ist Dünger schädlich?

Ich dünge mein neues Becken mit Düngerkugeln und zusätzlich Flüssigdünger von Easy Life… in diesem Becken sterben auffallend mehr fische als in meinen anderen vor allem die Rotkopfsalmer und Ottis, kann das an dem Flüssigdünger liegen? Ich dosiere ihn mit weniger als 10ml / 100l Wasser einmal die Woche… also nach Packungsbeilage...
 


Henny

Mitglied
Hi,

ein neues Becken würde ich erstmal gar nicht düngen. Die Pflanzen müssen erst richtig anwachsen.
Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die Fische aufgrund des Düngers versterben.
Was für einen Dünger nutzt Du genau?
Otos finden in einem neuen Becken oft zu wenig zu fressen und verhungern deswegen.

Gib doch bitte mal deutlich mehr Infos zu diesem Becken.

Viele Grüße von Andrea
 
verhungern kann ich ausschließen es läuft seit einigen Monaten... und es sind ausreichend Algen vorhanden... Nitrat kann ich ausschließen da ich jede Woche etwa 50% Wasserwechsel und ich das Wasser bei meinem Händler auf Nitrat testen lassen habe...
es handelt sich um ein 150 55 66cm becken
 

Henny

Mitglied
Du hattest von einem 'neuen' Becken' geschrieben. Seit wann läuft es denn nun?
Du meinst vermutlich Nitrit und nicht Nitrat, oder?
Gut, die Beckengröße und den Dünger haben wir nun schon mal, aber auch weitere Infos wären hilfreich. So wird das noch nix.

Viele Grüße von Andrea

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ja sorry man misst das ja in Nitrit aber Nitrat ist jetzt ja auch nicht so was anderes :D
also ich Dünge zusätzlich noch mit JBL Düngerkugeln, meine Frage ist auch eher allgemein gehalten ob jemand Erfahrungen damit hat, evtl. mal etwas ähnliches festgestellt hat... in dem Flüssigdünger sind ja auch viele Stoffe welche für Fische schädlich sind zum Beispiel Cu... ich habe auf jeden Fall kein gutes Gefühl bei einer solchen art von Düngung... bei 10ml / 100l Wasser in der Woche finde ich es schon immer bedenklich wenn man diese Menge wirklich auf einmal in das Becken kippt wie sich das Wasser an der Stelle verfärbt das kann ja eig nicht gesund sein, dazukommt ja auch noch das die Fische immer genau da hin Schwimmen.
 


wenn ein Stickstoff (=N) Atom einsam ist, sucht es sich Partner.
Wenn es sich z.B. 2 Sauerstoffatome sucht (=O) nennt man dieses ein Nitrit-ion, also NO2
Wenn es sich aber lieber 3 Sauerstoff sucht, ergibt es ein Nitrat-Ion. also NO3.
das meinte ich mit fast das gleiche ;)
aber das war ja auch eig garnicht mein thema... :p
 

Henny

Mitglied
Ob das jetzt Dein eigentliches Thema war, ist gerade ziemlich wurscht, weil Dir anscheinend wichtige aquaristische Grundlagen fehlen.
Ein mehr oder weniger einsames Stickstoffatom interessiert Deine Fische null, aber die unterschiedliche Wirkung kann für Deine Tiere tödlich sein. Das ist ein krasser Unterschied!
Nochmal: Lies Dich bitte über den chemischen Prozess und die Wirkung ein.
 
Jetzt mal wieder zu meiner eigentlichen frage...
ich setze ja Flüssig Dünger ein da ich einige Arten wie Nymphea Lotus im Becken habe welche besonders hohe Ansprüche an Düngung haben sollten ich dann evtl. die Düngermenge täglich dem Becken zuführen oder generell auf Flüssigdünger zu verzichten?
und wieso würdest du bei einem neuen aq. keinen Dünger einsetzen? ich dachte gerade um den Pflanzen das anwachsen zu erleichtern wäre es sinnvoll...? wenn ich da falsch liege ab wann sollte man dann mit einer Düngung anfangen?
 

fischolli

R.I.P.
Moin ??? (Name?),

du scheinst das ja alles ganz locker zu nehmen, wie deine Ausführungen zu NO2 und NO3 zeigen. Aber, wie Henny dir schon empfohlen hat, lies dich doch mal etwas intensiver in bestimmte Vorgänge ein, dann ereldigen sich auch bestimmte Fragen von ganz allein.

NO2 ist absolut fischgiftig, NO3 nicht und gleichzeitig noch ein Pflanzennährstoff. Das sind schon gewaltige Unterschiede, die jeder ernsthafte Aquarianer kennen sollte.

Dein (Tiger)lotus kann mit deinem Flüssigdünger relativ wenig anfangen, ausser du hast eine extrem gute Umspülung der Wurzeln. Für den nun möglichst viel reinkippen, ist nicht wirklich sinnvoll. Also sind bei dem Düngekugeln wesentlich effektiver.

