nicko schrieb:
compi500 schrieb:
Wer sind die?
Der Attenwels ist ein kleiner, augenloser Wels und ein Endemit der Attahöhle in Westfalen (
http://www.atta-hoehle.de/), der eine Gesamtlänge von 5 cm erreicht und sich von Fledermäusen ernährt, die er mit seinem Sonar ortet und im Sprung erbeutet. Dabei kann er Beute überwältigen, die mehr als dreimal so groß ist, wie er selbst.
Die Paarung findet in seichten Bereichen der Höhle statt, wo das Weibchen seine Eier in einen Haufen aus vergärenden Fledermaus-Flughäuten legt - die dabei entstehende Wärme bewirkt, dass die Jungen schon nach einem Tag schlüpfen. Sie ernähren sich von Infusorien, bis sich ihr Sonar ausbildet und sie aktiv auf die Jagd gehen können. Die Männchen sind besonders bemerkenswert, da sie große Mengen Sperma abgeben, das von den Einheimischen traditionell schon seit Jahrhunderten gesammelt wird und nach dem Trocknen als Scheuermittel Verwendung findet.
Die weltweite Verbreitung des Scheuermittels "ATA" führte in den 70er-Jahren fast zum Aussterben dieses interessanten Tieres. Natürlich trugen auch Habitatverlust und eine generelle Abnahme der Fledermauspopulation dazu bei. Zuchtprogramme in der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Höhlen im Sauerland und eine Image-Kampagne des alternativen Reinigers "Viss" ("Reinigt ohne zu kratzen") schafften schließlich die Kehrtwende, und nun ist der Attenwels wieder häufig in Tropfsteinhöhlen in ganz Westfalen anzutreffen.
Antje (ja, mir ist langweilig)