Bio-CO2 Tuningfrage

A

Anonymous

Guest
Hallo!

Bezugnehmend auf den Artikel in der AF 192 S. 121 Bio-CO2-Anlagen im Vergleichstest habe ich folgende Frage:
Kurz der Kernpunkt: Die Professionellen Bio-Anlagen wären deshalb so teuer, da durch spezielle Pufferung ein Säuresturz verhindern würde und dadurch die Gärung gleichmäßiger verliefe. Dieser Forschungsaufwand soll natürlich bezahlt werden.
Wäre es möglich diesen Besagten Säuresturz durch einen Puffer wie z.B. Natriumhydrogencarbonat zu erreichen. Wäre eine "Versuchsreihe" den Aufwand wert?

Gruß Erik
 


Hallo,
Interessante Frage :!: Spontan würde ich mal sagen: Mach mal :!: :!:
Ich Denke Du meinst dieses "Control Gel" und die genaue Zusammensetzung, und warum eine 750ml Flasche
30 Tage lang gleichmäßig CO² abgibt :?:

Ich probier das mit Kaltgeliermittel, aber ich komme bei besagter Flasche max auf 16-17 Tage :!:
Also den Artikel hab ich nicht gelesen, aber Interessieren würde mich das schon :wink:
 
Huhu,

das hört sich eher nach einer Forschungsreihe für Biologen an. Prinzipiell könnte ich mir eine "Pufferung" der Gärung schon vorstellen, vielleicht mit Phosphaten (in die Luft mal reingeraten, da Phosphate im Stoffwechsel eine große Rolle spielen) oder eine Pufferung mittels Enzymen. Also, Biologen vorgetreten und Aufklären (also nicht mit Bienchen und Blümchen...)

MfG
Thomas
 
A

Anonymous

Guest
Thomas77 schrieb:
Huhu,

das hört sich eher nach einer Forschungsreihe für Biologen an. Prinzipiell könnte ich mir eine "Pufferung" der Gärung schon vorstellen, vielleicht mit Phosphaten (in die Luft mal reingeraten, da Phosphate im Stoffwechsel eine große Rolle spielen) oder eine Pufferung mittels Enzymen. Also, Biologen vorgetreten und Aufklären (also nicht mit Bienchen und Blümchen...)

MfG
Thomas

Das hört sich schon nicht mehr nach Hausmittelchen an :? Ziel wäre für mich mit möglicht einfachen und günstigen Mitteln die Gärung zu regulieren. Aber Aufklären lasse ich mich trotzdem gerne.

Gruß Erik
 

Diddy

Mitglied
Hallo,

ich mach diesen Ansatz mit Gelantine bzw. Tortenguss. Das hält meißt 5 Wochen. Ich hatte aber schon eine Füllung, die hielt 8 Wochen.

Einige Leute benutzen noch NPK-Dünger in der Gelantine-Mischung.
 
Huhu,

Diddy schrieb:
Einige Leute benutzen noch NPK-Dünger in der Gelantine-Mischung.

hierbei geht es m.e. jedoch um die Zufuhr von Stickstoff da dieser eine anfänglich schnellere Hefevermehrung begünstigt. Dies wiederum bedeutet jedoch auch stärkere CO2-Bildung.
Mein 30Liter-Gärfaß mit Bieransatz innerhalb von 4 Tagen komplett vergoren. Allerdings kommen da auch gut 8 Gramm Hefe rein. Zur verzögerung der Gärung reicht ja dann offenbar bei Bio-CO2 schon etwas Gelatine. OK, der Zuckergehalt ist auch größer so daß die Gärung länger andauert.
Allerdings vermehrt sich die Hefe auch nur so lange wie noch Sauerstoff vorhanden ist. Und das ist nur zu Beginn der Gärung der Fall. Auch ist bei etwa 10-12% Alkoholgehalt schluß für die Hefe. Um das Ganze abzukürzen: Einfacher als mit irgendwelchen Puffern zu arbeiten wäre es doch für die Selbstbau-Bio-CO2-Anwender praktischer, nur soviel Hefe reinzutun, dass die Gärung gerade soviel CO2 produziert wie benötigt wird. Würde bedeuten, rabuf müsste der Einfachheit halber mal mit unterschiedlichen Hefemengen experimentieren. Und mittels Gelatine lässt sich die Gärdauer ja ohnehin schon verlängern.

Ander Möglichkeit wäre, eine Hefe zu nehmen die mehr Alkohol abkann. Die ist zwar ein wenig teurer, man könnte aber einen Ansatz ggf. länger stehen lassen ehe die Gärung stoppt. Vor Ende der Gärung kann die Hefe abgeschöpft werden und für den nächsten Ansatz verwendet werden.

OK, hat zwar nix mit gleichmäßiger Abgabe von CO2 zu tun aber meine Gedanken am Morgen.... So, nu gibts Kaffee....

MfG
Thomas
 


A

Anonymous

Guest
Hallo!
Also erste Versuchsreihe wären bei gleicher Gährmasse verschiedene Hefemassen.

m_H20=const
m_Zucker=const
m_Gelantine=const

V_CO2=n*c=f(m_Hefe, t)

Oder sieht das jemand anders?

Gruß Erik

PS: Kann noch etwas dauern, da ich mir für eine Lanzeitblasenzählung (n) noch etwas überlegen muss.
 
m_H20=const
m_Zucker=const
m_Gelantine=const

V_CO2=n*c=f(m_Hefe, t)

:D Physiker sind lusitge Menschen

Aber der Chemiker sieht das genauso. Was die Pufferfrage angeht: einen Puffer für einen bestimmten pH-Wert herzustellen ist kein Problem - die Frage ist nur bei welchem pH-Wert die Hefebakterien am besten arbeiten.
Vieleicht findet sich hier noch ein Biologe der dabei weiterhelfen kann.
 
A

Anonymous

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CMS schrieb:
Was die Pufferfrage angeht: einen Puffer für einen bestimmten pH-Wert herzustellen ist kein Problem - die Frage ist nur bei welchem pH-Wert die Hefebakterien am besten arbeiten.
Vieleicht findet sich hier noch ein Biologe der dabei weiterhelfen kann.

Hallo!
mir geht es nicht darum die Produkte von Denn***e und Co. nachzubilden sondern mit Hausmitteln (für Jedermann einfach zu besorgen) das Optimum zu erreichen.

Gruß Erik
 
Huhu,

CMS schrieb:
die Frage ist nur bei welchem pH-Wert die Hefebakterien am besten arbeiten.

Das pH-Optimum für die alkoholische Gärung liegt irgendwo bei pH5. Aber das ist ja das was gerade durch den Puffer nicht erreicht werden sollte, da die Hefen dann am schnellsten arbeiten.
Übrigens, Hefen sind keine Bakterien sondern Pilze :wink:

MfG
Thomas

Edit: Achso, für die Versuchsreihe nch ein paar Randbedingungen:
unter der Annahme, dass bei ca. 11% Alc die Gärung stoppt ist eine Zuckermischung von 22 Gramm Zucker auf 78 Gramm Wasser eigentlich ausreichend. Wenn der Zucker komplett vergoren ist hast du aus dieser Mischung ca. 11 Gramm Alc und ca. 11 Gramm CO2.
Allerdings weiß ich nicht, wie sich Gelatine hierbei auswirkt.
 


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