Mopaniwurzel Waschen oder abkochen ?

Hallo zusammen,

ich habe für mein Becken eine Mopaniwurzel gekauft. Nun wollte ich wissen, ob ich die Wurzel "nur" Wässern soll und vor allem wie lange. Oder soll ich sie abkochen (wenn ja wie heiss und lange?).

Danke..
 


Hallo Achim,

wenn Du da was befürchtest in Bezug auf Garnelensterben oder so, dann wässer das Teil für ne Woche und tausche täglich das Wasser.
Dann rausnehmen und mit kochendem Wasser überbrühen, anschliessend abschrubben und nochmal kurz spülen.

Mehr kann man nicht machen.

Beste Grüße
Martin
 
Danke, dann werde ich das so machen, habe nur einen kleinen Fehler gemacht, habe mir eine Pflanze für die Wurzel zum draufbinden geholt. Wie lagere ich diese am besten ? Im Moment habe ich sie in meinem Quarantänebecken drin inkl. dem Korb, aber dort habe ich keine Beleuchtung ?? :(

Rausholen und einfach in das normale AQ tun ( Natürlich würde ich den Korb wegmachen), oder im Quarantänebecken lassen, dann halt mit sehr wenig Licht, da im Keller.

Danke und schönen Abend noch....
 
Hi Jörg,

danke, dann werde ich mal das ganze so machen, wie Du es gesagt hast. Die Pflanze wird dann aber vermutlich oben rumschwimmen, oder soll ich Sie irgendwie am Boden befestigen ?

Achja es ist eine Anubias nana.

Danke und schönen Abend noch...
 
Hi,
Falls du Garnelen in dem Becken halten willst, rate ich dir von Mopaniholz ab.
Habe ich keine guten Erfahrungen mit gemacht im Gegensatz zu Mangrove, Moorkien und selbstgesammeltem Holz.
Gruß
J
 
Hallo,

ja ich habe Amanogarnelen, aber in meinem Bekanntenkreis haben einige diese Wurzel und keine Probleme.

Habe extra eine von Amtra genommen ( Ich weiss die kaufen diese Wurzel auch nur irgendwo, aber ich hoffe die Verarbeitung ist wenigstens sauber).

Wässere diese jetzt gut durch und Koche ab. Vielleicht kommt Sie auch noch ins QA-Becken rein und dann Messe ich Wasserwerte.

Im AQ Laden sind die Garnelen Becken voll von den Wurzeln.

Aber Danke für den Hinweis.
 


Henny

Mitglied
hanshipp schrieb:
...Achja es ist eine Anubias nana...
Hi Achim,

zu Garnelen und Krebsen würde ich keine Anubias mehr setzen. Ich habe mit denen unwissentlich meine CPO's gehimmelt.
Ich hatte die Krebse schon ein paar Monate und sie waren superfit. Dann habe ich meine aufgebundende Anubia beschnitten und die Krebs waren innerhalb von fünf Tagen alle tot.
Anfangs war mir dieser Zusammenhang gar nicht klar und ich habe überall rumgefragt, woran denn bitte meine CPO's so plötzlich gestorben sein könnten - allgemeine Ratlosigkeit!
Dann bin ich auf eine Verkäuferin gestoßen, die sofort fragte, ob da Anubias im Becken waren. Als ich auch noch sagte, dass ich sie beschnitten hatte, war für sie die Sache klar, das habe sie schon häufig gehört. Sie hat auf meinen Wunsch extra noch eine diesbezügliche Anfrage an Dennerle geschickt.
Die Antwort von Dennerle war eindeutig: Zu Garnelen und Krebsen keinesfalls Anubias! Die Anubias geben bei Verletzungen einen Saft ab, der für die Wirblellosen giftig ist und häufig mit dem Tod der Tiere endet.
Also darf man die Anubias auf gar keinen Fall im Becken beschneiden, aber auch schon das 'Knabbern' der Tiere an den Pflanzen ist für die giftig.
Für Fische besteht keine Gefahr.
Auch bei meiner nachträglichen Recherche im Netz bin ich häufiger auf diese Warnung gestoßen. Auch vor Cryptocorynen wird bei Wirbellosen gewarnt.

Allerdings kenne ich einige Garnelen-Halter, die Cryptocorynen und Anubias im Becken haben und da passiert gar nichts.

Also, mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, ich würde diese Kombi nicht noch einmal wählen.

