Brackwasser oder nicht Brackwasser?

...das ist hier die Frage. :wink:

Hallo zusammen,

seitdem ich vor einigen Wochen zum ersten Mal Goldringelgrundeln (laut Händler Brachygobius xanthozona) live gesehen habe, haben mich die Fische nicht mehr losgelassen und ich habe angefangen mich ein bisschen schlau zu machen. Allerdings musste ich in Bezug auf einige Details wegen der Widersprüchlichkeit der Informationen kapitulieren. Ich hoffe, ich finde hier einige passionierte Grundelbesitzer, die mir helfen können.

Als Erstes würde mich die Grundsatzfrage interessieren, brauchen die Goldringelgrundeln nun eine Salzzugabe, oder nicht? Einige Internetseiten, wie das Zierfischverzeichnis verkünden "ja, unbedingt", während in manchen Foren berichtet wird, dass es auch wunderbar ohne gehen würde. Beim Händler schwammen sie auch in Süßwasser, wobei ich mich darauf nicht verlassen will.

Außerdem schwankt auch die Beckengröße beträchtlich zwischen 54l und 112l, so dass ich mir unsicher bin ob sich mein "Traumfisch" schon in der Planungsphase als für mich nicht haltbar erweist. Ich würde für die Grundeln ein neues Becken einrichten, habe aber für ein 80er definitiv keinen Platz mehr. Selbst ein 60er wird eng, aber es ist machbar. Welche Größe haben denn eure Grundelbecken?

Liebe Grüße,
Eve (die momentan ernsthaft überlegt den Fernseher aus ihrem WG-Zimmer zu verbannen. Fischis gucken ist ja auch viel interessanter. :mrgreen: )
 


Thrain

Mitglied
Hi,
Vorweg:
Ich habe auch keinen Fernseher und dafür ein Aquarium :mrgreen:

Ich halte derzeit 5 Goldringelgrundeln in 25l in reinem Süßwasser. pH 8, Gh 18°
Mehr als 54l würde ich für diese Fische in einem Artbecken nicht nehmen und da müssen dann auch massig rein. Ich sehe in meinen 25l maximal 2 Tiere auf einmal.

Anfangs waren sie bei der Fütterung etwas zickig und gingen nur an gefrostete rote MüLas -auch nur bei sehr großem Hunger.
Inzwischen fressen sie gierig alles, was klein ist und aus der Tiefkühltruhe kommt.
MfG Thrain

EDIT: Ganz wichtig waren anfangs die TDS ohne die das Aquarium überfüllt mit Futteresten geblieben wäre.
 
Hallo,

Vorweg:
Ich habe auch keinen Fernseher und dafür ein Aquarium :mrgreen:
Naja, ist ja auch dauerhaft besseres "Programm". :D

Hmm, ich hätte nicht gedacht, dass die Grundeln mit so einer Pfütze klarkommen, aber das macht mir schon mal Hoffnung. Wie sieht es denn bei dir mit der Grundfläche aus? Die Höhe dürfte denen ja eigentlich relativ egal sein.

Ich habe gelesen, das die Notwendigkeit für die Salzzugabe wohl auch mit der Gesamthärte des Wassers zusammenhängen soll und auf Gh 18° komme ich leider bei weitem nicht...
Von deinen Idealwerten bin ich leider meilenweit entfernt. Aus der Leitung kommt bei mir momentan Ph 7,5 und Gh 12,4° d.h. ich müsste wahrscheinlich ein bisschen panschen. Vor allem, da sich der Ph-Wert im vorhandenen Becken mit Corys um 7 eingependelt hat. Grundeln sind da nicht sonderlich tolerant, oder?
Es ist definitiv Zeit meine Chemiekenntnisse aufzubessern. :study:

Das sie etwas heikel bezüglich des Futters sein können, habe ich schon gelesen. Die roten MüLas tot oder lebendig aufzutreiben sollte aber kein Problem sein. Vielleicht würden sie sich gelegentlich auch mit Artemia Naupilen zufriedengeben... Ich setze die demnächst sowieso für die Corydoras an. :wink: Das Zauberwort heißt da wohl "durchprobieren".

Liebe Grüße,
Eve
 

Thrain

Mitglied
Hi,
Was das Wasser angeht:
Ich hab sogar schon Schwarzwaser gerüchteweise gehört - ich würde es einfach ohne panschen versuchen.

Was die Grundfläche angeht:
4dm x 2,5dm. Die Grundeln jagen sich zwar, wenn sie direkt aufeinandertreffen, aber nie weiter als 4 oder 5cm. Es gibt bei mir massig Höhlen, Zweige, Pflanzen usw. Wie gesagt, ich seh sie selber nit und die sich auch nicht :)

Das sie etwas heikel bezüglich des Futters sein können, habe ich schon gelesen. Die roten MüLas tot oder lebendig aufzutreiben sollte aber kein Problem sein. Vielleicht würden sie sich gelegentlich auch mit Artemia Naupilen zufriedengeben... Ich setze die demnächst sowieso für die Corydoras an. Das Zauberwort heißt da wohl "durchprobieren".
Anfangs nahmen sie nur rote MüLas. Du musst etwas Geduld zeigen und zwischendurch immer mal dasselbe, ungewohnte Futter bieten. Wenn sie das annehmen, versuchst du das nächste usw.
MfG Thrain
 
Hallo

Freund von mir hält diese Tierchen (6Stück soweit ich mich erinnern kann: war beim kauf dabei) in einem 112 liter becken mit guppys zusammen.

