Beckengröße/Haltungsbedingungen Apistogramma

Habe ich von hier
abgetrennt. Fluethke


Markus Schulz schrieb:
Moin,

generell kann man viele Zwergcichliden in einem 60er halten, es geht auch darunter :wink: . Das muß man aber gezielt handlen und kann auch daneben gehen - allerdings macht es keinen Unterschied, ob ein Apistogramma in einem 60er oder 80er Terror macht.

Lg Markus

Siehste - aber es macht Unterschiede ob Apistos im 60-er oder 120-er Terror machen. :wink:
In meinem Becken haben Sie genug Platz um sich aus dem Weg zu gehen. Ich würde Apistos nie in kleineren Becken halten.
Aber sag mal, welche Zwergcichliden lassen sich denn in einem 60-er Becken halten? Mal ganz davon ab, dass die Angaben immer Mindestangaben sind, aber ich kann mich nicht erinnern mal auf welche gestoßen zu sein, wo eine empfohlene Beckengröße ab 60 cm angegeben wird.

Gruß

Frank
 


Mudskipper

Mitglied
fschroedie schrieb:
Aber sag mal, welche Zwergcichliden lassen sich denn in einem 60-er Becken halten? Mal ganz davon ab, dass die Angaben immer Mindestangaben sind, aber ich kann mich nicht erinnern mal auf welche gestoßen zu sein, wo eine empfohlene Beckengröße ab 60 cm angegeben wird.

Hi,

Du wirst erstaunt sein, aber Apistogramma-Kenner sagen, das man prinzipiell fast jeden Apistogramma in einem 60er halten kannst(quasi Standartmaß bei Züchtern) :wink: .
Regelrecht problemlos sind da die kleineren Arten aus der A.regani-Gruppe, wir haben hier Apistogramma spec "Wangenflecken" als kleine Gruppe in einem stark verkrautetem 63l Becken. Die sind aber auch wirklich harmlos mit ihren gut 4cm und recht sonnigem Gemüt. Wenn NZ da sind, werden die kleinen H. amandae und C.hastatus zwar minimal gejagt, aber das war es auch schon.

Dann haben wir(meine Freundin ist eigentlich die Apistogramma-kennerin :wink: )hier noch A.rositae - ein Paar in einem 60er mit Hemiloricaria und einen Zuchtansatz in einem 40er Becken. Sowas klappt prima mit einem eingespielten Paar.

Selbst größere "Klopper" aus der agassizii-Ecke können in solchen Becken funktionieren - muß aber nicht.
A.borellii würde ich auch bedenkenlos in 60er packen, oder die vielstrapazierten M.ramirezi.

Das jetzt gnadenlos Jedem empfehlen würde ich nicht, aber mit etwas Fingerspitzengefühl geht das gut.

Lg Markus
 
Hi Markus,

na ja, das mag ja in Artenbecken zur Zucht funzen. Aber in einem Gesellschaftsbecken??? Ich weiß nicht. Und wenn du aus den Erfahrungen schon zugestehst, dass es entsprechenden Fingerspitzengefühls bedarf...

Ich hatte im 120-er anfangs einen Kakadu-Bock mit drei Weibern. Die Weiber waren echte Zicken. Obwohl ich viele Verstecke habe, eine Ecke im Becken eigentlich fast immer bis oben zugewachsen ist, haben sich die Weiber gefetzt. Eine hats nicht überlebt. :cry:

Einigen wir uns darauf, größer schadet nicht :D

Gruß

Frank
 

Mudskipper

Mitglied
fschroedie schrieb:
Hi Markus,

Ich hatte im 120-er anfangs einen Kakadu-Bock mit drei Weibern. Die Weiber waren echte Zicken. Obwohl ich viele Verstecke habe, eine Ecke im Becken eigentlich fast immer bis oben zugewachsen ist, haben sich die Weiber gefetzt. Eine hats nicht überlebt. :cry:

Moin,

der Trick ist:halte die Tiere mal paarweise :wink: .

Lg Markus
 
Markus Schulz schrieb:
Moin,

der Trick ist:halte die Tiere mal paarweise :wink: .

Lg Markus

Mahlzeit,

so, pass auf, jetzt komm ich :p

Prof. Dr. Schlagmichtot (komm leider nicht mehr auf den Namen) von der Uni Bielefeld, hat eine Dissertation über Cacatuoides geschrieben. In Langzeitstudien hat er festgestellt, dass sich Kakadus in Haremshaltung wohler fühlen.

Jetzt bist du dran :wink:

Gruß

Frank

P.S.: Ist kein Scheiß, stimmt wirklich. Der beliefert auch meinen Fischdealer.
 

