Nachträglicher Verschnitt mit Osmose-Wasser

Hallo Foren-Gemeinde,

bei uns poltert ziemlich hartes Wasser (laut WW: dH18,26°) aus dem Hahn, deswegen haben wir uns jetzt eine Umkehr-Osmoseanlage für´s Aquarium zugelegt.

Das Becken (160L) ist bereits mit Pflanzen eingerichtet und fährt derzeit mit dem harten Leitungswasser seit einer Woche ein. Derzeit messe ich mit den Teststreifen GH20 und pH7,8.
Nun möchte ich natürlich gerne möglichst schnell runter von diesen suboptimalen Werten, Ziel wäre GH10 und ph um die 7, was sicher auch dem CO2-Gehalt und somit den Pflanzen zugute kommt.

Nun auf einen Hieb 50 Liter VE-Wasser ins Becken zu pumpen, ist wohl nicht ratsam, eine stufenweise Absenkung wird sicher schonender für die Biologie im Becken sein.
Ich hatte mir so überlegt, eine Woche lang jeden Tag 10 Liter Beckenwasser gegen 2 Liter Leitungswasser + 8 Liter VE-Wasser zu tauschen.

Ist das schon zuviel? Oder kann ich sogar etwas mehr austauschen?

Viele Grüße

Torsten
 


Hallo,
ich würde lieber jeden 2. Tag 10 Liter wechseln.
Und das Mischungsvehältnis kommt mir auch etwas merkwürdig vor. Bei mir kommt GH 17 aus der Leitung, und ich verschneide 1:1, also hal Leitungswasser, halb Osmose-Wasser. Raus kommt GH 10 -11 und pH 6,9 - 7,0.
 
Hallo Matthias,

vielen Dank für Deine Antwort.

Richtig, so hatte ich auch kalkuliert, wenn ich 50% verschneide, komme ich auf etwa GH10 für das Nachfüllwasser.
Aber das Beckenwasser hat ja schon GH20, wenn ich da "nur" mit GH10 verdünne, dauert das ja eine kleine Ewigkeit, bis ich meinen Wunschwert erreiche.
Deshalb dachte ich mir, das das Verschnittwasser ruhig noch weicher sein dürfte, oder mache ich da einen Denkfehler?

Viele Grüße, und allen im Forum ein frohes neues Jahr!

Torsten
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
Ich würde da schneller runter fahren und mal den Gh Wert mal vergessen. Interessant für den PH Wert ist der KH Wert. Dieser ist der Säurepuffer. Den CO2 Gehalt änderst Du mit einer Osmose Anlage nicht. Da musst Du schon Co2 zuführen.

Grüßle Wolf
 
Hallo Wolf,

vielen Dank für die Antwort, wie schnell würdest Du denn vorgehen?

Den tatsächlichen Co2-Gehalt selbst ändert sich mit der Wasserhärte natürlich nicht - aber ich war der Meinung, mit abnehmender Härte liegt das Limit für den möglichen CO2-Gehalt höher, oder liege ich da falsch?

Dummich, einige Pflanzen bekommen schon weissen Ausschlag und auch am Heizer rieselt fast schon der Kalk, wann wird bloß endlich die Osmose-Anlage geliefert... :mecker:

Grüße

Torsten
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
ich hoffe ich habe Dich nach 10Stunden Nachtschicht richtig verstanden.
Du möchtest also wissen, wenn man weniger Härte im Becken hat, braucht man nicht so viel CO2 und den Pflanzen würde es besser gehen.
Ich fahre meine Becken mit einer KH von 4 und Co2. Sobald bei mir mal ein paar Tage die Flasche leer ist merke ich das schon am Pflanzenwachstum. Ich persönlich bin davon wirklich überzeugt.
Knut hat vor kurzem mir geschrieben, er würde sein AQ mit einer KH von gerade mal 1 fahren und hat einen vernüftigen Pflanzenwuchs ohne CO2.
Was Du ereichst mit weniger KH wäre einen tieferen PH Wert mit der selben Menge an CO2.
Ich hoffe ich konnte Dir helfen, ansonsten erkläre mir nochmal die Frage.

Grüßle Wolf
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
Torsten schrieb:
Hallo Wolf,

vielen Dank für die Antwort, wie schnell würdest Du denn vorgehen?



Torsten

Dass traue ich mir hier in diesem Forum gar nicht zu schreiben.
Einen Tip gebe ich. Panzerwelse stimuliert man zum ablaichen in dem man kalten, weiches und am besten noch saures Wasser ins AQ schüttet.
Es kommt eben auch auf die Fische an die Du hast.
Ich würde mir Max. 2 Wasserwechsel geben, dann würde die Härte stimmen.

Grüßle Wolf
 


hi,
da du noch keine tiere drinnen hast würde ich aklles auf einmal machen bis meine werte so sind wie ich sie will.
danach dann immer mit verschnittenem wasser die ww machen.
 
Wolf schrieb:
Hallo,
...
Was Du ereichst mit weniger KH wäre einen tieferen PH Wert mit der selben Menge an CO2.
...

Ja, so ähnlich meinte ich das, hatte aber doch noch einen Denkfehler drin. Ich dachte, der hohe pH würde grundsätzlich gar keinen hohen CO2-Gehalt ermöglichen, und eine Senkung des pH wäre auch nur bei gleichzeitiger Senkung des KH möglich.

Das ist aber wohl nur die halbe Wahrheit.

Jedenfalls, wenn ich der Tabelle bei De*****e vertrauen darf, dann kann ich bei KH18° mit einem für die Fische verträglichen CO2-Gehalt (<20mg/l) überhaupt keinen pH-Wert um die 7 erreichen. Das möchte ich aber gerne, um die Gefahr der Ammoniakbildung zu vermeiden.

Viele Grüße

Torsten
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
Ich würde Dir mal so einen KH von 4 empfehlen und dann mit Co2 den PH Wert auf ca 6,8. Dann dürfte alles im grünen Bereich sein. Die Tabellen, darfst Du aber nicht anwenden, wenn Du über Torf filterst oder andere Humussäuren wie Erlenzäpfchen oder auch Mittelchen ins Becken einbringst.
Denn dann stimmt sie nicht mehr.

Grüßle Wolf
 
Hallo Wolf,

vielen Dank für die guten Ratschläge, ich werde mich jetzt mal an die Sache rantasten. Grad eben ist endlich die lang ersehnte Osmoseanlage eingetroffen... :dance:

Wundermittelchen benutze ich nicht, und ich filtere auch nicht über Torf.

CO2 habe ich (zumindest noch) nicht; mal sehen, wie sich das Becken später mit Fischen entwickelt. Aber von dem Betonwasser im Becken möchte ich auf jeden Fall erstmal weg.

Viele Grüße, von Kempten rauf nach Ulm... :thumright:

Torsten
 


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