Hallo Forum,
kürzlich habe ich mir wegen sehr hoher Härte (GH/KH größer als 20/15) und pH-Wert (größer als 8 ) in meinem Leitungswasser einen Kationentauscher von Gralla gekauft. Auf den Kauf eines Anionentauschers habe erst mal verzichtet. Um ehrlich zu sein, ich weiß im Augenblick nicht recht, wofür ich den überhaupt brauchen könnte... :? ?
Diese Kati von Gralla ("schwach sauer") macht einen grundsoliden Eindruck, ist sehr ordentlich verarbeitet und erzeugt Wasser mit KH<1 und pH=4,2.
Dieses Wasser leite ich in üblicherweise zunächst in einen 60 ltr-Vorratsbehälter, wo ich die beim Kationentausch entstandene Kohlensäure mittels einer kleinen elektr. Luftpumpe und Ausströmer als Kohlendioxid weitgehend austreibe (H2CO3 -> H2O + CO2). Dann darf das Wasser einige Tage "ruhen", bevor es beim wöchentlichen Teilwasserwechsel mit etwa pH=6,2 im AQ verschwindet. Zusammen mit ein paar Litern Leitungswasser sollte das - zumindest nach meiner laienhaften Einschätzung und geringen Erfahrung - eigentlich ein brauchbares Wasser geben.
Im Augenblick hab ich nur ein kleines AQ mit 54 ltr. mit diversen Weichwasserfischlein drin. Ich meine, dass es bei dem kleinen Becken erlaubt sein müsste, die Kohlensäure aus dem Vorratsbehälter-Wasser weitgehend auszutreiben, ohne dass die Pflanzen CO2-Mangel erleiden müssten. Wieviel das "ausgetriebene" Vorratswasser aber wirklich an CO2, bzw. H2CO3, enthält, weiß ich nicht! Da hab ich keine Messmöglichkeit. Immerhin wachsen meine Pflanzen recht ordentlich. Und das von den Fischen und dem Filter erzeugte CO2 müsste doch eigentlich genügen, so dass auf die Zugabe von künstlichem CO2 verzichtet werden kann, oder nicht?!
Frage Nr. 1:
Mach ich bis hierher alles richtig?
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Wenn ich die ganze Sache recht verstanden habe, laufen beim H+ Kationentausch im wesentlichen die folgenden beiden Reaktionen ab:
a) 2H+ + Ca(HCO3)2 -> Ca2+ + 2(H2CO3)
und
b) H+ + Na+Cl- -> Na+ + H+Cl-
Aus a) entsteht also Kohlensäure (H2CO3). Die beiden Wasserstoffionen (li. Seite d. Gl.) kommen aus dem Kati-Harz, das Calcium (re. Seite d. Gl.) wird vom Harz aufgenommen. Die Härtebildner HCO3- (Hydogencarbonat) verschwinden und dieselbe Gleichung ließe sich gern auch mit Magnesium (anstelle des Calcium) aufstellen.
Aus b) geht Salzsäure (HCl) hervor. Das Wasserstoffion (li. Seite d. Gl.) kommt aus dem Kati-Harz, das Natrium-Ion (re. Seite d. Gl.) verschwindt darin. Diese Schreibweise nennt man - glaub ich - Ionenschreibweise, oder so.
Frage Nr. 2:
Gibt´s vielleicht einen Hobby-Chemiker unter Euch, der mir diese beiden Gleichungen bestätigen, oder gern auch um die Ohren hauen kann? Gibt´s daneben noch weitere wichtige Gleichungen, die man zum Verständnis der Kati kennen sollte?
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Zum Schluss noch ein paar Fragen aus der Praxis:
Frage Nr. 3:
Warum steigt mein pH nach dem TWW recht bald wieder von 6,5 auf 7,3 an? GH/KH stellen sich dabei - mit Schwankungen - so auf etwa 6/3 bis 8/5 ein. Soll ich vielleicht KH deutlich unter 3 senken, bleibt´s dann stabiler?
Frage Nr. 4:
Ist die Salzsäure irgendwie schädlich?
Da ich keinen Leitwertmesser habe, und auch die Bedeutung dieses Parameters bisher nur recht vage verstanden habe - frage ich mich immer, ob´s da noch was zu beachten gäbe.
Wie soll den so ein Fischwässerli salzmäßig aufgebaut sein, damit´s ein feines Weichwasser ist?
Frage Nr. 5:
Was gilt es grundsätzlich besonders zu beachten, wenn man eine Kati ohne Ani benützt? Gibt´s da noch was, was man als Hobby-Aquarianer in Zusammenhang mit Kationentausch wissen sollte?
Vielleicht kann mir ja jemand die eine oder andere Frage beantworten... :wink: ?