Sind nun schon seit über 1 Monat da drinnen. Hat kein Salz dazugegeben. Und den Tierchen gehtz soweit ich sie das letzte mal gesehen hab recht gut.!

Gh liegt bei ihm um die 16 rum. Das weiß ich ph 7,5 mehr weiß ich leider von seinen Werten nicht

mfg
 

Mudskipper

Mitglied
Moin,

12l finde ich schon etwas knapp(geht aber, vor allem zu Zucht), aber ein 25l Becken kann ich ohne Bauchschmerzen empfehlen.
Viel wichtiger als Salz im Wasser ist gutes Futter und eine gute Wasserqualität(geringe organische Belastung), die Werte an sich sich ziemlich egal - da sind die Grundeln extrem tolerant.
Hin und wieder gelingt es Leuten sie an Frostfutter zu gewöhnen, aber ich würde trotzdem von einer Haupternährung mit Lebendfutter ausgehen.
lg
 

Thrain

Mitglied
Mudskipper schrieb:
Moin,

12l finde ich schon etwas knapp(geht aber, vor allem zu Zucht), aber ein 25l Becken kann ich ohne Bauchschmerzen empfehlen.
Viel wichtiger als Salz im Wasser ist gutes Futter und eine gute Wasserqualität(geringe organische Belastung), die Werte an sich sich ziemlich egal - da sind die Grundeln extrem tolerant.
Hin und wieder gelingt es Leuten sie an Frostfutter zu gewöhnen, aber ich würde trotzdem von einer Haupternährung mit Lebendfutter ausgehen.
lg
Freund von mir hält diese Tierchen (6Stück soweit ich mich erinnern kann: war beim kauf dabei) in einem 112 liter becken mit guppys zusammen.
MfG Thrain :mrgreen:
 


Moin,

na das hört sich ja immer besser an. Ich hatte im Geiste schon Wasserkanister im Flur gestapelt... :D

Was die Grundfläche angeht:
4dm x 2,5dm. Die Grundeln jagen sich zwar, wenn sie direkt aufeinandertreffen, aber nie weiter als 4 oder 5cm. Es gibt bei mir massig Höhlen, Zweige, Pflanzen usw. Wie gesagt, ich seh sie selber nit und die sich auch nicht :)

Kann man von dem Becken mal ein Bild haben? Mich würde interessieren, wie genau das eingerichtet ist.

12l finde ich schon etwas knapp(geht aber, vor allem zu Zucht), aber ein 25l Becken kann ich ohne Bauchschmerzen empfehlen.
Viel wichtiger als Salz im Wasser ist gutes Futter und eine gute Wasserqualität(geringe organische Belastung), die Werte an sich sich ziemlich egal - da sind die Grundeln extrem tolerant.
Hin und wieder gelingt es Leuten sie an Frostfutter zu gewöhnen, aber ich würde trotzdem von einer Haupternährung mit Lebendfutter ausgehen.

Na dann werde ich mich mal in Richtung 25l+ umschauen.
Es wäre natürlich auf Dauer einfacher, wenn die Grundeln auch Frost- oder Geleefutter nehmen würden, aber wenn es denn nicht so sein sollte, müssten eben die Topfpflanzen die Fensterbank räumen. Wäre nur blöd, wenn die sich dauerhaft auf MüLas spezialisieren würden... :wink:


Bezüglich des Filters, wie sieht es denn bei den Goldringelgrundeln mit Strömung aus?

Verschlafene Grüße,
Eve
 

Thrain

Mitglied
Hi,
Lest doch bitte richtig :lol:
Fabian hat ein 1-1-2 Liter Aquarium, keine 12.

Und Grundeln nehmen Frostfutter.
Ich bin dabei wie folgt vorgangen:
Das Futter rein, dass sie eh gefressen haben :arrow: Hungern lassen :arrow: Das neue Futter rein, was im Regelfall nicht gefressen wurde :arrow: Noch etwas Hungern lassen :arrow: Wieder gewohntes Futter rein :arrow: Hungern lassen :arrow: Wieder das zweite Futter :arrow: Und das in Endlosschleife bis sie gepeilt haben, dass Artemien zum fressen sind.
Hat fast 2 Monate gedauert. War abgesehen von der Zeit aber eigtl kein Aufwand.
MfG Thrain
 

Mudskipper

Mitglied
Moin,

jetzt hör doch mal mit dem 112l Becken auf, wen kümmerts :wink: .

