Fast Neuanfänger

Mein Name ist Doris, ich bin 57 Jahre jung und wohne in Nordhessen.
Mein Männe hat zu seinem 60. en Burtzeltag im Januar von unseren Kids ein kleines Aquarium (60x30x30 - 54 l) bekommen, da er sich schon immer eines wünschte. Ich selbst war eigentlich dagegen weil die Arbeit (so vermutete ich) doch wieder an mir hängen bleibt.
Nun so ist es auch gekommen, aber jetzt bin ich es der das Aquarium Spass macht.
Nach einigen Rückschlägen (Nitrit zu hoch usw.) und dadurch 4 toten Fischen hab ich jetzt super Werte und die Fische fühlen sich wohl.
Allerdings möchte ich jetzt gern größere Fische (Schleierschwänze etc.) haben die man auch im Becken sieht und habe dafür ein wenig bei Exxx gestöbert und auch heute ein großes Becken (100x40x50) inkl. Unterschrank für 51,-€ gekauft. Morgen holen wir es ab (ca. 200 km eine Strecke).
Logischerweise möchte ich dann auch in der nächsten Woche mit dem Einrichten beginnen.

als Zubehör wird angegeben:

Maße: 100x40x50 inkl.:

Es gehört zur Auktion:

- Abdeckung mit 2 Röhren (Röhren sind erst 1/2 Jahr alt).
- Marken Filter EHEIM Biopower 240 inkl. Ersatz Schaumstoff Filtermaterial (neu) und 1xFilter-Kügelchen (neu)
Filter ist also sofort einsatzbereit !
- Heizung Aquarel 200
- Sera Belüfter + Schläuche und Befestigungsmaterial
- Magnet Profi-Scheibenreiniger
- Ein Netz
- Wurzel
- 2 größere Steine
- Dekor wie altes Schiff, Felsenhöhle, Grieschische Säulen etc.
- 1 kompletter neuer Sack Granulat (2-3 mm) anthrazit von AQUARIUM Deko (noch geschlossen)
- inkl. Rückwand (Folie)


Nun meine Frage :) Ist diese Ausstattung vorerst ausreichend oder ratet ihr mir zu weiteren, oder besseren Filter (evtl Außenfilter?) usw.

Liebe Grüße
Doris
 


Hallo Doris,
Glückwunsch zum neuen Becken :)
Von der Ausstattung her würde ich meinen, dass man damit erst mal starten kann. Solltest Du auf die Dauer mit einer Komponente nicht zufrieden sein, kann man die immer noch tauschen, mit Ausnahme des Bodengrundes. Wenn der einmal drin ist, ist ein Umplanen denkbar aufwendig.
Eheim ist eine qualitativ sehr hochwertige und langlebige Marke, damit macht man nichts falsch. Ein Außenfilter muss nicht besser sein als ein Innenfilter, das ist eher eine Geschmacksfrage. Bei noch größeren Becken stoßen Innenfilter mal an ihre Grenzen, aber bei Deinem Becken ist ein Außenfilter nicht erforderlich.
Das Becken ist "trockengelegt", also Pflanzen gibt es nicht dazu? Ich empfehle immer gerne viele Pflanzen. Zum einen bieten sie eine große Besiedelungsfläche für die Bakterien, die Dein AQ braucht, um stabil zu laufen. Zum zweiten produzieren sie Sauerstoff und verbessern somit die Wasserqualität. Und zum dritten bieten sie den Fischen Orientierung, Reviergrenzen und "Privatsphäre".
Zum Thema Goldfische kann ich Dir diese Seite ans Herz legen: http://goldfische.kaltwasseraquaristik.de/
Laut dieser Seite sind 200 Liter die Untergrenze zur Aquarienhaltung von Schleierschwänzen (und mehr als 2 bis 3 sollten es dann auch nicht sein). Eigentlich wäre mehr Platz besser. Wenn es also nicht unbedingt Schleierschwänze sein müssen - es gibt mehr als genug andere schöne und interessante Fische.
Beste Grüße!
Susanne
 
Nein Pflanzen gibt es im Moment noch nicht dazu. Es wurde am 06.05. trockengelegt.
Als Männe zu Hause war haben wir es erst mal gereinigt. Einige Algenrückstände und Kalk muss ich noch mit nem Ceranfeldschaber entfernen, nachdem Essigwasser nichts gebracht hat.
Morgen besorge ich Kies und Pflanzen und werde es dann in Ruhe aufbauen. Das darf ruhig seine Zeit dauern.

Dann werde ich mich mit den zwei - noch jungen - Schleierschwänzen begnügen, die ich letzte Woche geschenkt bekam. Noch sind sie ja im kleinen Becken untergebracht zusammen mit drei Platys, 2 Schmerlen, 2 Barschen. Das kleine Becken soll vermutlich sowieso bleiben.

