Hallo Wolf,
die Zwergfadenfische sind tatsächlich optisch, wie vom Verhalten her beeindruckende Fische. Fridolin ist mein zweites Männchen und kerngesund. Ist jetzt seit ca. vier Wochen bei mir. Davor hatte ich ein jüngeres Männchen vom selben Händler zusammen mit Margarethe dem Weibchen. Das Männchen bekam aber schon nach zwei Tagen in meinem Becken weißliche Flecken, die immer mehr wurden über die folgenden Tage. Vor allem am Bereich um den Kopf bis zur Mitte des Körpers. Der Fisch verstarb innerhalb von 8 Tagen. Margarethe ging es aber sehr gut und das auch bis heute. Den Händler kontaktiert und auf Rat erst Salzwasserbäder versucht. Brachte aber nichts. Dann die Meldung vom Händler das aus dessen letzter Bestellung, aus der auch mein Männchen stammt, alle Männchen in seinem Verkaufsbecken mittlerweile die gleichen Symptome aufweisen. Der Lieferant / Züchter wurde dann gewechselt und ich holte mir ein paar Wochen später Fridolin als Ersatz kostenlos aus der neuen Lieferung ab. Fridolin ist farbenfroh und macht einen kerngesunden Eindruck. Ist eben nur komplett auf Nestbau ausgerichtet und tut seit er bei mir ist nichts anderes, ausser zwischendurch zu essen wenn ich füttere und Margarethe zu begatten oder weg vom Nest zu jagen. Rekord war mittlerweile ein Schaumnest von 31 cm Länge und maximal 7 cm Breite (siehe Bild).

Hatte die beiden zuerst mit den Roten Neons im gleichen 54er Becken, aber das war für Fridolin zu viel Stress. Kam aus dem Verteidigungsmodus überhaupt nicht mehr heraus und schnappte am Ende auch nach den Roten. Wie im vorigen post geschrieben, teilt er sich jetzt mit Margarethe alleine das Becken und tobt sich jetzt eben nur noch an den Pflanzen aus.

Fridolin, hier gerade vier Tage bei mir, noch mit den Roten Neons zusammen und noch vielen Pflanzen. Der weiße Fleck vorne am Kopf ist nur eine Überbelichtung eines Lichtflecks.
Heute noch einmal im 125er Becken die Werte gemessen und ich komme auf einen KH von 6 und pH von 7. Nach der CO2 Tabelle ein Wert von 19 im grünen Bereich. Denke aber die JBL Stäbchen sind nicht sehr genau und nur eine Orientierung. Werde mir kommenden Monat den kleineren Tröpfchentest Koffer von JBL gönnen, um genauere Werte zu erhalten. Den Fischen geht es aber vom Verhalten her gut. Kein Luftschnappen an der Oberfläche, gesunden Apetitt, keine Lethargie, keine Zuckungen oder irres herumrasen im Aquarium. Optisch sehen alle gut aus mit kräftigen Farben und anliegenden Schuppen. Alle Arten halten sich in den Tiefenbereichen auf, die für sie typisch sind.
Ach ja, im 54er Becken halte ich jetzt in der Herbst / Winter Periode konstant 25 Grad und im 125er 26. Muss sehen wie es dann im Sommer wird.
Beleuchtet wird in beiden Becken ab 9 Uhr morgens. Gegen 10 Uhr gibt es Frühstück. Um 12 Uhr ist Mittagsruhe bis 15 Uhr. Danach wieder Licht bis 22 Uhr. Insgesamt also 10 Stunden Beleuchtung am Tag. Gegen 19 Uhr wird das Abendbrot gereicht. Habe gelesen das es den Fischen egal ist wann sie am Tag gefüttert werden. Meine versammeln sich gegen 9:45 an der Scheibe unterhalb der Luke und halten Ausschau nach mir. Genauso am Abend gegen 18:30 Uhr. Als ob sie seit Wochen nichts zu fressen bekommen hätten.

Freitags gibt es kein zugereichtes Futter meinerseits. Da ist dann Aufräumtag angesagt und das was sich so am Grund ansammelt soll schön aufgefressen werden. Ich achte aber bei den Fütterungen darauf das so gut wie nichts auf den Grund fällt, bis auf ein bisschen für die Dornaugen.
Hauptsächlich verfüttere ich täglich Flocken oder Granulat. Jeweils ein Gemisch aus tierischen und pflanzlichen Produkten. Zwei mal die Woche gibt es abends Frostfutter, wie Cyclops, weisse und schwarze Mückenlarven, Artemia mit Knoblauch oder Daphnien. Die Streifis bekommen aber bei den Fütterungen abends auch ab und an zusätzlich gefriergetrocknete rote Mückenlarven als Leckerli. TK rote Mückenlarven verfüttere ich nicht mehr. Für die Fadenfische sowieso nicht, weder TK noch gefriergetrocknet.