Rubinbärbling - Danio Choprai - Tipps?

Hallo an Alle,
vielleicht ist ja jemand unter Euch, der schon Erfahrungen mit diesen Fischen hat:

Ich habe gestern 16 von den hübschen kleinen Rubinbärblingen ein neues Zuhause bei mir gegeben. (auch Glühlichtbärbling, Schlangenhautbärbling, Danio Choprae Hora, Brachydanio choprai genannt)

Die Kleinen sehen teilweise recht dünn aus. (normal?) Sie wurden seit einem halben Jahr in der Tierhandlung zur Schau gestellt, von daher müssten sie ja schon ausgewachsen sein. Keinem schienen sie zu gefallen, aber ich finde sie echt wunderschön, habe gleich die ganze Truppe mitgenommen...

Nur fressen wollen sie nicht so richtig, obwohl ich extra das Futter mitgenommen habe, was sie dort wohl bekommen haben. (JBL Nova Grano Color mini, geht irgendwie zu schnell unter) Heute habe ich noch eine Packung JBL Nova Dapn gekauft, aber das nehmen sie nicht so gern an, scheint zu groß zu sein oder kennen sie es nur nicht?

Ansonsten sind sie putzmunter und es macht echt Spaß den Kleinen zuzusehen, wenn sie sich in die Strömung stellen und dann wieder treiben lassen und wie sie immer wieder gemeinsam durch das Becken schwimmen.

Hat jemand schon Erfahrung mit diesen Fischlis und kann mir ein paar Tipps geben? Was könnte ich den Kleinen ansonsten noch Gutes tun, damit sie sich dauerhaft bei mir wohlfühlen?

Vielen Dank und in der Hoffnung, dass doch jemand unter Euch ist, der mir den einen oder anderen Rat geben kann.

Liebe Grüße,
Swantje
________________________
Aquarium:
60x30x30, 54l
viele Pflanzen, Steine, Wurzeln, Kies, Sand

Besatz:
vier Amano-Garnelen
zwei Wels-Babys
16 Rubinbärbinge

Wasserwerte am 28.10.09:
NO3 ca.18
NO2 0
GH ca. 12
KH ca. 5
pH ca. 7,4
Cl2 0
 

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fischolli

R.I.P.
Moin Swantje,

ich halte ebenfalls einen Trupp von ca. 20 Tieren in einem 80cm-Becken. ca. deshalb, weil die so quirlig sind, dass ein zählen einfach nicht möglich ist. Es sind ausserdem auch schon mal vereinzelt Jungfische bei mir hochgekommen, insofern kenn ich den genauen Bestand nicht mehr.

Das sind bei mir die verfressensten Viecher überhaupt in meinen Becken. Allerdings verlieren sie sofort das Interesse an Futter, sobald es eine bestimmte Grenze nach unten unterschritten hat. Du solltest also ruhig ein hochwertiges Flockenfutter kaufen, das dann ziemlich fein zerreiben und auf die Oberfläche streuen. Ebenfalls gerne werden alle Frostfuttersorten genommen. (Cyclops, Bosmieden, schwarze + weisse Mückenlarven usw.)

Allerdings halte ich ein 60er-Becken schon für grenzwertig, eben weil es schnelle und ausgiebige Schwimmer sind. Aber wenn die agil und munter sind, ist es doch erstmal ok.

Meine sitzen im ungeheizten Becken bei ca. 24 Grad, das reicht für die völlig aus.

Gruß
 
Hallo Swantje,

mit praktischen Erfahrungen kann ich hier leider nicht dienen. Danio choprai sollte, was man so nachlesen kann, in Becken von min. 80cm bzw. ca 112l gehalten werden. Deine Wasserwerte sind an bzw. teilweise leicht über der empfohlenen Obergrenze. Die Werte sollten aber trotzdem gehen. Weißt Du ob es sich um Wildfänge oder Nachzuchten handelt? Jetzt brauchst Du praktisch nur noch ein größeres Becken und die Fischis fühlen sich wohl. :wink:


Was denn für Welse?

JBL Nova Grano Color mini verfüttere ich an meine Panzerwelse. Gerade weil es so schnell unter geht. Die Rasselbande findet das Futter ganz große Klasse.

Grüße,

Thorsten
 
Hallo Olli und Thorsten,
Danke Euch für Eure Tipps und Eure Zeit, mir zu antworten.

Das mit dem Zählen war nur deswegen möglich, weil der Verkäufer wissen wollte, was er mir berechnet, da ich ihm sein Becken leer gekauft habe und nicht wollte, dass 3 oder 4 zurückbleiben. Ansonsten könnt ich sie auch nicht mehr zählen, denn flink und munter sind sie wie die Blitze, wenns drauf ankommt.

Ich habe ich beim Kauf extra gefragt, wegen der Wasserwerte und Wasserhärte. Es sind - laut Aussage des Verkäufers - Nachzuchten, die das härtere Wasser gewöhnt sind und im Laden schon mit ähnlichen Werten gut gelebt haben.

