2 Monate altes Becken -> Ausfälle, aber wieso?

Hallo zusammen,

so langsam kriege ich hier Bauchschmerzen - ich bin seit rund 12 Jahren Aquarianerin und besitze z.Zt. 4 Aquas. 3 davon habe ich auf HMF umgerüstet und eins ist mein Sorgenkind.
Das 112 Liter Becken. Laufzeit rund 2 Monate.

Ausgestattet mit HMF der eigentlich recht gut eingelaufen ist (Matte ist nachgedunkelt aber letztens verstopft gewesen - zu wenig Bakterienaktivität?), pH, KH und Co stabil, leichter "Überbesatz" auf dem Papier.
9 Moosbarben
10 Schwarze Neon
5 Corydoras duplicareus

Nun macht mit da doch etwas Sorgen. Die Fische wirken ruhig und nicht gestresst, keine nennenswerten Rangeleien auch nicht zwischen den Arten. Dunkles Becken, viele Versteckmöglichkeiten. Was ist passiert? Nach etlichen Jahren habe ich bei meinem Neubesatz Ausfälle. 1 Moosbarbe, 1 Cory und ein Cory ist momentan in der Schräglage am Boden, keine Krankheitsanzeichen, frisst weiter.

Was ist da los!? Ich kann einfach keinen Grund finden, warum eine Moosbarbe (eine kleine) und mittlerweile 2 Corys "umkippen" ohne deutliche Stressindikation (die Tiere werden nicht gejagt etc!) oder Krankheiten!

Ist es wirklich so, dass man am Anfang sagen muss, dass einige einfach "umfallen" müssen und der Rest des Besatzes sich durchsetzt? Das kanns doch auch nicht sein!

Meine letzten Tierchen hatte ich nie aus der Zoohandlung, von daher habe ich da auch keine Ahnung, wie viele "kranke" oder "minderwertige" Tiere da so rausgehen. Jemand Erfahrungen damit? Ich kanns mir einfach nicht erklären...

Danke für jeden Tipp!
xter
 


Moin xter,

ich glaube, manchmal hat man einfach so'n Sorgenbecken, ohne, dass man eine Erklärung dafür findet :?

Bei den zeitweilig 8 Aquarien, die hier rumstanden, war/ist auch so ein Pechbecken dabei.
Gleiche Filterung wie bei einigen anderen, gleicher Bodengrund, gleiche Beleuchtung, gleiche Behandlung...und trotzdem war es das AQ, in dem mir reihenweise die Fische umkippten.
In keinem meiner anderen AQs hatte ich derartige Problem wie in dieser Kiste, völlig unterschiedlichster Art:

- Es fing mit den ersten Versuchen von Bio-CO2 an, die uns einen fulminanten Schaumteppich bescherte, den wir ewig nicht loswurden
- Nach dem Einsetzen der ersten Fische, Parotocinclus recife, verstarben innerhalb weniger Tage 2
- Von den Otos, die dann noch dazu kamen, schoss einer so dämlich in ein Wurzelloch, dass ihm nicht mehr zu helfen war.
- Die nächsten Fische war ein "Schwarm" Hyphessobrycon haraldschultzi, die sich dermassen anzickten, dass ihnen reihenweise Schwänze und Flossen fehlten, daher mussten sie wieder ausziehen
- Als nächstes kamen Sundadanio axelrodi, von denen 4 schon den ersten Tag nicht überlebten, der Rest sich nach jedem Wasserwechsel verabschiedete
- Danach zogen Boraras urophthalmoides ein, die sich nach und nach in Luft auflösten, bis es nur noch 3 waren, die inzwischen glücklich und zufrieden in Oldenburg leben
- Irgendwann beglückte ich mich mit Danio margeritatus, die ich, nachdem sie lange sehr stabil standen, innerhalb von einer Woche verlor, nämlich nachdem
- Pseudomugil furcatus einzogen, deren Bestand sich wiederum nach jedem Wasserwechsel dezimierte. Der Rest von ihnen ist inzwischen auch umgezogen.
- Als besonderes "Highlight" gab's dann noch Planarien
- Vorerst hoffentlich letzte "Katastrophe" in der Geschichte des AQs sind die Hyphessobrycon amandae, die vor ein paar Wochen einzogen und teilweise als ungeplanter Snack für die SBBs endeten.

Vor 2 Monaten habe ich die Kiste völlig neu gemacht, neuen Sand rein, neue Pflanzen, neue Deko und teilweise neue Fische.
Abgesehen von den verspeisten Funkensalmlern scheint der Rest jetzt stabil zu sein, es gab bei dem weiteren Besatz keine weiteren Ausfälle mehr, allerdings lässt der Pflanzenwuchs etwas zu wünschen übrig und wuchert nicht so üppig wie in den anderen AQs.

Ich hab keine Ahnung, warum ausgerechnet in diesem AQ soviel Mist passiert, der ja auch noch unterschiedlichster Art ist, so dass man keine Erklärung für alle Vorgänge finden könnte.
Wie gesagt, ich behandel alle AQs mit der gleichen Sorgfalt und Aufmerksamkeit, und trotzdem ist in diesem einen Becken der Mist in geballter Form zu finden. :roll:

Gruss,
Britta
 
Hi Lioness

Tut gut zu hören, dass es anderen auch so geht... Problembecken hatte ich immer gehabt (meist haben die sich abgewechselt... das eine war zugealgt das andere schön und dann wieder hin und her obwohl beide Becken EXAKT gleich behandelt wurden) aber so Ausfälle hatte ich noch nie. :( Von meinen 6 Corys sind nur noch 4 da. *an Kopf pack*

Was kann ich denn "übersehen" haben was die einzelnen Fische so schwächt? Irgendwas muss doch da sein!
Ich hatte erst gedacht, dass sie vielleicht hungern aber bei der Menge Futter die ich da allein wegen den Mossbarben reinkippe... Man weiss es nicht.

Falls noch jmd Ideen hat, immer her damit!:)
Gruß,
xter
 
Hallo,

ich noch mal. ;) Muss mal meinen Thread puschen, denn heute ist mir der dritte Cory in Folge verstorben. Es trifft momentan wirklich nur die Corys und ich weiss einfach nicht mehr was das sein kann.

In meinem Becken ist eine selbstgebaute Rückwand aus Styrodur, Zement, Acrylfarbe und Epoxidharz so wie ein HMF der mit Aluprofilen befesitigt ist.
Letztens habe ich gelesen, dass die Schnittstellen des Alu bei Säurekontakt regieren können - mein pH Wert liegt zwischen 7,0 und 7,5 und eigentlich sollten ja dann alle Fische auf mögliche "Gefahrenstoffe" im Wasser reagieren und nicht einer nach dem anderen, oder?

Momentan würde ich das ganze Becken am liebesten auf den Sperrmüll schmeißen. ;) Jemand noch ne Idee, worans liegen kann?

*garst*
xter
 
Aber was soll es sein?! Ich hab die gleiche RW in meinem anderen Becken mit den Perlhuhnbärblingen - gleiche Materialien etc.. Und würde das nicht alle Fische betreffen dann? Oder zumindest alle Corys gleichzeitig? oO
 


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