Aquaristik und Tierschutz

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Anonymous

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Hallihallo,

einen Sachkundenachweis für jeden Halter halte ich für absoluten Schwachsinn. Zum einen würde es rein gar nichts an der Haltung ändern, und zum anderen ist das mit meinem Verständnis einer Demokratie ganz und gar nicht zu vereinbaren.

Kinder darf jeder Depp bekommen, aber für die Haltung von Fischen braucht man einen Nachweis. Irgendwo kann man alles ad absurdum führen...
 


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Anonymous

Guest
piddi schrieb:
Hallihallo,

einen Sachkundenachweis für jeden Halter halte ich für absoluten Schwachsinn. Zum einen würde es rein gar nichts an der Haltung ändern, und zum anderen ist das mit meinem Verständnis einer Demokratie ganz und gar nicht zu vereinbaren.

Kinder darf jeder Depp bekommen, aber für die Haltung von Fischen braucht man einen Nachweis. Irgendwo kann man alles ad absurdum führen...

Hi

100% Zustimmung!

ich habe den Unfug selbst erlebt als ich meine ersten Wellensittisch Jungen anmelden wollte weil ich ja Ringe brauchte !
zB
Wie mann an die Ringe für Sittiche Kommt!(in Berlin)
KEIN WITZ LEIDER WAHR!!
1.Polizeiliches Führungszeugnis für Tierhalter
2.Sachkunde Prüfung beim zuständigen Amtstierarzt
3.vor Ort besichtigung des Amtstierarzt
4.Aushändigung der Zuchterlaubnis/Prüfungsnachweiss
5. damit dann zum Verband Zoologischer Spezialgeschäfte um dort die Ringe und das Zuchtnachweissheft zukaufen
DER GANZE SPASS HATTE ~150,-DM gekostet !!!!!

ohne dies hätte ich mich Strafbar gemacht den Sittiche ohne Ringe sind Illegal!

aber Hunde/Katzen darf jeder "Troddel" im Hinterhof "züchten" ohne das es wenn interesiert ...

gruß rudy
 
Hi

also das ist jetzt zwar ein wenig OT aber

ohne dies hätte ich mich Strafbar gemacht den Sittiche ohne Ringe sind Illegal!

aber Hunde/Katzen darf jeder "Troddel" im Hinterhof "züchten" ohne das es wenn interesiert ...

das mag daran liegen das Vögel eben Psittakose übertragen können, Hunde nicht von daher sind Papageien eben meldepflichtig

Für Unfug halte ich das im Übrigen auch nicht, so ist eben gewährleistet das man die Tiere, die evtl. diesen Erreger tragen,bis hin zum Züchter nachverfolgen kann.
150DM sind in meinen Augen ein kleiner Beitrag dazu solche Erreger zu finden und auszumerzen. Pittakose gilt immer noch als Seuche.
Ach und alle Züchter als Trottel zu bezeichnen ist nicht eben fein :wink:

Ende OT :)

Gruß
Karin
 
Hallo,

Ein Tier nur zum Anschauen, also als "Schmuck", hat in menschlicher Obhut nichts zu suchen. Das ist kein vernünftiger Grund ein Tier seiner natürlichen Umgebung zu entnehmen oder Tiere unter zweifelhaften Bedingungen zu züchten oder zu halten.

Eben, Aquarianer halten ihre Fische nicht nur als Schmuck oder zum anschauen. Sicherlich eine Frage, was man unter "zum anschauen" versteht. Genaugenommen stellt die Aquaristik nämliche die Idealform der Tierhaltung in Gefangenschaft dar, da Störungen, durch eine nahezu vollständige Unmöglichkeit, durch Interaktion mit dem Menschen, weitestgehend umgangen werden und die Tiere somit relativ natürliche Verhaltensweisen zeigen.

Pädagogisch ist ein Aquarium im Bezug auf biologische Prozesse sicherlich wirkungsvoller als ein Hund oder ein Hamster.

Bezogen auf Aquaristik sind mir lediglich Aussagen der einschlägigen Fachliteratur bekannt wie "selten im Handel", "nie wieder in freier Natur nachgewiesen" oder "endemisch, mit kleinsten Populationen", welche mich meiner eigenen Interpretation eines möglichen Impacts in natürliche Bestände überlassen.

