Zwei Streifenschmerlen tot am Boden (Urlaub steht an)

Hallo zusammen,

ich wollte gerade den Fütterungsplan für den am Samstag Morgen beginnenden einwöchigen Urlaub erstellen, da erblicke ich im 200 Liter Becken eine tote Streifenschmerle rückseitig auf dem Bodengrund liegen. Bei der weiteren Suche dann noch eine, ebenfalls auf dem Rücken liegend.

Habe sofort die CO2-Zufuhr unterbrochen (das Dennerle-Ei zeigt jedoch einen hellen Grünton an = alles im grünen Bereich bzgl. CO2) und eine Membranpumpe angeschlossen. Dann noch zwei Tüten sera toxivec (die Menge für 120 Liter). Es sind jetzt noch 6 Schmerlen im Becken: 3 schätzungsweise 5 Jahre alte Exemplare, und 3 recht junge Tiere (vor zwei Wochen zur Bestandsaufstockung erworben, können nicht sehr alt sein).
Ob davon noch alle leben kann ich nicht sagen, da sie eher versteckt leben.

Die beiden verstorbenen Schmerlen waren schätzungsweise 3 Jahre alt und mind. 1-2 cm kleiner als die drei großen.
Die merkwürdigen Augen der einen waren von Anfang an da. Waren aber kein Problem.

Ich werde gleich die Wasserwerte ermitteln, aber vielleicht kann man schon etwas anhand der Fotos sagen: gestern Abend lagen die Tiere noch nicht tot herum, dennoch hat sich an den Fischen an manchen Stellen weißer Flaum gebildet.
Kann das Ableben auch stressbedingt sein, z.B. wegen zu geringer Rückzugsmöglichkeiten?

1/3 des Wassers sollten heute abend gewechselt werden. Den Garnelen geht's sichtbar (scheinbar) gut, ebenfalls den wenigen Schmecken.

Bedanke mich für eure Hilfe! Da ich nächste Woche im UIrlaub bin und hier im Ort niemand Wasserwechsel durchführen könnte, möchte ich das Risiko weiterer Todesfälle möglichst gut im Vorraus minimieren!

Hier noch kurz die Fragenliste:
- Wie groß ist das Becken? 200 Liter brutto
- Wie lange läuft es schon? Dezember 2010
- Welche Fische sind drin und wieviele? bis vor zwei Wochen 3 "große" und 2 "mittelgroße" Streifenschmerlen; vor zwei Wochen 3 kleine Steifenschmerlen dazu gesetzt; aktuell noch 3 große und 3 kleine übrig
- Wie ist es eingerichtet? Rückwand, Mangrovenwurzeln, mittlere Befplfanzung, Manado Bodengrund (Foto folgt)
- Wie oft wird Wasser gewechselt? in den letzten Wochen rund 1/4 bis (eher) 1/3 pro Woche
- Wurden in den letzten Wochen Änderungen am Aquarium vorgenommen? außer Gärtnern und den 3 kleinen Schmerlen nur leichte zurücknahme der Düngerkonzentration (Ferrdrakon) -> leichter Pinselalgenbewuchs auf den Echinodorien ging infolge zurück
- Wurden in den letzten Wochen neue Pflanzen oder Fische eingesetzt?die drei kleinen Striefenschmerlen
- Was wird gefüttert?ca. 1x pro Woche Lebendfutter (Jumbo-Mückenlarven), zwischendurch mal ein Regenwurm, ansonsten Acti-Futtertabletten
- Verhalten sich die übrigen Fische ungewöhnlich? ziehen sich nach dem Absuchen nach toten Exemplaren natürlich ein wenig zurück, sonst nichts zu erkennen
- Sind nur Fische einer Art oder mehrere Arten betroffen? Es ist nur eine Fischart vorhanden

Im Anhang Bilder der toten Tiere.
 

