Kuba-Zwergperlkraut / Hemianthus callitrichoides Frage

Hallo,

habe Anfang Dezember 3 Töpfchen von besagter Pflanze (recht teuer, über 4 Eur / Pflanze) beim Zoohändler um die Ecke gekauft.
Sein Rat zum Einpflanzen war folgender: Steinwolle dranlassen und mit Steinwolle einpflanzen, anders hätte man bei diesen feinen, winzigen Wurzeln keine Chance, dass die Pflanzen anwüchsen.
Brav habe ich seinen Rat befolgt. :autsch:
Mit dem Ergebnis, dass immer wieder Teile der Steinwolle "hochkamen", darin sich Mulm verfing, die Panzerwelse gerne darinwuseln und fressen...
Nu, hab ich von den dreien noch eine, die "komplett" aussieht (obwohl das die ist, die am wenigsten Licht bekommen dürfte..) von einer stehen nur noch 2 winzige Büschel, von der dritten ein mikrospisch kleiner Trieb :(
Ach ja, ja Düngekugeln hab ich drunter.
Wäre nett, wenn jemand für Doofe wie mich erklären könnte, wie man denn so empfindliche Pflänzchen (in Bezug auf Winzigkeit der Wurzeln) einpflanzen muss. Habe gerade auf einer Moos-Händler-HP gelesen, büschelweise mit einigen cm Abstand....Also Wolle entfernen, Wurzeln vorsichtig trennen - und dann? Mit ner Pinzette in den Boden? Geht sowas? Treibts die dann nicht sofort wieder hoch, sobald man die Pinzette auseinander macht?
Sandboden habe ich übrigens, schätze mal das ist für feine Wurzeln wie diese sowieso eher geeignet.

Hätte doch gerne ein wenig "Wiese" im Vordergrund, und würde gerne wissen, wie man das am besten - in Zukunft - angeht.

LG
Claudia
 


Hallo Claudia,
bei den Pflanzen kann ich dir leider nicht helfen, ich pflanze nie einzelne Stiele sondern binde sie mit einen Faden zusammen und steck sie dann in den Kies. Bei der Wiese würde ich mit Gitter arbeiten. Einfach das Gras oder Moos auf das Gitter binden und in den Sand drücken.
Aber bestimmt bekommst du von den Profis hier noch einige Antworten wo die da weiter helfen.

LG
Birgid
 
Hallo Claudia,

leider suche ich selber nach einer Lösung. Ich hatte die Pflanzen in meinem 60er zuerst versucht in den Sand zu pflanzen ...und es passierte, was auch du schreibst: sie schwimmen sofort wieder auf. Pinzette, Finger, in tiefe Löcher einbuddeln... nix half. Also habe ich sie mit kleinen Metallteilen beschwert, die ich nach drei Wochen wieder entfernte. Da sah's ganz gut aus ...für wenige Tage. So langsam lösten sich die Pflanzen wieder aus dem Sand, hingen frei im Wasser, von der Wurzel kaum gehalten, um irgendwann völlig losgelöst durch's Becken zu treiben ...an der Wasseroberfläche, versteht sich.

Ich habe die Reste nun in mein 12er verfrachtet und dort in den feuchten Sand gepflanzt, mit weiteren Sand gut zugeschüttet, so dass die Hälfte der Pflanzen verbuddelt war, und dann das 12er mit Wasser gefüllt. Ich hatte die Hoffnung, dass im 60er die Cory mit ihrer Wühlerei im Sand die Übeltäter waren. Aber was sehe ich nach wenigen Stunden? Wenn eine Horde Garnelen über die Pflanzen läuft und nach Essbarem sucht, ist alle Liebesmühe vergebens. Die ersten Teile hängen wieder frei im Wasser und werden sich bald wieder komplett lösen.

Es sieht so aus, als müsse man bei Hemianthus callitrichoides tatsächlich erst ein Haarnetz darüber spannen, es dann mit einem Stahlgitter erschlagen und zuletzt reichlich mit Silikon festkleben ....sonst gibt das nie 'was :-(

soweit dazu

bernard
 
Hallo Bernard,

sorry, sehe deine Antwort erst jetzt.
Jepp, kann ich bestätigen! :lol: Die inzwischen einzige verbliebene - die anderen winzigen Teilchen, die noch da waren, als ich den thread anfing, sind inzw. auch schon irgendwo im Nirwana - löst sich auch peu à peu mehr auf...Treibt dann irgendwo an der Wasseroberfläche, wo es sich mit den anderen Schwimmpflanzen verklumpt... :D
Die Frage, die sich mir stellt, will's im Sand nur so schlecht anwurzeln oder wäre es in feinem Kies genauso???
Vlt. meldet sich hier ja noch jemand, der Erfolg mit dieser eigentlich so hübschen Pflanze hat.

Schönes Wochenende
Claudia
 
Hallo,

im feinen Kies ist es nicht anders.
Ich hatte das Zeug auch erst an einer Matte, da hat es sich aber auch stück für Stück losgemacht.
Habs dann irgendwann komplett runtergenommen, weil ich dachte, dass es so eh nicht anwächst.

