Hallo Ebs,
Die Starterbakterien können das Ganze durchaus beschleunigen und einfacher machen, wenn man sie richtig anwendet.
Um welchen Zeitraum wird denn die Startphase im Durchschnitt verkürzt beim Einsatz von Starterbakterien? Und inwieweit wird was einfacher?
Nur im leeren Becken ohne organische Abbaustoffe verhungern sie und entwickeln sie sich auch nicht.
Das gilt aber nicht nur beim Einsatz von Starterbakterien, sondern generell. Auch die sich von allein einstellenden Bakterien benötigen Nahrung, um sich in ausreichender Anzahl vermehren zu können.
Ich persönlich finde es nicht gut und schade, dass man nur einen Beckenstart so einseitig (lange Einfahrzeit ohne Besatz) empfiehlt.
Von einer langen Einfahrtzeit ohne Besatz hatte hier im Thread weder ich noch jemand anderes gesprochen.
Allerdings würde ich keinem Anfänger das Einfahren mit Besatz ans Herz legen. Wer noch nie gesehen hat, wie es aussieht, wenn ein Fisch mit Problemen unter der Wasseroberfläche hängt und das kaum von einen normalen unter der Oberfläche rumdümpeln unterscheiden kann, wird sich schnell verunsichern lassen.
Umgekehrt, jemand mit dem nötigen Wissen, wird nicht in einem Forum fragen, sondern einfach mal machen. Daher ist das vielleicht kein Trend, sondern liegt in der Natur der Sache, daß man eher auf Nummer sicher geht bei Empfehlungen gegenüber einem völligen Anfänger.
Ich persönlich würde, wenn ich einem Aquaristik-Neuling schon das Einfahren mit Besatz empfehle, dafür etwas genauer darauf eingehen, womit derjenige zu rechnen hat. Inzwischen würde ich mir zutrauen, ein Becken mit moderatem Besatz einzufahren. Machen würde ich es trotzdem nicht. Ich bin öfter mal mehrere Tage weg, ich müsste also sicherstellen, daß ich einige Wochen Zuhause bin. Dazu habe ich keine Lust, morgens eine Stunde eher aufzustehen, damit ich bei Bedarf noch vor der Arbeit Wasser wechseln kann. Und ich hätte auch keine Ruhe, wenn ich morgens vielleicht schon eine erste Ahnung hätte, abzuwarten, was mich abends erwartet, wenn ich nach Hause komme.