Kampffischbecken 35 l Filterung

percarius

Mitglied
Hallo zusammen,

hiermit hole ich meinen Account mal aus der Versenkung hervor, da ich wieder einsteige in dieses wundervolle Hobby ;). Nach einigen Jahren ohne Aquarium werde ich mir nun doch wieder eines zulegen. Da es mir zuletzt Bettas angetan hatten, fällt die Wahl natürlich auf einen Betta Splendens. Ich werde mir einen 35 l Scapers Tank von Dennerle entsprechend einrichten. Vor einigen Jahren hatte ich den 30 l Nano Cube, der Dennerle Eckfilter war hier eigentlich ziemlich leise. Zuletzt nahmen meine empfindlichen Ohren dann nachts im Bett aber doch ein leichtes Brummen wahr. Ich hätte es also gerne noch etwas leiser bzw. hatte sogar überlegt das Becken komplett filterlos zu betreiben, was funktionieren würde da ich eh einen "Dschungel" einrichten werde mit vielen Pflanzen. Mit einer Filterung könnte ich den Wasserwechsel dann aber vielleicht auch mal auf alle 2 oder 3 Wochen strecken.

Um auch mehr Sicherheit hinsichtlich der Wasserstabilität zu erhalten, habe ich daher überlegt einen kleinen Schwammfilter zu betreiben. Ich habe mir eine kleine Piezopumpe bestellt die geräuschlos sein soll. Dazu habe ich mir einen kleinen Schwammfilter bestellt und auch Regelventile um den Luftstrom zu reduzieren.

Meine Fragen sind nun generell die nachfolgenden:

1) Ist dieser Filter mit der Pumpe ausreichend für mein Becken?
2) Kann ich das Setup lautlos kriegen bzw. wie? Die Austrittsöffnung des Luftfilters auf Höhe des Wasserspiegels legen und evtl. den Luftstrom etwas drosseln?

Alternativ hatte ich nun den Aquael Pat Mini Filter entdeckt. Ob dieser aber wirklich geräuschlos ist scheint von Nutzer zu Nutzer zu variieren.

Vielen Dank im Voraus!

Hier die Pumpe:

Hier der Schwammfilter:
 


Wotilas

Mitglied
Zur der Pumpe kann ich nichts sagen, aber an meinem ganz normalen Gesellschaftsbecken mit HMF mit Eheim-Minipümpchen (gibt's scheinbar nicht mehr so klein) ist das Lauteste das Ticken der Zeitschaltuhr, die das Licht ein- und ausschaltet. Die Pumpe hängt einfach am Stromkabel und dem Durchlass in der Matte im Wasser und hat weiter keinen Kontakt zu irgendwelchen festen Gegenständen.

Wenn die Piezopumpe an sich schon sehr leise ist und Du auch das Wassergeplätscher reduzierst, indem Du den Auslass unter oder an die Oberfläche legst sollte das doch ein ziemlich stilles Becken werden können. Strömung brauchst Du ja auch nur, um ein bisschen Wasserbewegung zu haben, damit es keine toten Zonen gibt.

Wenn Du genug Oberfläche für Bakterien bietest (z.B. Bodengrund oder/und vielleicht eine Rückwand aus Filtermatte), sowie reichlich Pflanzen und dazu ein paar Resteverwerter wie Garnelen und Schnecken, aber kein hoher Besatz, brauchst Du vielleicht langfristig überhaupt keinen Filter. Das Pümpchen für ein bisschen Wasserbewegung innerhalb des Beckens, damit Nährstoffe gut verteilt werden und nichts absteht, reicht dann schon.

Ich würde am Anfange den kleinsten Schwammfilter probieren, den es gibt, damit die Einfahrzeit nicht so ewig dauert und anfängliche Wassertrübungen usw. schneller weggehen und dann gucken, ob's nicht auch ohne Filter geht.
 

percarius

Mitglied
Vielen Dank für deine Rückmeldung @Wotilas. Die Strömung könnte ich zusätzlich noch mit einem Regelventil begrenzen. Grundsätzlich sollte so ein Schwamm in der Größe wie oben aus dem Link ersichtlich aber passen, oder? Die Pumpe hat einen Durchfluss von 18 l/h (Luft) maximal. Der Wasserdurchsatz ist ja generell deutlich höher, abhängig vom Schwamm. Ist nur schwierig abzuschätzen, wieviel Leistung der Pumpe ausreicht für eine gute Filterung.

