Austauscher Kati und Ani ganz einfach

A

Anonymous

Guest
Hallo,

Ja - wer mag kann sich riesige Austauschersäulen anschaffen und mit zig Kilo und Unmengen von Säuren und Laugen rumschlagen - bei den Mengen wohl auch recht gefährlich wie man ja lesen kann.

Ich hab viele Jahre ausschliesslich mit Austauschern mein Aquariumwasser aufbereitet und mein Zuchtwasser hergestellt und gefunden, dabei gibt es keinerlei Gefahr wenn man weiss mit was man es zu tun hat.

Und NUR die Bequemlichkeit hat mich auf eine kleine Osmoseanlage umsteigen lassen. Billiger ist die nicht - und langsamer ist sie auch - wenn ich die anwerfe ist einige Tage die Dusche besetzt und Unmengen von Wasser geht in den Abfluss (wer fängt das wirklich auf um es anderswo zu verwenden).

Schön langsam überleg ich wieder die Austauscher anzuwerfen, denn soo aufwändig ist das nicht. Insbesondere wenn man mit Austauscherharzmengen von so 2 bis 3 Liter arbeitet und nicht die sündhaft teuren Plexiglassäulen verwendet, wo das Regenerieren relativ fummelig ist. Harze kann man ja heute leicht beschaffen.
Ich verwende die Austauscher in Kunsstoffeimern mit gelochtem Boden, da ist das Regenerieren sehr flott und sehr einfach erledigt. Unter dem Duschhahn oder besser dem Hahn der Badewanne gehängt geht das egenerieren und Wassergewinnung einfach. Die Kombination stark saurer und stark basischer Austauscher ergeben fast destilliertes Wasser ohne CO2 und kann sofort verwéndet werden. Übrigens für Salzies: Silikat wird sehr rasch durchgelassen - da nützen Austauscher alleine nicht.

Wie gehts: Salzsäure in 1- Liter Flaschen gibt es billig sogar in größeren Drogeriemärkten und Natronlauge nimmt man natürlich flüssig und tut sich nicht die Umpantscherei der Auflösung der Hydroxidplätzchen an.

AUfbewahren weg von Kindern - ja und die Lösungen sollten klarerweise nicht in Berührung mit Haut etc. und insbesondere nicht in die AUgen kommen - es schadet nicht wenn man eine Bille aufsetzt.

Den Kati unter den Wasserhahn hängen. Die Salzsäure in einem Eimer mit Ausguss entsprechend verdünnen. Wenn man das im Eimer macht und den dabei in die Wanne stellt kann gar nichts passieren - ja und es stimmt: wenn man mal irrtümlich in die Säure oder Lauge greift, fallen nicht sofort die Häne ab - rasch und lange mit Leitungswasser waschen (bei Lauge noch länger) und passt. Nur in die Augen sollte wirklich nichts kommen ! Hab ich in den etwa 15 Jahren Verwendung auch nie gehabt.

Einen Eimer unter den Austauscher stellen und die verdünnte Säure langsam durchlaufen lassen. Dann den Austauscher spülen. Dann den Ani mit Lauge in gleicher Weise regenerieren und dann zusammenstecken und Wasser durchlaufen nach Anweisung (der pH wird dann um den Neutralpunkt sein) - und los gehts mit mit der Wassergewinnung bis der Leutwert steigt oder die Liter erreicht sind oder der pH unter 5 oder über 9 geht - je nachdem was man mag.
Spül- und Regenerierlösungen zusammengeben und verdünnt in den Abfluss.

Kurz: 2 mal Regenerieren und spülen - Wassergewinnung.

Da ist, wenn man weiss, dass man es mit Säuren und Laugen zu tun hat und keine Riesenanlagen anschafft und aufpasst, nichts Gefährliches dran - ist halt nicht so bequem wie Osmose - dafür halten die Harze ewig - die Osmos nicht.

mfG Anton Gabriel
 


A

Anonymous

Guest
Hallo,

Anton_Gabriel schrieb:
Billiger ist die nicht - und langsamer ist sie auch - wenn ich die anwerfe ist einige Tage die Dusche besetzt und Unmengen von Wasser geht in den Abfluss (wer fängt das wirklich auf um es anderswo zu verwenden).
Laß mich da mal einhaken... Brauchbare Osmoseanlagen mit echten 200 Litern am Tag gibt's mittlerweile für unter 100 Euro. Dafür bekommt man vielleicht einen Vollentsalzer, der höchstens als Spielzeug taugt.

