Essigälchen

Dreamtem

Mitglied
Hallo zusammen,

vor einiger Zeit habe ich hier von einem netten Forenmitglied einen Ansatz Essigälchen bekommen. Diesen habe ich mit halb Wasser halb Brandweinessig (5%) und etwas Zucker angesetzt. In der ersten Woche haben sich die Älchen auch gut vermehrt, danach stagnierte die Population.

Um etwas experimentieren zu können habe ich meinen Ansatz dann in drei Teile geteilt. Bei einem habe ich mehr Zucker rein, bei einem anderen ein Stück Apfel und bei dem dritten etwas Trockenhefe. Den meisten Zuwachs hatte ich mit Hefe, allerdings auch nicht so viel dass an eine Entnahme zu denken wäre.

Nachdem ich ein bisschen gesucht habe fand ich diese Seite:
http://www.latent.de/AquaEssigaelchen.html

Das erschien mir ganz schlüssig, daher habe ich jetzt einen Ansatz stehen:

220ml Essig mit 5% Säure (Apfelessig)
500ml Wasser,
1 Prise Zucker,
1 Prise Trockenhefe und
den Zuchtansatz Essigälchen

Außerdem zwei ohne Hefe, einer halb halb mit Obstessig.
Wie sich das ganze entwickelt werde ich berichten.

Da man im Aufzuchtbecken ja sowieso recht oft Wasser wechselt, gefällt mir die Option die Älchen direkt mit einer Spritze samt Essigwasser zu verfüttern ganz gut. Ich habe gelesen, dass das die meisten Jungfische gut vertragen. Hat das schon mal wer praktiziert?

Allerdings würde mich auch interessieren wie Ihr eure Essigälchen ansetzt, verfüttert bzw. vom Ansatz trennt.

Daher würde ich mich freuen wenn Ihr mir eure Erfahrungen mit Essigälchen mitteilen würdet.

Gruß Martin
 


Moin

Ich setze sie mit Apfelessig und Wasser 50:50 an. So stehen die dann erst mal hier rum und die Vermehrungsrate ist bleibt auf einem Minimum.
Wenn verfüttert werden muss, gebe ich etwas Zucker in die Ansätze und nach etwa 2-3 Tagen sind die dann einsatzbereit.

Zur Verfütterung:
Ich nehme eine Kunststoffspritze mit einem kleinen Stück Schlauch dran. In dem Schlauch befindet sich ein Wattebällchen als Sieb.
Dann:
Essigälchen ansaugen,
Schlauch abziehen,
Spritze mit Wasser füllen,
Schlauch umgekehrt wieder draufsetzen,
mit Wasser nachspülen,
ab zu den Larven damit.

Definitiv nicht meine aufwändigste Futtertierzucht. :mrgreen:


Grüße
Niels
 

MOOSKUGEL

Moderator
Teammitglied
Moin Martin,

ich setze die hier auch mit 5%igem Apfelessig und Wasser im Verhältnis 1:1 an, mehr nicht.
Entnahme wie von Niels beschrieben. Der Wattepfropfen muss nur richtig fest in den Schlauch gestopft werden, so das er nicht "wandert". Das Zurückpressen des Wassers erfordert etwas Kraft, aber du bist ja 'nen Kerl :wink:

Gruss Heiko
 

Dreamtem

Mitglied
Hallo zusammen,
die Beschreibung auf Tümpeln.de habe ich auch schon gelesen, deshalb habe ich bei einem der ersten Versuche mehr Zucker verwendet. Allerdings wird in der oben Verlinkten Versuchsreihe davon berichtet, dass zu viel Zucker die Vermehrung hemmt.

Eure Entnahmemethode hört sich gut an, das werde ich auf alle Fälle ausprobieren. Wenn denn mal genug Älchen vorhanden sind.


Gruß Martin
 

Dreamtem

Mitglied
Hallo zusammen,
nach knapp 2 Wochen sind in dem Gefäß mit 50% Essig weniger Essigälchen zu sehen als zuvor. In den anderen beiden Ansätzen konnte ich eine leichte Vermehrung beobachten, von Futterzucht kann aber nicht die Rede sein.

Bisher standen die Ansätze im Unterschrank. Da ich nicht wüsste was ich sonst ändern soll, habe ich die Ansätze jetzt im Flur auf dem Schrank stehen.

Gruß Martin
 


fischolli

R.I.P.
Moin Martin,

da du ja eh mehrere Ansätze hast, ist das doch ein schöne Möglichkeit für eine Versuchsreihe in punkto Licht. Eins im Schrank lassen, eines irgendwo hinstellen, wo es indirektes Licht bekommt und eins auf die Fensterbank mit voller Beleuchtung.

Gruß
 

Dreamtem

Mitglied
Hallo Olli,

da es sich um 3 verschiedene Ansätze handelt, wäre der Versuch nicht aussagekräftig.
Bisher habe ich noch nirgends gelesen dass die Viecher Licht brauchen. Falls sich in nächster Zeit immer noch nichts tut, werde ich einen helleren Standort suchen. Ist aber nicht ganz einfach, da meine Frau keine Würmer herumstehen sehen will und mein anderthalbjähriger Sohn alles in Reichweite abräumt.