Persönlich glaube ich, dass mein Becken auch komplett ohne Filter gut fahren könnte, aber um die Wasserwechselintervalle etwas auszudehnen, mehr Sicherheit zu haben und wie du schon sagtest vor allem auch etwas Bewegung auf der Oberfläche zu haben, damit der Gasaustausch nicht unnötig gestört wird, möchte ich schon eine kleine Filterung haben. Hatte erst überlegt einfach diese Sprudelfunktion der Pumpe tagsüber laufen zu lassen, und dann nachts abzuschalten. Das bringt aber ja biologisch nicht so viel, bzw. ist für den Kampffisch als Labyrinthfisch nicht nötig.

Teilweise gibt es bei den Lufthebefiltern auch eine Kammer für Substrate, die dann chemische Reinigung übernehmen. Nutze ich ja nicht, ist das nachteilig? Würde ich persönlich jetzt bei 35 l als irrelevant erachten, oder habt ihr andere Erfahrungswerte?

Nachfolgend einmal kurz mein geplantes Setup:

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Die Grundidee:

Ich möchte einen "Jungletank" machen, der recht autark selbst zurecht kommen soll, ohne größere Pflege. Es sind aber viele schnellwachsende Pflanzen geplant um entsprechend einen hohen Nährstoffumsatz usw. zu gewährleisten. An Hardscape kommen 3 Black roots zwischen 10 und 15 cm rein so wie ein Seyriu Stein zwischen 500 und 900 g (lass mich mal überraschen, was ich da von Amazon kriegen werde :p). Als Boden nehme ich dunkles Fluval Stratum Soil. Mit diesem Setup wäre meiner Meinung nach ein filterloses Aquarium denkbar, allerdings müsste ich ja dann jede Woche einen großen Wasserwechsel machen bzw. kann nur schwer abschätzen, wie weit ich es ausreizen könnte bevor es kritisch wird.

Das Aquarium und "Ausrüstung":
Dennerle Scapers Tank 35 l in Weißglas, Beleuchtung: Dennerle Trocal Style Two
Heizstab: Hygger 25 W

Bepflanzung:
Es erfolgt keinerlei Düngung, nichts. Die Pflanzen sollen so zurecht kommen, entsprechend sind untige Pflanzen ohnehin anspruchslos. In der Vergangenheit haben es Pflanzen bei mir leider nie so richtig getan (zumindestens nicht dauerhaft; habe immer Pflanzen gekauft die als absolut anfängertauglich und anspruchslos deklariert worden waren; insofern ist das schon etwas frustrierend irgendwie). Ich hoffe, dass das nun endlich läuft.

Hintegrund: 1 x Schraubenvalisnerie, 1 x Wasserpest (wirklich so sinnvoll bei 26°C?)
Mittelgrund: 1x roter Tigerlotus als Knolle (meine absolute Lieblingspflanze, ist einfach ein Muss), 1 Anubias nana auf einer Wurzel aufbinden (im alten 30er Cube hatte ich aus meinem damaligen 80cm-Becken eine große (!) Anubias Barteri. Diese war extrem dominant und groß, und unkaputtbar. Die großen Blätter waren das perfekte Bett für meinen Kampffisch. Ich werde nun aber zu der Variante nana greifen, die auf die Größe eines Nanobeckens zugeschnitten ist).
Oberfläche: 1 x Froschbiss, 1 x Hornkraut (einsetzen in den Boden wahrscheinlich eher sinnlos).

Eine Pflanze gibt es dann noch gratis dazu. Einen guten Bodendecker für vorne, der mit wenig Licht auskommt, habe ich nicht finden können ... Vielleicht hat jemand eine gute Empfehlung?

Einfahrzeit:
Ich habe keinen Zeitdruck mit dem Fisch und würde das Becken erstmal gute 4 Wochen so laufen lassen. Notfalls auch 8 Wochen, Starterbakterien würde ich nicht einsetzen. Hatte ich in der Vergangenheit immer getan, aber ich denke, es ist nicht nötig bei dem Aquarium. Die Wasserwerte möchte ich dauerhaft nicht aufwendig (und kostspielig) überwachen. Ich habe mir aber für die Einfahrzeit 50 Streifentests besorgt, um grob abzuschätzen, ab wann ein Besatz möglich ist. Beim Kauf des Fisches werde ich mich aber noch mit einer mitgebrachten Wasserprobe vorher absichern.