Und warum umhimmelswillen ist die Dusche besetzt? Man hängt die Anlage irgendwo, wo sie nicht stört, an die Wand und installiert den Wasseranschluß fest per Kombi-Eckventil an den nächsten Wasseranschluß. Nichts wird damit belegt! Die Spülwasserleitung verlegt man bis zum nächsten Abwasserrohr. Das ist bei mir praktischerweise die Toilettenspülung :wink:. Und auch ein Ionentauscher braucht Wasser. Warum belegt der die Dusche nicht?

Sicher kann man sich einen Ionentauscher schönreden. Aber die Nachteile, die Du ihr andichtest, die besitzt eine Umkehrosmoseanlage nicht. Ich habe vorhin auf den Knopf gedrückt. Und wenn ich morgen früh aufstehe, habe ich genausoviel UOA-Wasser in meiner Vorratstonne, wie ich will. Praktisch, sauber, bequem, einfach.

Und mit Säuren und Laugen pritscheln, wie ich es 10 Jahre lang machen musste, das brauche ich auch nicht mehr.

Viele Grüße
Robert
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Robert :)

Tja - meine Austauscherkombination würde heute etwa 25 Euro kosten - und sie tut genau das was sie soll uns viele Jahre auch machte. - Ich finde es nicht als Spielzeug ;-)

Nur: wer installiert seine Anlage ob Austauscher oder Osmose fix und hat so einen Riesenbedarf ? Da bist du vielleicht mit deiner Anlage einfach eher die Ausnahme ?

Der Austauscher belegt die Dusche "nicht" weil der ganze Zauber nicht Tage dauert sondern in vielleicht 2 Stunden erledigt ist. Weils einfach flott geht.

Du Robert, wir "kennen" uns schon so lang, dass du weisst, dass ich weder was besonders schönrede noch Nachteile erfinde. Jeder hat seine Erfahrungen und kann die in seiner jeweils besonderen Art weitergeben wenn er mag - oder auch gegenseitig an den Kopf werfen gg ;-) Kann aber glatt sein, das du so Riesenaustauscher schönredest ? ;-)

Vom Kosten/Nutzen ist ein Austauscher allemal günstiger ! Besonders wenn man nicht die teuren Säulen kauft und wenn man kleine Austauscher verwendet ist der Arbeitsaufwand nicht so besonders aufregend. Und das Abwasser: ist beim Austauscher vielleicht 10 Prozent durch Spülung - bei den Spielzeugosmoseanlagen etwa 75 Prozent.

Ich glaub ich werd doch wieder die Austauscher rauskramen und aktivieren - alleine das Trinkwasser was ich so spare ist mir das schon wert.

mfG Anton Gabriel
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Anton_Gabriel schrieb:
Nur: wer installiert seine Anlage ob Austauscher oder Osmose fix und hat so einen Riesenbedarf ?
Mein Bedarf an UOA-Wasser ist nicht so riesig. Und Deine Frage ist leicht beantwortet: jeder, der an Aufwandsminimierung und dem menschlichen Bedürfnis nach Bequemlichkeit interessiert ist, installiert seine Anlage fest. Das ist einmal ein Aufwand von (bei mir) zwei Stunden. Dafür spare ich mir den aquarienlebenslangen Auf- und Abbau. Das waren mir die 120 Minuten wert.

Da bist du vielleicht mit deiner Anlage einfach eher die Ausnahme ?
Nein, mit Sicherheit nicht. Jeder, den ich bisher getroffen habe und Osmosewasser regelmäßig braucht, hat seine Anlage fest installiert.

Du Robert, wir "kennen" uns schon so lang, dass du weisst, dass ich weder was besonders schönrede noch Nachteile erfinde.
Scheint mir aber so. Brauchbare Umkehrosmoseanlagen sind weder teuer, noch belegen sie die Dusche :wink:.

