Fisch-Zusammensetzung

Wir haben seit heute ein 10 Liter Becken mit folgendem Besatz:

1 Ryukin-Schleierschwanz
1 Shubunkin

Beides sind ja "Kaltwasserfische", d.h. ich brauche keine Heizung.

Das Becken steht seit heute Mittag und hat eine Wassertemperatur von 24 Grad.

Da meinen Kinder die Fische Spaß machen (mir und meiner Frau auch), habe ich beschlossen, ein 200 Liter Becken zu suchen.

Meine Frau hat aber Angst, daß eventuell durch Heizkosten (unter anderem neben Filter und Beleuchtung) die Stromrechnung zu teuer wird. Deswegen bin ich auf die Idee gekommen, ein "Kaltwasserbecken" zu machen. Also Fische rein, die keine Heizung brauchen.

Ich habe mal ein wenig geschaut und bin auf folgende Auswahl gekommen.

10 Neonsalmler (ab 20 Grad)
4 Guppys (ab 16 Grad)
1 Feuerschwanz (ab 22 Grad)
6 Glühlichtsammler (ab 21 Grad)
9 Papageienplaty (3m, 6w) (ab 15 Grad)

Jetzt mal ein paar Fragen:
Kann ich diese Fische mit meinen beiden schon anwesenden mischen oder gibt es da "Revierprobleme"?
Muß ich bei diesen Fischen unbedingt eine Heizung haben?
Durch so unterschiedliche Arten: muß ich bei der Fütterung etwas beachten oder gibt es da ein Universalfutter?
 


Hallo Lilli,

habe ich gerade gemacht. Man man man, was man dabei nicht alles gelernt hat - so ziemlich alles neu.

Ergo werde ich erstmal testen, Wasserwerte prüfen und dann entsprechend dieser Werte, der Fischgrößen im Verhältnis zum Becken und den Arten der Fische die Sammlung aufstellen....
 
Hallo,
ich bin ehrlich gesagt etwas schockiert. Also Fische sollte man auf 10l eh nicht halten und erst Recht keine, die so groß werden! Das ist wirklich Tierquälerei.. ich nehme mal an, die werden schon so um die 10cm lang. Als Faustregel gilt, dass das ausgewachsene Tier nicht länger als 1/10 des Beckens lang sein sollte.

Aber wenn ich deinen Text so lese, vermute ich eh, dass du nicht lange Freude an deinem bekcen haben wirst. Hast du dich vor deinem Kauf schonmal mit dem Thema Aquaristik beschäftigt? Ich glaube nicht, weil sonst hättest du bestimmt schonmal was von Begriffen wie "Einlaufzeit" oder "Nitritpeak" gehört. Man sollte ein Becken, bevor man Fische einsetzt 3-6 Wochen einlaufen lassen, damit sich eine Bakterienkultur bildet, die Nitrit in Nitrat umwandelt. Zu viel Nitrat ist tödlich für die Fische.

So, jetzt zu deinem Vorhaben etwas aufzurüsten.
Zuerst einmal finde ich es fraglich, an den Tieren zu sparen und ihnen aufgrund der heizkosten eine Heizung zu verwähren. Hier ist ein Kostenrechner, mit dem du mal schauen kannst, was dich das kosten würde:
http://www.gantschnigg.net/paludarium/a ... osten.html
Wenn man es nicht bezahlen kann oder will, sollte man es lassen. Sorry, hört sich etwas hart an, ist aber so.

Die Heizung wegzulassen, finde ich - vor allem bei einem Aquaristik-Neuling - eine schlechte Idee. Die Fische halten zwar theoretisch auch niedrigere Temperaturen aus, aber die Praxis sieht oft anders aus. Die meisten werden bei relativ hohen Temperaturen großgezogen, weil sie da schneller wachsen. Außerdem musst du auch die Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter einberechnen.

Zu deinem Besatz:
Zuerst einmal musst du dir über deine Wasserwerte im Klaren sein. Die kannst du auch der Homepage deines Wasserwerkes erfahren. Dann kannst du dir nach diesen Werten deinen Besatz aussuchen. Man kann die Werte auch durch Zugabe von Eichenlaub etc. verändern, aber in diese Materie solltest du dich in Ruhe mal einlesen.

Die Neons brauchen eher weiches Wasser, dass solltest du ihnen auch bieten können. In einem 200l Becken könntest du auch einen größeren Schwarm halten.
Guppies sind auch gute Anfängerfische. Ich würde für den Anfang ein verhältnis von 1m und 2w vorschlagen, da die sich wie blöde vermehren.
Über den Feuerschwanz kann ich dir nicht so viel sagen, da gehen die meinungen aber auch auseinander. Ich an deiner Stelle würde ihn weglassen.
Einen zweiten Schwarm Salmler würde ich nicht halten. Entscheide dich für einen und nimm dafür dann gleich 20 Tiere.
Die Platies brauchen im Gegensatz zu den Neons eher hartes Wasser. Du müsstest dich also zwischen den beiden Arten entscheiden.
Zu viele würde ich auch nicht nehmen, die vermehren sich ähnlich stark wie die Guppies.

