Anwendung Arzneimittel

maxbe2973

Mitglied
Hallo,
meine Sumatrabarben sind vermutlich von Flossenfäule betroffen, nun möchte ich es gern behandeln mit eSHa 2000.
In der Anleitung steht, dass Schnecken dieses Mittel nicht gut vertragen und man diese entfernen sollte. Ich habe 2 Rennschnecken im Becken aber weiß nun nicht, wo ich diese unterbringen soll, oder soll ich sie doch im Becken lassen?
Falls jemand Erfahrungen mit diesem Mittel und dessen Anwendung hat, teilt sie mir gerne mit :)

LG Max
 


May

Mitglied
Hi Max,

Esha 2000 enthält viel Kupfer. Auch Welse können da empfindlich reagieren. Nach Möglichkeit solltest du anders behandeln.

Du sprichst von vermutlicher Flossenfäule. Hast du Fotos von den Fischen? Wenn du nicht sicher bist, dann solltest du das erst abklären und nicht einfach die Medibombe schmeißen. Gerade Sumatrabarben sind Rambos und können sich gegenseitig die Flossen verletzen.

Flossenfäule ist ganz gut mit einer Optimierung der Haltungsbedingungen zu heilen, sofern sie noch nicht zu stark fortgeschritten ist. Falls Medikamenteneinsatz nötig ist, dann präferiere ich Sera Baktopur in Kombination mit Sera Ectopur und einem Sud aus Seemandelbaumblättern.

Am wichtigsten ist allerdings die Ursache zu beseitigen. Flossenfäule ist eine bakterielle Infektion und wie so oft ist der Auslöser Stress. Es gilt also herauszufinden was den Stress auslöst. Beckengröße, Beckeneinrichtung, Besatz, Wasserwechsel, Fütterung sollte man sich mal anschauen. Können wir gerne auch gemeinsam machen.

Gruß Astrid
 

maxbe2973

Mitglied
Naja ich hatte auch die Vermutung, dass es durch Rangkämpfe entstanden ist, Bild von dem betroffenen Fisch (Moosbarbe) ist im Anhang. Ein Fisch ist auch ein Tag vorher gestorben, dieser hatte einen „zerfetzten“ Bauch. Ich halte neben den Sumis keine anderen Fische.
 

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Mescalero

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Üble Sache...
Aber wenn das solche Stinkstiefel sind, ist es dann nicht wahrscheinlich, dass es sich um verpilzte oder entzündete Verletzungen handelt? Und nicht um Flossenfäule oder ist das dasselbe?

Ich bin aber kein Mediziner und spekuliere bloß.
 

May

Mitglied
Hi Max,

schwer zu erkennen. Könnte auch eine verpilzte Verletzung sein. Gut sieht es aber nicht aus. Wie groß ist das Becken und wieviele Sumis hast du?
Ich würde die nicht unter 150cm und nur in großen Gruppen ab 20 ohne Beibesatz halten.

Ist nur der eine Fisch betroffen?

Gruß Astrid
 

maxbe2973

Mitglied
Hi Max,

Ist nur der eine Fisch betroffen?

Ja, nur der eine.
Das Becken ist nur ein 126l. Das Problem ist, dass ich mich vor dem Kauf zu wenig informiert habe und mir eine Gruppe von 15 Fischen auf diese kleine Beckengröße verkauft wurde, ich weiß, dass das sehr unpassend ist. Deswegen sind auch viele nach dem Kauf gestorben, aufgrund der unpassenden Bedingungen. Ich habe jetzt nur noch eine Gruppe von 5 Fischen. Ich wollte auf weiteren Besatz verzichten, da wie schon erwähnt diese Fischart nicht in diese Beckengröße passt. Die Fische habe ich ca. seit einem Jahr.
 


Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Max,
Mit esha 2000 habe auch schon Zwergbuntbarsche ermordet, das ging sogar sehr schnell. Sie haben in sekundenschnelle mit Luft schnappen reagiert und kurz darauf wars dann vorbei mit ihnen.
L. G. Wolf
 

Balduar

Mitglied
Würde wenn medi benutzt werden sollte den Fisch oder falls es mehre sind separieren und nicht einfach ins Becken kippen
 

May

Mitglied
Hi,

ich würde das Esha auch nicht nehmen. Bei der Ausgangslage wird es immer wieder dazu kommen, dass die Fische sich gegenseitig zerhacken. Da hilft auch kein Medikament. Die Fische müssen in ein größeres Becken und brauchen mehr Artgenossen. Ansonsten wird der jeweils Schwächste tot gemobbt.
Leider hilft es auch nicht, wenn du die fünf Fische in ein großes Gesellschaftsbecken ab gibst. In zu kleinen Gruppen richten sich die Aggressionen ggf. gegen den Beibesatz.
Sumatrabarben ist so ne Art, die m.M.n. nichts für Einsteiger sind, da vom Handling nicht so einfach. Man bekommt sie im Handel als Jungfische und die scheinen auch erstmal friedlich. Werden die älter, dann geht es meistens los.