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Die Wasserwerte von vor der Applikation des toxivec:
Temperatur = 23 °C
Leitwert = 315 µS/cm
GH = 16 °dH
KH = 7 °dH
pH = 7<<7,5
NO2 = 0 mg/l
NO3 = 0 mg/l
NH3 = 0 mg/l
PO4 = 0 mg/l

Das Pflanzenwachstum ist ganz gut, dünge ja mit Ferrdrakon, womöglich zu wenig, aber die richtige Dosierung ohne zusätzlichen Algenwuchs muss ich noch "erfahren". Im schwimmenden Teichlebermoos sind einige Fadenalgen.

Hier noch zwei Bilder des Beckens:
 

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Joern

Mitglied
Median schrieb:
...das Dennerle-Ei zeigt jedoch einen hellen Grünton an = alles im grünen Bereich bzgl. CO2) und eine Membranpumpe angeschlossen.
Hi

das Dennerle-Ei zeigt grün für die Pflanzen bzw. den pH....
das heißt noch lange nicht, dass das auch für die Fische im grünen Bereich liegt....
im Gegenteil, "genug" CO2 bwi KH7 kann ggf. schon "zuviel" CO2 für die Fische heißen.... die können das dann nicht mehr aus-atmen.
Die sofort eingeleitete Belüftung war sicherlich ein guter Schritt.

na, ob's daran gelegen hat, ist im nach-herein schwer zu betrachten, jedoch möglich.
Die toten Tiere sehen ganz ordentlich aus, gut genährt, gut in Farbe.. ich vermag da nox gravierendes zu sehen.

Für Deine Urlaubsreise habe ich folgende Idee:
Wasserwechsel (wegen der toten Tiere)
CO2 runter drehen
auf Fütterung verzichten, eine Woche Fastenkur stecken die locker weg.
Letzteres hat den Vorteil, dass das Wasser nicht weiter belastet wird während des Urlaubes.

Wenn ich das richtig gelesen habe, hälst, Du einen striata-Schwarm in einem ca 100l-Becken ?
Toll, dass das mal einer macht.
Neben der Prachtschmerle, der kubotai und Schachbrettschmerle ist die striata eine, mit der das sehr gut geht...
und deutlich kleiner bleibt als die Prachtschmerle.

weiter viel Spaß mit den Tieren !
 
Hallo und Danke für die Antwort!

Der Urlaub ist seit gestern bereits wieder vorbei und ich musste leider eines der drei schon älteren Tiere mit Haushaltsrolle aus dem Becken "filtern" - die Schmerle war wohl schon einige Tage gestorben. Die Mutter meiner Freundin hatte nun täglich eine Futtertablette eingeworfen und den Kadaver - unter dem Riccia treibend - nicht entdeckt. Dafür hat sie die Schiebegardinen ein wenig verschoben (ich hatte sie schon "optimal" gegen die Vormittagssonne zurecht geschoben) und auch kam viel schwüle, warme Luft ins Wohnzimmer. Das sind vielleicht nur ein paar negative Faktoren. Jedoch habe ich mit erschrecken feststellen müssen, dass das Becken gestern Abend eine Tempertur von 27 °C aufwies. Die Tage davor waren ja noch ein wenig wärmer.

Ich denke jetzt auch, dass es an Atemnot gelegen hat. Werde gleich noch einen größeren Wasserwechsel vornehmen und versuchen, das Becken mehr in die Ecke zu bewegen. Bin aber nicht sicher, ob dies klappt. Schließlich bekomme ich nicht mit meinen Behältnissen nicht mehr als 70 Liter Wasser aus dem Becken (und es fasst brutto 200 Liter)

Die Blasenzahl der CO2 Düngung werde ich reduzieren.

Werde versuchen eine Belüftung zu bauen, wenn die Temperaturen nicht runter gehen.

Hoffe, die restlichen Tiere halten durch - die alten sind noch die erste Generation Aquariunfische meiner Freundin.

Einen schönen Abend!
 


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