Aber welche Arten kann ich zu den Schleierschwänzen noch dazusetzen und max. wieviele überhaupt.
Die Beratung in unserer Zoohandlung scheint nicht das "Gelbe vom Ei" zu sein. Denn nach deren Aussage dürfte ich allein schon in das kleine Becken bis zu 20 Fischen einsetzen :roll:

Auf jeden Fall erst mal DANKE für deine Antwort Susanne
 
Hallo Doris,
wenn Du Pflanzen kaufst, solltest Du erwähnen, dass sie für ein Goldfischbecken sind. Goldfische sind kleine Rasenmäher, und wenn ihnen die Pflanzen schmecken, vernaschen sie gerne mal die Inneneinrichtung. Es gibt aber Pflanzen, die natürliche Bitterstoffe haben und deshalb in Ruhe gelassen werden (Anubien, Javafarn und noch ein paar andere). Manchmal werden die unter dem Stichwort "barschfest" verkauft (auch unter den Barschen gibt es rasenmäher...) Daraus ergibt sich natürlich auch, dass man mit überbrühtem Salat, Gurkenscheiben etc. den GoFis eine freude machen kann.
Goldfische sind innerartlich sehr gesellige Tiere. ich würde mich also auf sie im Wesentlichen beschränken und vielleicht auf 4 aufstocken. Sie brauchen halt echt viel Platz, auch wenn die Schleier etwas kürzer bleiben als die gestreckte Form. Dafür werden sie ziemlich bullig.
Ein anderes Problem in der Vergesellschaftung ist, dass die Schleier keine Heizung benötigen, sondern in kühlerem Wasser gut gedeihen. Da darf auch gerne mal eine Tag-Nacht-Schwankung auftreten, aber vor allem die Spitzentemperatur sollte nicht zu hoch sein. Viele Fische, die in heimischen Aquarien schwimmen, kommen aus den Tropen und brauchen es wärmer. Spontan fallen mir eigentlich nur Kardinälchen ein, die es ähnlich kühl mögen.
Beste Grüße!
Susanne
 
Textehexe schrieb:
wenn Du Pflanzen kaufst, solltest Du erwähnen, dass sie für ein Goldfischbecken sind. Goldfische sind kleine Rasenmäher, und wenn ihnen die Pflanzen schmecken, vernaschen sie gerne mal die Inneneinrichtung. Es gibt aber Pflanzen, die natürliche Bitterstoffe haben und deshalb in Ruhe gelassen werden (Anubien, Javafarn und noch ein paar andere).
ja die benötige ich auf jeden Fall. Denn auch in dem kleinen Becken ist fast die gesamte Inneneinrichtung den Fischen zum Opfer gefallen :autsch:

:danke:
 
Gestern habe ich Kies und Pflanzen gekauft. Hab in dem Becken 30 kg ganz feinen Kies drin und bisher 11 Pflanzen. Weitere 15 kommen morgen oder übermorgen (Zooplus).
Im Moment ist das Wasser etwas milchig. Gestern konnte ich überhaupt nicht durchschauen obwohl ich den Kies gewaschen habe.
Nun meine Frage. Muss ich die Beleuchtung und die Heizung auch schon einstellen während der Einlaufphase? Im Moment beträgt die Temperatur 21°.
 
Hi!

Ich erlaube mir eine Antwort obwohl ich anfänger bin.

Pflanzen brauchen zum wachsen Licht und deshalb würde ich auch jetzt schon mit der Beleuchtung anfangen. Am besten mit Zeitschaltuhr. Bei mir haben sich in den wenigen wochen der Einlaufphase 10 Stunden pro Tag bewährt. Du solltest dein Aquarium so behandeln als wäre es voll besetzt. Es müssen sich auch Bakterien bilden. Die Trübung wird sich nach 1-2 Tagen gelegt haben. Auch dünger in form von Co2 und Flüssig Dünger bzw. Düngerkugel direkt an den Pflanzen wäre angebracht. Co2 muss natürlich nicht sein. Bringt aber einiges. Die Temperaturfrage ist wohl abhängig von den Fischen die du einsetzen möchtest. Du kannst auch mal schauen welche Temperaturen für deine Pflanzen benötigt werden. Manche mögen es wärmer und manche kommen auch mit weniger aus.

Grüzle Marco
 


Danke Marco,
ich habe die Beleuchtung mit Zeitschaltuhr eingeschaltet. Morgens von 06.00 Uhr bis 12.00 Uhr und dann noch einmal von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr, also insgesamt 12 Stunden mit Mittagspause.
Flüssigdünger hab ich gestern bereits hinzugegeben. Allerdings kenne ich den Namen von dem Dünger nicht, da dieser im Zoogeschäft aus einem großen Kanister abgefüllt wurde.
Ins Aquarium kommen Platys, Barsche, Schmerlen aus dem kleinen Becken - also Warmwasserfische. Nur bis ich die umsetze geht ja noch einiges an Zeit hin. Deswegen eben die Frage ob die Heizung schon jetzt laufen muss/sollte.
 
