Barteln faulen? Probleme mit Panzerwelsen

Hi,

ich habe Sand mit der Körnung 0,1-0,9 mm. Geachtet habe ich beim Einrichten quasi auf "gar ncihts", weil ich damals nciht mal wusste, dass man überhaupt auf etwas achten kann/soll/muss. Demnach habe ich weder TDS, noch Bodenfluter etc. und es läuft alles sehr gut damit.
Wenn du den Sand im Baumarkt kaufst, ist das auch kein Problem. Einfach normalen Quarzsand nehmen. Das einzige, worauf hier zu achten ist: Es gibt Baustoffe, die wegen ihrer späteren Verwendbarkeit besonders behandelt werden (fungizid etc.). Da ich nciht weiß, welche Auswirkungen das vielleicht auf Aquarienbewohner haben kann, würde ich von soetwas eher die Finger lassen.
Ich habe damals einfach gesagt, dass ich "normalen, unbehandelten Quarzsand für mein Aquarium möchte" und bin damit bislang gut gefahren.

Grüße, Anne
 


Moin,

bierteufel schrieb:
Der Bodengrund ist poorig, und wird in der "groberen" Version als Filtersubstrat verkauft. Auch weil er zum besiedeln von Microorganissmen so eine große Oberfläche hat. Ich hatte irgendwann einmal die Seuche drin, und hab sie nicht wirklich wieder los bekommen. Meine Theorie: Warum sollen nur "positive" Microorganissmen diese Pooren und Besiedlungsflächen nutzen... da können sich sicherlich auch andere "Mircoplagegeister" ansiedeln, und die sind schwer loszubekommen. Ich hatte immer wieder extrem viel Mulm in den Ritzen und auch schlecht riechenden Mulm. Ich selbst würde aus meinen Erfahrungen herraus, vor Aquaclay als Bodengrund abraten, und das auch bei Panzerwelsen, nicht wegen der scharfen Kanten, sondern wegen der hohen Besiedlungsfläche für Keime.

ich glaub, das ist schon mehr als eine Theorie. Das bestätigen einfach alle, die sich mit Panzerwelsen im Detail auseinandersetzen. Die Tiere sind halt permanent mit dem Bodensubstrat in Berührung. Helfen tut nur eine penible Bodengrundhygiene oder Austausch. Bei uns sauge ich den Sand mit jedem Wasserwechsel ab.

Quarzsand aus dem Baumarkt ist hervorragend geeignet- und außer ein paar Schnecken braucht man auch nichts.

Im Zooladen wurden sie nicht auf Sand gehalten.
Das ist kein Argument. Die Becken in Zoohandlungen funktionieren anders. Meist ist das Bodensubstrat nur sehr dünn und wird regelmäßig mit der Mulmglocke gereinigt. Es sind dort selten Pflanzen eingepflanzt und die Filterung ist meist so stark, dass sie Mulm gleich ins Nirvana saugt.
Annika, selbst wenn die Barteln beim Zoohändler angegriffen waren, heilen sie bei guten Haltungsbedingungen sehr schnell ab.

Heute habe ich leider einen Wels gefunden, den es ganz besonders schlimm erwischt hat.
Was meint ihr, was sollte getan werden?
Ich würde Baktopur direkt nehmen, täglich den Boden reinigen, 80 % Wasserwechsel machen und neudosieren. Entweder streust Du sehr dünn Sand im Peppelbecken ein, oder lässt ihn gleich raus, pinselst dafür aber gründlich und täglich die Bodenscheibe ab. Ein paar Schieferplatten und Steine reichen als Schutz.
Vor allem würde ich so schnell wie möglich handeln.
 
Moin Frank,

ja. Wobei ich nicht glaube, dass dieser durchkommt.
Aber wenn er ein besonders schlimmer Fall ist, sehen die weniger schlimmen Fälle ohne Intervention in zwei, drei Tagen ebenso aus.
 

bierteufel

Mitglied
FKS schrieb:
Hi,
ihr würdet das oben gezeigte Tier behandeln? :shock:

Hi Frank

Das Tier sieht eigentlich "relativ" gesund aus, bis auf der Zustand der Barteln.
Mit Antibiotika würde ich nicht rangehen. Sauberes Wasser, evt. Seemandelbaumblätter / Erlenzapfen das wäre es schon. Wenn das Tier sichbar leidet würde ich es aufgeben. Wie gesagt, schlimm schaut nach meinem Empfinden der Maulbereich aus, der Gesamteindruck des Tiers aber würde mich hoffen lassen. Nur der Versuch macht Kluch.

