molli und rote neons



JoKo

Mitglied
Da Black Mollies Fische sind, die hartes alkalisches Wasser bevorzugen, sogar im Brackwasser leben, die roten Neons typische Weichwasserfische, passt es schon deshalb überhaupt nicht zusammen.

Das Black Mollies rote Neons fressen ist mir neu. Das dürfte nur bei ausgewachsenen Mollies und jungen Neons funktionieren.
 
Hallo!

Mollies und Neons haben völlig unterschiedliche Ansprüche an die Wasserhärte und den PH-Wert, also sollte man sie nicht zusammenhalten. Die Neons benötigen eher weiches, leicht saures Wasser, die Mollies dagegen hartes und leicht alkalisches, evtl. sogar einen leichten Salzzusatz.
Das könnte auch zur Dezimierung Deiner Neons führen.

Hast Du gesehen, wie die Mollies die Neons gefressen haben?
Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass sie mal an einem Toten knabbern.

Mit freundlichen Grüßen,

Bäbs
 
roten Neon tauschen

Hallo Betina;

Ich empfehle Dir die roten Neons auszutauschen, sie eignen sich kaum als Anfängerfisch und was die Wasserwerte betrifft haben meine Vorredner Dir schon ins Gewissen geredet GH und KH sollte bei den Tieren sehr gering sein. Dazu kommt, daß Du im Laden meist Wildfänge mit Wurmbefall kaufst, die ohnehin problematisch werden und wenn dann kein weiches saures Wasser mit geringer Härte da ist, denke ich das sie erst sterben, wie schon vermutet und dann von den Molli´s verdrückt bzw. skelettiert werden.

Alternativangebot für härteres Wasser ist der Kardinalfisch, der wird nicht ganz so groß wie der rote Neon kann aber locker Ph-7,5 und KH 7 oder 8 vertragen und paßt auch zu den Molli´s, die ich persönlich aber nicht so schätze, weil sie oft als Zwischenwirt für diverse Fischkrankheiten dienen, ohne selber zu erkranken. Behalt sie aber um Himmelswillen aber trenn Dich lieber von den roten Neons.

mfG Dirk-Werner
 
Hallo!

Es ist durchaus möglich Mollies und rote Neons zusammen zu halten, es kommt halt auf die Wasserwerte im Becken an.
Bei einer Gh zwischen 8° und 15° sind beide Arten problemlos im selben Becken haltbar.
Natürlich sollte man sich bei der Auswahl der Fische an den Wasserwerten orientieren, man kann die Wichtigkeit der Wasserwerte, vor allem der Härten und des Ph, aber auch stark übertreiben.

Gruß!
Martin
 
Hinweis für Martin

Hallo Martin;

Vermutlich sprichst Du vom sogenannten Neonsamler (keine roten Neons), lat.: Neontetra, die vertragen mehr Wasserhärte und PH bis 7 Der "rote Neon" lat.: Paracheirodon axelrodi veträgt aber PH bis 6,5 und sollte GH unter 5 und KH unter 2 haben, das ist sicher nicht geringfügig Ich habe es schonmal im Forum an anderer Stelle erwähnt, PH 6 ist 10 mal so saueres Wasser wie Ph 7 . Ist das gering?

Warum sollte man nicht Änderungen vornehmen, wenns den Fischen , wie oben beschrieben, nicht bekommt.

PS. Der Unterschied zwischen Zitronensaft und Natronwasser ist auch nicht gering, mal kosten.

mfG Dirk-Werner
 
Re: Hinweis für Martin

Hallo Dirk-Werner!

Dirk-Werner schrieb:
Vermutlich sprichst Du vom sogenannten Neonsamler (keine roten Neons), lat.: Neontetra, die vertragen mehr Wasserhärte und PH bis 7

Nein, ich meine den roten Neon P. axelrodi, die Großen mit dem durchgehenden Streifen.
Die Unterschiede zwischen den Paracheirodonarten sind auch in der Haltung recht marginal.

Dirk-Werner schrieb:
Der "rote Neon" lat.: Paracheirodon axelrodi veträgt aber PH bis 6,5 und sollte GH unter 5 und KH unter 2 haben, das ist sicher nicht geringfügig

Geringfügig ist das nicht, aber in der Praxis ohne Bedeutung, wenn man nicht züchten möchte.