Selten im Handel sind viele Arten, auch wenn sie weite Verbreitung oder hoche Populationsdichten zeigen. Ganz einfach, weil sie kaum jemand kauft oder halten kann / will. Oder einfach, weil sich keiner beim Fischfang abknallen lassen will.

Nie wieder in freier Natur nachgewisen kann auch allein durch Mängel in der Erstbeschreibung verursacht werden. Es gibt so einge Phantom-Taxone, bei denen man weder Synonymität mit anderen Taxonen nachweisen kann noch jemals wieder Tiere gesammelt wurden, welche der Beschreibung entsprechen. Das kann zum beispiel daran liegen, dass der Erstbeschreibung ein Naturhybride zugrunde lag.

Cyprinodon inmemoriam war bereits zum Zeipunkt seiner Erstbeschreibung ausgestorben. Nicht aber, weil die Tiere für die Aquaristik interessant gewesen wären, sondern weil man ihren Lebensraum durch Wasserentnahme für die Landwirtschaft zerstört hat.
Fische können halt nicht gut ohne Wasser. Auch viele andere Arten der Gattng Cyprinodon sind zumindest potentiell gefährdet, einige sogar zumindest in der Natur bereits ausgestorben. Diese Arten gibt es nur noch, weil sich ein paar bekloppte Aquarianer erdreistet haben, einige Exemplare zu fangen und die Art zumindest in Gefangenschaft zu erhalten.

Zudem habe ich hier so einige Arten schwimmen, die vom Aussterben bedroht sind oder bei denen eine Gefährdung in naher Zukunft sehr wahrscheinlich ist. Fast alles Arten, die für den normalen Aquarienbesitzer, und somit kommerziell, uninteressant sind.

Gruß,
Dennis
 

mausilibaer

Mitglied
Hallo Dennis,

Dennis Furmanek schrieb:
Eben, Aquarianer halten ihre Fische nicht nur als Schmuck oder zum anschauen.

Da gehst du aber leider vom Idealaquaristen aus. Wie oft werden denn Fische nach der Tapetenfarbe ausgesucht?

Ich denke eher, viele Aquarien stehen eben deswegen in vielen Wohnungen <b>weil</b> sie so dekorativ sind.
 

Mudskipper

Mitglied
mausilibaer schrieb:
Ich denke eher, viele Aquarien stehen eben deswegen in vielen Wohnungen <b>weil</b> sie so dekorativ sind.

Moin,

und?

Grad das sind oft die Leute die sich einmal ein 240l Becken ins Wohnzimmer stellen, es bepflanzen und besetzen - und die Kisten laufen das jahrelang vollkommen problemlos :wink: !

Die "Aquaristiker" oder auch mal nett "Aquarioten" genannt sind eine kleine Minderheit, das Gros interessiert sich für den dekorativen Aspekt.
Solange die Leute ihre Tiere gut versorgen finde ich das total okay - durch die ist noch kein Fisch ausgestorben.
Einige davon kommen auch irgendwann auf den Trichter wie viel Spaß es macht auch mal "Andere" Fische zu halten und nachzuziehen.

Lg Markus
 
Es gibt Leute, die haben ein Aquarium (Glaskastenbesitzer)
Es gibt Leute, die betreiben Aquaristik als Hobby (Wohnzimmeraquarianer)
und es gibt Aquarianer (Aquarioten, Fisch-Freaks)
 


Tja und es werden nicht alle als AquaFreaks geboren
viele fangen als Glaskastenbesitzer an und "arbeiten" sich hoch.

und zugegeben, einen schmückenden Effekt hat wohl jedes Aquarium das da steht.
Egal aus welchem Gesichtspunkt man das hat

Gruß
Karin
 
A

Anonymous

Guest
Nochmal Hallo!
Eben, Aquarianer halten ihre Fische nicht nur als Schmuck oder zum anschauen.
Wird dort, von wo die Aussage kommt, leider nur so gesehen. Das wäre mir persönlich ebenfalls zu wenig. Neben einer gehörigen Portion Neugier (auf deine angesprochenen biologischen Prozesse), was die Welt zu bieten hat, kommt noch ein durchaus therapeutischer Gedanke: Ich kann abschalten und an einer Welt partizipieren, die so weit weg von meiner eigenen ist, dass ich gar keine Möglkichkeit mehr habe, an bspw. beruflichen Stress zu denken, wenn ich in die Becken schaue.