Mudskipper

Mitglied
fschroedie schrieb:
Markus Schulz schrieb:
Moin,

der Trick ist:halte die Tiere mal paarweise :wink: .

Lg Markus

Mahlzeit,

so, pass auf, jetzt komm ich :p

Prof. Dr. Schlagmichtot (komm leider nicht mehr auf den Namen) von der Uni Bielefeld, hat eine Dissertation über Cacatuoides geschrieben. In Langzeitstudien hat er festgestellt, dass sich Kakadus in Haremshaltung wohler fühlen.

Moin,

jetzt meine Frage:

wie misst man bei Fischen wohlfühlen?
In der Natur haben die Tiere nochmal eine ganz andere Situation als im Aquarium, also kaum zu vergleichen. Und wenn jetzt ein Prof.Dr. sagt:"die fühlen sich im Harem wohler" - woher will er das wissen?
Ein Fisch funktioniert mehr oder weniger, wenn er gut gefärbt ist, kein Fluchtverhalten zeigt und sich vermehren kann funktioniert er am Besten.

Gruppenorientierte Fische können sich irritiert zeigen, wenn sie alleine sind.

Ein Paar A.cacatuoides kann harmonieren, gut gefärbt sein und Nachwuchs produzieren - wo ist da der Wohlfühlfaktor :wink: ?

Fühlt sich ein Paar Apistogramma alleine also unwohl?

Wenn Du Dir das in der Natur anschaust, so sieht das oft so aus, das Apistogramma in Gruppen vorkommen, Kerle zicken sich an und brüten mit einzelnen Damen; in der Trockenzeit müssen die Fische oft arg zusammenrücken(fast nur juvenile Apistogramma), in der nächsten Regenzeit geht es wieder los mit Revieren im lockeren Gruppenverband.

Um die Fische also naturähnlich zu halten, müsstest Du ein großes Becken mit einer Gruppe haben, ob sich dann die Fische "wohler fühlen" ist imo reine spekulation und geht schon eher ins esotherische.

Lg Markus
 
okay, okay, ich gebs auf. Natürlich hat Prof. Dr. nicht wortwörtlich gesagt, dass sich die Apistos im Harem am wohlsten fühlen. Wie gesagt, er hat darüber eine wissenschaftliche Dissertation geschrieben und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass Haremshaltung am besten funktioniert.

Mein Post war der Versuch, das Ergebnis einer Dissertation in wenigen laienhaften Sätzen, die ebenso von Laien verstanden werden können zusammen zu fassen. Ich wollte nicht die Dissertation selbst hier abdrucken.

Dass Haremshaltung am besten funktionieren soll, heißt ja nicht zwangsläufig, dass sich Paare deshalb unwohl fühlen :!:

Der Typ züchtet seit vielen Jahren Kakadus. Anhand von Lebenserwartung, Verhalten der Tiere und Paarungsbereitschaft ist er wohl zu dem Ergebnis gekommen.

Ganz ehrlich - ohne Sex fänd ich mein Leben auch scheiße :wink:

Aber lass mal, ich denke, es hat jeder seine Erfahrungen gemacht. Ich denke, beide Haltungsformen sind denkbar und möglich und somit artgerecht. Last but not least würde ich deshalt trotzdem keine Apistos im 60-er Becken halten. Muss ich auch nicht, hab ja ein größeres 8)

Gruß

Frank
 


Moin,

wenn man sich vom "Wohlfühlen" mal etwas löst und versucht im Aquarium das natürliche Verhalten der Fische zu beobachten, kommt man ja villeicht auch zu einem ganz anderen Ansatz:

Ich halte in einem 450 L Becken eine größere Gruppe A. agassizii (ca. 15 Männchen 4 Weibchen).
Da gibt es Kommentkämpe ohne ernsthafte Aggressionen. Die Fische interagieren und leben das komplette Verhaltensrepertoire aus.
Daneben halte ich eine Gruppe (2M / 3 W) in 200 Liter. Da gibt es zwischen den Männchen auch Beschädigungsangriffe. Wirklich funktionieren tut das nicht.
Außerdem noch ein Paar A. cactuoides in 45 L. Die beiden harmonieren gut.

In allen Becken pflanzen sich die Tiere fort.

Für mich die interessanteste Haltung ist in dem 450 L Becken. Nur da kann ich das komplette Programm erleben.

D.h. jede andere Haltung ist auch möglich schränkt die Tiere aber in ihrem Verhaltensmuster ein.