Es soll wieder ein Blue Half Moon sein, mit schwarzem Kopf. Hatte ich damals auch und finde ich absolut wunderschön.
 
Zuletzt bearbeitet:

:-)

Mitglied
Alternativ hatte ich nun den Aquael Pat Mini Filter entdeckt. Ob dieser aber wirklich geräuschlos ist scheint von Nutzer zu Nutzer zu variieren.

Hallo,
den habe ich seit einiger Zeit im Betrieb und bei mir ist er tatsächlich geräuschlos. Je nach Höhe und Ausströmrichtung des Auslasses gibt es natürlich ein Wasserplätschern. Beim Zusammenbau hatte ich wegen des Plastiks etwas Sorge, dass es am Glas klappern könnte, das ist aber gar nicht der Fall.
 

percarius

Mitglied
Hallo,
den habe ich seit einiger Zeit im Betrieb und bei mir ist er tatsächlich geräuschlos.
Hab ich im Hinterkopf. Ich starte jetzt erstmal mit dem Mini Lufthebefilter und der Pumpe. Sollte das doch nichts sein wechselich vielleicht noch.

Wie geht man dann eigentlich vor, alten Schwamm noch eine Zeit lang im Becken lassen wegen der guten Bakterien?

PS: Hab heute das Aquarium bekommen, zusammen mit 3 schwarzen Tonnen Verpackungsabfall, kein Witz …
Ist schon ein tolles Becken! Außerdem das S-Set der Black Roots von Aquadeco. Tolle Wurzeln, hab direkt schon eine Idee und einen Plan wie ich diese setzen werde. Habe die zum Wässern in einen Eimer gelegt, mal sehen wie lange das dauert.
 


Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi,
Wie geht man dann eigentlich vor, alten Schwamm noch eine Zeit lang im Becken lassen wegen der guten Bakterien?
Am besten lässt du einige Zeit beide Filter parallel laufen.
PS: Hab heute das Aquarium bekommen, zusammen mit 3 schwarzen Tonnen Verpackungsabfall, kein Witz …
Na ja, ist halt Glas und soll heil ankommen. Wenn's einen Riss gehabt hätte, wäre die Enttäuschung groß gewesen. In dem Fall lieber ein bisschen zuviel Verpackung;)
Ist schon ein tolles Becken! Außerdem das S-Set der Black Roots von Aquadeco. Tolle Wurzeln, hab direkt schon eine Idee und einen Plan wie ich diese setzen werde.
Wir sind gespannt. Viel Spaß beim Einrichten:)
 

percarius

Mitglied
Na ja, ist halt Glas und soll heil ankommen. Wenn's einen Riss gehabt hätte, wäre die Enttäuschung groß gewesen. In dem Fall lieber ein bisschen zuviel Verpackung;)
Ja, natürlich. Aber ich bin der Meinung, dass man das auch hätte anders verpacken können und es trotzdem sicher gewesen wäre (Luftpolsterfolien und dünne Styroporplatten drumrum, dann ein enger Karton und nicht so ein Riesenteil wo alles drin rumschwimmt wie in einem Bällebad .
Aber ja, Hauptsache alles ist heil angekommen.
 

percarius

Mitglied
Nicht waschen, sonst fällt es auseinander.
Ist das so empfindlich? Wollte mit der Mulmglocke die Wasserwechsel machen, geht das?

Ich zerbreche mir irgendwie gerade den Kopf wegen der Filterung. Diese Nicrew Luftpumpe ist da, man spürt kaum Luftaustritt. Es ist ja nicht so einfach abzuschätzen wieviel l Wasser/h so ein Setup bestehend aus Filter und Pumpe leistet, hoffentlich reicht es und die Oberfläche wird gut genug bewegt. Muss ich denn echt wieder zu lauten und starken Filtern greifen? Am Ende will ich ja nur das Beste für den Fisch und meine Pflanzen …
Hat diese Nicrew Luftpumpe jemand zusammen mit einem Lufthebefilter im Gebrauch?
 