Hast du dich mal mit Erfahrungsberichten zu Otocincli und Rotkopfsalmlern auseinandergesetzt? Dann wüsstest du, dass beide Arten extrem empfindlich auf Umsetzaktionen reagieren und es dort schnell zu hohen Ausfallquoten kommen kann.

Gruß
 

bierteufel

Mitglied
Henny schrieb:
Hi,

ein neues Becken würde ich erstmal gar nicht düngen. Die Pflanzen müssen erst richtig anwachsen.
Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass die Fische aufgrund des Düngers versterben.
Was für einen Dünger nutzt Du genau?
Otos finden in einem neuen Becken oft zu wenig zu fressen und verhungern deswegen.

Gib doch bitte mal deutlich mehr Infos zu diesem Becken.

Viele Grüße von Andrea

Hallo Andrea

Du vertrittst die Meinung, dass man bei neuen Becken mit gewaschenem Kies/Sand nicht düngen sollte? Vermutlich deswegen, weil im neuen Becken ohnehin fast keine organischen Abfälle sind, fast keine Nährstoffe im gewaschenen Boden sind, und auch sonst nur Wasser ist? Das wäre sicherlich generell kontraproduktiv Pflanzen, die neu in nährstoffarmen Bodengrund sind, zusätzlich mit Nährstoffen zu versorgen. Diese Pflanzen sollen ja anwachsen und wachsen und dabei darf man sie generell nicht unterstützen? Habe ich dich korrekt verstanden?
:frech:

Gruß Arne
 

Henny

Mitglied
Hallo Arne,

ich habe mich auf Flüssigdünger bezogen, nicht auf Düngekugel. Düngekugeln für die Wurzelzehrer gebe ich auch von Anfang an zu. Das hatte ich aber leider nicht explizit so geschrieben.
Bei ganz neuen Pflanzen, wäre ich mit Flüssigdünger erstmal vorsichtig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sich schnell Algen einfangen kann, wenn man von Anfang an Flüssigdünger zugibt. Ich habe bessere Erfahrung damit gemacht, zu warten, bis die Pflanzen von selber angefangen haben sich zu entwickeln und dann erst zuzudüngen. Und dann am Anfang auch weniger als die empfohlende Menge. Erst wenn die Pflanzen richtig Gas geben, erhöhe ich die Dosis noch mal. Wenn ich es so gemacht, habe, sind kaum Algen entstanden. In den Fällen, wo ich von Anfang an viel gedüngt hatte, sind auch viele Algen gekommen.

Bezieht sich Deine Frage/Aussage nur auf den Bodendünger oder würdest Du auch von Anfang an Flüssigdünger zugeben?

Viele Grüße von Andrea
 

bierteufel

Mitglied
Hallo

ich hab das auf Dünger bezogen, Dünger ohne Einschränkungen. Ob Flüssig oder fest hängt von den pflanzen ab - nach meinem Kenntnisstand sollten die entsprechenden Pflanzen mit den entsprechenden Nährstoffen, die in Jungen Becken oft Mangelware sind, versorgt werden.

Gruß
 

fischolli

R.I.P.
Wow, Arne, sicher klopfst du dir selber auf die Schulter,weil du so witzig und informativ Andrea einen eingeschenkt hast. :dance:

Es ist völiiger Blödsinn, dass in Leitungswasser keine Nährstoffe drin sind. Das mag bei reinem OSmosewasser so sein, sonst reicht das noch bei jeder Pflanze aus, um ein erstes Wachstum zu unterstützen.

Was Andrea geschrieben hat und auch ansonsten jeder verstanden hat, ist die Aussage, dass Pflanzen wachsen müssen, um Dünger zu verarbeiten. Normal wächst aber eine frisch geschnittene Pflanze oder eine, der die Wurzeln gekürzt wurden, nicht sofort. Den Dünger verarbeiten dann andere Kandidaten. Also kann man bquem abwarten, bis sichtbares Wachstum zu erkennen ist, bevor man mit dem Düngen anfängt.

Wenn du Stress mit deiner Freundin hast, lass das an der aus und nicht an den Forenteilnehmern, die korrekt schreiben

Gruß
 

bierteufel

Mitglied
Hallo Olli

Hast du Probleme?

Das Pflanzen sich gut umstellen und gut anwachsen, erfordert Nährstoffe.
Mach doch mal den Versuch - nimm zwei Pflanzen und geb der einen eine Kugel unter den Hintern - welche bildet schneller Wurzel und stellt sich besser auf die neuen Bedingungen ein.

Diese Düngerverteufelung in der bei neuen Becken ist schlicht Bullshit. Es geht Hier nicht um das Keimen von Samenkapseln, es geht darum, das wo anders gewachsene Pflanzen sich umstellen und neu anwachsen.

