Nochmal wegen Umzug

Hallo,

ich muss nochmal fragen wegen meinem bevorstehenden Umzug Ende März und hoffe, dass ihr mir bei der Entscheidung der Vorgehensweise helfen könnt.
Ich habe ein 300L Aquarium.
Nun zu den Vorgehensweisen.

Möglichkeit 1:
Fische 3 tage vor Umzug nicht mehr Füttern. 1 Tag vor dem Umzug Pflanzen entfernen und feucht stellen. Am Umzugstag zuerst die Fische in Transportbehältnisse geben. Pflanzen feucht einpacken. Filter vom Strom nehmen, leeren und feucht einpacken. Soviel Wasser wie möglich mitnehmen (z.B. mit Kanistern). Dann Becken bis auf den Kies leeren.
Nun Fragen dazu: Im becken sind ca. 40KG Kies, der ja bedingt durch Restwasser sicherlich noch etwas schwerer sein wird. Hält das das becken überhaupt aus beim Transport und wie transportiere ich das am besten?
2. Sorge: Unter dem Kies befindet sich Nährboden. Habe schonmal Kies samt Nährbodenentfernt und versucht, den kies zu reinigen. Bekommt man nicht mehr sauber. Wenn ich komplett neuen Kies einbringe, kann ich dann auch am gleichen Tag wieder die Fische einsetzen?

Möglichkeit 2:
In der neuen Wohnung bereits ein kleineres Becken aufstellen und einfahren lassen (Zeit wäre ja genug da). Sobals Wasserqualität stimmt, nach und nach die Fische hinbringen und einsetzen. (Weiß nicht, ob man wegen drohendem Nitritpeak gleich alle auf einmal einsetzen kann?). Dann in Ruhe das große Becken leer machen und nach dem Umzug in aller Ruhe neu einrichten und einfahren lassen. Dann die Fische vom kleinen becken in das Große zurücksetzen.
Große aquarium kann leider erst am Umzugstag transportiert werden, da wir es sonst nicht ins Auto bekommen.

Welche der beiden Möglichkeiten haltet ihr für sinnvoll?? Das Problem wird sein, dass ich nicht weiß, wieviel Zeit ich am Umzugstag aufbringen kann, um das Aquarium wieder aufzubauen. Sollte es weitere Tips oder Vorschläge geben, immer her damit :)
 


A

Anonymous

Guest
Hallo Nicole,

je nach Glasstärke des Beckens würde das den Transport schon aushalten mit dem Kies. Die Frage ist, wer trägt es? Das sind insgesamt ca. 110 Kilo. Da muß man schon aufpassen, wo man es greift, damit es keinen Schaden nimmt.

Wenn Du den Kies rausnehmen möchtest, sollte das kein so großes Problem sein. Sorge dafür, daß der Filter im Wasser stehen bleibt, damit die Bakterien nicht absterben. Um den Fischen zu ersparen, in komplett frisches Wasser gesetzt zu werden, solltest Du soviel wie möglich Altwasser mitnehmen. Wenn Du dann den neuen Kies drinhast, nimm etwas Filtermaterial und drücke es vorsichtig im Becken aus. Gibt zwar ne Riesensauerei, macht aber nix. Du kannst auch die Fische ruhig dann wieder in das trübe Wasser einsetzen. Aber so bleibt Dir ein neuer Nitritpeak erspart.

Das wäre eigentlich die beste Methode (meiner Meinung nach).
 

Mudskipper

Mitglied
Moin,

ein 300er mit Kies zu transportieren ist die Hölle bzw wenn das alles relativ ebenerdig abläuft mit kräftiger Hilfe machbar - aber trotzdem lästig.
Müsst ihr durch Treppenhäuser turnen - gaanz schnell vergessen.

Wozu Wasser mitschleppen? Sowas habe ich bisher nur für ernsthaft empfindliche Fische(was für Fische ziehen um?) gemacht, ansonsten muß das nicht sein.
Ansonsten: Becken einrichten(ruhig auch mit neuem Substrat, wenns sein muß)Wasser rein, Geräte anwerfen, Fische rein, feddich :wink: .


Lg.
 
Umziehen werden 14 Rote Neons, 8 Trauermantelsalmler, 1 roter Gurami,6 Metallpanzerwelse, 9 Zebrabärblinge und 1 kleiner Antennenwels .

Dass das mit Kies sicherlich schwer sein wird ist mir schon bewusst. Hier würde das Aquarium ja ein paar Etagen mit dem Aufzug nach unten transportiert. Als Umzugswagen gibt es einen 12t mit Hebebühne. In der neuen Wohnung ist es ebenerdig, allerdings ist die Vorfahrmöglichkeit nur bis ca. 30m vor der Haustür möglich.

