Antennenwels hat Geschwür (?) am Maul!

Hallo!
Ich habe so vor einer Woche ungefähr (vielleicht waren's auch 2)festgestellt, dass mein eines Antennenwelsmännchen irgendwas komisches am Maul. Ich tippe mal darauf, dass es ein Geschwür ist, weil mir nichts besseres einfällt.

Lange kann das Teil auf jeden Fall noch nicht da sein, denn an Weihnachten war es noch nicht da (oder es war so klein, dass ich es in dem Pflanzengestrüpp nicht gesehen habe). Am Maul vorne links ist so eine Ansammlung von kleinen "Bläschen", die alle eine gelblich/rötliche Farbe haben, und alle einen Durchmesser von ca 3 - 4 mm. Einige sind auch etwas größer. Vom Aussehen erinnern sie einen an Antennenwelseier, nur dass sie halt nicht so gelb sind. Dazu versteckt er sich auch noch in den Pflanzen hinten an der Wand und kommt nicht mehr zum Fressen. Ich versuche auch noch ein Foto reinzustellen, muss meine Bilder aber erstmal verkleinern.

Der Antennenwels schwimmt seit etwa 2 Jahren in meinem Wasser, in dem Becken (112l) erst seit einem Jahr. Mit ihm zusammen drin sind noch 2 andere Antennenwelse (1 W, 1 M), aber er verträgt sich mit beiden sehr gut. Es gibt keine Auseinandersetzungen und sie dulden sich gegenseitig auch in ihren Revieren (nur nicht beim Fressen). Die Wasserwerte sind immer stabil (messe seit einem Jahr), nur GH variiert immer mal.
PH: 8
GH: 16 - 20°
KH: 8°
NO2: 0

Normalerweise mache ich immer alle 2 - 3 Wochen 50% Wasserwechsel und min. alle 2 Monat den Filter sauber (je nachdem, wie dreckig und stark er ist).
Bitte helft mir! Was ist das? Und ist das ansteckend??? Die anderen Fische haben noch nichts, nur beim Guppymännchen ist die Schwanzflosse ausgefranst... Kann ich die Quarantänefische am Wochenende reinsetzen?
 


Hallo!
So, ich hab's jetzt mal mit dem Verkleinern versucht. Ich hoffe man erkennt noch was :wink:
 

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Sieht aber nicht toll aus ich schau mal in meinem buch über krankheiten

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Das buch sagt das es warscheinlich mycosen (?) sind

EDIT: Beiträge können innerhalb einer Stunde editiert werden. Weiters achte bitte auf die Netiquette, Begrüßung und Verabschiedung werden hier gerne gesehen! Amidala
 
desti schrieb:
Das buch sagt das es warscheinlich mycosen (?) sind

Und was sagt dein Buch, wie man dagegen angehen kann?

Mykose klingt für mich als Laie nach einer Verpilzung, aber diese Blässchen am Maul sehen nicht besonders nach Pilz aus.

JBL Online Hospital u.ä. liefern keine ähnlichen Bilder. Vielleicht wirklich mal einen Tierarzt fragen.
 
Hallo!
Vielleicht wirklich mal einen Tierarzt fragen.
Werde ich wohl machen müssen. Ich finde nämlich auch so rein gar nichts, was diesem etwas auch nur im Ansatz ähnlich sieht.
@desti: Danke für deine Mühe, aber nach kurzer Googlelei :wink: bin ich auch der Meinung, dass das kein Pilz (Verpilzung) ist.

@all: Hat sonst noch jemand ne Idee?
 


Hallo ihr alle!
Ich komme gerade mit dem Fisch vom Tierarzt. Die Diagnose ist echt nicht schön: Es sind Tumore, ganz viele, auch sehr kleine. Der wissenschaftliche Name ist multiple...(nochirgendwas, den Namen hab ich vergessen).
Das heißt, dass die Tumore krebsartig sind.