Gruß Arne
 
Hi,
bierteufel schrieb:
Das Tier sieht eigentlich "relativ" gesund aus, bis auf der Zustand der Barteln.
Dann guck nochmal genauer hin: die halbe Schnauze fehlt... nicht nur die Barteln! (EDIT: erstmal zu ende lesen!) Ich würde den so nicht lassen... ist aber mti Sicherheit Ansichtssache!

Wenn das Tier sichbar leidet
schwieriges Thema... ganz schwierig!
 
Moin Arne,

bierteufel schrieb:
Das Tier sieht eigentlich "relativ" gesund aus, bis auf der Zustand der Barteln.
Mit Antibiotika würde ich nicht rangehen. Sauberes Wasser, evt. Seemandelbaumblätter / Erlenzapfen das wäre es schon. Wenn das Tier sichbar leidet würde ich es aufgeben. Wie gesagt, schlimm schaut nach meinem Empfinden der Maulbereich aus, der Gesamteindruck des Tiers aber würde mich hoffen lassen. Nur der Versuch macht Kluch.

DAS bekommst Du- wenn überhaupt- nicht mit Erlenzäpfchen und Seemandelbaumblättchen hin.
Das halbe Maul ist hin, eine Nahrungsaufnahme dürfte so unmöglich sein. Wenn ich als Aquarianer mit so einem Fisch im Becken nicht binnen zwei, drei Tage eine deutliche Besserung erkenne, würde ich das Tier sachgerecht töten.

Markus und ich hatten den Spaß eine bakteriellen Infektion erst vor einigen Monaten. Mit bisschen Saubermachen und Erlenzapfen erreichst Du bei einem solchen Stadium der Krankheit höchstens, dass die Wunde nicht verpilzt.
 


Hi!

Line schrieb:
Quarzsand aus dem Baumarkt ist hervorragend geeignet- und außer ein paar Schnecken braucht man auch nichts.
Gesagt getan. 80kg für 10€, das geht ja. (nein, ich brauche nicht alle 80kg, aber es gab nur 40kg Säcke und 40kg wäre zu wenig gewesen)
Line schrieb:
Ich würde Baktopur direkt nehmen, täglich den Boden reinigen, 80 % Wasserwechsel machen und neudosieren. Entweder streust Du sehr dünn Sand im Peppelbecken ein, oder lässt ihn gleich raus, pinselst dafür aber gründlich und täglich die Bodenscheibe ab. Ein paar Schieferplatten und Steine reichen als Schutz.
Vor allem würde ich so schnell wie möglich handeln.
Genau dasselbe hat mir auch schon Petra geraten (PN).
Der Sand steht jetzt im Flur, gleich wird dann gehandelt. Die Panzerwelse kommen in das 112l Iso-Becken, Baktopur habe ich auch gekauft.
bierteufel schrieb:
Wie gesagt, schlimm schaut nach meinem Empfinden der Maulbereich aus, der Gesamteindruck des Tiers aber würde mich hoffen lassen.
Das Tier zeigt im "Sozialverhalten" keine Änderungen, d.h. wenn gefüttert wird schwimmt es genauso mit dem Schwarm mit, wenn geruht wird ruht es zusammen mit dem Rest. Es ist weder scheuer als sonst noch irgendwas anderes, also vom Verhalten her ist es "gesund".
Ich mache mir keine großen Hoffnungen und bin auch bereit es zu erlösen wenn ich merke es bringt nichts.

Danke an Alle,
Grüße,
Mateusz
 
@Line: Der Zustand war, dass sie z.T. auf der einen Seite etwas kürzere Barteln hatten. Der Zustand hat sich nicht geändert, aber schlimmer geworden ist es nicht.
LG, Annika
 
Hi!