Julmond

Mitglied
Ja,
es zerkrümelt. Es ist ja nur "leicht" gebackene Erde.
Befeuchte mal ein paar Körnchen und reibe sie dann zwischen deinen Fingern.
Dann wirst du Abrieb bemerken.

Zur Pumpe - wieviel Liter pro Stunde soll sie denn leisten?
Kampffische sollen ja nach meiner Erinnerung in strömungsarmen Becken gehalten werden.

Lieben Gruß Jella
 

percarius

Mitglied
Zur Pumpe - wieviel Liter pro Stunde soll sie denn leisten?
Ich hoffe, dass ich trotzdem einige Jahre von dem Soil haben werde.
Die Pumpe leistet max. 18 l/h Luftdurchfluss, unter Last (Filter) eher weniger. Bei Schwammfiltern nach dem Lufthebeprinzip ist die Abschätzung der Wasserumwälzung ja durchaus komplex. Ich würde schätzen, dass der Filter wohl schon so ca. 1 mal das Volumen pro Stunde umwälzt, also vielleicht so 30 bis 50 l/h? Oft liest man ja, ein guter Filter soll das Wasservolumen 4 bis 5 mal oder so pro Stunde umwälzen. Aber ist das so wichtig, wenn der Schwamm ja da ist zur Ansiedlung der Bakterien und zahlreiche Pflanzen?
 

percarius

Mitglied
Kurzer Nachtrag noch: bei der Nicrew Pumpe ist unten Richtung Kabel ein Mini Loch. Klebe ich das zu verschwindet ein Großteil des Geräuschs. Vermutlich ist das zukleben aber nicht ratsam? Genau durch dieses Loch kommt eine recht unschön klingende Frequenz …
 

Kardinal68

Mitglied
Ich würde mir um die Filterung nicht so viele Gedanken machen. Der beste Filter im Aquarium sind der Bodengrund und Wasserpflanzen. Und Kampffischbecken sollten ja gut bepflanzt sein.
In dem Faden für Videos wurde ja gezeigt, wie die armen Dinger einzeln in diesen winzigen Flaschen gezogen werden. Da war vielleicht ein halber Liter Wasser drin und definitiv kein Filter. Die Verkaufsbecken für die Kampffische im meiner Zoohandlung sind auch nicht viel besser.
Viel wichtiger für ihr Wohlbefinden ist ein verkrautetes Becken mit Deckung von oben. Strömung mögen sie eh nicht.

Meine ersten Aquarien hatte ich mit Membranpumpe, Ausstömerstein und Schwammfiter betrieben. Ohne das ich es gleich bemerkt hatte, war irgendwann immer die Membran ausgeleiert oder der Ausstömerstein zugesetzt und es kamen nur noch wenige Blasen wie in Zeitlupe aus dem Filter - Wirkung gleich Null. Ich hatte es nicht bemerkt, weil die Aquarien immer ohne Probleme einfach weitergelaufen sind. Später gab es dann Innenfilter, aber der Pflanzenwuchs war nicht mehr so gut wie früher. Das habe ich dann erst mit CO2, Düngung und wöchentlichen Wasserwechseln wieder hinbekommen. Aber was für ein Aufwand. Als ich das endlich verstanden hatte, habe ich alle Filter ausgebaut.

Heute laufen meine Aquarien ohne Filter, ohne Strömung, ohne CO2, ohne Düngung und mit Altwasser.
Und sie laufen gut bei nicht wenig Besatz :)
 

elchi07

Moderator
Teammitglied
Ich würde mir um die Filterung nicht so viele Gedanken machen. Der beste Filter im Aquarium sind der Bodengrund und Wasserpflanzen. Und Kampffischbecken sollten ja gut bepflanzt sein.
Da gehe ich bei einem Kampffischbecken voll mit. Gerade die Strömung mögen die Kampffische nicht. Und in einem so kleinen Becken hat man schnell zu viel Strömung für einen Kampffisch.
 

Kardinal68

Mitglied
Und wie oft musst du Wasserwechsel machen?
Meine Aquarien sind Altwasserbecken. Ich nutze Regenwasser und fülle nur das verdunstete Wasser wieder mit Regenwasser auf. Im Winter muß ich wegen gefrorener Regentonnen auf Leitungswasser ausweichen, wodruch natürlich die Härte und der Leitwert steigt. Deswegen mache ich im Frühjahr einen Wasserwechsel mit Regenwasser.
 


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