Einrichtung meines 225l Delta-Eck Aquariums

Hi,
ich habe eine Frage an euch zwecks der Filterung :S

Ist eine mechanische Filterung notwendig? -> Ich denke da an eine Aqua Medic Skim Box + Pumpe 900l/h + Gefäß gefüllt mit Filterwatte zusätzlich hätte ich hier noch einen UV Filter liegen... (dessen Verwendung plane ich bislang nicht, weil wegen hat kaum jemand, ergo kein Muss =P )

Einen Abschäumer (Turboflotor Blue 1000) habe ich bereits, sowie 2 Tunze 6045 Strömungspumpen.
Geplant sind beim Einfahren ca. 20KG Lebendgestein, welche ja bereits eine gewisse Filterleistung darstellen..

Also was meint ihr?
Nachteile, wie Bakterien etc? mhh

Über kommende Fortschritte werde ich auch hier im Thread informieren :) Die Tage wirds dann losgehen =P

Liebe Grüße,
Chris
 


Hallo Chris,

die mechanische Filterung hat nichts mit Bakterien zu tun, denn sie dient nur dazu, Schwebstoffe aus dem Wasser zu holen. Die Watte wird dann ausgetauscht, bevor sich Bakterien darin vermehren können.
Notwendig ist das nicht. Aber du wirst einen Oberflächenabzug brauchen, den du ja mit der Skim Box auch bekommst.

Grüße
Ingrid
 
Hallo Chris,

das ist abhängig vom Verschmutzungsgrad. In der Regel wird die Watte alle zwei bis drei Tage gewechselt, damit sie nicht zum biologischen Filter wird, in dem Nitrat produziert wird. Wenn sie länger sauber bleibt, reichen auch größere Abstände.

Grüße
Ingrid
 
Dann hätte ich da noch eine anfängliche Frage zur Wasserchemie

Zum Testen der Wasserwerte nutze ich die Salifert Tropftests, welche auch hier im Forum empfohlen wurden.

Aufgrund der geringen Größe (und dem Platzmangel unter dem Aquarium) werde ich kein Filterbecken, Kalkreaktor o.ä. verwenden.

Im Groben kommt es ja auf folgende Werte an:

pH, KH
sowie
Calcium & Magnesium (+Spurenelemente)

Dabei bin ich auf die Produktreihe von Aquacare (aquacare.de) gestoßen, hat damit jemand Erfahrung? Sind diese Empfehlenswert?

um die Karbonathärte ggf. zu erhöhen würde ich die Aquacare V1 Lösung verwenden, somit wäre ja auch der pH Wert gepuffert.. oder gibt es da kostengünstigere Alternativen?

Bei Calcium könnte ich auf die Kalkwassermethode zurück greifen oder das V2 Mittel verwenden? mhh, V2 wäre natürlich unproblematischer.. Ca-Gehalt des Wassers messen, um anschließend einmal wöchentlich nachzudosieren, geht schneller und einfacher, was meint ihr? :S

Spurenelemente mach ich mir erstmal keinen Kopf, diese kommen ja eh in ausreichender Menge durch mein verwendetes Meersalz (Tropic Marine Pro Reef) ins Wasser :)
 
Sooo, nun geht es los mit dem ersten Bericht :)

Als allerstes habe ich mir 2 Bücher über Amazon bestellt, welche hier im Forum empfohlen wurden und ich kann dies nur bestätigen! Super Informativ, vor allem zur Wasserchemie, aber auch der Einrichtung. Viele kleine Probleme wurden angesprochen, über die man sich sonst erst beim Auftritt Gedanken machen würde!.

Das Meerwasser-Aquarium (Natur und Tier - Verlag GmbH) ISBN 978-3-86659-058-8 (19,80€)
Das Riffaquarium (Rüdiger Latka Verlag) ISBN 978-3-9810570-1-0 (24,80€)

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Anschließend habe ich mit der "Einkaufsliste" begonnen und habe festgestellt, dass die Faustregel mit 10€ pro Liter schon gut hinkommt :)

Folgende Faustregeln habe ich mir gesetzt:
- Kiesgrund min. 5cm hoch
- Umwälzleistung min. 30:1 (bei 200l Netto wären dies 6000l/h) -> entschieden habe ich mich letztendlich für das 45fache
- gutes Meersalz Aqua Marine Pro Reef (Empfehlungen hier aus dem Forum)
- gute Testlösungen von Salifert (Empfehlung aus dem Forum)
- Licht aus einer Kombination von HQI + T5 mit 1W/Liter

folglich sieht meine Erstplanung folgende Artikel vor:

