Wirbellose für's Dornaugenbecken?

pangio

Mitglied
Hi!
nach weiteren Recherchen mache ich mir immer mehr Gedanken darum, ob Wirbellose anstatt anderer Fischarten nicht besser wären. (In meinem 180L - Dornaugenbecken)

Sie könnten durchaus Farbe hineinbringen und vielleicht sogar ein wenig das Ökosystem unterstützen...oder doch nicht?

Wie seht ihr das?

Bodenbewohner und Wirbellose - stehen sich die Tiere dann nur im Weg und nehmen sich gegenseitig Platz weg, oder wäre dies eine gute Überlegung?

Zusätzlich möchte ich natürlich von euch hören:
- welche Wirbellosen sind eure Favoriten und warum?
- welche Aufgaben übernehmen diese z.Bsp. in euren Becken oder sind sie einfach nur "hübsch"?
- welche Kombinationen würdet ihr empfehlen...?
- ...und welche Kombinationen gar nicht?


Ich frage, um mir ein besseres Bild davon machen zu können und für mich abzuwägen, ob Wirbellose überhaupt in Frage kommen würden. Ihr könnt also auch gern hier reinschreiben ob eure Wirbellosen besondere Ansprüche haben oder welche guten oder weniger guten Erfahrungen ihr bisher gemacht habt.
 


mraqua

Mitglied
Moin,
Ich würde Red fire und PHS nehmen. Red fire weil ich die von den einfachen Garnelen am schönsten finde, und PHS weil es die auch in bunt gibt.
Solange die Werte passen sehe ich aber auch bei anderen Wirbellosen kein Problem.
 

pangio

Mitglied
Danke für deinen Beitrag. PHS gefallen mir persöhnlich auch sehr! - jedoch ist die Frage: wer hält ihre Vermehrung später im Schach? Ich habe ja hier keine Kugelfische oder ähnliches. Bei Garnelenkinder könnten die Dornaugen vielleicht das ein oder andere wegschnappen, doch Schneckenkinder fressen sie bestimmt nicht...

Falls ihr was dazu wisst, würde ich mich freuen davon zu hören!
 

scapine

Mitglied
Hallo pangio,
die Schneckenpopulation hältst du selbst in Schach, indem du entsprechend fütterst - also nicht zu viel. Es ist nicht der Fall, dass die "einfach so" immer mehr werden. Die Vermehrung folgt ziemlich genau dem Nahrungsangebot und so kannst du das auch steuern. Ich habe in jedem Becken Schnecken, weil ich sie für einen wichtigen Faktor für ein gesundes, stabiles System halte.
Bei Garnelen würde ich mir nun überhaupt keine Sorgen über Vermehrung machen, jedenfalls nicht bei 180l. Ich habe vor allem die blauen (Blue Dream, Blue Rili, Blue Jelly) und habe später mehr oder weniger durch Zufall naturfarbene dazu gesetzt (haben den Pflanzentransporter genommen). Nun mischen sich Natur- und Zuchtformen, was mir schnuppe ist ;-)
 

pangio

Mitglied
Ah! Cool zu wissen!
Dann müsste ich mir darüber keine großen Gedanken machen.
Hmmm...Pflanzen wollte ich auch noch ein bisschen aufstocken...mal gucken wo ich viele günstig finde.
*Pflanzentransporter: super! Aber ich hoffe das passiert mir nicht. Wenn dann möchte ich gern gezielt nach Tieren gucken, die mir gefallen und kein großes "Wirr-Warr" später haben. ;)
 

mraqua

Mitglied
Moin,
Günstig viele Pflanzen gibt's oft hier im Forum. Einfach Mal im suche Bereich was einstellen.

Garnelen und Schnecken findet man bei Kleinanzeigen zu zahlbaren Preisen.
 

Elvira B.

Mitglied
Ich persönlich mag die PHS auch, aber etwas mußt du den Fischen ja geben und davon finden die PHS noch genug um sich reichlich zu vermehren, von daher hab ich im meinen Becken nur noch Schnecken, die sich im Warmwasser nicht vermehren, wie z.B. die schönen bunten Rennschnecken, die legen zwar Eier, aber die reifen nur im Brackwasser.
 


pangio

Mitglied
Ja, naja...Faustregel ist ja immer, nur so viel zu geben wie die Fische in einer bestimmten Zeit fressen können. Ansonsten klar: hat man dann viel mehr "verwertbare Abfallprodukte" und die Schnecken und Garnelen nutzen natürlich diese Fülle an Nahrungsangebot aus.

