Welche Fische bei den Werten?

Hallo,

nach langer Abstinenz bin ich wieder bei der Aquaristik gelandet. allerdings fällt es mir schwer für meine Wasserwerte Passenden Besatz zu finden. Ich habe im "Aquarienguide" meine Wasserwerte und Beckengröße eingegeben und der Spuckte nur die Australische Wüstengrundel aus.

Gibt es denn für diese Wasserwerte wirklich keine anderen Fische?
27°C
KH=11
PH=7,6
NH4=0
NO2=0
NO3=15
CO2= ca. 8,5

Beckengröße: 60cm X 30cm X 35cm

Momentaner Besatz:
6x Poecilia reticulata

Über Vorschläge wäre ich sehr dankbar,

Gruß, Olli.
 


fischolli

R.I.P.
Moin Namensvetter

Kuck mal nach Bewohnern des Tangajikasees, das sollte eigentlichvgut passen. Bei großen Becken wäre Malawi ggfs. Auch noch eine Option.

Mir fiele als erstes Schneckenbuntbarsche ein.

Gruß
 
Hallo,

@Lasse: Den GH kann ich grade nicht messen, mein Wasserversorger gibt ihn mit 13,2°DGh an.

@Olli: Das sind ja alles wirklich wunderschöne Fische, aber keiner unter 100l. Mein Becken hat grade mal 60. Brutto...
Edit: Einzig der Schneckenbuntbarsch wird je nach Quelle auch mit 63l angegeben, das wäre dann bei meinem Becken aber sehr ´grenzwertig.

So wie ich das sehe, liegt es bei meinen Werten doch hauptsächlich am PH Wert, oder? Gibt es vielleicht eine Möglichkeit diesen zu senken?

Gruß, Olli.
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

die kleinen Schneckenbubas sollten yuch in einem Standard 60 er kein Problrm sein. Dazu super interessante Fische, bei denen es wirklich was zu sehen gibt. Lies dir mal alles zu Neolamprologus multifasciatus durch. Ich denke, in einem 54l-Becken gehen sogar mehrere Paare.

Wenn du gern ein "grünes" Aquarium willst, solltest du tatsächlich was an deinen Werten machen. Das heisst, du müsstest dein Wasser weicher machen, der PH-Wert geht dann von ganz alleine runter. Eine kleine Osmoseanlage dafür kostret vielleicht 60-70,--, gebraucht sogar weniger. Damit kannst du dann dein wasser auf jeden gewünschten Wert einstellen.

Gruß
 

Starmbi

Mitglied
Hallo,

ich finde Dein Wasser gar nicht so schlecht.

pH, KH und CO2 bilden ein Dreigespann und hängen voneinander ab.
Willst Du den pH-Wert senken kannst Du die KH senken und/oder CO2 erhöhen.
Die KH senkst Du am besten über eine Umkehrosmoseanlage (senkt auch die GH). Gut für die geeigneten Fische.
CO2 erhöhst Du z.B durch eine CO2-Anlage. Gut für die Pflanzen.
Du kannst natürlich auch beides gleichzeitig machen.

Aber auch ohne diese Änderungen des Wassers geht da einiges.
So genannte Weichwasserfische kommen eher nicht in Frage.
Ansonsten hast Du noch eine riesige Auswahl.

Gruß
Stefan
 
Hallo,

@Olli: Die Schneckenbuntbarsche sind wirklich interessant, die wird ich auf jeden Fall ins Auge Fassen. Über das Pflanzenwachstum kann ich mich eigentlich nicht beschweren.

@Stefan: Bei meinem kleinen Becken, hatte ich mich bei der Einrichtung für eine "Bio" CO² Anlage entschieden. Der PH Wert hat sich allerdings nicht wesentlich verändert. Wahrscheinlich liegt's aber daran, dass meine CO²-Anlage nicht die Mengen CO² ins Wasser bringt, wie eine richtige CO² Anlage. Noch mehr technischen Aufwand wollte ich aber eigentlich nicht betreiben (War so schon schwer genug das Becken meiner besseren Hälfte schmackhaft zu machen).

Ich habe gelesen, das man das Wasser welches man zum Wasserwechsel benutzt, zuerst über einen Eimer Torf "Filtern" kann, bevor man es ins Becken gibt. Das würde das Wasser auch etwas enthärten. Funktioniert das, oder ist das dann eher wie bei der Bio CO² Anlage eher "Kopfsache"?

Starmbi schrieb:
So genannte Weichwasserfische kommen eher nicht in Frage.
Ansonsten hast Du noch eine riesige Auswahl.

Wie schon gesagt, je nach dem wo man nachschaut, liegt mein PH Wert mindestens 0,4 Punkte höher als für die Fische angegeben. ich wollte auch nicht einfach probieren ob's gutgeht.

Gruß, Olli.
 


fischolli

R.I.P.
Moin,

mit Torf machst du eine Teilentsalzung, das ist je nach Torf sehr wirksam. Allerdings hast du entsprechenden Verbrauch an Torf. Für ein kleines Becken vieleicht noch vertretbar, aber langfristig doch zu aufwändig.

