welche Schnecken einsetzen?

Hi,

ich möchte gerne ein paar Schnecken im Becken haben.
Nur welche?
Sie sollen sich nicht vermehren, ich will ja keine Plage...
Ich habe an Zebrarennschnecken gedacht, aber irgendwer sagte mir mal, die seien sehr empfindlich und legten überall ihren Laich ab. Ist das wirklich so schlimm?

Ich möchte halt einfach ein bisschen Resteverwerter und Putzhelfer haben.

Muss ich die Schnecken zusätzlich füttern?
Wie viele wären denn auf ein knapp 200 L Becken angebracht?
(Mit ca 15 Sumatras und ca 5 Panzerwelsen).

LG
Sonja
 


Z-Jörg

Mitglied
Hi Sonja,
An deiner Stelle würde ich Turmdeckelschnecken einsetzen, die meisten gängigen Anderen holt man sich früher oder später unbewusst.
Zur "Plage" werden sie nur wenn du zuviel Trockenfutter fütterst.
 
Ich hab viele verschiedene Schnecken bei den Sumis und da hält sich die Vermehrung selbst bei den Posthörnern in Grenzen, nahezu jedes Gelege wird von den Sumis gefressen, da bleibt selten eins unentdeckt. Die Turmdeckelschnecken vermehren sich aber nicht so rasant. Also ich hab noch nie ein Gelege von den Zebrarennschnecken (oder den anderen Musterungen dieser Gattung) bei uns im Becken entdeckt.

Extra füttern musst du je nach Menge der Schnecken und ob Algen und Futterreste vorhanden sind (letzteres ist bei Sumatras nahezu ausgeschlossen und wenn dann sind die krank). Ich bestreiche Steine mit Spirulina oder züchte am Fenster Algen auf ihnen um damit die Schnecken zu füttern, aber dazu muss ich die Fische austricksen weil die das Zeug lieben und das komplett wegfuttern. Es klappt am ehesten wenn ich es wirklich nachts nach dem das Licht schon 2 Stunden aus ist reinpacke. Wenn ich Welstabs oder ähnliches reinschmeisse und die Sumatras das wittern bleibt da nix übrig.

Ich hab Helmis (Algenrennschnecken), Zebrarennschnecken, verschiedene Turmdeckelschnecken, Tylomelanias mit verschiedenen Fußfarben, Teufelsdornschnecken, Posthörnchen, und Blasenschnecken bei den Fischen. Zur Plage wird da nix, Algen hab ich aber dafür auch nicht :mrgreen: Die Scheibe putzen die dir aber nicht - das tun auch Welse nicht :wink:

Mit den Panzerwelsen bin ich gespannt was du berichtest - ich würds mich nicht trauen, falls du vielleicht ein Alternativbecken im Haus hast falls es doch nicht klappt wäre das ein Plan B.
 
Hi,

danke für eure Antworten!
Ich weiß nicht, die Turmdeckelschnecken gefallen mir alle nicht so. Und ich hätte sicherheitshalber doch lieber Schnecken, die sich definitiv nicht im Aquarium vermehren können. Gibt mir irgendwie ein besseres Gefühl :wink: .

Mir würde auch die Punktnapfschnecke gefallen, könnt ihr dazu was sagen?

@misscarla:
Ja, das mit den Welsen versuche ich jetzt einfach mal. Es gibt sehr unterschiedliche Berichte über die Vergesellschaftung mit den Sumatras. Die Zoofachfrau meines Vertrauens war voll dafür :wink:

LG
Sonja
 
Sei mir nicht böse dass ich da recht kritisch darüber denke - der erste Zoofachmann meines Vertrauens hat mir Sumatras fürs Gesellschaftsbecken verkauft - und beteuert aus Erfahrung und der von zahlreichen Kunden dass es funktioniere - mit Welsen und Neons und wem sonst noch. Ende vom Lied war nach ein paar Monaten viel Sucherei in den Kleinanzeigen und letztlich wurde aus einem Nano Cube und einem 100 l Becken mittlerweile 6 Aquarien und viel Erfahrung durch Fehler.