Nicht alsch verstehen, ich will hier nicht die Haltung von Apistogramma in Großbcken zur Pflicht machen, ich will nur darauf hinweisen, das bei der Haltung in 60 cm oder 80 cm immer Einschränkungen im Verhalten der Tiere hinzunehmen sind.
 
Hi,
22 A. rubrolineata (16/6) auf 120 Liter. Keine Probleme und Vermehrung. Keine Haaremsbildung. Strikt Monogame Pärchen.
1/1 A. borelli mit Nachwuchs auf 25 Liter. Keine Probleme.

er hat darüber eine wissenschaftliche Dissertation geschrieben und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass Haremshaltung am besten funktioniert.
Imponiert mir nicht mal für 5 Pfennige.
 

Mudskipper

Mitglied
fluethke schrieb:
Nicht alsch verstehen, ich will hier nicht die Haltung von Apistogramma in Großbcken zur Pflicht machen, ich will nur darauf hinweisen, das bei der Haltung in 60 cm oder 80 cm immer Einschränkungen im Verhalten der Tiere hinzunehmen sind.

Moin,

logo Hase :wink: !Man reduziert die Tiere halt auf das Paar-Verhalten, ob sie deswegen weinen kann man schlecht sehen.

Die Gruppenhaltung im Großbecken ist natürlich das Spannenste, aber die Spannung gibt es genauso in Fks 120l Becken.

Lg Markus
 
Moin,

*OT
Wenn ich meine Tippfehler so sehe, schmeiss ich bald meinen Laptop weg.. :cry:
*EOT

ob sie deswegen weinen kann man schlecht sehen.
Gell Mausi,

deswegen schrieb ich oben extra, weg vom Wohlfühlen... :p

Und das muss man dann ausprobieren, wo für welche Art die geeignete Beckengröße für Gruppenhaltung ist. Wobei das Becken von Klauserich auch optimal geschnitten ist. :wink:
 
in

fluethke schrieb:
Moin,

*OT
Wenn ich meine Tippfehler so sehe, schmeiss ich bald meinen Laptop weg.. :cry:
*EOT

Nabend,

na klar, und wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld *lol*

Sorry, war zwischendurch mal mein Knie operieren lassen und kann so erst jetzt in den verschobenen thread eingreifen:

@FKS

Ich habe diese Quelle nicht benannt, damit der Prof damit jemandem imponieren kann. Ich habe Markus lediglich entgegnet, dass ich es anfänglich mit Haremshaltung probiert habe, was aquaristisch gesehen sicher kein Fehler ist bzw. war. Leider hats bei mir nur nicht so gut funktioniert.

Grundsätzlich ist die Aussage, 20 Apistos in ein 450-Liter -Becken zu setzen und dann das gesamte Verhaltensschema von dieser schönen Art beobachten zu können, nicht von der Hand zu weisen. Aber nicht jeder kann sich ein 450 - er AQ ins WoZi stellen und nicht jeder möchte ein ausschließliches Artenbecken halten.

Bei einem Gesellschafts- oder Regionenbecken, in dem neben den Apistos mehrere Arten gehalten werden sollen, sollte m.E. ausreichend Platz vorhanden sein und der erschließt sich mir nicht mit Becken von 60 oder 80 cm Breite. Ob Paar- oder Haremshaltung hängt dann sicher von der Größe des Beckens, sowie vom übrigen Besatz ab. Wenn jemand ein einzelnes Apisto-Pärchen ohne Beifische halten möchte, der kann dann auch wie Fluethke ein 45-Liter-AQ nehmen, da in diesem Fall wohl das gesamte Becken als Revier angesehen wird.

LG

Frank
 
Hi,
Bei einem Gesellschafts- oder Regionenbecken, in dem neben den Apistos mehrere Arten gehalten werden sollen, sollte m.E. ausreichend Platz vorhanden sein und der erschließt sich mir nicht mit Becken von 60 oder 80 cm Breite. Ob Paar- oder Haremshaltung hängt dann sicher von der Größe des Beckens, sowie vom übrigen Besatz ab.
Richtig. In Gesellschaft würde ich die auch erst ab nem 80er Packen und dann garantiert nur paarweise. Grade Anfänger sind mit sich gegenseitig zerlegenden Weibchen überfordert. Die klassische Beckengestaltung tut da ihren Beitrag. Aber da die Tiere eh immer mehr zum Massenfisch "verkommen" und sich da viele (falsche) Meinungen bilden, ist eine detaillierte Betrachtung wohl nicht sinnvoll. Man findet sicherlich für jedes Konzept einen, bei dem es klappt.
 


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