Borelli und Borelli Opal in einem Becken?

R

René

Guest
Moin Moin!

Zur Zeit halte ich ein Pärchen Apistogramma Borelli opal in einem 80er Becken.
Ich würde gerne entweder noch ein weiteres Paar bzw. 1/2 einsetzen oder die "normalen" Borelli.

Meine Frage nun: Ist das überhaupt vertretbar mehr als ein Pärchen einzusetzen bei dieser Kantenlänge?
Also bei größeren Arten würde ich gar nicht erst fragen, aber da die Borelli ja eher klein bleiben und zudem, so meine Erfahrungen, sehr friedliche Genossen sind, hätte ich gerne mehr als nur ein Pärchen drin.
Und falls das nun möglich ist, würde das mit den unterschiedlichen Borelli auch vertretbar sein?
Also in Puntko Fortpflanzung und Zwischenartlicher Fortpflanzung? Oder sind diese Arten zu weit auseinander was das Genmaterial betrifft.

Gruß Rene
 


Rene schrieb:
Moin Moin!

Zur Zeit halte ich ein Pärchen Apistogramma Borelli opal in einem 80er Becken.
Ich würde gerne entweder noch ein weiteres Paar bzw. 1/2 einsetzen oder die "normalen" Borelli.

Meine Frage nun: Ist das überhaupt vertretbar mehr als ein Pärchen einzusetzen bei dieser Kantenlänge?
Also bei größeren Arten würde ich gar nicht erst fragen, aber da die Borelli ja eher klein bleiben und zudem, so meine Erfahrungen, sehr friedliche Genossen sind, hätte ich gerne mehr als nur ein Pärchen drin.
Und falls das nun möglich ist, würde das mit den unterschiedlichen Borelli auch vertretbar sein?
Also in Puntko Fortpflanzung und Zwischenartlicher Fortpflanzung? Oder sind diese Arten zu weit auseinander was das Genmaterial betrifft.

Gruß Rene

Hi Rene!
Wie das mit der Größe aussieht, weiß ich nicht.
Genetisch gesehen ist eine Art (also in deinem fall apistogramma borelli) immer dadurch gekennzeichnet, dass sie miteinander fortpflanzungsfähig ist. "opal" ist dabei eine spezielle zuchtform, bzw Rasse. Es ist also allein von der nomenklatur davon auszugehen, dass sie untereinander fortplanzungsfähig sind. Willst du das nicht, musst du dich wohl auf eine Rasse beschränken ;)
 
R

René

Guest
Hallo :)

ich hatte Biologie zwar nur als abdecker und nicht als lk aber ist es dann so, dass falls sich die verschiedenen Pärchen untereinander paaren, dass dann der nachwuchs so wird wie das elternteil mit dem stärkeren erbgut ?
sorry hab von Bio keinen Plan :-D also entschuldigt das ich die fachtermini nicht kenne.

ps: falls jemand frage zu Mathe, Physik oder Englisch hat, da hab ich Ahnung :-D

grüße und danke für eure Antworten

Rene
 

fischolli

R.I.P.
Moin Rene,

bei Hybriden wirst du normal Tiere haben, die jeweils wie die Eltern aussehen und teils Merkmale beider Eltern haben.

Aber tu der Aquaristik eien Gefallen und vermisch die nicht. ES ist hier im Norden kaum noch möglich reinrassige gelbe A. borellii zu bekommen, es werden nur noch Opal oder eben so ein Mischmasch angeboten. Nichts gegen die Opal, sind schöne Fische, aber dann nimm auch wieder Opal dazu.

Ich seh übrigens auch überhaupt kein Problem gerade bei A. borellii mehrere Tiere in einem 80er zu halten. Thema Gruppenhaltung wurde hier ja schon mehrfach diskutiert, diese Art ist mit am besten dafür geeignet.