Was die Schnecken angeht - woher kommt die Skepsis bzw Abneigung gegen eventuelle Vermehrung? Ich mein so ein Aquarium ist nichts was man genau definieren oder kontrollieren kann - ein bisschen reguliert sich so ein kleines geschlossenes System ja auch selber und dann sieht das nicht immer so schön aus wie auf dem Prospekt - da ist dann statt hübscher Deko eher Naturmaterial drin und Algen und Fischkot am Grund weil Mulmsaugen auch nicht immer das wahre ist :mrgreen:

Die Punktnapfschnecke - ich dachte immer das sei das gleiche wie die Rennschnecken nur mit anderem Muster - aber ich bin auch kein Spezialist. Aber selbst wenn die Gelege überall hinpacken - ich dachte dass die nur in Brackwasser erfolgreich gezüchtet werden können und das wird nicht der Fall sein - also haben die Sumis was zum fressen wenn die Gelege finden. Nix schlimmes also :)
 
Ich weiß nicht, vielleicht sitzt es einfach noch tief, wie ich damals bei meinem ersten Aquarium immer Schneckenprobleme hatte. Ich bin heilfroh, dass ich mit meinen Pflanzen keine Schnecken unerwünscht eingeschleust habe.
Ja ich weiß, da ist die sache mit den Ursachen, der Fütterung und so. Aber so schnell werde ich dieses Gefühl, was absichtlich einzusetzen was zu ner Plage werden könnte einfach nicht los.
Sagen wir... Ich will mich einfach langsam ran tasten. :wink:

Tja, die Sache mit den Welsen. Zwischenzeitlich hatte ich mir das auch überlegt, und dann meinte die Verkäuferin, dass ich doch unbedingt auch was für unten brauche... Ich weiß ja auch noch nicht.
Mein Mann hätte ja gerne einen procambarus allenii, aber ob das besser passen würde...oder überhaupt denkbar wäre?

Dass die Punktnapfschnecke und die Zebrarennschnecke das gleiche sind, habe ich auch schon gelesen. Aber es hat mich irritiert, weil der lateinische Name ein anderer war.
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Sonja,

dass die Rennschnecken sehr empfindlich sind, kann ich nicht bestätigen.
Dass sie überall ihre Eier ablegen, dagegen schon.
Sie sind an Wurzeln, Steinen, usw. zu finden. Kleine weisse Punkte, die auch kaum abgehen. Bisher hat auch kein Fisch bei mir diese Eier gefressen. Mit der Zeit werden die Eier etwas dunkler, leuchten dann nicht mehr so weiss und fallen nicht mehr so auf. Aber man sieht sie nach wie vor. Wenn dich das stört, sind die Rennschnecken wahrscheinlich nicht die richtige Wahl.
Andererseits sind es sehr schöne Tiere, die vor allen Dingen ihre Fühler bei sich behalten, sprich keine Angriffsfläche für Sumatras (in meinem Fall Prachtbarben) bieten. Waren bei mir im Becken ideal.
Könnte mir vorstellen, dass Sumatrabarben auf die Fühler größerer Schnecken so ähnlich reagieren wie Prachtbarben...nämlich zupfen, ärgern und wieder zupfen.
Apfelschnecken ging bei mir z.B. gar nicht. Die mussten ein eigenes AQ bekommen. Sonst wären sie verhungert, da sie sich nicht mehr aus ihren Häusern gewagt haben.

Grüße Petra
 


Ok das kann ich irgendwie nachvollziehen - vielleicht ist vorsichtiges rantasten ein guter Weg :)

Was die Bestückung angeht - das versteh ich nicht so ganz - dass man auch was für "unten" braucht. Die Barben werden das Becken ausgiebig nutzen - in jeder Schicht, meine "mulmen" dauernd den Bodengrund ab wenn sie der Meinung sind ich füttere zu wenig (sprich ständig :mrgreen: )

Der blaue Krebs - puh - gute Frage - ich hab zwar schon gesehen dass sie in Gesellschaftsbecken gehalten wurden, aber ich glaube da kommts auf den Charakter der Tiere an. Grundsätzlich brauchst du eine zusätzliche Bodengestaltung für die Kneifer, Tonröhren oder Gestein das Höhlen bietet in ausreichender Größe und mehr als Krebse drin sind, die sind wählerisch was den Unterschlupf angeht, zur Not buddeln sie sich selber eins :) Und Pflanzen werden je nach Laune auch gern gefressen, da böten sich dann Schwimmpflanzen an oder Versuche mit verschiedenem Futter um zu sehen ob sie das davon abhält. Manche fressen Fische gerne, zumindest die die sie kriegen können, entweder weil die Fische zum Ruhen absinken oder weil die Krebse auch gern mal auf einen höheren Platz krabbeln und lauern bis was passendes vorbeikommt. Ich denke da sollte man zumindest Verluste einplanen.
 


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