Hi (wie heißt Du eigentlich? - eine kurze Begrüßung ist hier gerne gesehen

),
nee, mit Flockenfutter wird das gar nichts.
Anfangs kannst Du zwei Mal am Tag Flüssigfutter geben, z.B. NobilFluid von JBL, auch Essigählchen gehen. Ungefähr eine Stunde nach der Futtergabe musst Du das Wasser mit einer Spritze abziehen und wieder frisch auffüllen, sonst kippt Dir die ganze Nummer. Mindestens ein mal am Tag muss das Glas (Glas ist besser als Plastik) von anhaftenden Bakterien befreit werden. Am Besten hat man dafür zwei Glasschalen im Wechsel zur Verfügung. In einer Schale wird das Altwasser und die Ausscheidungungen/Futterreste um die Larven vorsichtig fast ganz mit einer Spritze abgezogen, dann wird die Ladung in die andere Schale umgekippt und dort langsam frisch aufgefüllt. Die gebrauchte Schale wird mit heißem Wasser gründlich gereinigt. Am nächsten Tag erfolgt das Spiel wieder andersrum.
Nach ca. einer Woche kannst Du versuchen, ob die Tierchen Artemia-Nauplien nehmen. Dafür musst Du zwei Artemia-Ansätze parallel laufen haben, einen für morgens und einen für abends, weil die Nauplien nach dem Schlüpfen ganz rapide an Nährwert verlieren. Dabei ist auf gute Qualität der Cysten zu achten, ich schwöre auf die von Sanders.
So geht das dann eine ganze Zeit. Absolute Hygiene ist dabei ein Muss. Falls Du berufstätig bist, bedeutet das für Dich eine halbe Stunde früher aufstehen. Bei Nachlässigkeit sterben Dir die Viecher schneller weg wie Du 'Schlamperei' sagen kannst.
Sobald die Tierchen Artemianauplien nehmen, ist es sinnvoll, sie in einen 'Gerdkasten' umzusetzen. Der ist dafür gedacht, ihn in das Gesellschaftsbecken zu hängen. Da meine Becken von der Bauweise dafür nicht optimal sind, hänge ich ihn in ein 12l-Beckchen. Zusätzlich kommen TDS, PHS oder Blasenschnecken in den Gerdkasten und auch in das kleine Becken. Die beste Erfahrung habe ich mit PHS gemacht. Die Schnecken fressen einen Teil der anhaftenden Bakterien und Futterreste, produzieren aber auch viel Kot.
Der Gerdkasten wird täglich 'gepinselt', das kleine Becken mindestens alle zwei Tage. Wasserwechsel und pingeliges Absaugen mit einer speziellen Vorrichtung erfolgt natürlich weiter täglich. Und so vergeht die Zeit...
Bis die kleinen Makropoden zum ersten Mal Frostcyclops nehmen können, dauert das. Dann bricht so langsam eine andere makropodische Aufzuchtzeitrechnung an, aber da muss man erst mal hinkommen.
Als nächstes wird der Gerdkasten entfernt und sie kommen direkt in das 12l-Becken, danach in 45l und dann in 112l. Wenn es richtig viele Tiere sind, muss auch das 160er noch mal ran.
So ist der grobe Ablauf der Aufzucht bei mir in etwa.
Viele Grüße von Andrea (auch eine kurze Verabschiedung ist gerne gesehen

)