@Markus: also verstehe ich dich richtig, kein Wasser mitnehmen und trotzdem neu einrichten?
 
A

Anonymous

Guest
Markus Schulz schrieb:
Moin,

ein 300er mit Kies zu transportieren ist die Hölle bzw wenn das alles relativ ebenerdig abläuft mit kräftiger Hilfe machbar - aber trotzdem lästig.
Müsst ihr durch Treppenhäuser turnen - gaanz schnell vergessen.

Wozu Wasser mitschleppen? Sowas habe ich bisher nur für ernsthaft empfindliche Fische(was für Fische ziehen um?) gemacht, ansonsten muß das nicht sein.
Ansonsten: Becken einrichten(ruhig auch mit neuem Substrat, wenns sein muß)Wasser rein, Geräte anwerfen, Fische rein, feddich :wink: .


Lg.

Ja ne, is klar: nur die Harten kommen in den Garten, nä? Warum den Tieren mehr Stress antun als nötig? Wenn sie die Möglichkeit haben, Altwasser mitzunehmen, tun sie den Fischen einen Gefallen. Ich behaupte nicht, daß sie gleich tot umfallen werden, wenn man es nicht tut, aber man erspart ihnen Stress, der im Nachhinein bei den Tieren zu einer verminderten Abwehr und höherer Anfälligkeit führen kann.

Was den Boden angeht: Samsa, tu Dir und den Fischen selbst einen Gefallen und drück das Filtermaterial im Becken aus (vorsichtig, nicht daß zuviel aus dem Material ausgewaschen wird). Erfahrungsgemäss kommt es zu einem Nitritanstieg, wenn die Fläche der Nitrifikationsbakterien vermindert wird und der gleich hohe Besatz ins Becken wandert.

Klingt ja wirklich nett locker-flockig, aber diese Hardcoreaquarianer nehmen das Wohlbefinden ihrer Fische manchmal zu sehr auf die leichte Schulter....
 
Hallo!

Wieder diese leidige Diskssion ums Wasser mitschleppen.

Ich halte es so wie Markus: Es ist - auch mit Blick auf Nicole´s Besatz - für unnötig, das Wasser mitzuschleppen. Wenn ich neue Fische kaufe, dann nehme ich auch kein Wasser aus dem Händlerbecken mit nach Hause, damit die Umstellung nicht zu groß ist.
Ich halte die Vorteile von frischem Wasser für größer als die Vorteile des Altwassers.
Wichtiger ist, wie von Jutta geschrieben, das Filtermaterial inklusive Bakterien zu erhalten.
Auch im Boden siedeln jede Menge nützlicher Bakterien, daher bei einem Wechsel des Bodensubstrats die Fische gut im Auge behalten.
Also: Möglichkeit 1, aber ohne mehr Wasser als das für den Fischtransport benötigte mitzuschleppen.
Wäre es evtl. möglich, das AQ auf ein geeignetes Brett (z.B. Küchenarbeitsplatte) zu stellen, um es dann zu tragen?

--Off-Topic an:--
Das hier:
Ferrika schrieb:
Klingt ja wirklich nett locker-flockig, aber diese Hardcoreaquarianer nehmen das Wohlbefinden ihrer Fische manchmal zu sehr auf die leichte Schulter....
halte ich für einen unnötigen Seitenhieb.
--Off-Topis aus.--

Viele Grüße
Achim
 
A

Anonymous

Guest
Hi Achim,

das war nicht als Seitenhieb gedacht, sondern völlig ernst gemeint.

Wenn die Fische aus dem Becken des Händlers kommen und in Dein Becken, befindet sich in beiden Becken abgestandenes Wasser. Im obigen Falle wäre es komplett frisches Leitungswasser mit allen darin enthaltenen, nicht gerade gesundheitsförderlichen Zusätzen. Dir und auch Markus sollte doch klar sein, daß es zwischen Leitungs- und Aquarienwasser nen ziemlichen Unterschied gibt, oder?

Aber so hat jeder seine eigene Meinung...
 


Hallo Juta!
Ferrika schrieb:
Im obigen Falle wäre es komplett frisches Leitungswasser mit allen darin enthaltenen, nicht gerade gesundheitsförderlichen Zusätzen.
Welche Zusätze sollen denn das sein?
Ich halte wie gesagt die Vorteile von Frischwasser (weniger Keimbelastung etc.) für größer.
Zudem bin ich schon mehrfach so mit Fischen umgezogen, ohne dass es zu verlusten kam.