Hi!

Ich denke da sollte sich nochmal ein erfahrener Aquarianer melden. Pflanzen kommen sicher damit klar, aber ich weis nicht ab welcher Temperatur Bakterien anfangen sich zu vermehren. Da wüsste ich aber auch zu gerne.

Warten wir mal auf Antwort

Grüzle Marco
 
Hallo Doris & Marco,
durch die Beleuchtung wird das Becken ja auch aufgeheizt, vor allem wenn es eines mit "Deckel" ist. Da steigt die Wassertemperatur ganz von selbst auf um die 22 Grad, vor allem "indoor" und im Sommer. Für viele Fische reicht das auch schon, und für alle mir bekannten Pflanzen allemal.
Doris, Du kannst auch mal den Filterschwamm aus dem alten Becken im neuen ausdrücken. Dadurch überträgst Du die Bakterienkulturen und beschleunigst das Einfahren. Voraussetzung: Du hast keine Krankheiten im alten Becken. Mit ein paar einzelnen Fischen (also zum Beispiel eine Gruppe Platys) würde ich dann auch schon in ein paar Tagen anfangen zu besetzen. Regelmäßig Nitrit messen (einfache Streifentests gibts im Zoohandel), und bei Bedarf Wasser wechseln - Nitrit ist ein Fischgift, das sich am Anfang bilden kann. So kann eigentlich nichts passieren, und das neue Becken kommt in Schwung.
Die Bakterien, von denen wir sprechen, vermehren sich ja auch im Gartenteich, also auch bei wesentlich geringeren Temperaturen. Also keine Sorge, das wird schon.
Beste Grüße!
Susanne
 
Textehexe schrieb:
Doris, Du kannst auch mal den Filterschwamm aus dem alten Becken im neuen ausdrücken. Dadurch überträgst Du die Bakterienkulturen und beschleunigst das Einfahren.
hab ich gestern bereits gemacht (bereits hier gelesen) da ich den Filter gerade reinigen musste.
Textehexe schrieb:
Regelmäßig Nitrit messen (einfache Streifentests gibts im Zoohandel), und bei Bedarf Wasser wechseln - Nitrit ist ein Fischgift, das sich am Anfang bilden kann. So kann eigentlich nichts passieren, und das neue Becken kommt in Schwung.
ich hab so 6in1 Teststreifen von Tetra. Nitrate Minus habe ich bereits zusammen mit Aquasafe ins Wasser getan.
Na dann will ich mal hoffen dass sich das Wasser bald komplett klärt. Und die Pflanzen die ich erwarte will ich auch erst noch setzen.
 
Hi!

Nichts gegen die "Ratestreifen", aber hol dir wenigstens für die Wichtigen sachen Tröpfchentests. Teststreifen sind einfach zu ungenau.

Super is z.b meiner Meinung nach der JBL No2 Test. Mit dem kannst du bis auf 0,01mg genau Testen. Streifentests fangen meistens (so gelesen) erst bei 0,5mg No2 an. Ich finde das viel zu Spät da bereits 1mg tödlich ist für Fische. Auch für KH und PH wären Tröpfchentests besser.

Grüzle Marco
 
Hallo Marco,
ich weiß schon, dass es viele Aquarianer gibt, die Wertemessen für sehr wichtig halten. Trotzdem denke ich in diesem Fall, dass "die Kiste" einfach und unaufwendig gehalten werden soll. Mal ehrlich, müssen wir für Platys PH und KH messen? Die schwimmen doch auch in Zwiebelsuppe, wenn es sein muss.
Das einzig wichtige, was man am Anfang vielleicht messen kann (um fehlende Erfahrung zu ersetzen, wenn man die Fische noch nicht so gut kennt und ihr Verhalten noch nicht so gut einschätzen kann), ist Nitrit. Und hier kommt es auf den genauen Wert meiner Erfahrung nach überhaupt nicht an: verfärbt sich das Feld, und sei es auch nur ein kleines bisschen, wird Wasser gewechselt. Ist für mich die einfachste Lösung.
Ich glaube aber übrigens auch gar nicht an ein Nitritproblem, wenn das Becken mit dem "alten" Filter angeimpft und geruhsam besetzt wird. Ich habe in meiner bisherigen Laufbahn bestimmt 7 oder 8 Becken frisch aufgesetzt und hatte noch nie (!) einen Peak. Das ist nicht repräsentativ, ist mir klar, es heißt aber, dass man nach der oben beschriebenen Methode eine gute Chance hat, ohne "davonzukommen".
Ich glaube, der gefürchtete Nitritpeak nimmt in Internetforen einen wesentlich breiteren Raum ein als in der aquaristischen Praxis.
Nix für ungut und beste Grüße,
Susanne
 
