Barschnachwuchs steht an - was tun?

Hallo zusammen,

jetzt ist es passiert, seit gestern Abend ist mein Kakaduzwergbuntbarschweibchen in einer halben Kokosnuss verschwunden und hat auch schön den Eingang zugemauert. Daraus schließe ich das mir bald Nachwuchs ins Haus stehen dürfte. Jetzt weiß ich nur leider nicht so wirklich was genau ich machen soll, ich befinde mich grad in einer recht misslichen Lage: Das Becken befindet sich gerade "in Quarantäne".

Hier mal die ganze Geschichte: vor einigen Tagen haben mir Freunde ein paar Fische (Guppies) aus dem Fachhandel mit gebracht. An sich ja eine nette idee, jedoch haben nur vier Tage später beinahe alle Guppies (sowohl alt als auch neu) angefangen ihre Flossen zu klemmen. Nun habe ich zunächst noch mit mehreren großzügigien Wasserwechseln versucht die Situation unter kontrolle zu bringen - leider vergebens. 3 Tage später waren die ersten beiden Fische mit total zerfransten Flossen gestorben. Im Laufe der nächsten Woche habe ich dann mit einem Breitbandmittel hantiert und es wurde auch besser, leider nur für kurze Zeit. Seit Montag therapiere ich erneut mit so "Teebeuteln" (kleine Säckchen die im Wasser hängen) und laut Beipackzettel sollte es nach acht Tagen ausgestanden sein.

Jetzt zu meinen Problemen: 1. was genau sollte ich wegen dem Nachwuchs unternehmen, bzw was muss/kann ich tun?
2. ich habe ein kleines (30l) Aufzuchtbecken das ich einrichten könnte, inklusive Innenfilter und Heizstab, sollte ich den Nachwuchs dann lieber umsetzen? Und falls ja, würde ich dann nicht mit dem Wasseraustausch jetzt und wenn ich die Barsche hinterher in ein anderes Becken setze nicht evtl. die Flossenfäule mit einschleppen?

Fragen über Fragen und ich werde mich auch noch eingehender über die Zucht bzw. das Brutverhalten der Barsche informieren, tut mir leid das ich das bisher noch nicht getan hab :oops: . Ich hatte bloß noch nicht damit gerechnet, dass das Weibchen mit ihren gerade einmal 3,5cm schon so weit ist.

Ich hoffe jemand kann mir da weiterhelfen! Wenn noch weitere Daten wie Wasserwerte oder Besatz gebraucht werden stelle ich die natürlich auch noch hier rein.

Gute Nacht und liebe Grüße,
Dennis
 


ich würde auf jeden Fall versuchen die kleinen Fische umzusetzen. Denn in dieser Lage haben sie eh keine Chance (so ziemlich). du musst das Aufzuchtbecken noch nich mal einrichten evtl ein paar Steine. und wenns wirklich schnell gehen muss, dann kauf dir in deinem Aquaristikhandel so Bakterien, dann kannst du die Fische ohne Probleme einsetzen!

Gruß Grundler
 
Hi,

meistens klappt es nicht wenn du Barsche mit Jungen umsetzt. Eier oder Junge werden oft z.B. gefressen.

Ich würde die im Becken lassen und sie nicht umsetzen. Damit ersparst du den Tieren den Stress und das nächste Gelege kommt sicher bald.
Meistens klappt es beim ersten mal auch eh nicht und du behandelst so deine Barsche mit und trägst deine "Krankheit" nicht in andere Becken.

LG
Dani
 
hi,

wir haben unsere kakadubarschbrut samt muschel und mama in einen brutkasten gesetzt. ich weiß, die dinger sind umstritten. bis jetzt läuft alles gut. das männchen verteidigt sie von außen fleißig weiter.
du solltest dich auch wg der fütterung informieren.

viel glück
 
Hallo,

jetzt bin ich verwirrt :D...

Ich denke ich werd sie dann doch lieber im Becken behalten... zumindest diese erste Brut.

Und für das Futter ist gesorgt, hab mir hier aus der Bastelecke ne Zuchtanlage für Artemien angeschaut und leicht überarbeitet. Läuft seit gestern Mittag und dürfte bald erste Erfolge erzielen - hoffe ich :D
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

ich hoffe, du hast die noch nicht in irgendwas umgesetzt. Schon garnicht in so einen Schwimmkasten. Wenn die Guppys die einzigen Beifische sind, kannst du die problemlos im Becken lassen.

Wichtiger ist vernünftiges Erstfutter. Die kleinen Barsche brauchen mehrmals am Tag eine gezilte Fütterung. Idealerweise mit frischen Artemia-Nauplien, ersatzweise gibt es auch entkapselte Artemien oder tiefgefrorene Nauplien. Solange die Barscheltern nicht dieselben Symptome wie deine Guppys zeigen, würde ich mir auch wenig GEdanken machen, dass die auch erkranken (wenn wäre es jetzt eh zu spät)

Gruß
 


Tag zusammen,

die Behandlung ist nun scheinbar erfolgreich (!) beendet.

Die Barschdame ist IMMERNOCH in der Kokusnuss! Leben tut sie noch, beim Wasserwechsel gestern Abend kam sie kurz raus
und hat geschaut was los ist. Allerdings hat sie nun seit fast 7 Tagen nichts mehr gefressen! Ich weiß zwar das Fische auch mal ein paar Tage ohne Futter auskommen, aber ich mache mir langsam Sorgen. Ich habe gelesen das es so um die 4-5 Tage dauern kann bis sie wieder herauskommt, aber 7? Umgesetzt hab ich sie allerdings nicht, habe bis auf den Wasserwechsel gestern absolut gar nichts geändert...

Was soll ich machen? Oder ist das noch "normal"?
 


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