Gruß Astrid
 

Fritz5

Mitglied
Moin, ich informier mich auch immer mal wieder wegen Sumis, hätte die gern. Habe nur n 350er Becken (Astrids Bemerkung mit mind. 150 cm macht mir Panik!!). Habe gelesen, dass sich in kleineren Gruppen halt der Stress nicht so auf die Tiere verteilt und vermutlich bekommt einfach eine zu viel auf einmal ab.

Haste denn paar Versteckmöglichkeiten im Becken? Am besten ist vermutlich, n größeres Becken aufzustellen und aufzustocken, oder zu versuchen, die Tiere abzugeben.

(Wenn es keine Krankheit ist, denn damit kenne ich mich zu wenig aus, aber die können ja auch stressbedingt gefördert werden.)
 

maxbe2973

Mitglied
Ich habe in der Mitte des Beckens viele Pflanzen als Versteckmöglichkeiten, sowie auch einen Stein und eine Wurzel mit weiteren Pflanzen an der Seite.
 

Mescalero

Mitglied
Moin, ich informier mich auch immer mal wieder wegen Sumis, hätte die gern. Habe nur n 350er Becken (Astrids Bemerkung mit mind. 150 cm macht mir Panik!!). Habe gelesen, dass sich in kleineren Gruppen halt der Stress nicht so auf die Tiere verteilt und vermutlich bekommt einfach eine zu viel auf einmal ab.
Hi Fritz, das Becken ist wahrscheinlich ein Einszwanzscher? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das zu klein ist.

Es gibt einen Malawi-Cichliden, Chindongo demasoni, der gilt als einer der aggressivsten Mbunas überhaupt. Da gibt es Tote, wenn man nicht aufpasst. Um die Aggression so zu verteilen, dass kein Fisch zu Schaden kommt, empfehlen einige (viele) Experten, die Fische in sehr großen Gruppen und in vergleichsweise kleinen Aquarien zu halten.

Vielleicht funktioniert ein ähnlicher Ansatz auch bei Sumatrabarben? Wenn ich den Platz hätte, würde ich es probieren, ich finde die nämlich auch Klasse!
 

Fritz5

Mitglied
Hi, jo 1.20er. Mal schauen,dauert noch..hab ja noch aktuellen Besatz von denen ich niemandem Sumis als Mitbewohner antun möchte.
 

May

Mitglied
Hi Fritz,

Astrids Bemerkung mit mind. 150 cm macht mir Panik!!

das war nicht meine Absicht. Die 150cm sind auch nur aus dem Bauch heraus. Wenn ich mir mein 240l angucke, kann ich mir da 20+ marodierende Sumatrabarben nur schwer vorstellen.
Ich selbst hatte mal fünf Sumatrabarben meiner Mutter abgenommen (aus 60cm). Weiß aber nicht mehr, ob ich die ins damalige 80cm oder 120cm gepackt hatte. Jedenfalls haben die Psychos den gesamten Besatz terrorisiert und ich habe sie dann irgendwann in den Laden zurück gebracht.
Dann hatte ich vor paar Jahren bei jemandem eine fünfer Truppe im großen Becken gesehen. Maße weiß ich nicht mehr genau, auf jedenfall größer als mein 240l. Auch da wurde der Beibesatz terrorisiert. Hinzu kommen noch zahllose Erfahrungsberichte ähnlicher Art.
Daraus leite ich für mich persönlich ab, sollte ich jemals nochmal Sumatrabarben halten, dann nur ab min. 20 Stück in sehr großen Becken.

Schau mal hier, das ist schon mega:


Gruß Astrid
 

May

Mitglied
Astrid, was wäre nun die beste Möglichkeit zu handeln? Möchte die Fische ungern mit Medikamenten belasten, wenn diese sowieso nicht zwingend notwendig sind.
Die Fische müssen in ein größeres Becken und brauchen mehr Artgenossen. Ansonsten wird der jeweils Schwächste tot gemobbt.

That's it! Du kannst wöchentlich große Wasserwechsel machen und Huminsud reingeben, aber wenn der Fisch weiter attackiert wird, dann löst das nicht das Problem. Selbst wenn da ein Heilungsprozess einsetzt, bekommt er direkt die nächste Verletzung.
 


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