Genaugenommen stellt die Aquaristik nämliche die Idealform der Tierhaltung in Gefangenschaft dar, da Störungen, durch eine nahezu vollständige Unmöglichkeit, durch Interaktion mit dem Menschen, weitestgehend umgangen werden und die Tiere somit relativ natürliche Verhaltensweisen zeigen.
Absolut d'accor. Einzig eventueller Feinddruck bleibt meist aussen vor.

Pädagogisch ist ein Aquarium im Bezug auf biologische Prozesse sicherlich wirkungsvoller als ein Hund oder ein Hamster.
So isses. Man beachte einmal Kinder an Biotopen (gleich welcher Art) der eigenen Umwelt, wenn diese Kinder daheim AQ betreuen. Da ist er dann, der Blick über den Tellerrand, den Eltern von Schulen als Ausbildungsziel verlangen. Mh... und eigentlich fängt Tierschutz da an. Ausbildung zB an AQ, nicht AQ als Tierquälerei.

Selten im Handel sind viele Arten, auch wenn sie weite Verbreitung oder hoche Populationsdichten zeigen. Ganz einfach, weil sie kaum jemand kauft oder halten kann / will.
Ja klar, aber andere Anhaltspunkte habe ich (oder der Aquarianer im Allgemeinen) nicht, wenn um Zahlen/Fakten wie in deinen Ausgangsfragen geht. Mir bleibt mangels Materials oder in meinen Augen verlässlicher Quellen nicht sehr viel mehr erfassbarer "Tierschutz".
Oder einfach, weil sich keiner beim Fischfang abknallen lassen will.
Och, das ändert sich, sobald bspw. Kolumbien zur EU gehört und der Sachkunde- und Bedürfnisnachweis für Waffenbesitzer auch dort gilt. Wenn wir uns mit der Ausweitung der Eu ein bisserl beeilen, könnte das noch klappen, bevor die Urwaldbächlein und -pfützen dort ausgetrocknet wurden. Ich bin da Optimist. ;)

Diese Arten gibt es nur noch, weil sich ein paar bekloppte Aquarianer erdreistet haben, einige Exemplare zu fangen und die Art zumindest in Gefangenschaft zu erhalten.
Joa, das mach auch mal schön so weiter, ganz im Ernst. :)
Ich jedenfalls nicht, weil ich das schlicht nicht leisten kann. Mir ist das Risiko zu hoch, durch Unerfahrenheit hier auch noch Verluste herbei zuführen, die die Population nicht verkraftet und vermeidbar sind.
Die NZ seltenster Arten halte ich für eines der höchsten Ziele - werde sie aber zu diesem Zeitpunkt erfahreneren Leuten überlassen.
Fast alles Arten, die für den normalen Aquarienbesitzer, und somit kommerziell, uninteressant sind.
Sag nur, die passen nicht in das "...und noch 3 von den blauen da oben..."-Schema?! ;)

Und da wäre ich dann wieder beim Sachkundenachweis.
Bisher habe ich keinen anderen Vorschlag lesen können, lediglich unbegründete Meinungen dagegen.

EDIT:
Das Problem sähe ich darin das Aquarien eben schon in den Wohnzimmern stehen und wie sollte man sicherstellen das auch ein jeder sich meldet um einen Nachweis zu machen, und der Fall man besteht diesen Test nicht, wohin dann mit den Aquarien die ja schon zu hauf in den Wohnzimmern stehen?
Rückwirkend macht es sicherlich keinen Sinn. Aber bei jeder Neuanschaffung.