Excel-Übersicht:

ca. 1730 €

Erwähnen möchte ich hier auch, dass ich die Preise sehr stark verglichen habe und mir der Online Shop http://www.meerwasser-bartelt.de von den Preisen, aber auch von der Kompetenz sehr gut gefällt. Dort habe ich auch den größten Teil meiner Technik gekauft.
Die Osmoseanlage stammt aus folgendem Shop, schön hierbei, dass 3 Filter zusätzlich mitgeliefert werden.
http://www.ah-aquashop.com/

Das Becken stammt von Aquadoor, welche Dieses wiederum aus Polen beziehen. Grund hierfür war einfach der sehr günstige Preis. Deutsche Produkte sind deutlich teurer, ich selbst besaß lange Zeit ein "polnisches" Becken und hatte nie Probleme damit! Lediglich der Unterschrank wirkt leicht IKEA-mäßig, wer da auf höhere Qualität wert legt muss selbst ran :) , ob deutsche Produkte besser sind weiß ich nicht, ich denke aber schon!
Zudem wurde das Becken bis in Wohnung geliefert, was ich auch sehr praktisch find :)

Beim Licht habe ich sehr stark hin und her gerechnet, da mir 300€ für ne "Lampe" zu teuer erscheinen. Ein Bausatz aus HQI und 2 T5 Röhren inkl. EVGs, Dimmer, Reflektoren schwebte mir vor, nur letztendlich aufgrund von der Optik sowie ein kleeeeinwenig Faulheit wieder verworfen =P - Dazu war mir die Sicherheit auch bissl zu heikel, das Gerät wäre ungeprüft in Betrieb gegangen, ich habe zwar eine Zulassung an Anlage bis 1000V zu arbeiten, nur bei einem Kurzschluss und evtl einem Wohnungsbrand hilft die Versicherung da sicherlich nicht...

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Als erstes kam die Osmoseanlage, diese wurde teilmontiert geliefert. Zusammenbauen konnte ich diese ohne weiteres und habe Diese anschließend unter meiner Spüle platziert. Sehr praktisch finde ich den 12l Tank, so ist es möglich schnell an Osmosewasser zu kommen, wenn es benötigt wird.



Wichtig ist, dass eine solche Anlage vor Inbetriebnahme min 2-3h gereinigt wird, d.h. das Wasser nicht in der Aquaristik zu verwenden. Das erste "Reinstwasser" hatte einen Leitwert von über 2300 Mikrosiemens, nach einfahren der Anlage liegt dieser nun bei ca. 10 Mikrosiemens.


Aufgefallen ist mir, dass bei jeder Inbetriebnahme der Anlage, die ersten Liter Reinstwasser einen erhöhten Leitwert haben, so lass ich diesen jetzt einfach ablaufen und gut ist..

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Und nun gings los mit dem Aufbau des Beckens.
Der Unterschrank wurde fertig montiert geliefert, diesen habe ich mittels Wasserwaage vernünftig ausgerichtet, anschließend die Untermatte zugeschnitten und das Becken darauf platziert. Zuletzt folgte die blaue Rückwandfolie.


Im Anschluss habe ich eine 8mm Plexiglasplatte zum Schutz des Glasbodens eingeklebt.
Auf dem Bild ist die Platte noch nicht fertig eingeklebt, es fehlte noch das Sealing am Rand, aber keine Sorge, das habe nicht vergessen :)
 

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Nun gibts noch Licht :) - da meine Decke aus Rigipsplatten besteht, verwendete ich Federklappdübel von Fischer (KDH4) zur Befestigung.


Und nun gleich mal nen Test gestartet, der Lichtkegel passt doch :)



Nun begann ich das Totgestein im Aquarium zu platzieren. Im Anschluss verklebte ich es mit Reefbond.
Hinter dem Totgestein werden im Laufe der kommenden Woche 20kg Lebendgestein bis kurz unter die Wasseroberfläche einbringen, so wird auch die Technik nicht mehr zu sehen sein :)
Was meint ihr? - Ich denke, wenn das Totgestein erstmal bewachsen ist, wirds sicher saugail aussehen =D




Jetzt hab ich aber nen ziemlich Dickes Problem :S
Ich hab das Gestein zwar gereinigt, das erste Wasser war jedoch ziemlich trüb, es roch auch ziemlich nach Meer, sodass ich mal den Leitwert gemessen habe ... über 500 Mikrosiemens...
Der Wassertest im Anschluss ergab, dass ca. 20 mg/l Nitrat im Wasser gelöst sind I(Ammonium 0; Phosphat 0,1), weshalb ich dann noch einmal das gesamte Wasser abließ und gerade neu Befülle..
mhh.. Was meint ihr? Ich hoffe das stabilisiert sich gegen 0-5 mg/l Nitrat :S

Der nächste Test erfolgt morgen
 

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Hey,

sooo, der heutige morgen brachte Erleichterung, der Leitwert lag "nur" noch bei 200 Mikrosiemens, das Spülen mit Osmosewasser brachte also was :)
Ich denke, dass ich nun mit der eigtl Befüllung beginnen kann, ich hoffe, dass der Leitwert vor dem Aufsalzen dann bei round about 100 Mikrosiemens liegt.
 