Gruß
 
R

René

Guest
moin

da müssen wir norddeutschen ja Schon zwangshaft einer Meinung sein:-D
danke für die Einschätzungen.
dann werde ich es mit einer opal Gruppe versuchen.
also eher 2/3 oder 3/4 oder 2/4 ?


Gruß Rene
 


Rene schrieb:
Hallo :)

ich hatte Biologie zwar nur als abdecker und nicht als lk aber ist es dann so, dass falls sich die verschiedenen Pärchen untereinander paaren, dass dann der nachwuchs so wird wie das elternteil mit dem stärkeren erbgut ?
sorry hab von Bio keinen Plan :-D also entschuldigt das ich die fachtermini nicht kenne.

ps: falls jemand frage zu Mathe, Physik oder Englisch hat, da hab ich Ahnung :-D

grüße und danke für eure Antworten

Rene

Aaaaaaaaalso
Merkmale werden normal von Mutter und Vater je zur Hälfte übertragen. Diese nennt man Allele. Bekommt z.B. das Jungtier von einem Elter(nteil) die Farbe blau, von dem anderen die Farbe gelb, kann es je nach Spezies und Dominanz des Allels sein, dass das Kind gelb, blau, oder in irgendeinem Farbton dazwischen (also irgendein Grünton) ist. Sowas ist immer schwer vorherzusagen.
Wenn der Vater z.B. von seinen Eltern Blau und Rot bekommen hat, die Mutter von ihren Eltern Gelb und Rot, kann es genau so sein, dass das Kind von beiden die (bei den Eltern) nicht durchgekommene Rote Farbe bekommt und somit Rot ist.
So funktioniert das z.B. bei den "Endler-Guppys", die eigentlich keine reinrassigen sind, aber so aussehen... rezessive (Gegenteil von dominant) Allele können halt immer weiter vererbt werden, ohne aufzutreten, bis sie irgendwann zufällig (oder durch gezielte Züchtung) reinerbig (also zweimal das rezessive) vorkommen.

Geug der Genetik....lass es einfach, wenn dir die Fische gefallen...wenn du in den Unterarten rummatschen willst, probiers aus, aber für gewöhnlich wird die Nachzucht eher hässlicher sein als die Eltern ;)
 

kai71

Mitglied
Moin,
ich hab auch noch was auf Lager....
Laut Mergus Chichliden-Atlas kommen beide Farbmorphen in der Natur gemeinsam an einem Fundort vor. Des Weiteren steht da, dass die Farbformen Opal "nur durch konsequente Selektion in Inzuchtstämmen stabil zu halten ist, da sonst, wie allen anderen Formen dieser Art, auch unter Ihren Nachkommen sämtliche bekannten Farbformen von Apistogramma Borelli erscheinen können."
Vielleicht hilft das ja weiter.

Gruß Kai
 
kai71 schrieb:
Laut Mergus Chichliden-Atlas kommen beide Farbmorphen in der Natur gemeinsam an einem Fundort vor. Des Weiteren steht da, dass die Farbformen Opal "nur durch konsequente Selektion in Inzuchtstämmen stabil zu halten ist, da sonst, wie allen anderen Formen dieser Art, auch unter Ihren Nachkommen sämtliche bekannten Farbformen von Apistogramma Borelli erscheinen können."
das ist korrekt. Meine "opal" produzieren ca. 50% "normale" borellis. Und mit "Hybriden" hat das auch nix zu tun. Ich glaube eh nicht, dass es noch irgendwie "naturreine" borelli-Stämme in D gibt. Der Drops ist gelutscht. Wer nicht gerade einen borelli mit genaueren Angaben vom Züchter kauft, soll ruhig zusammen schmeißen wie er lustig ist...
 
R

René

Guest
Moin.

gut dann wäre das schonmal geklärt:) danke für eure Meinungen und Antworten.
Noch die Frage zur Verteilung von Männchen und Weibchen.

eher 2/3 oder 3/4 ?