Und?
Entwickeln Deine Grundeln mit der Methode Laichansatz?Wurde schon mal gelaicht?
Wenn ja sag ich nix mehr...

lg
 

Thrain

Mitglied
Hi,
Sie wachsen und fressen inzwischen alles übliche Frostfutter.
Das find ich schonmal gar nit so übel, ich hab die Tiere auch zum ersten mal.
Manche sind auch dicker als andere, aber ob das nun Laichansatz ist oder einfach nur deftig satt, vermag ich nicht zu sagen - ich seh sie ja auch mal ein paar Tage nicht im Gestrüpp. :?
MfG Thrain
 
Hallo,

ich muss Markus an dieser Stelle zum Thema Futter absolut recht geben. Meine Grundeln nehmen auch Frostfutter allerdings hatte ich immer nur dann Gelege, wenn ich regelmäßig ordentlich lebende Futtertiere reichte und gleichzeitig die Wasserwechsel in kürzeren Abständen durchführte. Ob das nun etwas zu sagen hat oder nicht soll sich jeder selbst denken. :wink:
Ich halte sie übrigens in Brackwasser allerdings sehe ich keine Probleme sie in Süßwasser zu setzen.
 
Hallo,

einerseits habe ich nicht das vorrangige Ziel die Tiere nachzuziehen, andererseits habe ich aber auch nicht vor meinen Wunsch diese Tiere zu halten auf Kosten von deren Wohlbefinden durchzusetzen, wenn ihr also meint, ich sollte als Anfänger lieber die Finger davon lassen, dann werde ich das tun. :wink:

Ansonsten werde ich versuchen, den Tieren regelmäßig Lebendfutter zukommen zu lassen, sei es nun vom Händler oder, wenn sich die Vorlieben gezeigt haben, auch aus eigener "Zucht" und vor allem unabhängig davon, ob sie Frostfutter nehmen oder nicht.

Ich finde es interessanter den Tieren bei der Jagd zuzusehen, als beim "Futter aufsammeln". Das heißt allerdings nicht, dass ich nicht versuchen werde, die Grundeln an Frostfutter zu gewöhnen, damit ich Engpässe und Urlaubspflege überbrücken kann.

Liebe Grüße,
Eve
 
Guten Morgen,

ich hoffe, ich bin mit meinem letzten Beitrag niemandem auf die Füße getreten. Eigentlich möchte ich die Aussage nur als Ende der Grundsatzdiskusion über Frostfutter oder nicht Frostfutter verstanden wissen, die ich eigentlich gar nicht anzetteln wollte. Die Tatsache, dass die Grundeln ein wenig mehr Futteraufwand erfordern, als der durchschnittliche Wels, ist schließlich so ziemlich die einzige konsistente Information im Netz. :wink:

Im Moment ist das Grundelprojekt ein wenig nach hinten gerückt, da mir während meiner "Grundel-Informations-Ladentour" (Ich musste das schreiben. :mrgreen: ) eine Moorkienholzwurzel aufgefallen ist, die jetzt brav wässert und mit der mein Corydorasbecken umgestaltet werden soll. Eine Sache, die mir allerdings bezüglich der Grundeln aufgefallen ist, ist die Namensvielfalt der Arten, die unter dem Begriff "Goldringelgrundel" verkauft werden. Gibt es überhaupt eine Möglichkeit zu bestimmen, welche Art man da genau vor sich hat, also, ob die Händlerangabe stimmt? Hatte vielleicht jemand schon einmal verschiedene Arten die unter dieser Bezeichnung verkauft werden und hat Unterschiede im Verhalten (evtl. sogar Fressverhalten :wink: ) festgestellt?

Außerdem schwimmen, ausgerechnet beim örtlichen R****eisen, angebliche Brachygobius kabiliensis herum, die im Vergleich zu Brachygobius xanthozona verdächtig billig waren (2,50€ das Stück). Ich habe ein bisschen gegoogelt und fast nur englische Informationen gefunden, sowie die Angabe, dass man sie gemeinhin nicht im Handel findet. Kann mir jemand sagen wie es mit der Verbreitung der Fische in Deutschland aussieht, vielleicht sind die Informationen ja veraltet und man findet die Art inzwischen überall? Für mein geplantes Aquarium sind die Kleinen zwar nicht geplant, da sie aufgrund ihrer Größe wahrscheinlich noch unverrückbarere Nahrungsspezialisten sind, als die doppelt so großen "normalen" Goldringelgrundeln (Achtung, Anfängervermutung!) aber ich finde sie sehr interessant...

Wenn ihr es bis hierher geschafft habt, würde ich gerne meine Frage nach den Bedürfnissen der Goldringelgrundeln bezüglich der Strömung nochmal aufgreifen. Muss man besonders darauf achten?

Liebe Grüße und Entschuldigung wegen des Geschwafels am frühen Morgen :mrgreen: ,
Eve
 


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