Jetzt stecken die im Kies, was auch leidlich geht, aber sie lösen sich auch langsam auf...
Und an der Wasseröberfläche sind mittlerweile mehr als unten.

Naja, vielleicht versuch ich es irgendwann mal wieder... aber erstmal nicht.

Gruss,
Alysha
 
Hallo,

ich hab den Dennerle Garnelenkies in meinem Becken und habe am Anfang auch befürchtet, dass die nie anwächst, aber mittlerweile bildet sie richtige Ausläufer... aber so richtig schön und präsentabel wächst sie immer noch nicht :)
Hab das damals auch so gemacht, dass ich versucht habe, die gesamte Steinwolle zu entfernen und dann die Reste, die mein Schatz mir übrig gelassen hatte, ist nämlich eigentlich "seine Pflanze" gewesen (aber bei mir wächst sie viel besser :dance: ), einfach in den Kies gedrückt habe, dabei wahrscheinlich auch ein bisschen die Ränder unter dem Kies begraben... wenn man dann ganz vorsichtig Wasser wechselt, etc. sollte auch nichts mehr hochkommen... ist bei mir aber trotzdem an einer Stelle, aber mittlerweile kriege ich das Stück auch nicht mehr richtig eingebuddelt. Werde das wohl begraben und schauen, ob es dann besser wird, mit dem Finger, Pinzette etc. eindrücken bringt langfristig nichts... das habe ich mittlerweile durch...

Liebe Grüße, Andrea
 
Moin,

die Pflanze wächst nur gut, sobald sie wirklich viel Licht bekommt. Ist es zu wenig Licht, löst sie sich nach und nach auf und ist dann an der Wasseroberfläche zu finden. Ich habe sie tatsächlich mit der Steinwolle eingepflanzt. Allerdings habe ich die Menge der Steinwolle von unten eingekürzt, sprich die Steinwolle so abgeschnitten, dass am Ende nur noch eine Matte von 1cm Dicke vorhanden war. Positiver Nebeneffekt ist dabei, dass die damit auch abgeschnittenen Wurzeln zum Anwachsen stimuliert werden. Danach habe ich etwas mit dem Licht experimentiert und festgestellt, dass die Pflanze sich gut verbreitet, sobald sie viel Licht bekommt. Wenn dies nicht der Fall ist, löst sie sich schnell auf. Ich schätze, bei euch allen war es einfach zu wenig Licht. Die Angaben über die Bedürfnisse der Pflanze im Internet halte ich schlicht und ergreifend für zu einfach bewertet. Schaut einmal auf den angehängten Bildern, was passiert, wenn die Pflanze knapp 5mm unter einer 15W Leuchtstoffröhre mit Reflektor hängt. (das die Lichtstärke dort enorm ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen) Dort hat sich ein einzelner der losgelösten Stängel verfangen und nach 3 Monaten sah es so aus.

Meiner Meinung nach ist diese Pflanze nur für absolute Starklichtbecken mit guter CO2-Düngung geeignet. Als HMF-Bepflanzung kann ich sie nur empfehlen... :wink:

Beste Grüße,
Tony
 

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Hallo!

Ich habe gerade erst Deinen Beitrag gelesen. Ich habe auch seit ca 8 Wochen dieses Perlkraut im Becken. Ich habe Kies Körnung 3-4 mm. Ich habe ein Töpfchen eingepflanzt ohne das Zeug drumrum. Ich habe am Anfang ein Holzspieß reingesteckt und auf die Ecken habe ich kleine Steine gelegt. :wink: Vor ca. 2 Wochen habe ich alles entfernt. Das Kraut wächst wie Bolle. Es schwimmt nicht auf obwohl zwei Welse wie irre drüber rasen,die Guppys und die Fadenfische den ganzen Tag dran zuppeln in der Hoffnung die finden was zu fressen und Apfleschnecken kriechen auch noch ständig rüber. Ich muß allerdings sagen ich habe alles im Topf zusammen eingepflanzt und nicht geteilt, jetzt bildet es kleine Triebe die sich immer weiter ausbreiten. Ich lenke sie ein bischen in die richtige Richtung das ist alles. :arrow:

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen. Ich bin super zufrieden mit der Pflanze zumal weil ich die im Internet bestellt habe und auf dem Bild sah sie überhaupt nicht toll aus. :)

Grüße Belvina
 
Ich bin mir garnicht mehr sicher ob ich wirklich kubanisches Perlkraut habe. Das was ich früher in nem Becken hatte, und eigentlich überall sehe hat viel kleinere Blätter. Meines hat so Blätter von ca 6 mm Durchmesser und wird auch recht hoch (ca 4-5 cm) ansonsten wächst es aber extrem gut.



 

Ebs

Mitglied
Hallo Andi, (soviel Zeit sollte sein)

nach deinem Bild zu urteilen hast du Micranthemum micranthemoides (Zierliches Perlenkraut).
Das Zwergperlkraut ist noch zierlicher, feiner und lichtbedürftiger.

Gruß Ebs
 


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