Nachzucht Hyphessobrycon amandae / Erdbeersalmler

Guten Abend zusammen,
eine kurze Frage: Hat jemand Erfahrung mit der Nachzucht von Erdbeersalmlern (Hyphessobrycon amandae)? Die Angaben in der Suche und im Netz sind etwas dürftig.
Habe ein 60 L Becken mit 10 Erdbeersalmlern, einem kleinen Trupp Redfiregarnelen und einem Pärchen gelber Honigguramis. Sie vertragen sich alle prima miteinander.
Ich hätte aber gerne noch einige der schönen, roten Salmler und möchte deshalb versuchen, sie zur Vermehrung zu bringen. Nur wie ? :hm:
Hat jemand Tipps oder einen geeigneten Link für mich ?
Vielen Dank im vorraus,
LG Barbara
 


Hallo!

Das findet man als spärliche Angaben im Netz:

*Paaransatz schon in Becken mit nur 5l möglich
*2-5°dgh
*PH 6,2-6,5
*26°C
*wenn Frischwasser verwendet wird, mindestens 24h belüften, vor Einsatz des Zuchtpaares
*Myriophyllum oder lockeres Javamoos als Laichsubstrat
*Anzahl der Eier zwischen 30 und 70 Stück
*Eier sind wasserklar und kleben kaum
*Laichrost, sonst fressen die Eltern alles weg
*bei 25°C schlüpfen die Jungen nach 36h
*Freischwimmen am 4. Tag
*ab dann feinen Tümpelstaub bis Rädertierchengröße
*erst eine Woche später gehen Artemia-Nauplien

Quelle:
http://www.aquarienforum.de/forum/archi ... -2812.html

Steht ja so ziemlich alles in Kurzform drin, was wichtig ist. Falls noch Fragen aufkommen, was die Umsetzung des Vorhabens angeht, bitte konkret formulieren. Ich kann mit ein paar Erfahrungen im Bereich Nachzucht von Hyphessobrycon vielleicht etwas weiterhelfen! ;)

Beste Grüße!
Tony
 
Hallo Tony, hallo alle zusammen,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort und deine Mühe.
Ein paar Fragen hätte ich noch: :oops:

- mein Becken ist ziemlich verkrautet, schon wegen der Garnelen (Javamoos usw.). Ist es trotzdem aussichtslos, dass die Jungs sich dort quasi von alleine vermehren?

- könnte ich alternativ nicht einen Laichkasten mit Ablaichrost ins Becken hängen und dort ein Pärchen kurzfristig einsetzen? Noch ein extra Becken geht leider nicht, meine bessere Hälfte runzelt schon die Stirn. Ich hab´s versprochen:dieses Jahr kein neues Becken mehr! (Und sei es noch so klein! :( )

- wie finde ich denn ein "ablaichwilliges" Pärchen aus dem Schwarm heraus? Männchen und Weibchen kann ich einigermaßen anhand der Körperform unterscheiden, aber wie sehe ich denn, ob sie auch vermehrungswillig sind? Können ja nicht ewig in dem Kasten bleiben!

- und zum Schluß noch eine ganz andere Frage: hast du eine Ahnung von der ungefähren Lebenserwartung? Auf allen Seiten wo ich gesucht habe, war die nicht angegeben.

Ich weiß, viele Fragen, aber vielleicht weiß ja jemand Rat.
Vielen Dank schon mal,
LG Barbara
 
Hallo Barbara!

Dass sie sich selber mal vermehren, kann schon gut sein, vor allem wenn sie ideale Wasserbedingungen geboten bekommen (leicht sauer und weich). Allerdings ist es dann wahrscheinlich, dass sich mehr oder weniger alle restlichen Fische inklusive Eltern auf die Jagd nach den Eiern begeben und nicht viel davon übrig bleibt. Kaviar ist heiß begehrt.

Solltest du aber gerne ein paar mehr davon nachziehen wollen, führt kein Weg um einen gezielten Zuchtansatz herum.

Die Idee mit dem Laichkasten halte ich für nicht ganz so gut. Bei der Balz und Paarung geht es meist heiß her und in so einem kleinen begrenzten Raum kann das schnell mal aufgrund von Stress tödlich enden. Die Männers sind da nicht unbedingt zärtlich. :)
Gibts nicht noch im Keller ein kleines freies Plätzchen? Heizung und Luftpumpe rein und los... :) So ein kleines Becken ist im Keller bestimmt nicht Störfaktor Nummer eins. ;)

Das mit dem laichwillig ist meistens eine Sache von Glück. Im Idealfall kannst du sie schon im Gesellschaftsbecken beim Ablaichen beobachten und fängst sie gleich als Paar dort raus. Da das aber unwahrscheinlich ist, bleibt dir nichts anderes übrig, als verschiedene Kombinationen zwischen Männchen und Weibchen auszuprobieren, bis es mal klappt. Hat es einmal geklappt, klappt es dann dafür auch immer wieder.
Länger als 3 Tage können sie aber in so einem Zuchtbecken nicht bleiben, da sie da drin generell nicht gefüttert werden sollten.

Das mit der Lebenserwartung wird sich in einem Rahmen von etwa 5 Jahren bewegen, schätze ich mal. Bei ungünstigen Bedingungen scheinen sie aber schon eher zu sterben. Gut möglich, dass sie bei guten Bedingungen auch die Grenze von 5 Jahren erfolgreich überleben. ;)

Ich hoffe, das beantwortet deine Fragen?!

Beste Grüße!
Tony
 
Hallo Tony!
Vielen Dank, jetzt sind erstmal alle Fragen geklärt.
Das mit dem Keller ist eine interessante Idee, aber leider: wir haben keinen !! :cry:
Mal sehen, vielleicht kann ich ja noch verhandeln. Das Becken müßte ja wirklich nicht so groß sein und auch nicht für immer.
Ich werde auf alle Fälle mal einen Versuch wagen.

Nochmal herzlichen Dank für deine Hilfe!
Ich wünsche Dir frohe Ostertage!

Liebe Grüße Barbara
 


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