Vom Kosten/Nutzen ist ein Austauscher allemal günstiger !
Unter Einbeziehung aller Nebenkosten? Da gibt's ein ganz nettes Tool zum Selberspielen: http://www.ph-diskus.de/Portal/modules.php?name=Downloads&d_op=viewdownload&cid=2. Allerdings sollten die dort hinterlegten Preise auf den tatsächlichen Stand gebracht werden.

Und ich schrieb auch in der parallelen Diskussion: die Bequemlichkeit der UOA sind mir eventuelle Mehrkosten wert. Ich habe in der Laufzeit meiner UOA bisher einmal den Vorfiltersatz gewechselt. Arbeitsaufwand 10 Minuten, Kosten irgendwas um 10 Euro. Aufwendungen für Säure und Lauge und vor allem Zeit für die Regeneriervorgänge eines Vollentsalzers im gleichen Zeitraum übersteigen den Wartungsaufwand der UOA um ein Zigfaches!

Und das Abwasser: ist beim Austauscher vielleicht 10 Prozent durch Spülung - bei den Spielzeugosmoseanlagen etwa 75 Prozent.
Bei meiner 160-Euro-Anlage weniger als 2/3, aber sei's drum: das Abwasser belastet lediglich meinen Geldbeutel, und das ist mir der deutlich einfachere Umgang mit der UOA wert.

Viele Grüße
Robert
 
Hallo Anton;

Im Namen vieler besonders junger Aquarianer, die oft auch hier im Forum die Frage nach Wasserenthärtung stellen, möchte ich mal folgenden Aspekt kommentiert haben.

Die meisten Aquarianer haben 1 bis sagen wir 3 Becken 2/3 bestimmt nur ein Aquarium.
Ab welcher Beckengröße oder Literzahl könnte man in etwa sagen, rentiert sich der Einsatz von Austauschern gegenüber dem Kauf von Osmosewasser (destiliertes scheidet sicher des Preises wegen aus) ?

Eine UOA kommt ja da ohnehin kaum in Betracht, da ja da wartungstechnisch, bei geringem Einsatz / Bedarf die Effizienz, die ohnehin , wie Du es recht plausibel erklärt hast nicht gegeben sein dürfte.

Also ab wann Austauscher ( wenn überhaupt fürs Wasser erforderlich, aber das setze ich mal voraus) ?

Denn bei den kleineren Aquarien und wenn nun jemand Weichwasserfische halten will z.B. 54 Liter oder so und das haben hier ja viele, wenn man so liest, denke ich mal ist Wasser kaufen (abgesehen vom Schleppen), besser oder ?

Gruß Dirk-Werner
 
A

Anonymous

Guest
Hi Robert :)

Na ist doch gut - beide haben wir Erfahrungen und Jeder Andere kann sich ein Bild machen und nach seinen Eigenarten und Neigungen usw. vielleicht davon profitieren > im Prinzip haben wir beide Recht.

mfG Anton Gabriel
 
Hallo Dirk-Werner,

ich finde das eine sehr interessante Frage, die so einfach auch gar nicht zu beantworten ist.

Die Beckengröße spielt -denke ich erst einmal- weniger die Rolle, sondern welches Ziel die Person damit erreichen möchte.

In der Regel sind es Aquarianer die Weichwassertiere wie Diskus, Garnelen oder Neons halten möchten. Sie wollen das Wasser einerseits vollentsalzen aber auch andersherum ansäuern.

Mit einem Vollentsalzer kann man eben beides. Man kann beide Säulen nehmen und sein Leitungswasser entsalzen. Wiederum nehmt man nur den Kationenaustauscher und säuern ein Teil des zu wechselnden Wassers damit an.

So drückt man z.B. in Zuchtbecken den pH - Wert auf 6,8 ohne mit andern Mitteln wie Torf oder CO² zu arbeiten.

Dieses könnte man so mit einer Osmoseanlage erst einmal nicht machen.

Die Größe der Tauscher ergibt sich anschließend von der Wassermenge die man benötigt. Ich rate persönlich daher immer, so dass der Tauscher -sollte er in Frage kommen- die gewünsche Wassermenge pro Monat + 30% x 3 - liefern muss.

So hat dieser Aquarianer mindestens 3 Monate lang Ruhe vom Regenerieren und hat trotzdem ca. 30% als Rückhalt - sollte mal ein Aquarium dazukommen.

