Test funktioniert nicht??

Hallo,

laut meinen Wasserwerken habe ich hier einen PH-Wert von 8,21, einen GH-Wert von 7,8 und einen KH-Wert von 3,3.
Nun wollte ich die Werte mit einen TetraTest 5in1 prüfen und kam auf folgendes Ergebnis:

GH irgendwo zwischen 6-10... KH noch schlechter abzulesen irgendwo zwischen 0 und 3... aber der PH-Wert ist laut Test bei 6,4 :shock:

Wieso weicht der PH-Wert so extrem ab? Ist der Test defekt? Haben ihn mit zwei weiteren Streifen gemacht und immer wieder PH-Wert hellgelb :?

Diese Werte beziehen sich auf das Trinkwasser/Leitungswasser! Und da wäre 6,4 unter dem erlaubten von 6,5!

Janko
 


Hallo,
Deine Frage im Topic ist schon berechtigt, denn die Rate-Streifen, wie sie gerne genannt werden, taugen nicht viel. Da ist es kein Wunder, dass du andere WW rausbekommst, als das Wasser haben sollte.
Messe das Wasser noch mal mit Tröpfchentests.
 
Verdammt, und ich habe extra nach den Steifen gegriffen, da ich dachte, dass diese sich länger halten und somit sicherlich besser sind :(

Was solls, zumindestens scheinen die anderen Werte zu passen :D


Danke
 
Kannst mal bei ebay schauen,da gibts ein Set von sera mit den wichtigsten Tests drin,das ist nicht schlecht,das hab ich auch!Und preislich gesehen geht es auch!
Gruß Anna
 

JoKo

Mitglied
Wie schon gesagt: mit Testsstreifen kannst Du den pH-Wert nur schätzen.
Ich empfehle da JBL, meines Wissens der einzige Hersteller im Bereich Aquaristik der neben dem Standard 0,5pH-Auflösung auch zwei Tests mit 0,2pH Auflösung anbietet.
 
Hallo

Ein ph wert von 8,21 bei einer Kh von 3,3 erscheint mir doch sehr hoch.

Pumpt dein Wasserwerk kein freies CO2 mit durch die Leitung ,nach Tabelle (Krause) wäre da ca 1mg CO2 drin.
Die wollen wohl das die Rohre verkalken.

Gruß FrOstasch
 

JoKo

Mitglied
FrOStasch schrieb:
Ein ph wert von 8,21 bei einer Kh von 3,3 erscheint mir doch sehr hoch.

Pumpt dein Wasserwerk kein freies CO2 mit durch die Leitung ,nach Tabelle (Krause) wäre da ca 1mg CO2 drin.
Die wollen wohl das die Rohre verkalken.

Warum sollen da die Rohre verkalken? Oder anders gefragt: wie soll CO2 ein verkalken verhindern?

Der pH-Wert wird von den Wasserversorgern absichtlich auf >7 gehalten, dass eben die Rohre durch einen sauren pH-Wert nicht geschädigt werden.
 


hallo

"Die Wasserwerke halten ständig eine gewisse Menge freies Co2 im wasser , um das Verkalken derVersorgungsleitungen zu verhindern"

Zitat aus Bernd Greger , Pflanzen im Süsswasseraquarium.

Gruß FrOstasch
 

JoKo

Mitglied
FrOStasch schrieb:
"Die Wasserwerke halten ständig eine gewisse Menge freies Co2 im wasser , um das Verkalken derVersorgungsleitungen zu verhindern"

Ja, das kann ja schon sein. Mich würde aber interessieren warum das CO2 das verhindert...man lernt ja nie aus :wink:
 
Hallo

Also die Begründung soll in etwa so sein ( habe nochmal bei Krause nachgeschaut) :

Das CO2 ist nötig um die Bildner der Karbonathärte , also in erster Linie Calciumhydrogencarbonat im wasser löslich zu halten.

Bei niedrigen CO2 ist ja folglich der PH wert höher.
Ab einem Ph wert von ca 8 , natürlich abhängig von der KH , beginnt das calciumhydrogencarbonat zu zerfallen , nämlich in Kohlensäue und Kalk.
Dieser Kalk ist nicht wassserlöslich und fällt somit aus.

Diesen Vorgang müssten eigentlich die Wasserwerke verhindern , um nicht Kalk in den Rohren anzusammlen.

Also mein Leitungswasser hat z.B. , angabe des Wasserwerkes , 15 mg Co2 pro Liter.

Gruß FrOstasch
 
FrOStasch schrieb:
"Die Wasserwerke halten ständig eine gewisse Menge freies Co2 im wasser , um das Verkalken derVersorgungsleitungen zu verhindern"

Zitat aus Bernd Greger , Pflanzen im Süsswasseraquarium.

Diese Aussage sollte man aber nicht verallgemeinern, da dies nicht überall so der Fall ist. Richtig ist, wie schon erwähnt, das erhöhter CO2-Anteil Kalk in Lösung halten kann. Dies resultiert daraus, dass sich immer ein gewisser Teil CO2 mit Wasser zu Kohlensäure verbindet. Dadurch erhöht sich logischerweise der Anteil der Kohlensäure, was wiederum ein Lösen des Kalks verursacht (Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichtsbeziehung, da gibts auch schöne Gleichgewichtskurven drüber, was wieviel bei welcher Temperatur und pH und wasweisich vorliegt). Wenn aber das Wasser sowieso schon aus einer Region stammt, wo die Wasservorkommen eher sauer sind, so wird seitens der Wasserwerke manchmal die Kohlensäure ausgetrieben, um Korrosion zu verhindern. (Hierbei gibt es jedoch unterschiedliche Verfahren der Entsäuerung, eine davon ist die eben genannte und jedes Verfahren verändert unterschiedliche Wasserwerte). Weiterhin begünstigt eine gewisse Menge Kalk in den Rohren den Korrosionsschutz, so daß ggf. eine CO2-Erhöhung nicht sinnvoll ist. Teilweise werden zu weiche Gewässer wieder aufgehärtet, ehe sie in die Trinkwassernetze eingespeist werden.

MfG
Thomas
 


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