SSB

Hallo,

Schon seit einiger Zeit interessiere ich mich für SSB. Nun bin ich ganz durcheinander, weil ich festgestellt habe, das die beiden verschiedenen Arten die es gibt ziemlich oft verwechselt werden.

Kann mir jemand sagen, welcher SSB das ist?
Der M Ramirezi
oder der andere und welcher ist jetzt der Afrikanische und welcher der Bolivianer?

http://www.clipfish.de/video/2316951/sc ... it-jungen/

Diesen auf dem Video finde ich total klasse. Habe mich total verliebt. Aber bei der Infosuche total durcheinander gekommen. Jeder schreibt was anderes. Gibt es denn ein zuverlässiges Zierfischverzeichnis oder eine andere zuverlässige Seite im Internet?
Was mich genau interessieren würde:
-welchen der beiden gibt es in verschiedenen Farben? Ich habe mal was von Blau und gelb oder gold gelesen.
-worin unterscheiden sich die beiden Arten (Verhalten)?
-mit welchen Fischen kann man ihn vergesellschaften?

Mir gefallen bis jetzt:Siamesischer Kampffisch,einige Harnischwelse, evt. Pastellgrundel, Hochzuchtguppys, Mosaikfadenfische, versch. Panzerwelse,. Vor allen Dingen schöne bunte Fische und bitte keine Neons. Die sind zwar auch bunt, gefallen mir aber nicht.
Bin ganz unschlüssig, weil überall was anderes steht. Einmal steht da SSB und Kampfisch paßt zusammen. Dann soll der Kampffisch doch nur allein gehalten werden. Der eine hat SSB und Guppys. Dann passt es wieder doch nicht zusammen. Was stimmt denn nun?

Mir schwebt da ein 200 -300 l Aquarium vor. Schwarzer Kies und schön dicht bepflanzt.

Wäre toll, wenn mich mal jemand aufklärt oder mir entsprechende Seiten aufzeigt in denen ich nachlesen kann.

LG Tanja
 


Hallo Tanja!

Die Schmetterlingsbuntbarsche von denen du redest, sind 3 verschiedene Arten:
Mikrogeophagus ramirezi, Südamerikanischer SBB, der auf dem Video zu sehende, von dem gibt es auch die verschiedenen Farbformen,
Mikrogeophagus altispinosa, Bolivianischer SBB und
Anomalochromis thomasi, Afrikanischer SBB.
Die drei Arten sind gut zu unterscheiden, wenn du unter den lateinischen Namen googelst.

Informiere dich gut über die Tiere, die Mikrogeophagus ramirezi sind relativ anfällig. Da sind die M altispinosa leichter zu halten, allerdings auch weniger farbenfroh.

Zur Vergesellschaftung:
Siamesischer Kampffisch -> bitte nicht im Gesellschaftsbecken, die Fische sind Einzelgänger
Harnischwelse -> geht gut
Pastellgrundel -> kann ich dir nichts zu sagen
Hochzuchtguppys -> ja
Mosaikfadenfische -> müsste bei entsprechender Beckengröße gehen, kann ich allerdings nicht sicher sagen
Panzerwelse -> okay

Bei Panzerwelsen lieber Sand als Kies, da sie gründeln und sonst ihre Barteln verletzen. Du kannst den Boden auch mit Laub abdecken.
Ansonsten, hier im Forum gibt es genügend Buchtipps, kauf dir ein gutes Buch um die Grundlagen zu verstehen. Und gooogle nach den lateinischen Namen der Fische, da gibt es keine Verwechslungen und du bekommst mehr Informationen.

Ich hoffe ich konnte dir erstmal helfen.
Lieben Gruß,
Katja
 

Thrain

Mitglied
Hi,
Bitte Zwergbuntbarsche nicht unbedingt mit Corydoras vergesellschaften. Das stört die Zwerge vor allem beim brüten und beim führen der Jungen.
Das im Video ist ein M. ramirezi Weib mit Jungfischen.
Wie Katja schon gesagt hat, nicht unbedingt der Anfängerfisch - allerdings sehe ich hier immer noch die sache so: Wer sich gründlich informiert, kann sich durchaus mehr "zumuten" als die leute, die seit Jahren einfach n Glaskasten mit Wasser haben ohne zu lernen.

Auch die Einrichtung hat Katja ja schon beschrieben. Dazu muss ich noch sagen, wenn ich mich wirklich auf die SBBs konzentrieren will, würde ich denen eher ein 54l - 112l Aquarium geben + friedliche Beifische (oder vllt auch ohne).

