Fragen zum Zebrabärbling

Zaubermaus

Mitglied
Guten Abend,

ich spiele mit dem Gedanken, mir ein Aquarium zu kaufen. Ich habe ein bisschen herumgeschmökert, welche Fische für mich in Frage kommen würden, und bin dabei auf Zebrabärblinge gestoßen. Diese gefallen mir ausgesprochen gut. Ich habe jetzt auf diversen Seiten nachgelesen, wie man diese Fische halten sollte, und bin dabei auf ganz unterschiedliche Angaben gestoßen. Vom 54-Liter-Aquarium bis zum 160-Liter-Aquarium als Mindestanforderung war alles dabei. Kann mir vielleicht jemand aus eigener Erfahrung sagen, welche Größe ein Aquarium für Zebrabärblinge haben sollte? Und wie groß sollte ein Schwarm sein, damit sie sich wohlfühlen? Soweit ich bisher gelesen habe, sind diese Fische ja sehr lebhaft.

Danke schon mal im Voraus!! LG
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi,
herzlich willkommen hier bei uns im Forum.
Weisst du denn schon, wie groß dein Becken werden soll? Größer ist natürlich immer besser;)und du hast viel mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung und auch bei der Auswahl an Fischen (je nach Wasserwerten).

Kennst du zufällig schon die Wasserwerte, die bei dir aus der Leitung kommen?

Ich kenne den Zebrabärbling als sehr lebhaften, schwimmfreudigen Fisch. Deshalb würde ich ihn auch nicht in einem Becken unter 1 m Kantenlänge halten, also lieber eher langgestreckt, als hoch. Eine Gruppe ab 10 Stück wäre empfehlenswert.

Viel Spaß bei deiner weiteren Planung.
 

Zaubermaus

Mitglied
Hallo Petra,

vielen Dank für Deine Antwort. Das dachte ich mir schon, dass der Zebrabärbling viel Platz zum Austoben braucht, weil er eigentlich überall als sehr lebhaft und schwimmfreudig beschrieben wird.

Ich dachte eigentlich an ein Juwel Rio 125, aber das hat keinen Meter Kantenlänge. Muss ich mir das wirklich aus dem Kopf schlagen? Ich hatte gehofft, dass es für Zebrabärblinge ausreichen würde. Mir als Anfänger kommt es total riesig vor :D

Mit den Wasserwerten hier bei mir habe ich mich, ehrlich gesagt, noch nicht auseinandergesetzt. Ich möchte erstmal schauen, ob ich überhaupt Fische finde, die mir gut gefallen und denen ich ein artgerechtes Leben bieten kann. Und der Zebrabärbling wird eben als für Anfänger geeignet beschrieben. Und scheinbar stellt er eben keine allzu großen Ansprüche an die Wasserwerte.

Wichtig wäre mir auch, dass sich die Fische nicht unkontrolliert vermehren, weil ich eigentlich keinen Nachwuchs möchte. Da kämen wohl auch Zebrabärblinge gut in Frage.

Wieviele Tiere sollte so ein Schwarm denn enthalten, damit die Fische sich wohlfühlen?

LG
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Zaubermaus, auch von mir ein herzliches willkommen hier.
Ich hätte kein Problem damit Zebrabärblinge in einem solchen Aquarium zu halten. Ich würde auch sagen, so ab 10 Tiere sollten es schon sein. Ich würde bei diesen Fischen auch nicht die Wasserwerte zu hoch bewerten.
Da sie starke Laich Räuber sind, wird nicht viel an Jungfischen durchkommen, wenn überhaupt einer.
L. G. Wolf
 

Zaubermaus

Mitglied
Hallo Wolf,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ich habe mir heute das Juwel Rio „in natura“ in der Zoohandlung angeschaut, und es gefällt mir schon sehr gut. Aber 10 Fischerl wären mir viel zu wenig. Da könnte ich doch hoffentlich einen größeren Schwarm halten?

Alternativ könnte ich die Zebrabärblinge auch vergesellschaften, aber soweit ich bisher gelesen habe, sind sie wohl aufgrund ihrer Lebhaftigkeit für viele Fische zu anstrengend. Ich habe aber gelesen, dass man sie mit Neonsalmlern zusammensetzen kann.