PS: Was einen fehlenden Sachkundenachweise für Kinder (was ich ebenfalls bemängele) angeht sind uns (im übertragenem Sinnen) andere Länder weit voraus. Gehört hier aber nicht her und wird dbzgl. dann auch mein letzter Kommentar dazu sein.
 
A

Anonymous

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Hallihallo,

stepsch schrieb:
Man beachte einmal Kinder an Biotopen (gleich welcher Art) der eigenen Umwelt, wenn diese Kinder daheim AQ betreuen. Da ist er dann, der Blick über den Tellerrand, den Eltern von Schulen als Ausbildungsziel verlangen. Mh... und eigentlich fängt Tierschutz da an.
100 %ige Übereinstimmung. Das kann ich übrigens bereits bei meinem Sohn erkennen.

Und genau das ist ein gutes Argument gegen den Sachkundenachweis. Wieviele Kinder hätten wohl noch die Möglichkeit, durch ein Aqurarium etwas zu lernen, wenn die Eltern vorher einen Sachkundenachweis beibringen müssten?
Ich persönlich hätte es nicht getan. Dann hätte ich lieber verzichtet.
 
A

Anonymous

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Huhu ...
Haben wir den gleichen Sohn?? :D
Ich persönlich hätte es nicht getan. Dann hätte ich lieber verzichtet.
Ach du könntest doch gar nicht ohne. ;)
Es muss doch nicht mal etwas wahnsinnig Grossartiges sein. Ein kleiner Grundkurs, nur wenige Stunden, abgehalten durch lokale AQ-Verbände, mit einem festgelegten Grundlagenkatalog um Biologie, Chemie, Bedürfnisse.

Das kann weniger kosten, als ständig "verbrauchten" Fisch nachzukaufen.
Wissen macht hungrig auf mehr Wissen. Nur so wird aus besagtem Glaskastenbesitzern ein verantwortungsvoll agierender Fisch-Halter und evtl. jemand, der sich um sogar um die Erhaltung einer Art bemüht.
Zumindest die negativen Auswirkungen auf die Kreatur in der "normalen" Haltung und im Handel könnten wir mit wenig Aufwand minimieren.
 
A

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Hallihallo,

stepsch schrieb:
Haben wir den gleichen Sohn?? :D
Mann Stephan - setz' mir keine Gerüchte in die Welt. :mrgreen:

stepsch schrieb:
Es muss doch nicht mal etwas wahnsinnig Grossartiges sein. Ein kleiner Grundkurs, nur wenige Stunden, abgehalten durch lokale AQ-Verbände, mit einem festgelegten Grundlagenkatalog um Biologie, Chemie, Bedürfnisse.
Selbst das wäre mir zuviel gewesen. Unnütze Bevormundung ist mir halt zutiefst zuwider.
Wir schwimmen da halt nicht auf einer Welle.

..aber jetzt wieder back to topic
 
Hallo,

Und da wäre ich dann wieder beim Sachkundenachweis.
Bisher habe ich keinen anderen Vorschlag lesen können, lediglich unbegründete Meinungen dagegen.

Ich selbst habe den SKN §11 vom BNA, einschließlich dreitägigem Vorbereitungsseminar. Insgesamt waren wir knapp 15 Leute, viele von Freßnapf und Obi. Nach der schriftlichen Prüfung konnte gut die Hälfte wieder nach Hause fahren. Von den übrigen haben sich einge ziemlich durch die mündliche Prüfung quälen müssen. Durch die Komplexität der Thematik und der Vorgeschichte nicht verwunderlich.

Dieses zum SKN erlernte, in gewissem Sinne synthetische, Wissen geht schnell wieder verloren. Das muss drin sitzen undnicht innerhalb von ein paar Wochen reingedrückt werden, um hinterher wieder vergessen zu werden. Dann kann man auch noch einer Flasche Vodka noch Vorträge halten :D

Die Schwierigkeit an der Aquaristik ist, wie auch dieses Beispiel zeigt, nicht die Praxis ansich, sondern die Informationsbeschaffung und das "ins Blut übergehen" einer bestimmten Beobachtungsgabe. In gewissem Sinne eine Art "grüner Daumen für Fische", etwas das meiner Meinung nach von Kindheit an trainiert werden müsste. Das Interesse am Tier und an den natürlichen Prozesseen kann nicht eingepaukt werden.