Achso und falls die Anomalochromis thomasi auch gefallen sollte, er ist deutlich einfacher. Über M. altispinosa kann ich leider nix sagen.
MfG Thrain
 
Hallo,
Danke euch erstmal für eure Antworten.

Jetzt hab ich gerade gesehen das ich mich verschrieben habe... Es soll natürlich SBB heißen und nicht SSB. Wie peinlich ist das denn... Leider kann ich die Überschrift und den Beitrag nicht mehr bearbeiten.

Also am allerbesten gefällt mir der M.ramirezi.
Das ist wieder typisch. Wenn mir ein Fisch besonders ins Auge sticht ist er kein Anfängerfisch.
Aber wenn es darum geht, sich einfach nur gründlich zu informieren und man sich einfach vielleicht mehr um die Fische kümmern muß, dann warte ich lieber noch ein wenig und informiere mich gründlichst.
Ich hab mich jetzt so auf diesen Fisch eigeschossen und komme da nur schwer von weg.
Dann laß ich das lieber mit dem Kampffisch.
Ich dachte, weil ihn viele zusammen mit SBB halten geht das bei dichter Bepflanzung gut. Dem scheint dann anscheinend doch nicht so zu sein. Schade.
Allerdings hätte ich schon gerne ein paar Beifische. Sind denn Loricariidae okay oder stören die genauso wie die Corydoras weil sie ja auch unten sind?
Bei Corydoras müßte ich ja ohnehin Sand statt Kies nehmen.
SBB sollen lt. meinen Info´s schwarzen Kies bevorzugen und Steine zum ablaichen. Wobei es mir gerade am Anfang nicht so aufs züchten ankommt.
Gedacht hatte ich an ein Gesellschaftsbecken mit 5 Pärchen SBB in versch. Farbschlägen und Beifischen.
Deshalb auch die 200 -300l.
Angeblich soll man ja auch in so großen Aquarien die Wasserwerte stabiler halten können was für SBB ja auch zwingewnd notwendig ist. Aber ich laß mich gern belehren falls dem nicht so ist. Aber so ein ganz kleines AQ wollte ich dann doch nicht.
Warum wären denn 54-112l besser für SBB? Ich dachte immer je mehr Platz die Fische haben um so besser.
Eigentlich hatte ich mir das so vorgestellt:
Die SBB als Highlite oder auch Hauptfisch.
Unten noch ein paar Welse am liebsten versch. Harnischwelse (wenn das machbar ist und die sich untereinander vertragen)
Oben wollte ich den Betta splendens (ein Männchen und ein Weibchen auf 300l oder nur ein Männchen, falls meine Info´s ergeben das es selbst auf 300l mit einem Pärchen nicht geht). Davon wurde mir ja aber komplett abgeraten, deshalb hab ich den Hochzuchtguppy in die Planung mit rein genommen. Auf die hätte ich ja verzichtet, wenn das mit dem Betta geklappt hätte.
Jetzt hab ich aber gelesen, das der M. ramirezi sich am Besten mit kleinen Salmlern versteht. Die sind sind aber ja meistens nicht so farbenfroh. Zumindest habe ich festgestellt, das die im Internet toll aussehen und in Natura ziemlich blass bis silber sind. Bis auf die Neons aber die kann ich nicht mehr sehen. Nicht bös gemeint aber seit Kindheit an hat die jeder den ich kenne in seinem AQ gehabt.
Da kommt es wohl auch ziemlich auf die Beleuchtung an damit z.B. der Nematobrycon palmeri (Kaisertetra) farblich gut raus kommt. Oder liegt das am Alter oder anderem?
Dann hatte ich die Überlegung ob der Guppy dem SBB nicht zu wuselig ist. Mir ist klar, das sich der Guppy durch den SBB nicht wirklich vermehren kann aber sonst wäre das AQ mit der Zeit ohnehin zu voll, wenn man nicht genügend abnehmer hat, was ja meistens der Fall ist. Aber der Hochzuchtguppy wäre eben sehr farbenfroh.
Wie seriös ist eigentlich diese Seite?

http://www.zierfisch-ratgeber.li/

Ich vermute, das sich dem einen oder anderen erfahrenen Aquarianern der Magen umdrehen wird bei meinen Vorstellungen ( Zusammenstellung der Fische z.B.) Vielleicht habt ihr ja vielleicht noch ein paar Vorschläge für mich oder könnt mir sagen was geht und was man unbedingt lassen sollte.