Auch kläre ich jede Person auf welche System empfehlenswerter ist, dazu gehört natürlich auch der Umgang mit Säuren und Laugen beim regenerieren sowie den Zeitfaktor und Abwasser bei Osmoseanlagen. Wenn ein Aquarianer z. Bsp. nur ein paar L pro Woche benötigt, dass aber regelmässig und über Techniken wie eine CO² Anlage verfügt und nichts mit dem regenerieren "zu tun haben möchte" - so würde ich in diesem Fall zu einer Osmosanlage raten.

Sollte aber ein Aquarianer mir berichten, er möchte Weichwassertiere züchten, würde ich ihm einen Vollentsalzer bzw. je nach Wasserwerte einen Teilentsalzer empfehlen.

Da hat es -denke ich mal- weniger mit der Aquariengröße, sondern eher mit den Zielen des Aquarianers zu tun.
 


Guten Morgen Wilma;

Ein besonderes Dankeschön für Deine Antwort zu so "später", man könnte auch sagen, "früher Stunde". Du hast mir sicher nachgesehen, daß ich Anton ansprach. Als ich dies tat war er noch online (irgendwann muß man aber auch in Wien schlafen gehen) :wink: , und da er dieses Thema hier netterweise eröffnet hat, welches sich mit einem wichtigen Aspekt der Wasseraufbereitung beschäftigt, freut es mich dazu von der MODERATORIN im Forum CHEMIE eine gute Antwort bekommen zu haben.
Ich denke nicht nur bei der Wahl UOA oder Austauscher, ist die Zielstellung des Aquarianers wichtig, sondern bei allen anderen erweiterten Anwendungen von sagen wir, Sondertechnik , eben über 08- 15 hinaus.
Technologisch interessant finde ich dabei, die gut beschriebene Variante der "Bedarfsermittlung" der Wassermenge mit der 30 % Reserve, die ja sicher nicht nur bei einer Beckenerweiterung sonder auch bei ggf. anderweitig bedingten zusätzlichen TWW´s eine Berechtigung besteht, zumal es ja auch einem erfahrenen AQUARIANER oder eben gerade einem ANFÄNGER durch Probleme, wie zum Beispiel Algen geboten ist zusätzlich Wasser zu wechseln.
Wird so verfahren, wie Du es beschreibst, reduziert sich verständlicher Weise auch der zunächst etwas umständlich erscheinende Aufwand , der zu betreiben ist. Hier hat ja auch Anton netterweise ENTWARNUNG gegeben, vor diesen monströs erscheinenden Austauschersäulen, die sicher im Einzelfall berechtigt sind, aber doch eher in eine ANWENDERNIESCHE gehören und nicht das breite Spektrum der Aquarianer tangiert.
Wie ich sehe schließt die weibliche Logik WASSERSCHLEPPEN in jedem Falle aus, also auch in Bedarfsniedrigbereichen, was mir nun auch auf Grund der guten Anpassungsfähigkeit der Größe der KAT-/oder ANI-Säulen verständlicher ist und eben unsere JUNGAQUARIANER in die Lage versetzt, für die ja solche Fische wie "rote Neons" und zum Teil auch die von Dir geannten Arten (bes. Garnelen - von denen ich z.B. Null-Ahnung habe) eine große Rolle für die Anschaffung eines Aquarium überhaupt, haben, ohne die doch eingegrenzt für diese Fälle deutlich gemachten NACHTEILE einer UOA zu praktizieren. Da leider das Wasser oft in der GH und KH für eben solche Haltungen nicht nur mit TORF und CO2 in brauchbare Bereiche zu bringen sind ( außer in Grenzwertbereichen (-basisch/sauer- u. hart/weich), denke ich sind Deine Hinweise hier zur allgemeinen Orientierung sehr gut und hat der Anton dankenswerter Weise weiter oben auch das unbedenkliche Händling bestätigt.

Ich denke mit ANTONs Ausführungen und Deinen Antworten zu meiner Fragestellung, ist für vielen von uns dieser Aspekt von doch teilweisen recht subjektiv belegten Grundhaltungen in der Wahl der MITTEL, sachlich und unvoreingenommen dargestellt worden.

Ich betrachte mein Anliegen als ausreichend beantwortet.