Ich würde eine Vergesellschaftung aber nur wagen, wenn ich mir sicher sein kann, dass sich die verschiedenen Fische vertragen. Ich würde es nicht aushalten, wenn eine Fischart von der anderen bedrängt werden würde. Ich könnte sie dann auch nicht trennen, weil ich aus Platzgründen keinesfalls mehr als ein einziges Aquarium unterbringe. Ich müsste dann hoffen, dass mir jemand Fische abnimmt, und darauf möchte ich mich nicht verlassen. Lieber würde ich nur eine einzige Fischart halten und auf eine Vergesellschaftung verzichten.

Könnte mir jemand Tipps geben, welche Fische sich für eine Vergesellschaftung eignen würden? Wichtig wäre, dass die Fische anfängertauglich sind, weil ich über keine Aquarienerfahrung verfüge. Sehr gerne hätte ich “Putzerfische“ - bitte entschuldigt den Ausdruck, ich stehe wirklich noch ganz am Anfang, ich glaube, es handelt sich dabei um Welse. Aber auch die würde ich natürlich nur einsetzen, wenn sie von den Zebrabärblingen in Ruhe gelassen werden.

Bedeutet Laichräuber, dass die Fische die abgelegten Eier verzehren? Das wäre ideal. Ich möchte nur nicht, dass bereits voll ausgebildete Jungfische gefressen werden, weil sie mir einfach leidtun. Deshalb bin ich auch von den Guppys abgekommen, obwohl mir die auch sehr gut gefallen würden. Aber mir wäre so leid um die kleinen Fischerl, wenn sie gefressen würden. Aber wenn nur die Eier gefressen würden, hätte ich damit kein Problem.

LG
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi,
das Rio 125 sollte für die Zebras schon auch gehen.
Wie gesagt, größer ist immer besser, weil sie halt viel Strecke hinlegen, aber die 80 cm sind auch noch ok.

Natürlich kann die Gruppe auch größer sein als nur 10 Stück. Je mehr, umso schöner wirkt es letztendlich.
Und man kann die Zebras auch gut vergesellschaften.
Da wären dann aber schon die Wasserwerte interessant, um Empfehlungen abzugeben. Die kannst du im Internet auf der Homepage deines Wasserversorgers erfahren.
Auch mit "Putzerfischen" kann man sie zusammen halten, aber gleich vorneweg... Putzerfische putzen nicht, manche Arten könnten aber eventuell deine Pflanzen anknabbern.

Im Allgemeinen verlieren Zebrabärblinge ihren Laich während des Schwimmens irgendwo im Becken und der wird dann nachher wieder aufgepickt.
Meine haben damals ständig abgelaicht, ich habe aber nie einen Jungfisch gesehen.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Auch mit "Putzerfischen" kann man sie zusammen halten, aber gleich vorneweg... Putzerfische putzen nicht, manche Arten könnten aber eventuell deine Pflanzen anknabbern.
Hallo Petra, da hast du dich aber diplomatisch ausgedrückt. Ich habe in diesem Zusammenhang auch schon Worte wie, schreddern gelesen.
Ich sehe in so einem Aquarium auch eher Otocinclus und keine Ancistrus. Allerdings nur nicht am Anfang.
L. G. Wolf
 

DaniJeep

Mitglied
Hallo Zaubermaus,
Bärblinge sind tolle Fische, ich habe die kleineren Verwandten, Moskitobärblinge und Perlhuhnbärblinge.
Die Zebrabärblinge sind lebhafte Gesellen, deshalb würde ich ihnen den Raum im Freiwasser allein zur Verfügung stellen. Was aber geht, wären Panzerwelse am Boden. Wenn sie Dir gefallen, kannst Du das Becken für Sie mit Sandboden einrichten.
Die Bärblinge mögen es dann schön bepflanzt.
So hättest Du Bodenbewohner und mit den Zebras Fische für die Mitte / oben.
VG
Dani
 

Zaubermaus

Mitglied
Hallo!

Vielen Dank für Eure Antworten, Ihr helft mir damit sehr weiter.
Ich bin gerade dabei, mich mit verschiedenen Bärblingen zu befassen. Die Perlhuhnbärblinge gefallen mir auch sehr gut, und der Vorteil besteht darin, dass man sie auch in einem kleineren Aquarium halten kann. Mir gefiele schon ein größeres Aquarium sehr gut, aber meine Wohnung ist ziemlich klein, und bei näherer Überlegung wäre es gar nicht so einfach, ein Juwel Rio unterzubringen. Ich hätte ein 60-Liter-Aquarium im Auge, das mir auch sehr gut gefallen würde.
Danke für den Tipp mit den Leopardbärblingen, die gefallen mir auch sehr gut! Da habe ich allerdings unterschiedliche Angaben gefunden, was die Mindestanforderung an ihr Aquarium betrifft. Könnte man die auch in 60 Litern halten, oder wäre ihnen das zu klein? Mir würde schon ein Schwarm von ca. 20 Tieren vorschweben, damit richtig was los ist, und die Fischerl fühlen sich ja sicher auch in einem großen Schwarm wohler. Bei einem kleineren Aquarium käme vermutlich eine Vergesellschaftung mit anderen Fischen aus Platzgründen eh nicht in Frage, oder? (außer „Putzerfische“).