Gruß,
Dennis
 
Hallo Dennis,
ich komme mal auf deinen Eingangspost zurück:

Dennis Furmanek schrieb:
welche Aspekte der Aquaristik haltet ihr für tierschutzrelevant?
Hier fallen mir zuerst die Haltungsbedingungen im Aquarium ein. Häufig vernachlässigt werden nach meinen Erfahrungen aus dem Internet und vielen Gesprächen mit Händlern und Aquarianern folgende Punkte:
Beckengröße, Besatzdichte (sowohl in der Anzahl der Individuen als auch in der Zahl der Arten), das Sozialverhalten (sowohl innerartlich als auch verschiedener Arten untereinander)

Dennis Furmanek schrieb:
wie sieht das Verhalten und die Vorgehensweise von Tierschutzorganisationen in und gegenüber der Aquaristik aus?
Hierzu fehlen mir einschlägige Erfahrungen mit diesen Organisationen.

Dennis Furmanek schrieb:
Gib es seriöse Quellen für tierschutzrelevante Fakten und Zahlen?
Ich habe bisher keine gefunden.

Dennis Furmanek schrieb:
In welchem Rahmen tangiert die Aquaristik Artenschutz und Tierrecht?
Man liest in diesem thread einige Statements den vornehmlich den Artenschutz tangieren. Die Erkenntnisse dazu sind aber, wie man diesen Statements entnehmen kann, oft sehr nebulös. Meines Wissens gibt es kaum wissenschaftliche Untersuchungen oder Erhebungen, über die Auswirkungen der für aquaristische Zwecke entnommenen Fische auf deren Population. Im Forum AiD wurde mal vor einigen Monaten eine Studie aus dem Amazonas-Gebiet darüber diskutiert.
Auf den Artenschutz scheint daher die Aquaristik keinen wirklichen Einfluß zu haben. Zwar wird auch in diesem thread wieder von „in der Wildnis ausgestorbenen Arten“ berichtet, jedoch ohne hier Roß und Reiter zu nennen. Vielleicht postet ja derjenige/diejenigen noch Genaueres. Würde mich jedenfalls interessieren, welche (Aquarien-)Fische in der Wildnis nicht mehr vorhanden sind!

Natürlich betrifft das Tierrecht, Tierschutzgesetz, auch die Aquaristik. Dies scheint aber auch eher theoretischer Natur zu sein und wenig praktische Relevanz zu besitzen. Obwohl mir vom Hörensagen zugetragen wurde, dass erste Aquarienabteilungen in Baumärkten schliessen, weil Amtsveterinäre den einzelnen Märkten eng auf die Finger schauen!

Berichten kann ich aber auch von einem Amtsveterinär, der bei jeder Haltung von Fischen in gewerblich genutzten Räumen vom Betreiber einen Sachkundenachweis fordert. Das betrifft konkret Aquarien in Gaststätten, Büroräumen, Arztpraxen etc.

Also bleibt die Haltung in der Wohnstube und deren Problematik im Hinblick auf den Tierschutz. Das ist doch in erster Linie ein Informationsproblem. Zu wenige Aquarianer informieren sich vor der Anschaffung eines Aquariums oder Fischen. Das ist ein Problem jedes einzelnen Halters und nicht der Händler, wie in den Foren immer wieder gerne gefordert wird. Der Händler hat das Problem; wenn ich dem Kunden die Fische nicht verkaufe, dann tut es mein Mitbewerber.
Die Gesetze und Vorschriften sind vorhanden, die rechtliche Lage ist eindeutig, siehe §2 Absatz 3 Tierschutzgesetz. Das Problem ist ihre Kontrolle und Umsetzung. Wer schaut schon in die Wohnstuben und Keller der Aquarianer.
Eine allgemeine Pflicht zum Sachkundenachweis als Voraussetzung für den Kauf von Fischen wird kaum Abhilfe schaffen. Der Weg über Hobbyzüchter vorbei an dieser Vorschrift ist leicht zu beschreiten.

Gruß Knut
 


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