Es gibt Futtertabletten für Welse und andere Arten, die man zudem an die Scheiben heften kann. Du kannst dann bei der Fütterung zusehen und das übriggebliebene Futter sofort rausnehmen, sobald deine Tiere fertig sind. So entsteht auch wieder kein großes Abfallfutter. Die Garnelen und Schnecken kann man dann seperat Füttern.
 

mraqua

Mitglied
Moin,
Wenn in normalen Gesellschaftsbecken Schnecken zur Plage werden wird entweder falsch oder zu viel gefüttert.

Bei Dornaugen drauf zu setzen das das Futter innerhalb von wenigen Minuten weg ist wird vermutlich nicht funktionieren, zumindest bei dem was ich so von denen sehe brauchen die länger bis sie sich aus dem Versteck trauen, wenn überhaupt.
 

Ago

Mitglied
Hallo pangio,
Hallo Elvira,

ich füttere relativ viel, weil ich Fächergarnelen halte. Die brauchen ausreichend schwebende Teilchen in der Strömung. Trotzdem kommt es nicht zu einer Schneckenplage. In meinen 180l tummeln sich Cappuccino-, Stahlhelm-, Blasen-, Teller- und Posthornschnecken. Die zwei erstgenannten vermehren sich nicht in Süßwasser, der Rest reguliert sich selbst.

Anfangs wollte ich auch nur "sich nicht vermehrende" Schnecken, inzwischen liebe ich die Posthörnchen und auch die Blasenschnecken. Die sind ein guter Indikator und gerade Anfänger können durch solche Schnecken lernen, welche Futtermenge angemessen ist.

Was man nicht vergessen darf: Wer zu viel füttert und nicht genug Futterverwerter im Aquarium hat, belastet damit das Wasser.

Wichtig finde ich auch, Schnecken, die reine Aufwuchsfresser sind (Renn-, Geweih-, Stahlhelmschnecken etc.) nicht in ganz neue Becken zu setzen. Die verhungern darin schnell.
 

pangio

Mitglied
Meine Dornaugen sind immer am Morgen zwischen 6-8:00uhr kurz zu sehen, sowie am Abend länger, fast durchgehend von 18:00uhr bis 21:00uhr. Zwischendurch sieht man sie eher selten. Ich kann meine Tiere also gezielt dann füttern, wenn sie wach sind.
 

pangio

Mitglied
Hallo pangio,
Hallo Elvira,

ich füttere relativ viel, weil ich Fächergarnelen halte. Die brauchen ausreichend schwebende Teilchen in der Strömung. Trotzdem kommt es nicht zu einer Schneckenplage. In meinen 180l tummeln sich Cappuccino-, Stahlhelm-, Blasen-, Teller- und Posthornschnecken. Die zwei erstgenannten vermehren sich nicht in Süßwasser, der Rest reguliert sich selbst.

Anfangs wollte ich auch nur "sich nicht vermehrende" Schnecken, inzwischen liebe ich die Posthörnchen und auch die Blasenschnecken. Die sind ein guter Indikator und gerade Anfänger können durch solche Schnecken lernen, welche Futtermenge angemessen ist.

Was man nicht vergessen darf: Wer zu viel füttert und nicht genug Futterverwerter im Aquarium hat, belastet damit das Wasser.

Wichtig finde ich auch, Schnecken, die reine Aufwuchsfresser sind (Renn-, Geweih-, Stahlhelmschnecken etc.) nicht in ganz neue Becken zu setzen. Die verhungern darin schnell.
Diesen Beitrag finde ich extrem Hilfreich!
Gerade das mit den Aufwuchsfressen hatte ich nämlich auch auf einigen Webseiten im Internet gelesen.

