Kann zu hoher Phosphatwert Fischsterben auslösen??

Hallo!!!
Bin neu hier im Forum und möchte deshalb zuerst mein Aqua kurz vorstellen, bevor ich euch mit meinen Fragen löchere:

Besatz:
1 Schmetterlingsfisch
5 Dornaugen
1 Bratpfannenwels
10 Zwergziersalmler
1 Schmuckflossen-Fiederbartwels
9 Glaswelse
2 Gabun-Fächergarnelen

Wasserwerte:
PH: 6,5
KH: 4
NO2: <0,3 mg/l
NO3: 0,3 mg/l
NO4: 0 mg/l
Phosphatwerte sind stark schwankend: zwischen 0,5 und 2 mg/l

So komme ich nun auch zu meinen Fragen:
Seit ca. 6 Monaten läuft das Aquarium nun und im Grunde gabs nie Probleme, weder ein bemerkenswertes Algenvorkommen noch sind bis vor 2 Wochen Fische gestorben. Seit 2 Wochen habe ich jeden Morgen Probleme mit den Fischen, sie hängen an der Oberfläche und japsen nach Luft, wenn ich dann Wasser wechsel (meist 5 l) dann scheint alles wieder ok zu sein.
Hab das Internet und Literatur durchforscht, aber wirklich ne Lösung habe ich nicht gefunden, anfangs war ich der Meinung, dass es mit dem Rückschnitt von Anubias und Javafarn zusammenhinge, aber das würde doch nicht so lange anhalten???
Der einzige Wert der aus der Rolle fällt ist der Phosphatwert und so nun meine Fragen:
1) Können daran Fische sterben???
2) Wie kann es dazu kommen? Liegts am Frostfutter, an dem zu hohen Fischbesatz oder an zu wenig Pflanzen (muss anführen, dass mein Aqua jetzt schon sehr dicht bepflanzt ist, mit versch. Echonodoris- und Cryptocorinenarten, Massen an Javamoos, zudem noch einige Schwimmpflanzen.?
3) Wie kann ich den Wert senken oder was kann ich generell tun, damit es den Fischen besser geht???
Ich freue mich über jede Antwort und danke für diese jetzt schon,
MfG, Yulian
 


A

Anonymous

Guest
Hallo,
meiner Meinung nach liegts nicht am Phosphat sondern am Sauerstoff.
Du hast 2 große Sauerstoffverbraucher im Becken, zumindest Nachts: Den Besatz und die vielen Pflanzen. Nachts ist es ja so, dass die Pflanzen O2 verbrauchen und CO2 produzieren.
Dein Problem lässt sich auf 3 Arten lösen:
- Besatz reduzieren
- Pflanzen reduzieren
- Mittels Auströmerrohr eine größere Oberflächenbewegung erzeugen um den Gasaustausch zu optimieren. Ist da nichts mehr möglich, empfehle ich eine kleine Strömungspumpe mit Diffusor (z.B. Eheim Powerhead 1005), der zusätzliche Oberflächenbewegung und über den Diffusor kontinuierlich Sauerstoff ins Wasser einbringt.
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Yulian!

Habe ich etwas überlesen oder fehlt noch die Grössenangabe des AQ? Sonst wird mit der Einschätzung der Besatzdichte schwierig.

zu 1)
Ja!

zu 2)
Phosphatüberschuss kann in der Tat mit Überfütterung zusammen hängen.
Das gleiche ist mir einmal mit gammeligem Frostfutter passiert. Da half schlicht nur ein umfassender Wasserwechsel.
Phosphat kann allerdings schon im Leitungswasser enthalten sein, was ich aber ausschliesse, da nach einem teilwechsel das Problem für eine gewisse Zeit erledigt scheint. Wobei mir 5L doch arg wenig erscheinen - egal wie klein/groß das Becken sein mag.

zu 3)
Ich würde umgehend einen grösseren WW durchführen und die Pumpe auf "sprudelnd zu stellen" (höherer Sauerstoffeintrag). Dies brachte meinen Fischen sofortige Erleichterung.
Da die Fische morgens an der Oberfläche hängen, vermute ich eine sehr schlechte Sauerstoffversorgung, da die Pflanzen nachts diesen nicht erzeugen. Ausserdem können hohe Schadstoffwerte diesen zusätzlich aufbrauchen (vereinfacht ausgedrückt).

Grüße
Paul
 
Hallo,
vielen Dank für die schnellen Antworten!!!Mein Becken hat 300 l Volumen und die Idee mit dem Sauerstoff hatte ich auch zuerst, aber alle Gegenmaßnahmen, Oberflächenabsauger, Ausströmrohr verlegen und selbst die Anschaffung von einer Strömungspumpe haben nicht geholfen. Zudem hat es mich sehr verwundert, dass das Problem erst relativ spät einsetzte, habe den Fischbesatz von meinem alten Aquarium übernommen und da hatte ich nie Probleme, obwohl es wesentlich kleiner war (175 l).
Bin mir da absolut nicht sicher, aber falls größere Mengen an Frostfutter gammelnd im Aquarium wären, müssten dann nicht auch die anderen Werte steigen?
Mich irritiert vor allem, dass es doch recht lange problemlos lief und nun auf einmal Probleme auftauchen, obwohl ich nichts geändert habe.
Habe auch einen O2-Test gekauft und die Werte waren sowohl morgens als auch Abends ziemlich identisch und absolut im Normalbereich.
Hab im Internet gelesen, dass manche Pflanzen nach dem Schnitt Giftstoffe abgeben, war eher der Meinung, dass es sowas sein könnte, aber wirklich wissen tue ich es natürlich nicht.
Dass ich morgens nur 5 l wechsle liegt eher daran, dass ich zur Arbeit muss und sich viel mehr nicht ausgeht, außerdem sind mir seit meinen frühmorgendlichen Wechselaktionen auch keine Fische mehr eingegangen , aber schnaufen tun sie noch immer drastisch.
Ich hoffe ihr habt noch einige Ideen und Anregungen, vielen Dank schon jetzt.
MfG Yulian
 
A

Anonymous

Guest
Hi nochmal,
wie wechselst Du Dein Wasser? Immer morgens 5L (bei Auftreten der Probleme) oder machst Du auch regelmäßig TWW in den gängigen Größenordnungen von 20-30%?
Bin da grad etwas verwirrt.
 
Hallo,
wechsele 1-2x in der Woche ca. 30%, in letzter Zeit kommen jedoch morgendliche Wechslungen hinzu, die größeren WWs bleiben aber dennoch.
Sicher keine dauerhafte Lösung, aber im Moment kann ich so wenigstens weitere Fischverluste vermeiden.
MfG, Yulian
 
Hi,

das Problem hatte ich bei mir auch. Ich habe auch nahezu die identischen Wasserwerte (PH6,5 und KH3-4)
Miß mal morgens und abends den PH Wert. Außerdem solltest du nochmal den KH Wert mit der doppelten Wassermenge durchführen (Ergebnis durch 2 teilen).

Du hast anscheinend einen recht hohen CO2 Wert, da die Pflanzen nachts zusätzlich CO2 produzieren, kann dies morgens zu Problemen bei der Sauerstoffaufnahme führen, da können dann auch ruhig die O2 Werte optimal sein.

Zumindest nachts solltest du die Wasserbewegung erhöhen und die Pflanzen evtl. zurückschneiden. (Das hat bei mir geholfen).
Foto ?!
 


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