Also bei Deinen wasserwerten von PH<7 und KH bereits 2 (wirklich so niedrig?, dann sollte der PH Wert eigentlich noch etwas niedriger liegen), reicht doch die BioCO2 Anlage aus, um den PH-Wert weiter zu senken bzw. zu halten. Sollte doch alles prächtig gedeihen, da bei dem niedrigen KH Wert das CO2 für die Pflanzen voll verfügbar ist.
Mit Torf sollte der PH noch weiter gesenkt werden können. Solange keine Kalkhaltigen Materialien im Becken sind, bleiben die wasserwerte auch recht konstant.
Einen Ionenaustauscher (Teil/Vollentsalzer) wäre angebracht, wenn nur recht hartes Wasser zur Verfügung stehen würde. Damit lassen sich dann sehr niedrige Härtewerte und damit PH-Wert einstellen.
Es gibt ein gewisses "Gleichgewicht", d.h.bei niedrigen KH-Werten hat man auch einen niedrigen PH-Wert, da das CO2 frei verfügbar und nicht an die Karbonate gebunden ist. Eine CO2 Düngung kann dann in der Tat überflüssig sein, da genug CO2 durch Fische/Pflanzen und bakterieller Abbau gebildet wird.
Es gibt in der Tat einen Gleichgewichtswert an verfügbarem CO2 bei entsprechenden Härtewerten. Das CO2 kann man austreiben durch Belüftung.
Das sollte man auch, wenn man den Kati benutzt. Durch die starke KH-Senkung wird sehr viel CO2 aktiviert, was den PH-Wert stark senkt. Das Wasser sollte also vor dem Einfüllen ins Becken entweder abstehen über Nacht oder durch starke Belüftung das CO2 ausgetrieben werden. Dann liegt der PH-Wert des Katiwassers etwa bei 6-6,5.
Mit Kati+Ani fällt der PH-Wert nicht so stark und man kann die Kombi auch im Becken verwenden, als sogenannter indirekter Wasserwechsel.
Damit wird auch Nitrit,Nitrat, Phosphat, Schwermetalle usw. entfernt. Allerdings muß man Nährstoffe und Spurenelemente nachdosieren, da auch entfernt.
Allerdings kann man damit in der Tat die Intervalle des echten Wasserwechsels lange hinauszögern. Solange die Schadstoffkonzentrationen nicht zu hoch sind, muß man auch nichts wechseln.
Bei meinem Becken mit HMF und sehr gutem Filtermaterial wechsle ich das Wasser nur alle paar Monate.
Die Gefahr, dass die Ionen wieder abgegeben werden bei Erschöpfung der Harze sehe ich nicht. Es wird halt nichts mehr ausgetauscht. Man sollte auch Harze mit indikator verwenden, dann sieht man auch die Erschöpfung uns weiß wann regeneriert werden muß.
Als Dauerlösung im Aquarienkreislauf würde ich die Ionenaustauscher allerdings nicht betreiben. Das macht keinen Sinn. Man muß im Prinzip nur einmal das Wasser richtig einstellen und dann nur beim Wasserwechsel wiederverwenden. Ansonsten ist Kati/Ani dann arbeitslos.
Wenn man bereits weiches Ausgangswasser hat, braucht man diese Geräte IMHO eh nicht.
Ansonsten kann ich die Aussagen der Verkäuferin aber nur bestätigen. Das ist im Prinzip so richtig. Man kann die Austauscher auch genau so betreiben.
Habe aber ein Gerät von Gralla Aquarientechnik. Die Qualität der Geräte ist sehr gut und der Preis paßt auch.
Viel Spaß noch....