Mit einem netten Gruß an Dich zu dieser frühen Stunde, Dirk-Werner
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Dirk-Werner schrieb:
Ab welcher Beckengröße oder Literzahl könnte man in etwa sagen, rentiert sich der Einsatz von Austauschern gegenüber dem Kauf von Osmosewasser (destiliertes scheidet sicher des Preises wegen aus) ?
Der Kauf von Osmosewasser ist, egal bei welcher Menge, immer ökologischer Unfug. Man kutschiert ne Tonne Stahl und Kunststoff in der Gegend rum, nur um ein paar Liter Wasser vom Händler zu holen? Das ist Quatsch!

Eine UOA kommt ja da ohnehin kaum in Betracht, da ja da wartungstechnisch, bei geringem Einsatz / Bedarf die Effizienz, die ohnehin , wie Du es recht plausibel erklärt hast nicht gegeben sein dürfte.
Das verstehe ich nicht. Was willst Du an einer UOA denn groß warten? Einmal im Jahr den Vorfiltersatz wechseln, macht 10 Euro und 10 Minuten. Und sonst? Und was ändert die Einsatz- bzw. Bedarfshäufigkeit an der Wirksamkeit (lat. Effizienz)?

Es gibt für den kleinen Bedarf auch brauchbare kleine Osmoseanlagen, eine 100 Liter/Tag-Anlage gibt schon für 50 Euro. Was ist daran weniger wirksam?

Also: Voll- bzw. Teilentsalzer: muß regelmäßig zum Regenerieren mit dem hier beschriebenen, nicht unerheblichen Aufwand auf- und abgebaut werden, wozu man mit Säuren und Laugen pritscheln muß. Jedes Vierteljahr, wenn man Wilmas Dimensionierungsregel befolgt.
UOA: Einmal in die Ecke hängen, und vergessen. Einmal im Jahr mit geringem Aufwand den Vorfiltersatz tauschen. Die Membrane lebt bei pfleglicher Behandlung mehrere Jahre. Meine hat jedenfalls nach 2 Jahren und 10.000 Litern noch keinen erkennbaren Leistungsverlust.

Und jetzt sei ehrlich: wo ist der Aufwand größer?

So ganz nebenbei: ich kenne einige Aquarianer, die deshalb ihren Vollentsalzer an den Nagel gehängt, bzw. bei ebay vertickt haben, und sich eine Umkehrosmoseanlage zugelegt haben. Aber in der umgekehrten Richtung kenne ich keinen.

Viele Grüße
Robert
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Nachdem Wilma schon so ausführlich geantwortet hat, kann ich mirs grossteils sparen :)

Noch ergänzend: eine Osmoseanlage ist sicher bequemer im Umgang - wer also nur auf Bequemlichkeit wert legt ...

Die Regeneration von Austauschern ist etwa so wie sie Robert verlinkt hat > wenn man die sehr unpraktischen und teuren Säulen verwendet - mit einfacheren Konstruktionen erspart man sich jeden Abbau oder Aufbau - hab ich ja oben beschrieben - kurz ist es dann so beschrieben:

Kurz: 2 mal Regenerieren und spülen - Wassergewinnung.
Denn Säure/Lauge ansetzen dauert in einem Eimer gerademal 30 Sekunden.

mfG Anton Gabriel
 
Hallo Anton;

und vielen Dank für Deine guten, verständlichen zusammenhängenden und nachvollziehbaren Ausführungen. Nun hat ja tatsächlich Wilma schon meine Frage gut beantwortet und in Deiner zustimmenden Anwort glaube ich erkannt zu haben , was bei neutraler Bewertung des Sachverhaltes zu beachten ist, auch wenn ich selbst kein Praktiker in dieser Sache bin, was ja nicht heißt, daß es irgenwann mal sein könnte. Zur ausschließlichen Bequemlichkeit fühle ich mich mit 55 noch zu jung und Dir geht es da vermutlich ebenso.

Nochmal vielen Dank und einen schönen Gruß nach Wien; Dirk-Werner
 
Robert Miehle schrieb:
Der Kauf von Osmosewasser ist, egal bei welcher Menge, immer ökologischer Unfug. Man kutschiert ne Tonne Stahl und Kunststoff in der Gegend rum, nur um ein paar Liter Wasser vom Händler zu holen? Das ist Quatsch!