Viele Grüße
Achim
 

Mudskipper

Mitglied
Moin,

Ferrika schrieb:
Ja ne, is klar: nur die Harten kommen in den Garten, nä?

klar, wer sonst :wink:


Warum den Tieren mehr Stress antun als nötig? Wenn sie die Möglichkeit haben, Altwasser mitzunehmen, tun sie den Fischen einen Gefallen
.

Das ist eine Behauptung Deinerseits, beweise sie.

Ich behaupte nicht, daß sie gleich tot umfallen werden, wenn man es nicht tut, aber man erspart ihnen Stress, der im Nachhinein bei den Tieren zu einer verminderten Abwehr und höherer Anfälligkeit führen kann.

s.o.

Es kann zu Problemen führen, wenn Du bisher sehr selten Wasser gewechselt hast, also von "Hardcore-Altwasser" zu "Extremo-Frischwasser", wird nicht selten weniger vertragen. Wenn es so sein sollte drei Wochen vor dem Umzug mit 50% wasserwechsel alle 7 Tage anfangen - zur Sicherheit. Wechselst Du eh regelmäßig, kein Problem - aber davon bin ich ausgegangen :wink:

Was den Boden angeht: Samsa, tu Dir und den Fischen selbst einen Gefallen und drück das Filtermaterial im Becken aus (vorsichtig, nicht daß zuviel aus dem Material ausgewaschen wird). Erfahrungsgemäss kommt es zu einem Nitritanstieg, wenn die Fläche der Nitrifikationsbakterien vermindert wird und der gleich hohe Besatz ins Becken wandert.

Wo ist der unterschied, ob die Bakterien im Filter oder im Becken sitzen, das Wasser ist das Gleiche.Man kann gerne etwas "Schlunz" vorher vom alten Substrat absaugen und auf Neue einbringen, selbst gemacht habe ich das nie - dutzende male :wink: .

Klingt ja wirklich nett locker-flockig, aber diese Hardcoreaquarianer nehmen das Wohlbefinden ihrer Fische manchmal zu sehr auf die leichte Schulter....

Wieder viel zu subjektiv. In Aufzuchtbecken wechsel ich alle 48h 80% des Wassers (Aufzuchtschalen mit 90% 2x täglich ausgeklammert)- manche mit abgestandenen Regenwasser, manche frisch aus der Leitung.
Allgemein sagen "Frisches Wasser ist böse" ist schlicht falsch bzw weit vorm Horizont :wink: .

Lg.
 
Hui,

da habe ich ja wieder jede Menge Diskussionsstoff losgetreten. Richtig sicher bin ich mir dennoch nicht. Ich tendiere im Moment zu Variante 2.
 
A

Anonymous

Guest
Hi Markus,

ich wäre die Letzte, die sagen würde, Frischwasser ist böse. Ich selbst mache jede Woche bei all meinen Becken einen 50%-WW. Aber da sind es eben nur 50%.

Was den Schlonz angeht: ich hab nun in den letzten Monaten etliche neue Becken aufgesetzt und so meine Erfahrungen damit gesammelt. Im Filter allein ist die Masse der Bakterien auf eine geringe Fläche verteilt, weshalb die "Berührungspunkte" dadurch minimiert sind. Verteilt man das Zeug am Boden, ist die "Berührungsfläche" um ein vielfaches größer. Da ich gerade eine Nitritbildung in einem frischen Becken hinter mir habe, welche nach dem zusätzlichen Einbringen von Filterschlamm im Boden sofort wieder aufgehört hat, weiß ich schon, wovon ich rede.

Es MUSS nicht passieren, aber sicherer ist es allemal. Im Umzugsstress ist ein Nitritpeak bestimmt prickelnd.
 

Ebs

Mitglied
Hallo Nicole,

Ferrika schrieb:
Wenn die Fische aus dem Becken des Händlers kommen und in Dein Becken, befindet sich in beiden Becken abgestandenes Wasser. Im obigen Falle wäre es komplett frisches Leitungswasser mit allen darin enthaltenen, nicht gerade gesundheitsförderlichen Zusätzen. Dir und auch Markus sollte doch klar sein, daß es zwischen Leitungs- und Aquarienwasser nen ziemlichen Unterschied gibt, oder?

Aber so hat jeder seine eigene Meinung...

Zustimmung zu: Reines Leitungswasser ist kein fischfreundliches Aquariumwasser.