Hallo Chris,

totes Riffgestein birgt immer ein Risiko. Es sieht auch nicht so aus, als ob die Steine gut gereinigt worden sind. Behalte Nitrat und Phosphat gut im Auge.

Grüße
Ingrid
 
Hey,
jepp, Recht hast du, es hatte sich gestern und vorgestern auch noch einiges aus den Steinen gelöst, hatte sie daher noch einmal gründlichst abgebraust, habe soeben den Leitwert gemessen und Top, liegt jetzt nur noch bei 50 Mikrosiemens, die Strömungspumpen liefen auch die ganze Zeit, sodass ich jetzt mal von ausgeh, dass sich nicht mehr viel "Unrat" im Wasser löst.
Die genauen Wasserwerte mess ich im Laufe des Tages, mal schauen, was dabei raus kommt =P
 
Hallohoo,
soo neuer Tag neuer Beitrag =D
habe heute nochmals Nitrat gemessen und, mhh ca. 25 mg/L .. aber okay, ich denke mal, das wird das Lebendgestein nun richten :)

Nun habe ich einige Impressionen aus meinem Becken für euch =)

Als allererstes habe ich festgestellt, dass nen kleiner Krebs bei den 20KG LS bei war, ich habe ihn nach dem Einrichten ins Becken gesetzt, seitdem nicht wieder gesehen =P =D


So und nun das Becken in seiner derzeitigen Pracht :)
 

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Habt ihr ne Ahnung, was das ist auf Bild 7?
 

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Und da hab ich auch noch was entdeckt (In der Mitte vom Stein) =D
Muss nun nur noch rausfinden, was es genau ist =P
Habt ihr vllt ne Idee?
 

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OR

Mitglied
Hi

sieht ja schon ganz gut aus, schönes Riff. Aber ich hätte ehrlich gesagt die lebenden Steine auf/vor die toten getan, die toten also als Unterbau benutzt.
Haben wir bei einem Freund so gemacht. Der Vorteil ist, das direkt alles sichtbare lebendig ist. Bis der Rest "angesteckt" wurde dauert es recht lange. Bei dem Freund von mir läuft das Becken jetzt ca. 6 Monate und man kann immer noch gut lebend von totem Gestein unterscheiden!

LG
Oscar
 
heute habe ich meine Wasserwerte gecheckt und möchte euch diese nicht vorenthalten:

Temp: 26,2 °C
KH: 8,3
pH: 8,7

Ammonium: 0,2
Phosphat: 0,1
Nitrat: 5
Nitrit: 0,1
in mg/l
 
Heyoo,
hier ein kurzer Statusbericht :)

So sieht es derzeit im Becken aus, Fadenalgen haben sich breit gemacht..

Aktuelle Wasserwerte (17.10.)
Temperatur: 25,6°C
KH: 9,3
pH: 8,5
Ammonium: 0,2 mg/l
Phosphat: 0,03 mg/l
Nitrat: 1 - 5 mg/l
Magnesium: 1320 mg/l
Calcium 450 mg/l

Stimmt es, dass Doktorfische solche Fadenalgen verputzen? Von Schnecken habe ich auch bereits gelesen, nur weiß ich nicht genau welche ):
 

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Hallo Chris,

sieht ja prima aus. :mrgreen:

Ob Doktorfische Fadenalgen fressen, kann für dich egal sein, weil in das Becken eh keiner reingehört. Für die Ärztegesellschaft beginnt das Meer bei mindestens 500 Litern.

Der traditionelle Erstbesatz als Algenvernichter besteht aus Schnecken (z.B, Tectus fenestratus, verfressen, aber leider oft kurzlebig) und Einsiedlern.

Grüße
Ingrid
 
Hey,
ich brauch mal euren Rat :)

Da das Aquarium im Wohnzimmer steht, ist die Geräuschkulisse (besonders durch den Abschäumer, doch manchmal etwas störend.
Ist es möglich, den Abschäumer nur Stundenweise in Betrieb zu nehmen (Mein Gedanke: 23-14 Uhr)?
Die Abschäumung derzeit ist relativ gering (finde ich), nur etwas Schaum pro Tag, wie es später mit Fischen usw. aussieht wird sich dann zeigen :)

Danke schonmal :)
 


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