Wenn du das auf eine sehr persönliche Ebene ziehen willst, dann ist das eine konsequente Weiterentwicklung deines Stils hier in der letzten Zeit. Hut ab steht Dir zwar nicht gut, aber auf Dich ist Verlass.

Gruß Arne
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi,

also wenn ich ehrlich bin, habe ich auch noch nie so richtig verstanden, warum Pflanzen in neuen Becken nicht gedüngt werden sollen. Es ist nur Sand drin, keinerlei Nährstoffe, außer evtl. ein paar im Leitungswasser.

Wenn ich normale Topf-/Balkonpflanzen einpflanze, kommen sie ja üblicherweise auch in vorgedüngte Blumenerde (Wobei natürlich auch nicht die Gefahr besteht, dass die Balkonkästen veralgen :wink: ). Aber mein Versuch, Geranien in gewöhnliche Gartenerde einzupflanzen, ist damals jedenfalls kläglich gescheitert.
Besteht ein gravierender Unterschied zwischen Wasserpflanzen und "normalen" Pflanzen?

Wäre nett, wenn's mir jemand mal näher erklären könnte. Würde mich wirklich interessieren.

Grüße Petra
 
Hallo Petra!

Das kommt tatsächlich auf die Pflanze an- man kann auch bei Pflanzen kaum allgemeingültigen Tipps geben. Bei vielen Topfpflanzen wartet man auch mit dem Düngen, bis sie richtig angewachsen sind, und Sämlinge/Stecklinge kommen in kaum gedüngte bzw. sehr nährstoffarme Aufzuchterde. Manche Pflanzen sind robuster (wie Geranien), andere tragen von zu hohen Düngergaben (die für andere Pflanzen völlig in Ordnung wären) verbrannte Wurzeln davon (empfindlichere Orchideen)...

Ganz ehrlich? Die "Kein Dünger-Sofort Dünger"- Diskussion ist bisschen zu schwarz-weiß für mich. Zumal ja auch keine zwei Becken gleich sind, das Ausgangswasser komplett unterschiedlich ist etc. Ich mach es so: bei komplett neu aufgesetzten Becken höchstens Düngekügeln, bei sichtbarem Wachstum dann vorsichtig mit Flüssigdüngung anfangen. Auch für Pflanzen tut ein wenig Feingefühl und Beobachtung gut. Meine Becken sind, was die Pflanzen anbelangt, sogar jahreszeitlich unterschiedlich- Hornkraut und Wassernabel wuchert z.B. im Winter, stagniert im Sommer. Dafür legt im Sommer der Schwimmfarn und der Wasserfreund los. Ist eben auch Lebendiges, und insofern nicht völlig vorhersagbar. Was beim einen funktioniert, klappt beim anderen garnet....

Gruß,
Denise
 
Vielen Dank für die vielen Antworten =) nun habe ich ja viel über die Düngung dazugelernt!
Also ich habe zusammen mit meinem Händler das Wasser auf allesmögliche untersucht am Wasser liegt es nicht also auch nicht an Überdüngung... dafür haben wir in den Kiemen eines Verstorbenen Fisches Würmer gefunden... =(
dagegen werde ich nun behandeln und ich hoffe dass es die Ursache ist...

zum Dünger kann ich nur meine Erfahrungen wiedergeben... also ich finde das der Flüssigdünger was bringt in dem Becken wachsen die Pflanzen wesentlich besser als in meinen anderen Becken.
Auf die Nymphea habe ich nur hingewiesen da ich immer dachte das gerade rötliche Pflanzen einen sehr hohen Düngerbedarf haben.
lg Steffen
 

bierteufel

Mitglied
Hi

Die rote Farbe schützt in der Regel vor zu viel Licht.

Hier aus Wikipedia ein Ausschnitt:
Die Anthocyane haben in den Pflanzen mehrere Aufgaben: Sie sollen

Pflanzen vor dem starken UV-Licht der Sonne schützen, indem sie bestimmte Wellenlängen absorbieren. So wird eine Schädigung der Proteine in der Zelle und der DNA in den Zellkernen verhindert.
helfen, Insekten und andere Tiere anzulocken, indem sie aufgrund ihrer Licht-absorbierenden Eigenschaften bei den Pflanzen Farben erzeugen. Diese können den Pflanzen bei ihrer Vermehrung helfen.
Freie Radikale binden, die bei oxidativem Stress entstehen.

Die ersten beiden Punkte erklären auch, warum die Anthocyane sich in den äußeren Schichten der Pflanzenteile finden: Nur hier können sie ihre Aufgabe erfüllen. Wenn Pflanzen nun starkem UV-Licht oder ionisierender Strahlung ausgesetzt werden, regt die Pflanze über chemische Botenstoffe die Anthocyanproduktion an.

Gruß Arne
 


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