Kampf gegen schleichende Bleivergiftung

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Anonymous

Guest
Hallo,

ich habe aus Unerfahrenheit meine Aquarienpflanzen mit kleinen Bleibändern gebündelt in den Kiesboden gepflanzt. Inzwischen weiß ich: Blei ist giftig. Danke an meinen Aquarienhändler, der mir die Bänder verkauft hat, schön das nun zu wissen :-(

Ich habe inzwischen alle mir bekannten Bänder mühsam von den Pflanzen geschraubt (langsam drehen, dann lösen sie sich, ohne dass man die Pflanzen rausruppen muss). Ich weiß aber nicht, ob sich irgendwo in den Untiefen des Kieses noch ein vergessenes Bleiband befindet...

Jetzt zu meiner Frage: Wie groß ist die Gefahr? Fische kommen nicht direkt an das Band, sonst würde ich es ja sehen. Es ist wahrscheinlich auch nicht mehr als ein einzelnes Band - wenn überhaupt, denn auf den "ersten Griff" habe ich keins mehr ertasten können.

Ist es besser, das gesamte AQ auf der Suche nach dem möglicherweise vergessenen Band umzupflügen (Stress für Tiere und Gefahr für Pflanzenwurzeln)? Oder kann das Band drinnen lassen trotz der Gefahr des schleichenden Giftes. Ist die Vergiftungsgefahr bei regelmäßigen Wasserwechseln überhaupt relevant oder sind wir hier im Mikro-Mikro-Bereich?

Danke, Dirk
 


Moin!

Also das Band würde ich auf keinen Fall drin lassen. Wenn du die wirklich die Befürchtung hast das noch ein Band drin ist, dann auf jeden Fall suchen. Ist zwar stressig für die Fische, aber ne Bleivergiftung iss viel schlimmer. Allerdings waren bei mir nie mehr als ein Bleistreifen um die Pflanzen gewickelt.


mfg

Shorty
 
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Anonymous

Guest
Shorty030479 schrieb:
Allerdings waren bei mir nie mehr als ein Bleistreifen um die Pflanzen gewickelt.

Jepp, genau: Zähl die Pflanzen und die Bleibänder, dann weißt du, ob du eins im Kies vergessen hast. :)
Und den Schaumstoff um die Pflanzen rum auch abwickeln!
 
Hallo,

cool bleiben. Mir ist mal ein Thermometer kaputt gegangen in dem unten kleine Bleikügelchen drin waren. Sie waren klein genug um im Kies zu verschwinden. Daraufhin habe ich mal schlau gemacht. Das Blei bildet recht schnell eine Bleioxidschicht die recht stabil ist und so verhindert, dass sich das Blei im Wasser beginnt aufzulösen. Bei regelmäßigem Wasserwechsel besteht keine akute Gefahr. Ich würde jetzt nicht panisch das Becken umrühren sondern, immer mal wenn Wasser gewechselt wird oder andere Pflegearbeiten aus geführt werden, ein zwei Pflanzen kontrollieren. Wenn Du das systematisch machst findest Du über Kurz oder Lang jedes vergessene Bleiband und die Fische werden werder vergiftet noch gestresst.

Montägliche Grüße

Gerald
 
@ Gärtner

Hi!

In dem Thermometer ist aber kein Blei Sondern hoch Toxisches Quecksilber !!!!! (sieht nur aus wie Blei)
Das kann durch bloßen Hautkontakt sogar bei Menschen schon zu Vergiftungen führen !! Ganz zu Schweigen von den Langzeitschäden! Bitte ganz Vorsichtig!! :( :( :(
Gruß Olli
 
Also bitte jetzt nicht in Panik geraten !
Der eine meint wirklich Kügelchen, der andere redet von Quecksilberperlen.
Ich habe auch noch ein Thermometer im Einsatz, das im Glas mit Kügelchen ( ka ob das Blei ist ) beschwert ist. Diese Thermometer sind vollkommen ungefährlich und die Flüssigkeit enthält schon lange kein Quecksilber mehr.
Als unsere Tochter eines dieser Thermometer zerbissen hat, hat der Anruf bei der Vergiftungszentrale sehr geholfen und beruhigt ! Ich weiss nichmal mehr, was wirklich enthalten ist, ich bin mir deswegen 100%ig sicher, weil wir ansonsten mit dem Kind ins Krankenhaus gefahren wären ;)
 
Hallo

Vielleicht beruhigt das etwas :

Greger , ein bekannter Aquarianer und Buchautor , hat noch keine giftigen Auswirkungen von Blei aus Fische und Pflanzen bemerken können , er empfiehlt sogar schlecht anwurzelnde Pflanzen mit Bleistreifen zu beschweren.

Gruß FrOstasch
 


Mein Vater hat jahrelang (ungefähr 20/30 Jahre) die Pflanzen mit Blei umwickelt, eine Praxis die ich auch lange nachgeahmt habe. Uns ist nie ein Fisch an Bleivergiftung gestorben. Natürlich bin ich jetzt auch vorsichtiger geworden seit ich mich mit der Aquaristik "richtig" befasse, aber verrückt machen lassen muss man sich nicht. :wink: Also, keep cool und wie Gärtner schon meinte einfach bei Gelegenheit so peu a peu die Streifen raussammeln.
 
Hallo,

es wurde zwar schon alles gesagt aber, ich mus meinen Senf trotzdem noch los werden. Es ist wieder genau das passiert was so oft zu beobachten ist.

Lieber derOLLI,

hatte ich was von einer silbernen Flüssigkeit geschrieben? NEIN! Sind alle so doof das sie kleine dunkelraue Kügelchen nicht von silbrigem Queksilber unterscheiden können? NEIN! Bei Queksilber sind übrigens nur die Dämpfe für Menschen giftig.

Also, statt, "OH ICH WEISS WAS!!!" zu schreien und auf Panik zu machen erst lesen, versuchen das gelesene zu verstehen und dann im Zweifel mal nachfragen. Wenn dann alles geklärt ist kann man über das gelesene nachdenken und dann einen sachlichen Tipp abgeben.

Alles klar?
 
wenn alle was dazu sagen darf ich wenigstens noch mal zusammenfassen...

ok blei is giftig... gut
ok blei bildet ne oxidschicht die ein weiteres diffundieren im wasser annähernd komplett unterbindet... noch viel besser
ein band bringt dir sicherlich keinen fisch um... am allerbesten...
erinnern wieviele bünde du gekauft hast und dann gefundene bleibänder zählen.. am einfachsten
welcher mensch hat heute noch quecksilberthermometer, vor allem im aquarium... (meistens wird alkohol oder toluol verwendet)... steinzeit...

die panikmache wegen manchen dingen is hier echt manchmal etwas übertrieben...

mfg
parallax
 


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