Natur - Sand (von der Elbe) ins Aquarium?

Hab schon einiges über Sand als Bodengrund gelesen und finde das im Becken auch sehr schön anzusehen.
Nun finde ich hier in den Zooläden immer nur sehr hellen, fast weißen Sand. Den finde ich nicht so schön.
Bei einem online-Anbieter habe ich auch schwarzen und braunen Sand gefunden, aber da, Verzeihung, ziehen einem ja die Preise die Schuhe aus...
Ich gehe ja mit meinen Hunden sehr häufig hier an der Elbe spazieren - da gibt es ja nun Sand in Massen. Sehr fein und von ansprechender Farbe (trocken ist der auch sehr hell, nass dann dunkler, eher braun).
Könnte man denn auch einfach solchen Sand vom Elbestrand für das heimische Aquarium verwenden? Wär ja ein Leichtes, immer mal ein Eimerchen voll mit nach Hause zu nehmen...
Oder ist das nix?
Wenn man den nehmen kann:
Sollte solcher Sand in irgendeiner Form bearbeitet oder behandelt werden, bevor er ins Becken kommt? Hab mal irgendwo was von Auskochen gelesen - aber wie um Himmels Willen kocht man Sand aus? Kleckermatsche auf dem Herd? Oder...?
 


Hey,

also ich hab mir meinen sand ausm kieswerk geholt! der war schon sehr sauber, aber werd ihn jetzt nochmal durchwaschen.
eigentlich wäre es bei dir ja dann das selbe, wobei ich denke das deiner vllt was schmutziger sein wird, wenn an der elbe die ganzen leute durch laufen.

mit dem abkochen kann ich mir jetzt nur vorstellen, ein wenig sand in viel wasser und dann zum kochen bringen, sodass die keime absterben. aber dann kannste den sand bestimmt auch einfach mehrfach mit kochendem wasser übergießen ...
 
Hi,
wie schon an anderer Stelle geschrieben: durchwaschen und rin damit. Kannst natürlich auch allgemeiner Panikmache verfallen und jedes Körnchen einzeln mit Sagrotan besprühen und dannach polieren...
 

bierteufel

Mitglied
Früher war die Elbe sehr verdreckt, und das über Jahrzehnte lang...
DDR und CSSR haben ganze arbeit geleistet. Welche Schwermetalle und Schadstoffe noch im Wasser, Sand am Ufer usw sind kann man nicht sagen.

Mir persönlich wäre es zu riskant.

Gerade wenn es Schwermetalle sind, könnte sich das mit kürzerer Lebenserwartung "unbemerkt" bemerkbar machen.

Selbst bei Rhein, Weser und Ems (und den größeren Zuläufen dieser Flüsse) wäre ich skeptisch. Bei der Elbe würde ich es nicht machen.

Es ist durchaus möglich, dass du den Elbesand zu hause wäscht und wenn du fertig bist ist er so hell wie der aus dem Baumarkt...

Geldersparniss, stehen meiner Meinung nach nicht in einem Verhältnis zum Aufwand und dem Risiko dass man eingeht.


Und den Elbsand auf jeden Fall bezueglich Kalk testen!
 
Hi,
"Giftstoffe" wie Schwermetalle lagern sich höchstens in intergranularen Porenräumen ab oder bilden maximal schwache krusten am Korngerüst. Durch einfache Asuwaschen kriegt man das raus. Während des Waschens wird außerdem das gesamte Porenwasser ausgespült. Bis auf die Mineralkomponente des Sandes bleibt da eigentlich nix übrig. Also wieder mal Panikmache...
 
:wink: hi...


ich hatte vor ca 5 jahren ein 160l becken mit froschwelsen. die einrichtung bestand aus sand und wurzeln aus der elbe ( raum bleckede). ich hatte keinerlei probleme.

die tiere waren gesund, wohlauf und gedeiten prächtig ( so prächtig, dass sie ca 1 jahr später in ein zoo-aquarium gekommen sind) :lol:

also, meiner erfahrung nach gab es keine probs mit elbe-sand.

gruss, vanessa
 
Hallö

Ich hab auch in einem meiner Becken Elbe-Sand.
Fische sind groß geworden... Pflanzen gewachsen...
Nie Probleme damit gehabt. Und der Sand kam aus Hafennähe.
Aber wenn da Muscheln überlebt haben, kann das Wasser ja so schlecht nicht sein, dachte ich mir.
 


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