Viele Grüße von Henny
 

mausilibaer

Mitglied
Hi,
Henny schrieb:
Ich habe mit denen unwissentlich meine CPO's gehimmelt.
Das ist wirklich der erste Bericht aus erster Hand, dessen Wirbellosenbesatz wegen der Oxalsäure der Anubia gehimmelt ist. Ich habe vor Jahren hier schon mal danach gefragt, ob denn nun wirklich etwas an dem Gerücht von wegen Anubia und Garnlensterben dran ist. Jeder hat das ja schon mal irgendwo gelesen aber niemand wirklich erlebt.

Seit der damals unbestätigten Auswirkungen der Oxalsäure halte ich übrigens erfolgreich mehrere Arten von Garnelen in Becken, die eigentlich ausschließlich mit Anubia und Cryptocorynen bepflanzt sind...
 

Henny

Mitglied
Hi,

eine Sache möchte ich noch 'als Beweis' hinzufügen:

Dieses Becken lief schon seit über zwei Jahren für die Aufzucht von Guppys. Diese Kombi 'Fisch/CPO' würde ich zwar auch nicht wieder machen, weil die CPO's den kleinen Guppys ein paar mal sauber ein Stück Flosse abgetrennt haben - die haben echt oben auf den Pflanzen gelauert - die Fieslinge :wink: . Die Guppys haben aber irgendwie kollektiv gelernt (der 'Schwarm' von Schätzing lässt grüßen) und einen weiten Bogen um die Krebse gemacht.
Der Guppy-Aufzucht ging es nach dem Beschnitt der Anubia weiterhin prächtig - keinerlei Ausfälle. Nur die CPO's waren alle hinüber. Also wird es wohl wirklich an der Oxalsäure in Verbindung mit Wirbellosen gelegen haben.
(Oder haben vielleicht die Guppys die CPO's kollektiv aus Rache ermordet? :mrgreen: )

Viele Grüße von Henny
 

MOOSKUGEL

Moderator
Teammitglied
Nabend,

ich bin so frei und stell Garnelen und Krebse jetzt mal auf eine Stufe.
Da ich irgendwie zu dumm bin den Beitrag direkt zu verlinken, hier als Zitat:
Die Berichte über toxische Wirkungen von Anubias oder anderen Aronstabgewächsen halten sich so hartnäckig, dass es nur schwer möglich ist, das ganze als reines Gerücht abzutun. Deshalb wurde dieser Umstand bei uns im Uni-Labor vor drei Jahren untersucht. Dabei wurden in kleinen Behältern mit jeweils 100 ml Wasser und zerhäckselten Blättern und Rhizomteilen von Anubias (15g/100ml) jeweils 3 Zwerggarnelen gehalten (also regelrecht in einem Anubia-Kompott). Nach 10 Tagen wurde der Versuch abgebrochen, da sich das Pflanzenmaterial zum Teil bereits zersetzt hatte und bis dahin keine einzige Garnele eingegangen ist. Als Wasser wurde Leitungswasser mit einer KH von 3,5 verwendet. Dabei konnte in keinster Weise eine toxische Wirkung nachgewiesen werden. Es ist nicht völlig auszuschließen, dass in sehr weichem Wasser eine toxische Wirkung zu finden wäre, allerdings würde das nicht die viel zitierten Totalausfälle in Garnelenbecken erklären, da die wenigsten Halter die Garnelen in absolutem Weichwasser ziehen. Publiziert wurden die Ergebnisse allerdings nie, da sie im wissenschaftlichen Sinn kaum von Bedeutung sind. Also nur "personal oberservations".

Nachzulesen unter aquarium-talk-f9/expertentalk-t21992.html 2. Seite, 10. Beitrag.

Gruss Heiko
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

mein einziges Becken mit HMF ist ja (inzwischen) zur Hälfte mit Anubien zugewachsen. Da lebt auch eine unbekannte Neocaridina-Art drin (ich nenn die "Pest"-Garnelen). Ich säbele da öfter mal ein paar Strunken raus, bisher hat meine Population das klaglos überstanden. Kann man also auf keinen Fall für alle Wirbellosen verallgemeinern.

Gruß
 
Hallo zusammen,

also ich habe mit einem Privatem Garnelenzüchter geredet, er hatte auch noch keine Ausfälle. Er meinte es liege wohl an der Gesamtsituation im Becken und evtl. auch an der Grösse der gesamten Anlage.

Ich schaue mir mal seine Becken an, da er auch Anubis und Wurzeln drinn hat.
 


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