Danke Susanne :)
Textehexe schrieb:
Mal ehrlich, müssen wir für Platys PH und KH messen?
Ich habe nicht vor für so nen Koffer ab 40,-€ aufwärts auszugeben. Beim kleinen Becken sind mir durch den Peak 4 Fische verlorengegangen. Sofortiger, großzügiger TWW und Nitrate Minus haben da Abhilfe geschaffen.
Allerdings habe ich da, weil noch 2 Tage vorher die Werte beim neu besetzten Becken ok waren, noch keine Ahnung gehabt und nicht öfters gemessen. Das werde ich jetzt nicht versäumen.
Logisch ist ein TWW beim großen Becken aufwändiger. Deshalb werde ich besonders vorsichtig sein.
 
Hallo!

Dorismaya schrieb:
Logisch ist ein TWW beim großen Becken aufwändiger. Deshalb werde ich besonders vorsichtig sein.

Nö, eigentlich überhaupt nicht *g* Ich wechsel sowohl beim 60er als auch beim 260er das Wasser mittels Schlauch direkt in die Badewanne bzw. mithilfe eines Aufsatzes für den Wasserhahn. Einfacher gehts nicht.

Was Nitrit betrifft- Fische beobachten hilft auch weiter. Hektisches Atmen bzw. an der Oberfläche hängen sind auch deutliche Anzeichen :wink: Ich messe mittlerweile garnix mehr. Anfangs wars interessant, hatte aber auch bloß die Teststreifen. Langt für die grob wichtigen Werte völlig, wenns einigermaßen robuste, anspruchslose Fische sind.

Gruß,
Denise
 
Einen Absaugschlauch zu besorgen ist auch kein Problem, hab gerade mal 6 m bis zu den Blumenrabatten - also auch eine Gute Idee - Danke.
Und mit dem Gartenschlauch befüllen geht ebenfalls. Hätte ich mal gestern beim befüllen dran denken sollen :autsch:
 
gestern
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heute
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wie ihr bemerken werdet bin ich nicht sehr geduldig :mrgreen:

Bewohner z.Z.
2 Sumatrabarben
2 Skalare
2 Barsche
2 Schmerlen
3 Schwertträger
4 Platys
2 Guppys

und diese 4 bewohnen das kleine Becken. Wasser ist noch etwas aufgewühlt weil ich TWW gemacht habe damit es kälter wird.

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Hübsch!

Für meinen Geschmack etwas zu wenig Grünzeug aber das ist deine sache :lol:

Warte noch 1-2 Tage ab. Die restliche trübung wird bestimmt auch verschwinden :)

Grüzle Marco
 
renom82 schrieb:
Für meinen Geschmack etwas zu wenig Grünzeug
ich hab noch Pflanzen bei Zooplus bestellt (15 Stk.). Mindestens 12 davon sollen noch in dieses Becken. Muss ich halt hinterher setzen. Trotz Paypal Zahlung noch nichts gehört davon.
 
Hallo Doris,
die mittige Pflanze mit den großen Blättern ist eine Anubie. Damit sie gedeiht, dürfen ihre Wurzeln nicht vergraben sein, die faulen sonst ab (sogen. Aufsitzer-Pflanze). Die solltest Du also nochmal rausholen und auf einen dicken Stein oder ein Stück Wurzel aufbinden. Die Perfektionisten machen das mit Angelschnur, weil man die danach nicht sieht. Ich hab das auch schon mit Kabelbinder gemachtm und andere Pflanzen davor gesetzt, um ihn zu kaschieren.
Mittlerweile habe ich etwas den Überblick verloren bezüglich des Besatzes... wer soll denn nun mit wem wo schwimmen?
Das Problem, das ich sehe, ist, dass es keiner Deiner Fische so kühl mag und braucht wie die Goldfische (selbst wenn die Löwenköpfchen ja nicht ganz so die Outdoor-Freaks sind). Die sollten also nach abgeschlossenem Sortieren irgendwie einzeln landen. Alles andere sind tropische Fische (die "Barsche" vermutlich auch, da gibt es ja unzählige Arten - ich nehme nicht an, dass wir hier von dem heimischen Raubfisch sprechen?)
Und wohin mit den Skalaren? Die brauchen ja auch, wenn ausgewachsen, mind. 200 Liter, können abe rnicht zu den GoFis mit rein. Du siehst, Überblick verloren :)
Beste Grüße!
Susanne
 


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