Hallo Katha,
wir halten in 2 unserer Becken jeweils 5 Pitbulls, einem 54l und einem 160l.
Sind wirklich sehr putzige, pflegeleichte Tierchen.
Wassermässig mögen sie es eher weich (lt. Literatur bis GH 12), beim PH haben sie einen Toleranzbereich zwischen 5,8 und 8,5, Temperatur sollte nicht allzu heiss sein, möglichst zwischen 22 und 25, aber wir haben zeitweilig auch schon 27°C im Becken gehabt, ohne, dass uns irgendwas aufgefallen wäre.
Bei den meisten Infos im Internet über die Zahl der zu haltenden Tieren steht, dass man sie am Besten in Gruppen von mind. 5 Tieren halten sollte.
Bei uns ist es so, dass sie selten alle zusammen irgendwo sind (ausser beim Fressen natürlich :mrgreen: ), sondern häufig jeder für sich allein irgendwo rumwuselt.
Ich habe jetzt aber von anderen erfahren, die nur 2 hatten, dass diese zwei sehr scheu waren und sich oft vergruben, ein Verhalten, das wir von unseren überhaupt nicht kennen.
Offenbar brauchen sie doch zumindest das Wissen, dass noch ein paar Kumpel mehr im Becken sind, selbst wenn sie nicht in direktem Kontakt zu ihnen stehen.
Bei uns sind sie mit Corys, Otos und Rasboras in dem einen Becken vergesellschaftet und im anderen mit Mosaikfadenfischen, ebenfalls Corys und Otos, Rotkopfsalmlern und Antennenwelsen.
Probleme haben wir in beiden Becken nicht erkennen können. Die Pitbulls sind sehr umgängliche Beckengenossen, nur wenn's Gurke gibt, dann können sie schonmal etwas energischer werden und lassen sich da nicht mal von einem ausgewachsenen Antennenwels beeindrucken. :mrgreen:
Gefressen wird bei uns alles, was auf den "Tisch" kommt:
Granulat, Futtertabletten, Wels-Chips, TK-Futter, Lebendfutter und natürlich frisches Grünzeug.
Interessant ist der Farbwechsel bei den Tieren, die sich dem Untergrund anpassen.
Wir haben in beiden Becken dunklen Kies mit Sandbereichen aus hellem Sand.
Auf dem Kies haben sie eine wunderschöne dunkle Farbe, teilweise sehr interessant gezeichnet und manchmal grünlich schillernd, im Sand sind sie sehr hell, fast schon blass. Manchmal muss man schon sehr genau hingucken bis man sie erkennt ;-)
Witzig ist, wenn dann mal einer etwas unentschlossen zwischen Sand und Kies hockt und hinten noch dunkel ist, während er vorn langsam heller wird.
Da sie nicht besonders gross werden (die grössten bei uns sind ca. 5-6 cm), kann man sie auch in kleineren Becken gut halten, bei Deiner Beckengrösse hätte ich da überhaupt keine Bedenken.
Im Becken vom Junior (160l) hab ich sogar manchmal den Eindruck, sie "verlieren" sich da etwas.
Im kleinen Becken hatten wir keine Verluste, im grösseren leider 2, wobei ich vermute, dass das Stressbedingt gewesen sein könnte.
Bevor wir Juniors Becken ausgemistet und grosse Besatzänderungen vorgenommen hatten, war unheimlich viel Hektik und Stress im Becken durch den damaligen Besatz (Guppies, Platies, Schwertträger, Bitterlingsbarben... :roll: ).
Seitdem die neue Besatzzusammenstellung drin ist, sieht man die Pitbulls auch im grossen Becken oft (vorher so gut wie gar nicht) und wir haben auch keine weiteren Verluste zu beklagen.
Bevor Du Dir aber überlegst, noch Pitbulls ins Becken zu nehmen, würde ich an Deiner Stelle eher versuchen, 2 Antennenwelse abzugeben und erstmal die Panzerwelse aufzustocken...die sind nämlich zu zweit deutlich unterbesetzt!
Bei 3 ausgewachsenen Antennenwelsen könnte es auch mächtig Gezicke ums Futter geben.
Die Pitbulls lassen sich zwar nicht beeindrucken, sondern schubsen zur Not auch zurück, aber auf Dauer könnte ich mir vorstellen, dass das für sie schon ziemlich stressig sein müsste.
Die Antennenwelse vom Junior (ein Erwachsener und ein Jugendlicher) sind der Meinung, dass alles, was unten ist, ihnen gehört und pendeln selbst wenn wir mehrere Futtertabletten reingeben, zwischen allen hin und her und versuchen erstmal jede Konkurrenz zu vertreiben.
Gruss,
Britta