In der Zoohandlung sind mir die Perlhuhnbärblinge zwar aufgefallen, aber ich habe sie mir nicht näher angesehen, weil ich mir eigentlich Guppys anschauen wollte. Von denen bin ich aber wieder eher abgekommen, weil sie so vermehrungsfreudig sind. Bei Perlhuhnbärblingen und Leopardbärblingen wäre hoffentlich nicht mit so einem Bevölkerungszuwachs zu rechnen, oder? Lebendgebärende sind da wohl eine Klasse für sich.

Ich möchte auf jeden Fall nochmal durch die Zoohandlung bummeln und mir die Bärblinge nochmal genauer anschauen. Ich finde es immer hilfreich, die Tiere in natura zu sehen und zu schauen, ob „der Funke überspringt“.
Mal schauen, ob ich es morgen schaffe, sonst sicher im Lauf der Woche.

Nach den Wasserwerten bei mir in der Gegend werde ich jetzt mal googeln.

LG Gudrun
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Zaubermaus,
Ich würde bei dem grösseren Aquarium bleiben, 60 liter sind schon wenig.
Übrigens, wenn du nur männliche Guppys hältst, dann vermehren sie sich nicht so einfach.
L. G. Wolf
 

Zaubermaus

Mitglied
Hallo Wolf,

wären für Perlhuhnbärblinge 60 Liter OK?
Ich bin davon abgekommen, nur männliche Guppys zu halten, weil ich gelesen habe, dass es sein kann, dass dann ein Männchen von den anderen laufend bebalzt wird und es das nicht aushält. Hast Du Erfahrungen mit Guppys?

LG
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Zaubermaus,
Ich bin von den Perlhuhnbärblingen nicht so begeistert, da sie bei mir nicht sehr alt geworden sind, darüber hinaus gefällt mir die Körperform nicht.
Hier ein link zu meinen wilden endler Guppys.
L. G. Wolf
 

Zaubermaus

Mitglied
Hallo Wolf, danke für den Link. Mir gefallen die Perlhuhnbärblinge schon sehr gut. Ich habe gelesen, dass man die in 60 Litern gut halten kann. Würdest Du dem zustimmen?

LG
 

DaniJeep

Mitglied
Hallo!
Die Perlhuhnbärblinge sind wunderschön und interessant zu beobachten. Wenn Du die Möglichkeit hast, gönne Ihnen 80cm Kantenlänge. Das tolle Verhalten, wenn die Männchen in ihren kleinen Revieren um die Weibchen balzen, kommt sonst nicht zur Geltung. In dem 125 er kannst Du locker 20 Stück halten und Panzerwelse dazu.
Wenn Du jemanden findest, in Deiner Nähe, schau, ob Du welche von einem privaten Züchter bekommst. Die sind meist nicht so anfällig und kräftiger.
VG
Dani
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Zaubermaus,
Die Standard 60cm Becken haben meist nur 54l, es würde wohl gehen aber wenn 60cm reichen müssen, dann würde ich wenigsten 40cm hoch nehmen. Bei 30cm kommt man mit Pflanzen zurück schneiden ja nicht nach. So ein Becken habe ich ja auch, das ist mein 72l Becken. Auch das findest du in der Beckengalleri, die kannst du gern mal anschauen.
L. G. Wolf
 

Zaubermaus

Mitglied
Vielen Dank für Eure ganzen Anregungen, Ihr helft mir damit sehr.
Ich bin gerade draufgekommen, dass es im Internet jede Menge Videos von Aquarien gibt, wo man die Fische sozusagen live und in action betrachten kann. Damit werde ich den heutigen Abend verbringen, um mir weitere Anregungen zu holen.

LG
 

Zaubermaus

Mitglied
Hallo!

