Iranocichla hormuzensis Nachzucht geglückt

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Anonymous

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Meinem Vater Karl und mir ist es geglückt den von mir aus dem Iran mitgebrachten Buntbarsch Iranocichla hormuzensis nachzuzüchten.

Bei Iranocichla handelt es sich um eine monotypische Gattung, die endemisch in den Salzflüssen in der extrem trockenen Provinz Hormozgan im Südiran vorkommt. Neben der Gattung Etroplus in Indien und Sri Lanka und einer Art in Jordanien ist Iranocichla die einzige Chichlidengattung die in Asien heimisch ist. Faszinierend ist, dass diese Art über 2000 km vom nächsten natürlichen Cichlidenvorkommen getrennt ist. Mit ausgewachsen kaum über 10 cm Standardlänge und einer in der Paarungszeit sehr ansprechenden Färbung handelt es sich um einen für die Aquaristik sicherlich interessanten Buntbarsch. Leider konnte – soweitich informiert bin – bisher noch von keiner längerfristigen erfolgreichen Haltung, geschweige denn von einer Nachzucht in Gefangenschaft berichtet werden.
Bei uns halten sich die Fische nun schon seit über einem halben Jahr stabil, und seit einer Woche gibt es Nachwuchs.


Nachdem wir drei der Fische vor eineinhalb Monaten in einem 40-Literbecken separiert hatten begann sich der Größte (7 cm TL) immer wieder schwarz schillernd auszufärben, wie es bei den dominanten Tieren in den größeren Becken schon immer wieder der Fall war. Der Mittlere färbte sich gelegentlich dunkelbraun bis schwarz, aber nie so schillernd. Das kleinste Tier (5 cm TL) behielt die ganze Zeit über seine graubraune Grundfarbe. Da die Geschlechter schwer zu unterscheiden sind und sich meiner Ansicht nach auch die Weibchen mehr oder weniger schwarz einfärben können, waren wir bis zur Nachzucht nicht sicher um welche Geschlechter es sich handelte.

Großes Iranozichla Männchen:
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Das größte Tier jagte die anderen beiden immer wieder durch das Becken, ohne sie aber zu verletzen oder zu sehr zu stressen. Nach einem Monat bei guter Fütterung mit Grünfuttertabletten und Fruchtfliegen waren die Tiere schon wieder ordentlich gewachsen (ca. 1 cm) und mein Vater fand die Tiere sehr aggressiv vor. Diesmal wurden die anderen beiden vom dominanten Männchen wirklich attackiert. Nachdem dieses Tier entfernt war fuhren die verbleibenden Fische bald mit dem Kämpfen fort. Das Maul des mittelgroßen Fisches war stark gespreizt. Karl entfernte nun auch noch den Kleinsten, kurz darauf sprang der mit dem aufgedehnten Maul – wie es die Iranocichla so gerne tun – in Windeseile aus dem Aquarium und hopste am Boden irgendwo hinter die großen Becken, sodass Karl etwa 6 Minuten benötigte um ihn wieder ins Aquarium zu bringen.
Der Zustand des Fisches war sehr schlecht, sein Maul schien nicht nur stark gedehnt sondern vom Maulzerren verletzt. Nachdem er zwei Tage ständig an der Oberfläche gestanden war und immer wieder Luft schluckte glaubten wir, dass er nicht überleben würde. Er erholte sich aber wieder, nur Futter wollte er keines annehmen. Nun begannen wir zu hoffen, dass das „Ausgebeulte“ Maul vielleicht doch von einer Erfolgreichen Befruchtung und nicht von den Kämpfen herrührte.

Maulbrütender Iranozichla:
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Nach 5 Tagen begann er immer hektischer umherzuschwimmen und an der Oberfläche Luft zu schnappen. Die saubere Innenfilterpumpe versorgte das Wasser jedoch mit ausreichend Sauerstoff. Am 10. Tag konnten wir einen 1 cm großen Jungfisch beobachten, der versteckt zwischen den Steinen stand und von der Mutter verjagt wurde wenn diese ihn sah. Ihr Maul schien aber noch voll und sie nahm nach wie vor kein Futter an. Am 12. Tag waren dann mehrere sehr scheue Jungfische zu beobachten, das Maul der Mutter war nun leer und sie fraß gierigst. Sie schien den Jungfischen nicht nachzustellen, kümmerte sich aber auch in keinster Weise um diese. Wir entfernten sie sicherheitshalber. Nach fünf Tagen sind die Jungfische immer noch sehr scheu, fressen im Wasser treibende aufgeschwemmte Spirulinatablettenkörnchen, verweigern aber Artemianauplien. Es dürfe sich um etwa 20 Jungfische handeln. Weiteres in Kürze.

Jungfische:
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Hallo und herzlich willkommen im Forum!

Schöner Bericht und tolle Fotos. Ich bin immer wieder erstaunt, dass es Fische gibt, von denen ich aber auch noch rein gar nichts gehört habe. (Und dann auch noch Cichliden) :?

Viel Erfolg weiterhin.
 
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