Es gab nun drei Optionen für mich und den Fisch:
1. einschläfern. Er wird sehr wahrscheinlich irgendwann eingehen und da er jetzt schon nicht mehr frisst, leidet er wohl.
2. operieren. Man kann Tumore rausoperieren, allerdings ist es bei dieser Menge und der doch recht geringen Größe der Tumore ziemlich schwierig und die Wahrscheinlichkeit, dass wieder welche auftreten, sehr hoch. Dazu kommt nunmal auch die finanzielle Abwägung: Eine OP ist nicht gerade billig und der Antennenwels ist kein Vermögen wert, man bekommt ihn für 6/7 € im Laden. Bei einem Koi oder auch schon einem Diskus wäre das etwas anderes, die kosten wesentlich mehr... Man soll es eigentlich nicht vom Geld abhängig machen - ethisch gesehen ist der Ancistrus genausoviel wert wie die anderen - aber ich bin nunmal auch kein Millionär.
3. abwarten. Vielleicht bilden sich die Tumore wieder zurück (ist sehr unwahrscheinlich, aber schon vorgekommen). Und dann einfach beobachten. Noch sieht der Fisch gut genährt aus, aber wenn er abmagert, werden wir ihn einschläfern. Solange versuche ich aber noch, ihn zum Fressen zu bewegen und ihm ein schönes Leben zu machen.

Ich habe mich für die dritte Variante entschieden.
Mir tut der Fisch so leid, die Diagnose, dass es sowas wie Krebs ist, ist schon irgendwie niederschmetternd, auch wenn es "nur" bei einem Fisch ist. :cry:

Ob der Fisch ansteckend ist, kann man übrigens erst sagen, wenn die Krankheit auch bei anderen Fischen ausgebrochen ist (oder durch eine genaue Analyse von zig Sachen). Aber bisher ist bei den anderen beiden Antennenwelsen noch rein gar nichts zu sehen, deswegen machen wir auch noch nicht die Analyse von den zig Sachen (kostet furchtbar viel Geld...). Und da die Fische, wie gesagt, schon ein Jahr zusammen sind, besteht noch Hoffnung, dass sie gesund sind.
Allerdings bricht die Krankheit nicht immer sofort aus: Es ist wie bei Aids - der betroffene kann jahrelang gesund damit leben ohne es zu merken.

Ich habe jetzt nochmal drei Bilder angehängt vom Fisch, wie er im Moment aussieht.
 

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Anonymous

Guest
Hallo,

Der wissenschaftliche Name ist multiple...(nochirgendwas, den Namen hab ich vergessen).
:roll:

Vielleicht multiple Lymphocystis?

Zu deiner Entscheidung:

Er wird sehr wahrscheinlich irgendwann eingehen und da er jetzt schon nicht mehr frisst, leidet er wohl.
3. abwarten. Vielleicht bilden sich die Tumore wieder zurück (ist sehr unwahrscheinlich, aber schon vorgekommen). Und dann einfach beobachten.
Je nachdem wie lange er schon "leidet" würde ich ihn eher so schnell wie möglich erlösen.

Was du auch bedenken solltest, sobald die Tumore aufbrechen und abfallen werden die verursachenden Lymphocystiviren ans Wasser abgegeben und erhöhen natürlich so das Risiko für den Restbestand.

Zum Thema Lymphocystis findest du eine Menge Infos, einfach mal google anwerfen.

Grüße,
Amy
 
Hallo!
Nein, Lymphocystis war es nicht. Davon hatte ich auch schon gelesen und ich habe extra beim Arzt aufgepasst, ob es das ist, aber das war es definitiv nicht.

Je nachdem wie lange er schon "leidet" würde ich ihn eher so schnell wie möglich erlösen.
Fressen tut er erst seit ungefähr eineinhalb Wochen nicht mehr, das heißt, er kommt nicht mehr zu seinem Futter. Da er aber immer hinten an der Scheibe hängt, kann es sein, dass er Algen futtert.
Und ich versuche noch, ihn mit Gurken etc. wieder auf den Geschmack zu bringen.
Wenn er aber abmagern sollte oder sein äußerlicher Zustand viel schlimmer werden sollte, werde ich ihn einschläfern. Aber ich will ihm noch die Chance geben, sich zu "erholen".
 


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