Na ja, man fährt ja nicht nur wegen dem Osmosewasser los, sondern bringt das bei Gelegenheit mit.
 
Hallo,

ich komme hier in diesem thread mit manchen Argumentationen nicht klar.

Eine Person beschreibt sich als sehr erfahren und gibt zu wegen Bequemlichkeit von Ionenaustauscher"eimern" auf eine UOA umgestiegen zu sein.
Wenn nun schon solche eine erfahrene Person der Bequemlichkeit anheim fällt, dann muss doch ein völlig unerfahrenen Anfänger die Handhabung eines "Eimer-Vollentsalzers" als noch viel anstrengender empfinden :roll:

Eine andere Person berichtet davon, daß man Permeat ohne Torf und CO2 nicht auf einen pH von 6,8 bekommen kann.

Das ist sachlich nicht richtig. ganz davon abgesehen, daß der pH von Permeat in aller Regel mit den Mitteln eines Aquarianers eh nicht auf die Kommastelle genau ermittelt werden kann, ist das Absenken des pH bei Permeat ganz einfach durch minimalen Zusatz stark verdünnter Mineralsäuren erreichbar.

Das ist mindestens ebenso simpel, wie das Regenerieren von kleinen Ionenaustauschern! :wink:

Merkwürdigerweise sind mir z.B. persönlich profesionelle Diskushändler/-Züchter bekannt, die ausschließlich mit Umkehrosmoseanlagen arbeiten.
Ich meine mich daran zu erinnern, daß auch Leute wie Olaf Deters ausgesprochene weich-saure Spezialisten züchten, wobei auch dort meines Wissens nach Umkehrosmoseanlagen zum Einsatz kommen.

Gruß,
Dirk
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Dirk-Werner schrieb:
und vielen Dank für Deine guten, verständlichen zusammenhängenden und nachvollziehbaren Ausführungen.
Prima, daß Du jetzt ja scheints verstanden hast, daß eine Umkehrosmoseanlage entgegen Deiner vorherigen Behauptung weniger aufwendig im Betrieb ist.

..., auch wenn ich selbst kein Praktiker in dieser Sache bin, was ja nicht heißt, daß es irgenwann mal sein könnte.
Das dürfte hier (edit St) viel eher der Knackpunkt sein :roll:. Im Gegensatz zu Dir habe ich Erfahrung mit beiden Arten der Wasserenthärtung.

Zur ausschließlichen Bequemlichkeit fühle ich mich mit 55 noch zu jung und Dir geht es da vermutlich ebenso.
Hab doch mal mehr als ein Aquarium neben dem Beruf zu versorgen, und reden dann weiter.

Catweezle schrieb:
Na ja, man fährt ja nicht nur wegen dem Osmosewasser los, sondern bringt das bei Gelegenheit mit.
Was tust Du denn so oft beim Händler :??

Viele Grüße
Robert
 
Hallo,

Dirk Otto schrieb:
Ich meine mich daran zu erinnern, daß auch Leute wie Olaf Deters ausgesprochene weich-saure Spezialisten züchten, wobei auch dort meines Wissens nach Umkehrosmoseanlagen zum Einsatz kommen.

ja, früher hatte ich zwar eine VE-Anlage im Einsatz, aber das ist lästig. Da ich relativ viel entsalztes Wasser brauche, ist eine RO-Anlage einfacher.

Die Sache mit der HCl hat für mich den Vorteil, dass ich mein Omosewasser minimal mit Leitungswasser aufhärte. Das mache ich, weil Osmosewasser selbst quasi keinen wirklichen pH hat. Der ergibt sich erst im Aquarium und da habe ich nur beingt Einfluss drauf. Wenn ich jetzt z.B. 5% Leitungswasser zusetze, krabbelt die LF zwar wieder auf 80 bis 100µS/cm, aber das ist egal. Nur dann kann ich mit ein paar Tropfen HCL im Eimer einen echten pH einstellen. Der ist stabil, messbar und verlässlich. Den stelle ich so hin, wie ich es im Aquarium haben will und das dauert