Gruß
 
Hallo,

ich hab mich noch ein wenig umgeschaut und bin dabei auf Apistogramma urteagai gestoßen. Angenommen, mein Fischändler könnte mir ein Pärchen der Buntbarsche besorgen, müssten die doch zu meinem Wasser und den Guppys passen, oder?
Was haltet ihr außerdem von 5 Corydoras adolfoi? Sind allerdings von den Wasserwerten je nach Quelle grenzwertig.

Gruß, Olli.
 

Starmbi

Mitglied
Hallo,

die C. adolfoi hab ich gestern zufällig im Händlerbecken gesehen, waren ganz schöne Brocken.

Gruß
Stefan
 
Hallo,

von den Adolfois hatte ich vor ca. 7 Jahren schon mal 10 Stück in einem 190l Becken. Soweit ich mich erinnere wurden die nie größer als 5cm. Sollte das wirklich zu groß sein für mein Becken?

Gruß, Olli.
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

auch A. urteagai sind ansich Weichwasserfische. Ein Bekannter hier in Bremen hat m.W. Nachzuchten von denen und hält und züchtet die in sehr weichem Wasser.

Gruß
 
Hallo,

mit diesen Angaben habe ich sie gefunden:
Aquarienhaltung: Temperatur 22 - 27°C, pH 6 - 8, GH < 15 °dH. Die Art ist sehr problemlos zu halten, auch in kleineren Behältern. Sie ist friedlich und robust.

Aber zum selben Tier bekommt man bei 3 Quellen mindestens 3 verschiedene Angaben. Welcher vertraue ich nun?

Gruß, Olli.
 
Nabend,

ok, das klingt logisch.
Wenn die Werte des Ursprungsortes mit den Werten meines Beckens übereinstimmen, sollte es dem Fisch ja eigentlich bei mir gut gehen.
Wenn ein PH Wert von 8 und eine Gesammthärte von 0-15 angegeben ist (Im Ursprungswasser; Der Wert ist blind herausgegriffen, dient nur zur Veranschaulichung), ist das dann Weich oder Hart? Zu Meinem Wasser würde das (eigentlich) passen: PH 7,6 und GH 13. Der Leitwert wird bei dem Beispiel mit 10-500 angegeben. Ich kann den Leitwert zwar grade nicht messen, aber ich schätze meiner liegt höher. In den allermeisten Fällen wird ein Leitwert beim Zierfischhändler garnicht angegeben. Mit Glück ist der PH und GH Wert angegeben. Wie wichtig ist der Leitfähigkeit des Wassers für das Wohlbefinden der Fische, wenn die anderen Werte stimmen? Ich weiß: Je höher der Leitwert, desto mehr härtebildenden Salze im Wasser. Aber ist das Wasser deswegen "Zu Hart", bzw. "zu Weich"? Denn die Gesammthärte, bzw. die Karbonathärte bestimmt doch auch die "Wasserhärte", oder?
Das heißt man könnt theoretisch Weiches Wasser mit niedrigem KH, bzw. GH haben, aber dennoch zu hart, weil der Leitwert durch andere Salze im Ausgangswasser zu hoch ist?

Gruß, Olli.
 

Starmbi

Mitglied
Hallo,

Das heißt man könnt theoretisch Weiches Wasser mit niedrigem KH, bzw. GH haben, aber dennoch zu hart, weil der Leitwert durch andere Salze im Ausgangswasser zu hoch ist?
Da die Härte ja nur von GH/KH bestimmt wird, ist das Wasser nicht "härter" sondern nur salzreicher.

Das kann z.B. Salz (NaCl) im Brackwasser/Meerwasser sein.
Bei Süßwasser ist es meist problemlos.

Aber es kommt noch auf das Verhältnis zwischen KH und GH an.
Generell kann man sagen, daß bei hoher GH auch die KH recht hoch ist.
Meist ist sie 1/3 bis zu 2/3 vom GH. Es gibt aber auch seltene Ausnahmen.

Für den pH ist eigentlich nur die KH wichtig. Je höher die KH desto höher der pH.
Den pH kann man dann mit CO2 drücken, ist aber nicht Sinn der Sache und bei hohen KH-Werten>10 auch nicht mehr sinnvoll. Wenn Du also einen Fisch bei der angegebenen KH hältst, wird ihm automatisch auch der pH gefallen.

Bei "normalem" Wasser braucht man sich nur an der Gesamthärte orientieren.
Wenn irgend eine Haltungsbedingung von der Norm abweicht, wie´Brackwasser, Torf, hoher CO2-Gehalt, niedrige KH, dann wird das auch entsprechend vermerkt.

Gruß
Stefan
 
Hallo,

ich denke, ich hab's jetzt verstanden und werde die Tiere entsprechend auswählen können.
Danke für die Unterstützung.

Gruß, Olli.
 


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