Gruß,
Christoph.
kürzlich habe ich mir wegen sehr hoher Härte (GH/KH größer als 20/15) und pH-Wert (größer als 8 ) in meinem Leitungswasser einen Kationentauscher von Gralla gekauft. Auf den Kauf eines Anionentauschers habe erst mal verzichtet. Um ehrlich zu sein, ich weiß im Augenblick nicht recht, wofür ich den überhaupt brauchen könnte... :? ?
Diese Kati von Gralla ("schwach sauer") macht einen grundsoliden Eindruck, ist sehr ordentlich verarbeitet und erzeugt Wasser mit KH<1 und pH=4,2.
Dieses Wasser leite ich in üblicherweise zunächst in einen 60 ltr-Vorratsbehälter, wo ich die beim Kationentausch entstandene Kohlensäure mittels einer kleinen elektr. Luftpumpe und Ausströmer als Kohlendioxid weitgehend austreibe (H2CO3 -> H2O + CO2). Dann darf das Wasser einige Tage "ruhen", bevor es beim wöchentlichen Teilwasserwechsel mit etwa pH=6,2 im AQ verschwindet. Zusammen mit ein paar Litern Leitungswasser sollte das - zumindest nach meiner laienhaften Einschätzung und geringen Erfahrung - eigentlich ein brauchbares Wasser geben.
Im Augenblick hab ich nur ein kleines AQ mit 54 ltr. mit diversen Weichwasserfischlein drin. Ich meine, dass es bei dem kleinen Becken erlaubt sein müsste, die Kohlensäure aus dem Vorratsbehälter-Wasser weitgehend auszutreiben, ohne dass die Pflanzen CO2-Mangel erleiden müssten. Wieviel das "ausgetriebene" Vorratswasser aber wirklich an CO2, bzw. H2CO3, enthält, weiß ich nicht! Da hab ich keine Messmöglichkeit. Immerhin wachsen meine Pflanzen recht ordentlich. Und das von den Fischen und dem Filter erzeugte CO2 müsste doch eigentlich genügen, so dass auf die Zugabe von künstlichem CO2 verzichtet werden kann, oder nicht?!
Frage Nr. 1:
Mach ich bis hierher alles richtig?
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Wenn ich die ganze Sache recht verstanden habe, laufen beim H+ Kationentausch im wesentlichen die folgenden beiden Reaktionen ab:
a) 2H+ + Ca(HCO3)2 -> Ca2+ + 2(H2CO3)
und
b) H+ + Na+Cl- -> Na+ + H+Cl-
Aus a) entsteht also Kohlensäure (H2CO3). Die beiden Wasserstoffionen (li. Seite d. Gl.) kommen aus dem Kati-Harz, das Calcium (re. Seite d. Gl.) wird vom Harz aufgenommen. Die Härtebildner HCO3- (Hydogencarbonat) verschwinden und dieselbe Gleichung ließe sich gern auch mit Magnesium (anstelle des Calcium) aufstellen.
Aus b) geht Salzsäure (HCl) hervor. Das Wasserstoffion (li. Seite d. Gl.) kommt aus dem Kati-Harz, das Natrium-Ion (re. Seite d. Gl.) verschwindt darin. Diese Schreibweise nennt man - glaub ich - Ionenschreibweise, oder so.
Frage Nr. 2:
Gibt´s vielleicht einen Hobby-Chemiker unter Euch, der mir diese beiden Gleichungen bestätigen, oder gern auch um die Ohren hauen kann? Gibt´s daneben noch weitere wichtige Gleichungen, die man zum Verständnis der Kati kennen sollte?
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Zum Schluss noch ein paar Fragen aus der Praxis:
Frage Nr. 3:
Warum steigt mein pH nach dem TWW recht bald wieder von 6,5 auf 7,3 an? GH/KH stellen sich dabei - mit Schwankungen - so auf etwa 6/3 bis 8/5 ein. Soll ich vielleicht KH deutlich unter 3 senken, bleibt´s dann stabiler?
Frage Nr. 4:
Ist die Salzsäure irgendwie schädlich?
Da ich keinen Leitwertmesser habe, und auch die Bedeutung dieses Parameters bisher nur recht vage verstanden habe - frage ich mich immer, ob´s da noch was zu beachten gäbe.
Wie soll den so ein Fischwässerli salzmäßig aufgebaut sein, damit´s ein feines Weichwasser ist?
Frage Nr. 5:
Was gilt es grundsätzlich besonders zu beachten, wenn man eine Kati ohne Ani benützt? Gibt´s da noch was, was man als Hobby-Aquarianer in Zusammenhang mit Kationentausch wissen sollte?
Vielleicht kann mir ja jemand die eine oder andere Frage beantworten... :wink: ?
Gruß,
Christoph.