Auf jeden Fall würde ich dir noch ein paar kleine Welse für den unteren Beckenbereich empfehlen, z.B. Metallpanzerwelse.

So, der nächste Schritt ist jetzt, dich erstmal um eine Artgerechte Unterkunft für deine beiden Fische zu kümmern und dir ein ordentliches Aquarienbuch zu besorgen und dich erst einmal in das Thema einzulesen.
Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen :)

lG Miri
 
ohhjee ;-)

Hallo

also Goldfische sind sehr starke Verdauer und brauchen Sauerstoffreiches, klares Wasser. (starker Filter, passenden Pflanzen, wenn möglich Sand zum wühlen)
10l sind absolute Tierquälerie, da sie sehr Schwimmfreudige und schnellwachsende Fische sind....
und siehe hier wegen der Kaltwasserangabe...

(Bei den Schleierschwanz-Goldfischen ist die Schwanzflosse doppelt vorhanden. Kennzeichnend sind die sehr gedrungene Körperform und die verlängerten Flossen. Aufgrund ihres langsamen Schwimmverhaltens sollten sie nicht mit sehr lebhaften Zuchtformen vergesellschaftet werden. Schleierschwänzige Zuchtformen des Goldfisches benötigen wärmeres Wasser (27 °C). )

200l sind für Goldfisch und deren Zuchtformen das beste da sie dann ihre richtige Größe bekommen und man sie in einen Trupp halten kann...
Keinen einzelner Feuerschwanz der wird 15cm groß und sollt im Trupp ab 8-10 Tiere gehalten werden, Neons ja wenn die Goldfische draussen bleiben und der Heizstab einen Platz bekommt...,
Die Salmler und Platys gehen bedingt aber wie oben genannt sind fast alle Warmwasserfische wie der Name schon sagt in Wasser um 25°C gezogen und tun sich schwer mit kälterem Wasser.
Kardinälchen, Endler-Guppys, einige Barscharten oder wie gesagt Goldfische passen gut in ein unbeheiztes Becken.
Gegen solch ein Becken spricht nichts aber man sollte dies mit bedacht tuen, denn neue Fische kaufen kostet auch Geld.

http://www.aquaristik-live.de/viewtopic.php?t=1803

Gruß Sandra
 
Ihr habt mir auf jeden Fall geholfen! Jetzt weiß ich wenigstens, auf was ich achten muß. Und während der Einlaufzeit habe ich ja genug Zeit, um mir eine vernünftige Zusammenstellung zu überlegen - ich kann die Fische ja eh nicht über diese Zeit im Beutel halten...
 
Hallo Guido,

Du schreibst jetzt die ganze Zeit von einem 200 L Becken, was Du haben möchtest, aber was ist mit den beiden Goldfischen, die Du jetzt in Deinen 10 L hältst? Die gehören schleunigst in die Handlung zurück wegen falscher Beratung.

Lies Dir das mal durch: http://www.shubunkin.de/index.asp Soviel dazu, daß die klein bleiben. Der Fisch wird bis zu 30 cm groß und das in 10 L Wasser. Umgerechnet auf einen Menschen bedeutet das, man sperre Dich in einen Karton und dort wohnst Du von nun an...

Wenn Deine Kinder Freude an der Aquaristik haben, schön, aber bringe ihnen nicht gleich bei, wie man es nicht macht. Wenn der Fisch nämlich innerhalb kürzester Zeit tot an der Oberfläche treibt, dann wirds für die Kinder nicht mehr so schön sein und damit kannst Du spätestens beim Nitrit-Peak rechnen und selbst danach wirst Du Probleme haben, Deine 10 L stabil am Laufen zu halten.

LG
Nicky
 


A

Anonymous

Guest
Moin FoBo,

wenn Du schon am Besatzüberdenken bist, dann solltest Du in jedem Fall den Feuerschwanz von Deinem Wunschzettel streichen.
Auch wenn er sehr wilkürlich und häufig als Einzelgänger verkauft wird, so ist er dennoch ein Gruppentier, das eine stattliche Grösse erreichen kann.
Feuerschwänze werden, wenn sie einzeln gehalten werden, im Alter häufig sehr zickig und malträtieren dann gern auch mal andere Tiere, in einer Gruppenhaltung ab 5 Tieren sind sie genügend mit sich selbst beschäftigt, haben aber dennoch ein ausgeprägtes Revierverhalten, was viele Versteckmöglichkeiten, Sichtschutze und grosse Becken erfordert.

Gruss,
Britta
 
@Nicky: Du hast ja vollkommen recht, nur kann ich heute nichts dran ändern. Sonntags haben bei uns die Geschäfte zu...

@Britta: Danke für den Tipp wegen des Feuerschwanz. Ich werde mich diesbezüglich noch belesen
 


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