Dirk-Werner schrieb:
Ich habe es schonmal im Forum an anderer Stelle erwähnt, PH 6 ist 10 mal so saueres Wasser wie Ph 7 . Ist das gering?

Danke! Die Definition des Ph-Wertes ist mir durchaus geläufig. Jedoch besitzt der Ph-Wert in der Praxis nur bei empfindlichen Fischen eine Relevanz.
Wie hoch ist denn der Ph-Wert des Blutes bei allen Wirbeltieren, so auch beim roten Neon? Ph 7,4.

Dirk-Werner schrieb:
Warum sollte man nicht Änderungen vornehmen, wenns den Fischen , wie oben beschrieben, nicht bekommt.

Da hast Du 100% recht, nur steht da oben nicht, dass die Fische an der Wasserhärte oder dem Ph-Wert gestorben sind, diese Faktoren machen überwiegend beim umsetzen Probleme. Dort steht, dass die Neons von den Mollies gefressen werden, was natürlich zu Recht angezweifelt wird.

Dirk-Werner schrieb:
PS. Der Unterschied zwischen Zitronensaft und Natronwasser ist auch nicht gering, mal kosten.

Richtig, dennoch kommt mein Körper und auch der des Neonfisches damit klar, dank der Puffersysteme, die das Blut auf ca. Ph 7,4 puffern.

Gruß!
Martin
 


Leistung nicht immer voll ausschöpfen.

Hallo Martin;

Es freut mich das Du einer Veränderung zustimmst. Die Leistung des von Dir beschriebenen Puffersystems, eigentlich aller Systeme sollte man doch aber nicht unbegründet immer voll ausschöpfen, und so ein kompliziertes System in so einem kleinen Fisch .

Ein schönes Wochenende wünscht Dir Dirk-Werner
 

JoKo

Mitglied
Re: Hinweis für Martin

Der Fischer schrieb:
Danke! Die Definition des Ph-Wertes ist mir durchaus geläufig. Jedoch besitzt der Ph-Wert in der Praxis nur bei empfindlichen Fischen eine Relevanz.

Naja, da gehört der rote Neon meines Erachtens aber dazu. Natürlich kann man ihn auch bei pH7,5 und mittelhartem Wasser halten. Daran wird er sicher nicht sofort sterben. Es gibt aber auch Langzeitfolgen bei der Haltung in zu hartem Wasser. Sehr ausführlich wird das hier beschrieben:
www.cichlasoma.de/wasserwerte.html

Wie definiertst Du "empfindliche Fische"? Die meisten Cichliden aus dem Tanganjikasee z.B. sind, vom Sozialverhalten mal abgesehen, einfach zu halten und sicher keine empfindliche Fische. Wenn man die untere Grenze des pH-Wertes aber nicht beachtet werden sie schnell anfällig.

Bei anderen ist es eben die Grenze des pH-Wertes nach oben der oft Probleme macht. Dazu gehören neben ramirezi, Diskus & Co auch der rote Neon....wobei letzterer noch der einfachste ist.
Die Unterschiede zwischen P. innesi und P. axelrodi in der Haltung sind meiner Meinung nach auch nicht sooo gering. Das fängt bei der Temperatur an und hört bei der Toleranz gegenüber den Wasserwerten auf.

Ich persönlich sehe die Sache kurzgefasst so: wenn ich die Tiere in einem Wasser halte, das dem Wasser in der Natur nahekommt (± eine gewisse Toleranz die vertragen wird), dann ist die Gefahr von Krankheiten deutlich geringer, als wie wenn der Organismus des Tieres ständig damit beschäftigt ist den unpassenden Druck (osmotischer Druck) durch zu hartes Wasser auszugleichen.
 
Danke für die Solidarität mit den "Roten"

Hallo Jochen;

Kompliment und danke für Deinen Beitrag ich dachte schon ich muß alleine gegen Windmühlen kämpfen. Tolleranz ist ne feine Sache. Sie hat aber Grenzen, auch die Tolleranz von Lebewesen in ihrem Lebensraum.

Mit einem schönen Gruß fürs Wochende Dirk-Werner
 


Oben