So, die Umbauaktion war gestern Abend fertig.
Mit dem 240er Becken bin ich nicht zufrieden aber seis erstmal drum.

Die Panzerwelse sind im 112er, haben eine dünne Sandschit und eine Aufbaut aus kleinen Wurzeln und Steinen unter denen sie sich verstecken.
Baktopur habe ich verabreicht und werde die Tage über beobachten.

die Piddi schrieb:
hast Du denn mal beobachten können, ob das Tier noch frisst bzw. noch fressen kann?
Nein. Ich habe die Welse die Zeit über, wo sie im großen Becken waren nicht gefüttert. Im Iso-Becken habe ich sie noch nicht gefüttert, da ich vermute dass sie noch viel zu sehr gestresst sind um zu fressen.
Ich werde es heute mal mit roten/schwarzen Gefrier-Mülas versuchen, glaube aber eher nicht, dass sie sich daran vergreifen werden...

Drückt mir die Daumen,
Mateusz
 

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Hi!

Leider konnte ich soweit weiterhin kein Fressverhalten beobachten, da die Welse tagsüber einfach nicht fressen wollen.
Wenn ich abends Mülas o.ä. ins Becken gebe, sind sie morgens weg, aber dies ermöglicht mir leider nicht festzustellen ob der Wels dem das halbe Maul fehlt frisst, bzw. in der Lage ist zu fressen.

Was auffällig ist, ist dass die "gesunden" Welse, d.h. diejenigen deren Barteln garnicht bis sehr wenig zurückgegangen sind, komplett ihr Muster verloren haben, ausgeblichen sind, wohingegen die erkrankten Welse (einschließlich des größten Sorgenkindes) nichts an ihrer Musterung geändert haben und keinerlei Anzeichen von Stress zeigen.

Kann mir Jemand dieses Phänomen erklären? :?:
Ich hätte getippt, dass es den erkrankten Welsen schlechter geht bzw. sie eher Stressanzeichen zeigen als die "gesunden"...

Grüße,
Mateusz

P.S. Das Becken steht jetzt auf zwei Stühlen, ich habe meinen Denkfehler bezüglich der Problematik des Wasserwechsels gemerkt :autsch:
 

Walter88

Mitglied
Guten Abend!

Das Becken steht auf 2 stühlen sagst du?

Ich glaub ja das ist nicht sehr gut den das könnte in der Mitte Brechen!

Hast keine andere möglichkeit es wo anders hinzustellen?
 
Hi!

Okay ich drücke es präziser aus:

Das Becken steht auf einem Brett. Das Brett steht auf zwei Stühlen. Somit ist das Gewicht gleichmäßig verteilt, keine Sorge...(außerdem, wenn du dir das Foto mal genauer anguckst, wirst du sehen dass in dem Becken keine 30liter sind. Somit ist die Gefahr eh sehr gering..)

Traurige Nachricht: als ich heute nach Hause kam, sah ich mein Sorgenkind tot im Becken liegen.
Eigentlich überraschend, da es dem Burschen gestern noch für seine Verhältnisse gut ging, er wurde weder aus der Gruppe isoliert noch hatte er farbverlust.

Ich hoffe ich kriege den Rest geheilt.

Grüße,
Mateusz
 
Hi!

A thought occurred:

Soll ich die Behandlung mit Baktopur trotzdem fortsetzen, auch wenn der Fall mit der offenen Wunde jetzt vorbei ist?
Oder reicht es wenn ich für den Rest der Welse das Becken relativ steril halte, sprich regelmäßig Wasserwechsel und Bodengrund absaugen?

Grüße,
Mateusz
 
Hi!

Die Behandlung dauert 3 Tage, danach ist die erste abgeschlossen.
Wenn nötig kann man noch ein zweites Mal behandeln, aber ich denke da der Rest der Welse nicht so schlimm betroffen ist und mindestens "Stummelbarteln" hat wird es reichen wenn ich täglich das Wasser wechsel, gut gesund fütter (lebend/gefroren+vitamine) und evtl. ein paar Seemandelbaumblätter ins Wasser krache.
Was meint ihr?

Grüße,
Mateusz
 


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