Wie steht ihr eigentlich so zu Moosbällen? Super oder unnötig?
 

scapine

Mitglied
Moosbälle finde ich persönlich hässlich (weil künstlich wirkend), unnötig und außerdem bissl verlogen, weil es kein Moos ist
Besser echtes Moos auf einen kleinen Stein binden oder kleben. Das kann man dann zum "trimmen" auch leicht raus nehmen. Und mit dem Abschnitt gleich den nächsten Moosstein machen...
 

Elvira B.

Mitglied
Meine Dornaugen sind relativ oft zu sehen, aber dann gehts das Becken rauf und runter, durch die Verstecke, da wird sich halt richtig ausgetobt und danach sind sie unsichtbar, auch wenns Futter gibt kommen sie nicht raus.

Ich mag die Posthörnchen und vor allen auch die süßen Blasenschnecken auch, aber die wohnen bei mir im Teich.
 

pangio

Mitglied
Ich habe gerade meine Dornaugen um zwei Zimtfarbene und 1 geflecktes Dornauge erweitert. Bisher geht es allen sehr gut. Es wird fleißig sich das neue Zuhause angeguckt!

Mit Ihnen kam aber auch eine winzige Turmdeckelschnecke an. Ich hab ganz schön große Augen gemacht, als ich sie entdeckt habe...! (*Schneckentransporter können wohl auch Fische sein.) Ob es nur das Gehäuse oder die ganze Schnecke ist, habe ich leider nicht gesehen. Aber mal gucken, vielleicht finde ich sie ja irgendwann im Aquarium wieder, dann mach ich ein Foto.

Bisher sind meine Favoriten jedoch eindeutig Posthornschnecken und Garnelen! Im Gegensatz zu meinen Dornaugen gibt es sie in "knallbunt". :p Ein schöner Kontrast zu den Fischen.
 

pangio

Mitglied
Danke Elvira B. für den Hinweis.
Ich hatte mich schon vorher ein wenig informiert, daher wusste ich dies bereits. Für Andere, die dieses Thema irgendwann mal besuchen und drüber gucken, aber sicherlich nochmal "gut zu wissen".;)

Apropo deine Zwerggarnelen:
Welche hast du denn so und sind die für dich im Aquarium als Helferchen unterwegs oder nur rein, weil du sie schön findest?:D
 

Elvira B.

Mitglied
Hallöchen,

ich hatte mir gelbe, blaue, rote und orange Zwerggarnelen zugelegt, sie sind mittlerweile kunterbunt, viele haben ihre Farbe behalten und sie gehen aber teilweise auch zurück auf die Naturfarbe, sie verputzen in kürzester Zeit alles Futter, welchen am Boden liegt, halten die Pflanzen und die Schneckenhäuser sauber und sind ganz lustig anzuschauen.

Gestern lag eine auf nen Schwimmblatt auf der Seite und hat sich nich mehr gerührt, ich hab das Blatt mit ner Pinzette etwas angekippt, da ist sie einfach runter gerutscht ohne sich zu bewegen. Schade hab ich mir so gedacht und wollte sie mit der Pinzette heraushohlen, dabei ist sie wohl aufgewacht und war ruck zuck verschwunden :D
 

pangio

Mitglied
Klingt ja echt toll! So eine komplett bunte Gruppe hat bestimmt auch was.
Die Geschichte mit dem Blatt - auch total niedlich! -
Ich habe mich entschieden nicht zu viel nachzudenken und einfach mal zu machen: also ziehen heute noch 5 PHS aus privater Hand ein. (3rosa, 2blau)
Eine weitere Pflanze habe ich gestern eingesetzt und wie sich herausstellte sind es >zwei< Mini/Zwerg-Anubias gewesen. Sieht ganz hübsch aus auf der großen Wurzel.

Mit Garnelen warte ich, bis noch mehr Pflanzen hier sind. Es werden vermutlich zwei Varianten eine Ca. und eine Ne. damit sie sich nicht vermischen. Auf jedenfall kriegt mein Becken langsam aber sicher mehr Gestalt.
 

Ago

Mitglied
Hallo pangio,

vergiss die Caridinas, die sind extrem anspruchsvoll und brauchen sehr weiches, saures Wasser. Bleibe besser bei den Neocaridina Arten, die sind unkompliziert. Entweder bleibst Du bei einem Farbschlag oder Du lebst damit, daß mit der Zeit mehr und mehr naturfarbene Garnelen durchkommen.
 


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