
Hallo!

Zu deinen Pflanzen:

Die Cabomba Caroliniana ist eine sehr lichthungrige Pflanze die in vielen Aquarien nicht gedeiht.
Auch ich hatte mit dieser Pflanze immer schwierigkeiten.

Ähnliches gilt für die Cabomba Caroliniana. Die wächst zwar sehr schnell doch meistens nehmen dann die oberen Blätter den unteren das Licht weg so diese braun-gelb werden und abzusterben beginnen.

Ich denke das du bei diesen 2 Arten eher ein Beleuchtungsproblem hast, wie fehlende Düngung.
Allerdings empfehle ich dir auch wie beschrieben zu düngen. Die dosierung musst du selbst herausfinden.
Fange mit der Hälfte der angegeben Dosis an und steigere dann wahlweise.
Auserdem ist es besser täglich die Wochenmenge zu dosieren.
 


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