Brokatbarbe mit Wunde

Hallo zusammen

Ich bin neu hier im Forum. Leider muss ich meinen ersten Beitrag gleich mit einem unerfreulichen Thema beginnen.

Ich war vorletzte Woche auf einem Seminar, die Fische wurden in der Zwischenzeit von meinem Vater versorgt. Als ich wiederkam musste ich sehen, dass eine der Brokatbarben sich ziemlich üble Verletzungen zugezogen hat.
Die Rückenflosse war fast völlig weg und an der Seite hat der Fisch eine ziemlich große und tiefe Wunde. Jetzt etwa eine Woche später ist die Rückenflosse zwar zum größtenteil wieder nachgewachsen, allerdings ist die Wunde an der Seite nicht besser geworden.
Die Barbe verhällt sich soweit normal, schwimmt im Schwarm, frisst mit großen Appetit und hat auch ansonsten eine gesunde Färbung. Allerdings konnte ich heute beobachten, wie Artgenossen an die Wunde gegangen sind. Die Barbe hat dabei keine Anstallten gemacht wegzuschwimmen oder sich zu wehren. Ist es möglich, dass die Tiere versuchen die Wunde zu säubern?
Was kann ich tun um die Heilung zu beschleunigen? Habe die Woche zweimal Wasser gewechselt um die Keimdichte zu reduzieren. Erlenzapfen, find ich hier in der Gegend leider nicht, mit Walnussbaum Blättern hab ich in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht. Jetzt hatte ich etwas über Kamillentee gelesen. Wie wende ich den richtig an? Kann ich den überhaupt ohne weiteres im Gesellschaftsbecken verwenden?
 


hallo,
das mit dem tee is mir neu.würde ich auch nicht ausprobieren.
nun zur wunde:für wunden gibt es genügend desinfizierende medikamente im zoogeschäft,die die heilung begünstigen.ansonsten wenn die anderen fische die wunde nicht in ruhe lassen ,musst du den fisch in ein seperates becken setzen,und die entsprechende medizin ins becken geben.in der regel verheilen wunden recht schnell.sobald sie wieder verschlossen ist ,kann sie zrück ins becken.
 
Ich hab noch ein 20L Plastikaquarium hier. Werd sie mal dahin umsetzen. Habe auch noch eine kleine Eheimpumpe hier, die für Wasserbewegung sorgen kann. Werde dazu noch ein paar Schwimmpflanzen hineintun. Sollte doch eigentlich für genug sauerstoff sorgen oder?
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

derdiddy schrieb:
Was kann ich tun um die Heilung zu beschleunigen?

Das
Habe die Woche zweimal Wasser gewechselt um die Keimdichte zu reduzieren.
war schon mal sehr gut!

Jetzt hatte ich etwas über Kamillentee gelesen. Wie wende ich den richtig an?
Zu Erfahrungen mit Kamillentee kann ich nichts sagen, aber Schwarzee hat ebenfalls eine antibakterielle Wirkung, wird aber eher zur Vorbeugung von Laichverpilzung angewendet.

Kann ich den überhaupt ohne weiteres im Gesellschaftsbecken verwenden?
Wenn der Beibesatz an die Wunde geht solltest du ihn lieber separieren.

Ich hab noch ein 20L Plastikaquarium hier.
Reicht völlig aus.

Habe auch noch eine kleine Eheimpumpe hier, die für Wasserbewegung sorgen kann.
Ist garnicht umbedingt notwendig.
Auch von Pflanzen würde ich absehen, ein Quarantänebecken sollte immer uneingerichtet sein, so kann man den Nährboden für potentielle Bakterien minimieren.

Bastian Reyelt schrieb:
nun zur wunde:für wunden gibt es genügend desinfizierende medikamente im zoogeschäft,die die heilung begünstigen.
Sofern sich der Zustand nicht verschlechtert oder das Tier offensichtlich leidet muss man nicht immer automatisch mit der chemischen Keule ran, ich finde die Suche von alternativen Behandlungsmethoden von Diddy sehr lobenswert.

Ich würde dem Tier noch ein paar Tage Zeit geben um abzuwarten wie sich die Wunde in Quarantäne entwickelt.
Vlt konnte sie nur nicht abheilen weil der Restbesatz geknabbert hat.

Der verringerte Stress, tägliche Wasserwechsel (Hälfte Beckenwasser/ Hälfte Frischwasser) und vitaminisiertes Futter (am Besten Frostfutter) können schon helfen.

Sollte die Wunde aber verpilzen oder sich der Zustand des Tieres verschlechtern kannst du mit antibakteriellen Medikamenten behandenl.
Kommt aber auch auf die Ursache an, mechanische Einwirkung oder eine einfache bakterielle Infektion sind leicht zu heilen, bei schwereren Erkrankungen ist das wesentlich diffiziler oder unmöglich.

Grüße,
Amy
 
Hallo ich denke nicht, dass die Verletzung aus einer Krankheit resultiert. Ich vermute die Barbe hatte sich irgendwo im Gestein verfangen.
Hab die Barbe jetzt isoliert, schwimmt allerdings jetzt hysterisch im Karantäne Becken die Scheibe entlang. Ob das so gut? :?
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Hab die Barbe jetzt isoliert, schwimmt allerdings jetzt hysterisch im Karantäne Becken die Scheibe entlang.Ob das so gut?
Klar schmeckt ihr das jetzt nicht so gut.
Aber im Stammbecken behandeln halte ich immer für sehr riskant und unnötig, besonders wenn nur ein einziges Tier betroffen ist.
Da mit Nifurpirinol rangehn wäre ineffizient.

Im Stammbecken hat sie aber wohl auch schlecht bleiben können, wenn dort der Restbesatz an der Wunde rumgezupft hat.
Für ein Abheilen ist das natürlich nicht besonders fördernd.

Grüße,
Amy
 
Super war heut im Handel hab dem Händler mein Problem beschrieben, der hat mir ein mittelchen in die Hand gedrückt und zuhause les ich dann dass es gegen Flagellate ist. Parasiten Befall liegt ja nicht vor. Macht es Sinn, es unterdosiert zur Vorbeugung mitzuverwenden?
 


Nach ein paar Tagen in Karantäne sieht es eigentlich ganz positiv aus. Die Wunde ist zwar noch immer fast so groß wie vorher, allerdings sieht sie nicht mehr so "fleischig" aus.

Habe das Flagellat Mittel die letzten Tage mal mit angewendet, aber statt der empfolenen Dosierung von 1ml auf 5L hab ich es mal mit 0,5ml auf 10L versucht. Werde es aber jetzt auch weglassen. Die Warnhinweise auf dem Beipackzettel machen mich zu nervös. :oops:

Im Gegensatz zu den letzten Tagen, wo sie eher wenig gegessen hat, hat sie heute eine ordentliche Portion Sanostol behandelter Mückenlarven verputzt.

Allerdings fällt mir auf, dass das Wasser doch recht schnell trübe wird. werde heute wohl doch noch einen zweiten kleinen Wasserwechsel machen.
 


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