Gruß Rene
 
kai71 schrieb:
Moin,
ich hab auch noch was auf Lager....
Laut Mergus Chichliden-Atlas kommen beide Farbmorphen in der Natur gemeinsam an einem Fundort vor. Des Weiteren steht da, dass die Farbformen Opal "nur durch konsequente Selektion in Inzuchtstämmen stabil zu halten ist, da sonst, wie allen anderen Formen dieser Art, auch unter Ihren Nachkommen sämtliche bekannten Farbformen von Apistogramma Borelli erscheinen können."
Vielleicht hilft das ja weiter.

Gruß Kai

Hi Ihr!
Irgendwie spricht das von Kai gesagte ja genau dafür, dass die im Handel vorkommenden Formen "naturrein" sind, da es sie anscheinend in der Natur in beiden Formen an gleichen Orten gibt. Also anscheinend kannst du sie auch in einem Becken halten, kriegst dann halt nur halt mal die einen, mal die anderen als Nachkommen... alles merkwürdig.
Ich hätte auf ne Zuchtform getippt :/
 
Peffy schrieb:
dass die im Handel vorkommenden Formen "naturrein" sind
nein, sind sie nicht. Wenn du unter "naturrein" verstehst, dass in allen borellis das Blut eines Zwergbuntbarsches aus Südamerika fließt, hast du recht. Das war es dann aber auch schon...
 
FKS schrieb:
Peffy schrieb:
dass die im Handel vorkommenden Formen "naturrein" sind
nein, sind sie nicht. Wenn du unter "naturrein" verstehst, dass in allen borellis das Blut eines Zwergbuntbarsches aus Südamerika fließt, hast du recht. Das war es dann aber auch schon...


Naja, ich dachte bei "naturrein" an einen variablen DNA-Stamm, der nicht am Ende einer Inzuchtlinie angelangt ist ;)
Und wenn die Fische tatsächlich noch alle Variationen hervorbringen können, die in der Natur hervorzubringen sind, dann ist das schonmal ein gutes Zeichen gegen Inzucht, oder nicht?
 
Na, moment. Oben wird von "Farbmorphen" an einem Standort gesprochen. Das beträfe Tiere mit hohem Gelbanteil, und solche, die eher blau gefärbt sind. Der "opal" wurde aus den blauen Tiere gezüchtet. Alles die gleiche Art, aber verschiedene Varianten bzw. Farbmorphen. Ob sich gelbe und blaue Tiere idN knallhart mischen, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass nicht selten bei den "opal" mit normalen Tieren eingekreuzt wird... ob absichtlich oder nicht sei mal dahingestellt.
 
R

René

Guest
Moin!

Also ich hab mir jetzt noch ein Pärchen Borelli dazugeholt.
So weit so gut.
Im Laden hat man deutlich die Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen erkennen können, da allerdings 2 Paare zusammen im noch geschlossenen Transportbeutel waren, da sie frisch geliefert wurden, bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher, dass das was ich jetzt zuhause habe wirklich ein Männchen und ein Weibchen ist.
Ich werde morgen Bilder reinstellen von beiden.

Die sehen beide auch ziemlich ähnlich aus... naja hoffentlich ist es ein Pseudoweibchen.
Kann sich das Pseudoweibchen denn irgendwann mal wieder in ein normals Männchen verändern?

Gruß Rene
 

Z-Jörg

Mitglied
Rene schrieb:
Die sehen beide auch ziemlich ähnlich aus... naja hoffentlich ist es ein Pseudoweibchen.
Kann sich das Pseudoweibchen denn irgendwann mal wieder in ein normals Männchen verändern?

Gruß Rene
Ein Pseudoweibchen ist immer ein richtiges Männchen, welches sich aufgrund eines o. mehrerer Rivalen als Weibchen tarnt.
Sobald diese/r Rivale nicht mehr vorhanden ist sollte sich das Pseudoweibchen wieder als Männchen zu erkennen geben.
Auch sollte ein Mänchen deutlich größer als das Weibchen sein.
 


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