Dass die zwar kleinen, aber schwimmfreudigen Fische besser in einem großen Becken aufgehoben wären, habe ich mittlerweile auch gelesen - allerdings: Die waren in dem Fischladen schon ein halbes Jahr in einem 60er Becken - und ohne Pflanzen, Versteckmöglichkeiten und Strömung. Ich bin der Meinung, dass es ihnen bei mir auf jeden Fall besser geht und den Auströmer des Filters habe ich extra höher eingestellt, damit sie wenigstens ein "Fitness-Studio" haben. Sobald es mir aber möglich ist, möchte ich mir sowieso gern ein größeres Aquarium zulegen, das mindestens 100, lieber aber mehr Zentimeter Länge hat und dann bekommen sie noch mehr Platz. Bis dahin werde ich es ihnen aber so gut wie möglich in dem 60er machen - ist halt mein Erstes und ich habe nun mittlerweile auch schon viel dazu gelernt.

Das mit dem Futter:
Mittlerweile habe ich auch schon folgendes ausprobiert:
Flockenfutter ganz klein gerieben - funktionierte recht gut
Daphnien mit einem Teesieb zermalen - haben sie auch angenommen, die größeren Stückchen aber verschmäht
Rote getrocknete Mückenlarven, so gut wie möglich zerkleinert - scheint ihnen zu schmecken, aber die Stückchen sind irgendwie zu groß. Da muss ich mir noch was einfallen lassen, wie ich die noch kleiner hin bekomme.

Die Welse:
Das sind zwei Antennenwelse, die momentan 2,5 cm lang sind (hab mit nem Lineal an der Scheibe gemessen)
Ich weiß mittlerweile, dass die für so ein kleines Becken auch nicht geeignet sind, obwohl mir im Laden (war ein anderes Geschäft) gesagt wurde, das würde gut gehen. Na ja, noch sind es Babys und sie fühlen sich wohl. Und wenn das Aquarium "wächst", dann bekommen auch die beiden mehr Platz.

Auf jeden Fall habe ich sehr viel Freude an dem Aquarium, alles gedeiht prima und rein gefühlsmäßig finde ich, dass es allen Tieren auch prima geht. Ich messe momentan jeden Tag die Wasserwerte, mache wöchentlich einen 30% Wasserwechsel, habe Buchen-, Eichen- und Birkenblätter sowie Erlenzäpfchen drin und durch die Pflanzentechnische Aufteilung des Beckens gibt es einerseits genug freien Schwimmraum, aber auch verschiedene Rückzugsmöglichkeiten für alle Tiere.

Danke noch mal an Euch,
liebe Grüße,
Swantje
 

fischolli

R.I.P.
Hallo Swantje,

wenn die Tiere agil sind, ist das auch erstmal in Ordnung mit dem 60er. Du hast dir ja auch selber schon GEdanken gemacht, was man für dei noch besser machen kann (Fitness-Programm :wink: ) Und da dich der Aqua-Virus ja scheinbar voll erwischt hat, kommt das größere Becken sowieso schneller als man denkt. :lol:

Das mit den Ancistren ist auch erstmal völlig in Ornung. Wenn die noch so klein sind, ist das mit dem 60er überhaupt kein Problem. So rasant wachsen die nun auch nicht, dass du sie in 4 Wochen umsiedeln mußt.

Wie geschrieben, probier mal kleines Frostfutter. Ist m.E. sowieso sinnvoll, abwechselnd zu füttern.

Gruß
 
Hallo,
ein kleines Update zwischendurch:

Nachdem die Kleinen nun eine ganze Woche bei mir sind, geht es ihnen prächtig.

Als ich sie letzte Woche aus dem Laden mit genommen habe, waren sie eher Gräten und Schuppen und ziemlich dünn. Nun habe ich sie eine Woche lang aufgepäppelt, ich habe sie so gut es geht abwechslungsreich ernährt und sie haben auch eine gute Figur angenommen.

So gab es eine Mix aus dem Granulat, welches sie bis dahin kannten und nun gar nicht mehr so mögen und folgendem anderen trockenen Futter:

1. gutes Flockenfutter mit vier verschiedenen Sorten ganz klein im Teesieb zermalen
2. eine Mischung aus getrockneten roten Mückenlarven, Daphnien und Tubifex, so zubereitet: alle drei Sorten in eine Gewürzmühle und dann zermalen.

Das mögen die echt gern, zumal sich jeder der Kleinen dann das aussuchen kann, was er grad mag.
Der Vorteil vom Trockenfutter ist, dass es auf der Wasseroberfläche schwimmt und auch in eine brauchbare Größe zu bringen ist. So haben sie einerseits Bewegung und andererseits füttere ich die Fische und nicht das Becken samt Boden. :thumright:

Übrigens füttere ich sie zu unregelmäßigen Zeiten, damit sie immer schön wach bleiben und sich nicht auf die faule Haut legen, bis das Essen kommt. Müssen schon schauen, wann es was gibt. :wink:

Seit zwei, drei Tagen sind sie auch schon kräftig am "turteln" und mal sehen - vielleicht gibt es ja bald Nachwuchs - falls nicht die Amanos komplett dazwischen funken. Scheinbar habe ich eine recht gute Mischung von Männchen und Weibchen - scheint so 1 zu 2 zu sein - mal rein von Körperform, Farbänderungen und Verhalten auszugehen.

Ich finde die Kleinen total spannend und freue mich drüber, dass sie sich gut entwickeln.

Nun bin ich schon am Planen, wie ihr größeres Zuhause mal aussehen soll. :)

Wünsch Euch einen schönen Abend,
liebe Grüße, Swantje
 


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