Andere benutzen nur Osmosewasser, müssen dann aber mit Spurenelementen hinterhergehen, weil das auf Dauer den Fischen nicht bekommt. Gibt Kropfbildung und Fehlfarben. Die Fehlfarben sehen zwar ganz lustig aus, aber man will das nicht. Ob ich nun vorer etwas Leitugnswasser beigeben oder hinterher etwas Spurenelemente, ist von der Sache her unerheblich.
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Anton_Gabriel schrieb:
Ich verwende die Austauscher in Kunsstoffeimern mit gelochtem Boden, da ist das Regenerieren sehr flott und sehr einfach erledigt.
Was mich noch interessieren würde: wie bekommst Du mit den Eimern eigentlich die nötige Schichttiefe hin? LanXess (früher Bayer Lewatit) schreibt z.B. im Datenblatt zum vielverwendeten starksauren Lewatit S100 eine Bettiefe von mindestens 800 mm vor. So hohe Eimer kenne ich nicht :roll:.

Viele Grüße
Robert
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Stimmt Robert, die Schichttiefe ist in Eimern nicht, so dass die Kapazität etwa zu 90 Prozent ausgenützt werden kann, funktioniert aber problemlos, die gewonnene Zeit und die einfach Manipulation wiegen die 10 Prozent weniger Wasser mehr als auf.

mfG Anton Gabriel
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

das Problematische an geringen Schichttiefen ist, daß die Front zwischen beladenem und unbeladenem Harz sehr ungleichmäßig verläuft, d.h. die Grenzschicht erreicht an manchen Stellen bereits den Boden erreicht, während an anderen Stellen das Harz noch unverbraucht ist.

Das sieht man an diesem Foto von Baumfalke sehr schön: http://www.remowiechert.de/AQ/Bilder/Technik/Kati-rege-2.jpg. Links hat die Grenze des verbrauchten Harzes (erkennbar am roten Farbumschlag des Indikatorharzes) bereits den Grund der Säule erreicht, während rechts das Harz noch unverbraucht ist. Trotzdem muß die Säule regeneriert werden, weil links das Wasser unverändert von oben nach unten aus der Säule fließt. Der Kapazitätsverlust beträgt keine 10 %, wie von Dir vielleicht geschätzt, sondern mindestens 50 %, wie auf dem Foto leicht zu erkennen ist. Und bei den undurchsichtigen Eimern erkennt man den Farbumschlag nichtmal :roll:.

Nein, wenn schon Ionentauscher, dann eine vernünftige und praktikable Lösung, aber keine Pfuschmethoden.

Viele Grüße
Robert
 
A

Anonymous

Guest
Hi,

Was soll da nicht praktikabel sein, wenn ich die Methode 15 Jahre verwendet habe - und minus 50 Prozent sind das nie - und das ist nicht geschätzt.
Ja du kannst ja gerne 10 oder 30 mal so teure Säulen verwenden und dich damit abärgern - ich verwende "Pfusch" der bestens funktioniert und viel leichter handhabbar ist. Ja das Bildchen ist lustig - ist ja eine "Säule" wie du sie hast oder ;-). Mit vielleicht einem viertel Liter Harz kann ich mir vorstellen, dass kein vernünftiger Durchfluss erreichbar ist.

mfG Anton Gabriel
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,


Anton_Gabriel schrieb:
Was soll da nicht praktikabel sein, wenn ich die Methode 15 Jahre verwendet habe - und minus 50 Prozent sind das nie - und das ist nicht geschätzt.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte :wink:.

Ja das Bildchen ist lustig
Lustig vielleicht auch, aber davon abgesehen zeigt es plakativ, was bei zu geringen Schichthöhen passiert.

- ist ja eine "Säule" wie du sie hast oder ;-).
Das ist natürlich falsch. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte :wink::

Kati_ganz.jpg

(Mein Kati, der neue Besitzer möge glücklich werden :wink:.)

Mit vielleicht einem viertel Liter Harz...
Wenn man mal die Maße der Hedinger-Flasche zugrundelegt, dann hat Baumfalkes Säule eine Höhe von guten 15 cm bei einem Durchmesser von 10 cm, macht summasumarum einen Inhalt von etwa einem Liter. So wird aus Deinem geschätzten Viertelliter ein echter Ganzer, genauso wie aus Deinen geschätzten 10 % Schlupf echte 40 % :wink:.

Viele Grüße
Robert
 


Oben