Gruß Martin
 

MOOSKUGEL

Moderator
Teammitglied
Moin Martin,
Dreamtem schrieb:
In den anderen beiden Ansätzen konnte ich eine leichte Vermehrung beobachten,
haste richtig hingesehen, mit der Taschenlampe von oben reinleuchten und Lupe zur Hand nehmen. Bei mir sind massenhaft Ählchen in der gesamten "Brühe" schlängeln zu erkennen, aber nur mit Lupe.
Bei einem Neuansatz impfe ich nur mit etwa 10ml an, nach einer Woche ist die Konzentration der Dinger so hoch, dass ich "ernten" kann.
Meine stehen im übrigen auch recht dunkel, in der Küche unter einem Regal.

Gruss Heiko
 
Hallo,

ich hab den Eindruck, daß sie erst wirklich in die Hufen kommen, wenn man da auch draus verfüttert. Hat vielleicht was damit zu tun, daß Hefen die die Würmer als Nahrung brauchen per Schmodder in das Gefäß kommen?
Eine kleine Prise Haferflockenmehl im Essig könnte auch einen Versuch wert sein. Hat mir mal ein alter Haudegen geraten, der schwört dadrauf. Hab ich allerdings nie selbst ausprobiert.
Licht brauchen Essigälchen nicht. Meine waren mehrere Jahre völlig unbeachtet im dunklen Schrank. Da war trotzdem ordentlich Leben drin.

Gruß, Helmut
 

Dreamtem

Mitglied
Hallo zusammen,

MOOSKUGEL schrieb:
mit der Taschenlampe von oben reinleuchten und Lupe zur Hand nehmen

mit der Lupe hab ich auch nicht mehr gesehen. Bei mir sind die aber auch nur in den oberen 2-3 cm unterwegs.

Bonaqua schrieb:
Hat vielleicht was damit zu tun, daß Hefen die die Würmer als Nahrung brauchen per Schmodder in das Gefäß kommen?

Wieso kommt Schmodder in deine Ansätze, füllst Du mit Aquarienwasser auf?

Bonaqua schrieb:
Eine kleine Prise Haferflockenmehl im Essig könnte auch einen Versuch wert sein.

Das habe ich noch nirgends gelesen. Zu dem Zweck habe ich jedoch in einem Ansatz etwas Trockenhefe.

Mittlerweile komm ich mir ganz schön blöd vor, wenn sich nicht mal Essigälchen vermehren lassen ...

Trotzdem Danke für eure Tipps,

Gruß Martin

EDIT:
Nachdem Heiko geschrieben hat dass 10ml reichen, habe ich jetzt noch ein Einmachglas mit 50% Wasser und 50% Apfelessig angesetzt. Das war die einzige Mischung die ich noch nicht probiert habe.
 
Hi

mit schmodder meint er die wahrscheinlich die Schicht die sich unten absetzt.
Bei mir ist da so ne Art schwebende flaumige Schicht, ist schwer zu erklären ^^

Ahso direktes Sonnenlicht gibts bei mir auch nicht stehen etwas schattig hinter den Blumentöpfen^^

LG Denise
 
Hallo,

Schmodder ist ein wenig blöd ausgedrückt, ich meine fremde Keime, die durch hantieren in den Ansatz gelangen, daß macht die Sache weniger steril. Der wirkliche Schmodder bildet sich dann im laufe der Zeit als gelb-brauner Matsch am Boden. Wenn es so weit ist, ist der Ansatz durch nichts mehr zu beeindrucken.

Die Trockenhefe soll die Würmchen direkt ernähren, sie leben nicht von Essig und Zucker, sondern von Hefen und Bakterien Stoffwechselprodukten. Das Hafermehl soll (wenn ich es richtig verstanden habe) dem Ansatz ein wenig mehr Substanz verleihen und helfen, die für die Älchen passenden Hefen und Bakterienkulturen zu bilden. Das wäre dann der Schmodder am Boden und der ist im eingespielten Ansatz genau passend zu den jeweiligen Älchen, das pendelt sich gegenseitig ein. Deshalb ist es wichtig, bei Futterkulturen, die zur Nahrungsaufnahme auf Zwischenschritte wie Bakterien oder sich bildende Hefen angewiesen sind , immer was vom Schmodder in einen Neuansatz zu tun. Gilt vor allem auch für Pantoffeln & Co.

Gruß, helmut
 

Dreamtem

Mitglied
Hallo zusammen,
nun sind weitere 2 Wochen vergangen und es hat sich nichts getan. Ich kann immer noch einzelne Älchen in den Gläsern/ Flaschen beobachten.
Heute wurden die Gefäße vom Schrank an das Fenster gestellt. Außerdem habe ich in jeden Ansatz ein bisschen Aquarienwasser, damit es nicht so steril ist.

Gruß Martin
 

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Hallo,

das ist wirklich seltsam. Ich könnte mir jetzt noch vorstellen, daß der Essig ein anti Wurm Mittel enthält, Essigälchen war ja früher wohl in jedem Essig als Schädling vorhanden.

Gruß, Helmut
 


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