Im Moment hab ich die Zeitschrift Aquarium live, die vor kurzem mit der Zeitschrift Aquaristik zusammengelegt wurde abonniert. Die taucht bei den Zeitschriftempfehlungen nicht auf. Ist diese Zeitschrift auch empfelenswert oder sollte ich besser auf eine andere umsteigen?

LG Tanja
 
Hallo Tanja,

find ich stark, dass Du dir so einen Kopf machst. :thumleft:

Ich mache nun mal einen Vorschlag wie ich ein solches Becken einrichten und besetzen würde.

Aquarium: 100/50/50 cm bis 120/50/50cm.
Wichtig wäre mir eine möglichst große Grundfläche.

Boden: Quarzsand Körnung 0,4-0,8mm

Licht: 2 x 39W T5 oder 2 x 38W T8, möglichst Vollspektrum Leuchtstoffröhren

Einrichtung: Kleine und große Wurzeln mit aufgebundenen Farnen und Anubien.
Ein oder zwei Echinodoren.
Limnophila sessiliflora
Najas guadeloupensis
Rotala rotundifolia
Pistia stratiotes oder irdendwelchen Schwimmpflanzen, aber nicht in Massen.
Bisschen Javamoos hier und da.

Flache Steine quer durchs Becken verteilt.

Dann eine gute Portion Eichenlaub um den Boden etwas abzudunkeln.

Besatz:
2-3 Paare M. ramirezi
15 Nannostomus eques
10 Nannostomus mortenthaleri
8 Panaqolus sp. maccus

Wasser:
so um die 2 KH
pH irgendwo um 6,5-7,0

Beste Grüße
Martin
 

Thrain

Mitglied
Hi,
Tippfehler können passieren. Der eine ist noch lange nicht peinlich, da sieht man ganz andere Posts :wink:
Aber wenn es darum geht, sich einfach nur gründlich zu informieren und man sich einfach vielleicht mehr um die Fische kümmern muß, dann warte ich lieber noch ein wenig und informiere mich gründlichst.
Das ist genau das, was ich gemeint hab. So sehe ich kein Problem, wieso du nicht auch schwierigere Fische nehmen sollstest :)
Bei Corydoras müßte ich ja ohnehin Sand statt Kies nehmen.
SBB sollen lt. meinen Info´s schwarzen Kies bevorzugen und Steine zum ablaichen. Wobei es mir gerade am Anfang nicht so aufs züchten ankommt.
Ich würde - wie auch Martin - (naturfarbenen) Sand / Feinkies nehmen. Die Korngröße in meinen Aquarien ist 0,4 - 1,4mm und ich bin sehr zufrieden.
Wobei es mir gerade am Anfang nicht so aufs züchten ankommt.
Wenn das Aquarium denen passt, legen die irgendwann von selber Eier, ohne großes zutun :wink:
Gedacht hatte ich an ein Gesellschaftsbecken mit 5 Pärchen SBB in versch. Farbschlägen und Beifischen.
Deshalb auch die 200 -300l.
Angeblich soll man ja auch in so großen Aquarien die Wasserwerte stabiler halten können was für SBB ja auch zwingewnd notwendig ist. Aber ich laß mich gern belehren falls dem nicht so ist. Aber so ein ganz kleines AQ wollte ich dann doch nicht.
Warum wären denn 54-112l besser für SBB?
Bei mehreren paaren macht ein größeres Aquarium natürlich Sinn :) Ich hab auch nicht gesagt, dass ein kleines Aquarium besser wäre. Lediglich, dass es einfacher ist die SBB da "unter Kontrolle" zu haben.
Das mit stabilerer Temperatur/ Wasserwerten ist absolut richtig. Dafür hat man mehr Arbeit mit Pflanzen, Pflege usw. Größere/ kleine Aquarien haben jeweils Vor/Nachteile :wink: Die haltung im großen AQ ist natürlich absolut ok.
Bis auf die Neons aber die kann ich nicht mehr sehen. Nicht bös gemeint aber seit Kindheit an hat die jeder den ich kenne in seinem AQ gehabt.
Geht nicht nur dir so :p
Besatz:
2-3 Paare M. ramirezi
15 Nannostomus eques
10 Nannostomus mortenthaleri
8 Panaqolus sp. maccus
:thumleft:
Der Besatz klingt genial.