Ich war heute in der Zoohandlung und habe mich ein bisschen beraten lassen. Bzgl. Wasserwerte bin ich irgendwie zu dämlich, mir diese im Internet rauszusuchen- das einzige, was mir weiterhilft, ist eine Karte, aus der hervorgeht, dass in meinem Stadtteil die Härte zwischen 9 und 11 liegt. Die Zoohändlerin meinte auch,dass bei uns in Salzburg das Wasser eher hart ist und deswegen so ohne Weiteres Bärblinge nicht in Frage kommen, sehr wohl aber Guppys, die hartes Wasser bevorzugen. Zur Haltung von Bärblingen empfahl sie mir eine Osmoseanlage. Lacht mich jetzt bitte nicht aus, aber ich dachte mir, das wäre ein Teil, das man einfach ins Aquarium hängt wie einen Filter. Jetzt hab ich mir im Internet solche Teile angeschaut. Das hab ich wohl unterschätzt. So eine Anlage bekomme ich bei mir wohl eher nicht unter, ganz zu schweigen davon, dass ich gar nicht wüsste, wo ich die anschließen sollte. Die Zoohändlerin meinte, ich könnte auch destilliertes Wasser nehmen. Jetzt wäre natürlich die Frage, wieviel davon ich bei jedem Wasserwechsel brauchen würde- ich wohne ziemlich weit vom nächsten Drogeriemarkt entfernt und habe kein Auto, so dass ich das Wasser schleppen müsste, was ich natürlich nicht so toll finde.
Die Zebrabärblinge habe ich mir nochmal angeschaut, sie gefallen mir schon sehr gut. Perlhuhnbärblinge hatten sie leider gerade nicht da, aber die Zoohändlerin meinte, dass die sowieso sehr scheu sind und meistens gar nicht zu sehen sind, wenn man sie im Aquarium hat. Dann kämen sie für mich eh nicht unbedingt in Frage, weil ich meine Fischerl schon gerne beobachten möchte.
Wenn die passenden Wasserwerte für Bärblinge für mich nicht umsetzbar sind, fallen sie leider eh aus der Liste mit Fischen, die ich halten könnte. Dann müsste ich doch auf Guppys zurückgreifen. Die gefallen mir zwar sehr gut, aber ich habe gelesen, dass sie wohl sehr überzüchtet und deshalb sehr wenig widerständsfähig sind. Endlerguppys wohl weniger, aber die gefallen mir nicht so gut.
Ich habe heute in der Zoohandlung das Juwel Lido (das würfelförmige) entdeckt. Das gefällt mir auch gut. Für Bärblinge wäre wohl die Kantenlänge nicht ausreichend, aber für Guppys schon. Da meine Wohnung wirklich ziemlich klein ist, zählt bei der Aquarienlänge sozusagen jeder Zentimeter, und das Lido wäre schon recht platzsparend.

LG Gudrun
 

Antonio

Mitglied
Hallo,

Lass dich da nicht bequatschen. Bei 9-11 GH hast du vermutlich nen PH von ca 7,5. das ist absolut in Ordnung für die Haltung von Bärblingen. Eine Osmoseanlage braucht man für richtige Weichwasserfische und das meistens auch nur wenn man züchten möchte. Die schwimmen im Laden genauso in Leitungswasser wie sie es bei dir tun werden. Das könnten die sich gar nicht leisten jedes Becken mit Osmose zu schneiden das die Fische in anderen werten schwimmen. Also lass dich nicht verunsichern oder dir irgendwas aufschwatzen. Für Perlhühner oder Zebrabärblinge brauchst du sicher keine Osmoseanlage. Bei nem PH zwischen 7 und 7,5 kann man die sehr gut halten. Bei den Perlhühnern müsstest du nur etwas mehr auf die Einrichtung achten. Die brauchen viel Pflanzen und Verstecke sonst werden sie scheu. Auch zu helles Licht mögen sie nicht so. Aber das hat absolut nichts mit den Wasserwerten zu tun. Die Lidos finde ich persönlich nicht so doll. Die 60er Höhe braucht kein Fisch den man darin halten könnte. Da würde ich lieber ein Standart 112 Liter Becken nehmen mit 80x35x40. Solltest du den Platz dafür haben wäre das meiner Meinung nach die eindeutig bessere Wahl als das Lido

Grüße
Antonio
 

DaniJeep

Mitglied
Hallo!
Ich halte mein Perlhühner auch bei ähnlichen Werten ohne Probleme.
Wie gesagt, ist größer immer besser, aber das Lido für 25 Perlhuhnbärblinge und 10 Zwergpanzerwelse ist auch okay.
Meine Hühnchen sind übrigens überhaupt nicht scheu und immer an der Scheibe am betteln nach Futter.
LG
Dani
 
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