Nochmal Hallo!
Eben, Aquarianer halten ihre Fische nicht nur als Schmuck oder zum anschauen.
Wird dort, von wo die Aussage kommt, leider nur so gesehen. Das wäre mir persönlich ebenfalls zu wenig. Neben einer gehörigen Portion Neugier (auf deine angesprochenen biologischen Prozesse), was die Welt zu bieten hat, kommt noch ein durchaus therapeutischer Gedanke: Ich kann abschalten und an einer Welt partizipieren, die so weit weg von meiner eigenen ist, dass ich gar keine Möglkichkeit mehr habe, an bspw. beruflichen Stress zu denken, wenn ich in die Becken schaue.
Genaugenommen stellt die Aquaristik nämliche die Idealform der Tierhaltung in Gefangenschaft dar, da Störungen, durch eine nahezu vollständige Unmöglichkeit, durch Interaktion mit dem Menschen, weitestgehend umgangen werden und die Tiere somit relativ natürliche Verhaltensweisen zeigen.
Absolut d'accor. Einzig eventueller Feinddruck bleibt meist aussen vor.
Pädagogisch ist ein Aquarium im Bezug auf biologische Prozesse sicherlich wirkungsvoller als ein Hund oder ein Hamster.
So isses. Man beachte einmal Kinder an Biotopen (gleich welcher Art) der eigenen Umwelt, wenn diese Kinder daheim AQ betreuen. Da ist er dann, der Blick über den Tellerrand, den Eltern von Schulen als Ausbildungsziel verlangen. Mh... und eigentlich fängt Tierschutz da an. Ausbildung zB an AQ, nicht AQ als Tierquälerei.
Selten im Handel sind viele Arten, auch wenn sie weite Verbreitung oder hoche Populationsdichten zeigen. Ganz einfach, weil sie kaum jemand kauft oder halten kann / will.
Ja klar, aber andere Anhaltspunkte habe ich (oder der Aquarianer im Allgemeinen) nicht, wenn um Zahlen/Fakten wie in deinen Ausgangsfragen geht. Mir bleibt mangels Materials oder in meinen Augen verlässlicher Quellen nicht sehr viel mehr erfassbarer "Tierschutz".
Oder einfach, weil sich keiner beim Fischfang abknallen lassen will.
Och, das ändert sich, sobald bspw. Kolumbien zur EU gehört und der Sachkunde- und Bedürfnisnachweis für Waffenbesitzer auch dort gilt. Wenn wir uns mit der Ausweitung der Eu ein bisserl beeilen, könnte das noch klappen, bevor die Urwaldbächlein und -pfützen dort ausgetrocknet wurden. Ich bin da Optimist.
Diese Arten gibt es nur noch, weil sich ein paar bekloppte Aquarianer erdreistet haben, einige Exemplare zu fangen und die Art zumindest in Gefangenschaft zu erhalten.
Joa, das mach auch mal schön so weiter, ganz im Ernst.

Ich jedenfalls nicht, weil ich das schlicht nicht leisten kann. Mir ist das Risiko zu hoch, durch Unerfahrenheit hier auch noch Verluste herbei zuführen, die die Population nicht verkraftet und vermeidbar sind.
Die NZ seltenster Arten halte ich für eines der höchsten Ziele - werde sie aber zu diesem Zeitpunkt erfahreneren Leuten überlassen.
Fast alles Arten, die für den normalen Aquarienbesitzer, und somit kommerziell, uninteressant sind.
Sag nur, die passen nicht in das "...und noch 3 von den blauen da oben..."-Schema?!
Und da wäre ich dann wieder beim Sachkundenachweis.
Bisher habe ich keinen anderen Vorschlag lesen können, lediglich unbegründete Meinungen dagegen.
EDIT:
Das Problem sähe ich darin das Aquarien eben schon in den Wohnzimmern stehen und wie sollte man sicherstellen das auch ein jeder sich meldet um einen Nachweis zu machen, und der Fall man besteht diesen Test nicht, wohin dann mit den Aquarien die ja schon zu hauf in den Wohnzimmern stehen?
Rückwirkend macht es sicherlich keinen Sinn. Aber bei jeder Neuanschaffung.
PS: Was einen fehlenden Sachkundenachweise für Kinder (was ich ebenfalls bemängele) angeht sind uns (im übertragenem Sinnen) andere Länder weit voraus. Gehört hier aber nicht her und wird dbzgl. dann auch mein letzter Kommentar dazu sein.