Dazu das folgende Zitat: H.J. Krause: Handbuch Aqauriumwasser:

"Die Aquarienpraxis hat gezeigt, dass im Wasser ein Mindestgehalt an organischen Substanzen notwendig ist, insbesondere für das Wohlbefinden der Fische. Frisches, also "sauberes" Leitungswasser wirkt aggressiv auf Schleimhäute und Kiemen;erfahrungsgemäß brechen in frisch eingerichteten Aquarien sowie nach umfangreichen Wasserwechseln sehr leicht Krankheiten aus.
Die Aggressivität des frischen Wassers kann gemildert werden durch Zusatz geeigneter organischer Verbindungen, ........"

Wenn man nicht einen Teil Altwasser mitschleppen will/kann, kann man auch etwas Wasseraufbereiter ins neu hergerichtete Aquarium geben. Das erfüllt den gleichen Zweck, dem Frischwasser organische Verbindungen zuzusetzen.

Die Bemerkung über die nicht gerade gesundheitsförderlichen Zusätze im Leitungswasser kann man vergessen, wenn es nicht gerade nur um Chlor geht, falls es denn enthalten ist.
Wie man das schnell wegbekommt, weiß ja wohl jeder.

Gruß Ebs
 

Mudskipper

Mitglied
Moin,

Ebs schrieb:
Dazu das folgende Zitat: H.J. Krause: Handbuch Aqauriumwasser:
"Die Aquarienpraxis hat gezeigt, dass im Wasser ein Mindestgehalt an organischen Substanzen notwendig ist, insbesondere für das Wohlbefinden der Fische. Frisches, also "sauberes" Leitungswasser wirkt aggressiv auf Schleimhäute und Kiemen;erfahrungsgemäß brechen in frisch eingerichteten Aquarien sowie nach umfangreichen Wasserwechseln sehr leicht Krankheiten aus.
Die Aggressivität des frischen Wassers kann gemildert werden durch Zusatz geeigneter organischer Verbindungen, ........"

Das erschliesst sich mir nicht aus meiner eigenen Praxis. Es ist mir schon klar, dass etwas Organik hilft, aber was an "frischem Leitungswasser" aggessiv sein soll nicht. Ich hantiere oft mit Jungfischen + über 90% Wasseraustausch mit Frischwasser - und der Jungfisch ist neben dem Laich das schwächste Glied in der "Robustheitskette" einer Art. Ganz klar, es gibt Fische, die mögen kein Frischwasser, aber das bitte nicht verallgemeinern, ich schrieb ja schon, dass das vom Fisch abhängt. Außerdem, wenn ich das Becken neu aufstelle und den Filter anwerfe, sollte das Wasser durch den Filterdurchfluss mit Organik "behandelt" sein.Pflanzen, Einrichtungsgegenstände, das Becken an sich, vom Filter ganz zu schweigen, das ist doch alles schon mit einem Biofilm ausgestattet, wo ist das Problem.

Ich berichte nur aus meiner Praxis, und wenn ich über 20 Jahre lang nur Glück hatte, brauche ich mich ja nicht zu wundern, wenn ich beim Lottospiel 1-2mal im Jahr nix ewinne, da mein ganzes Glück anscheinend in die Aquaristik fliesst. Ich habe letztes jahr 1 mal Fische mit Frischwasser versehentlich umelegt, aber das waren alte Parosphromenus linkei, die schon seit 3 Jahren in einem Altwasserbecken saßen und das Umsetzen nicht vertragen haben.

Lg Markus
 
Moin,

ich habe zwar keine Ahnung, aber ich poste trotzdem. :mrgreen:

In erster Linie wird ja die gesamte Deko und der Filter mit genommen.
Wenn man nun dabei geht und neuen Bodengrund verwendet und anschliessend den Filter mal leicht im neu und mit Leitungswasser aufgesetzem Aquarium reinigt, dann ist da soviel Organik unterwegs, dass das locker reicht um einen einwandfreien Start hinzulegen.

Noch was zum Transport des Beckens mit Bodengrund: Ein Aquarium in der Größe mit nassem Kies/Sand zu transportieren ist nahezu unmöglich. Das sind mal locker 130-150kg.

Ich schlege vor sich Eimer mit Deckel zu besorgen. So 4 x 15 Liter Farbeimer, gibt es im Baumarkt.
Fische rein mit dem alten Aquarienwasser. Und einen netten 80 Liter Mörtelkübel.
Da kann man dann Altwasser, Fische, ein paar Pflanzen, Filter und Heizer anklemmen. Das kann so auch mal 2-3 Tage betrieben werden und man versetzt sich nicht in künstlichen Stress.

Beste Grüße
Martin
 


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