Zu der Seite:
Sie macht einen sehr guten Eindruck under vermittelt sogfältig und gut ihre Inhalte. Allerdings auch mit massig Schnitzern / sich selbst widersprechend. Es verstecken sich da echt massig Fehler. Als Alleinquelle würde ich diese Seite niemals nehmen, zumal es immer gut ist, mehrere Quellen zu haben.
MfG Thrain
 
Hallo,

Der Vorschlag hört sich wirklich interessant an.
Hab jetzt mal ein bisschen gelesen um mich zu informieren und mir die Nannostomus genauer anzusehen.
Jetzt hab ich aber irgendwo gelesen, das diese zuweilen ganz schön aggressiv sein soll.
Am besten gefällt mir ja von den beiden genannten der Nannostomus mortenthalleri.
Könnte man den eques evt. gegen den marginatus tauschen?

Zu dem Vorschlag mit dem Quarzsand: Die Idee ansich find ich Super. Hatte nur des öfteren gelesen, das die SBB dunklen Kies bevorzugen würden. Wenn das aber mit dem Quarzsand und den Eichenlaub auch geht wäre das klasse.
Jetzt bin ich immer wieder über Seemandelbaumblätter gestolpert. Könnte man die zusätzlich oder statt dem Eichenlaub nehmen?
Soweit ich überall gelesen habe holen sich die meisten das Laub aus dem Wald. Gibt es da was spezielles zu beachten außer das ich es vorher auskochen muß? Wie oft müßte man diese Blätter wechseln?

LG Tanja
 


Hallo Tanja,

sicherlich kann man die N. eques gegen die N. marginatus tauschen.
Die N. eques waren nur wegen der schrägen Schwimmweise genannt. Sieht zuweilen sehr schick aus wenn man mal solche Viecher im Becken hat.

Die Sache mit N. mortenthaleri und den Aggressionen verpufft in einem 1,00-1,20m langen Becken. Geht also ohne Probleme.

Der helle Boden und das Wohlbefinden von M. ramirezi ist so eine Sache. Ich gebe auf diese Aussage nichts. Zu oft habe ich quietschfidele Ramis auf hellem Boden gesehen.

Seemandelbaumblätter können natürlich mit in das Becken. Ein Blatt pro 50 Liter ist ne gute Faustformel.

Eichenlaub kann etwa 2 Monate im Becken verbleiben, dann kann man das mal austauschen.
Die besten Laubsammelmonate sind eigentlich November/Dezember und da die trockenen Tage.
Hier ist Moment alles unter einer dichten Schneeschicht verdeckt und Laub sammelt man am besten an Tagen an denen das Laub trocken ist. Also abwarten, Gelegenheit findet sich also auch noch im März (hoffentlich).
Auskochen sollte man das Laub allerdings nicht, kurzes abspülen unter fliessendem Wasser reicht aus.
Wenn es das Gewissen beruhigen soll, dann mal kurz heisses Wasser drüber kippen.

Beste Grüße
Martin
 
Hi,

Auch wieder war... Ich habe mir ein paar Bücher ausgeliehen. Da muß man aber auch aufpassen was man liest...
Da braucht der M. Ramirezi eine Temperatur zwischen 23 und 26 °. Soweit ich mittlerweile mitbekommen haben brauchen ZBB aber doch alle zwischen 26 und 29°. Da weiß man manchmal echt nicht, auf was man sich verlassen soll.

LG Tanja
 
Katja_T schrieb:
Hallo Tanja!

Die Schmetterlingsbuntbarsche von denen du redest, sind 3 verschiedene Arten:
Mikrogeophagus ramirezi, Südamerikanischer SBB, der auf dem Video zu sehende, von dem gibt es auch die verschiedenen Farbformen,
Mikrogeophagus altispinosa, Bolivianischer SBB und
Anomalochromis thomasi, Afrikanischer SBB.
Die drei Arten sind gut zu unterscheiden, wenn du unter den lateinischen Namen googelst.
Hi,

3? es sind wohl eher 5 Arten. :study:

Microgeophagus sp. "Pindaituba" / M. sp. "Zweifleck"
Mazarunia mazarunii der schwarze Schmetterlingbuntbarsch

lg tobi
 
Hi,

Über die letzten beiden hab ich nicht wirklich viel gefunden.
Ist es richtig, das der Mikrogeophagus ramirezi auch Papiliochromis ramirezi genannt wird oder ist das jetzt wieder ein anderer?
Lt. einiger Beschreibungen ist es anscheinend der gleiche und er sieht auch genau so aus. Bin etwas irritiert. Nach dem was ich gerade gelesen habe soll Papiliochromis ramirezi jetzt die neue Bezeichnung sein.
Weiß da jemand was?

LG Tanja
 


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