Algenpest - doch was ist die Ursache??

Hallo,

wir haben in einem Aquarium ein riesiges Algenproblem unbekannter Herkunft.
Erstmal zum Becken:

Größe: 160 x 60 x 60 600L

Wasserwerte:
No³: 100
No²: n.n.
GH: >7°d
KH: 3 °d
PH: 6,8

Temperatur 22,3 °C

Beleuchtung:

2x T5 80 Watt (1x Daylight, 1x Plantgrow) mit Reflektoren
von 10 - 14 Uhr und von 17 - 22 Uhr, danach schwaches Mondlicht via LED

Filterung: Eheim Prof. 3 2078

Bodengrund: Dennerle Nährstoff Depotmix und brauner Kies

100 Watt Bodenfluter von Dennerle

TWW: je nach Bedarf alle 14 Tage 30%

Besatz:

4 Küssende Guramis
4 Neons (ehemals 10, ca. 4 Jahre alt)
2 Fadenfische
6 Scalare
1 Schmuckflossen Fiederbartwels
1 kleinerer Wels, sieht aus wie der Fiederbartwels, jedoch ganz grau-braun ohne Maserung in den Flossen und nur halb so groß

(Der Besatz ist teilweise schon 6 Jahre und länger vorhanden)

Pflanzen:

ca. 22 Bund u.a. Rotala, Haarnixe, 3 große Amazonasschwertpflanzen..... Obwohl schon zig mal Pflanzen eingesetzt wurden halten diese nicht, da die Guramis diese immer komplett rauszupfen. Daher der etwas magere Pflanzenbestand.



So, nun zum Problem:

Das Becken läuft seit ca. Anfang 2008. Von Anfang an kam es immer wieder zu Algen. Jedoch wird es immer schlimmer. Die Scheiben sind nach 1 Tag komplett mit grünen und braunen "Schmierflecken" überzogen - ebenso der Bodengrund. Absaugen hilft kaum, sie kommen sofort wieder. Vorher existierte en 400L Becken mit dem gleichen Besatz, jedoch gab es da nie Algenprobleme. Erst, seitdem das 600 L Becken da war fing das Unheil an. Alles, aber auch wirklich alles ist mit braunen, schwarzen oder grünen Algen überzogen. Und im Kies bilden sich schwarze Flecken die aussehen wie Schimmel. Chemie wollen wir eigentlich nicht nutzen. Der erste Gedanke war, alles leermachen, gründlich säubern, komplett neu einfahren mit neuem Kies, Pflanzen usw.. Doch bevor wir die Ursache nicht kennen wäre das sicherlich umsonst.
Ich habe mal ein paar Bilder angehangen, vielleicht weiß ja jemand Rat. Auf den Bildern sieht es allerdings harmloser aus als in Natura. Das Becken gleicht trotz täglicher Pflege einem Tümpel.
 

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mausilibaer

Mitglied
Hallo Nicole,

wenn man nur den Text durchliest, denkt man eigentlich gleich an Blaualgen, was aber die Bilder nicht so richtig bestätigen wollen. :wink:

Der Algenbewuchs zwischen Frontscheibe und Kies ist völlig normal. Wenn dich das stört kannst du ja mit einer schwarzen Möbelklebefolie eine Art Kiesblende davorpappen.

Was mir auffällt ist der relativ geringe Wasserumsatz von 30% in 14 Tagen, der recht hohe Nitratwert von 100 und die mMn etwas kurze Beleuchtungsdauer von 9 Stunden.
Ich würde versuchen, die Wasserwechselmengen mindestens zu verdoppeln (bei 600 Liter kein Pappenstiel, ich weiß) und die Beleuchtungsdauer mal so um zwei Stunden zu erhöhen.

Ausserdem, wenn möglich, mal ein Foto von den "Schimmelflecken" auf dem Kies, einzustellen.
 
Hallo,

danke erstmal für die Tips. Mit "Schimmelflecken" meinte ich eigentlich diese Flecken im Kies. Wäre es sinnvoll, den Kies einmal "umzürühren"? So, dass der Dreck mal aufgewühlt und ggf herausgefiltert wird?
 
Hallo!

Samsa schrieb:
Wäre es sinnvoll, den Kies einmal "umzürühren"? So, dass der Dreck mal aufgewühlt und ggf herausgefiltert wird?
Ich denke nicht...
Das müsstest Du dann ständig machen, weil ich - wie Tom - denke:
mausilibaer schrieb:
Der Algenbewuchs zwischen Frontscheibe und Kies ist völlig normal. Wenn dich das stört kannst du ja mit einer schwarzen Möbelklebefolie eine Art Kiesblende davorpappen.
Da sammelt sich nun mal ne Menge an im Bodengrund und an der Scheibe wird´s dann sichtbar.

Viele Grüße
Achim
 
Hi,

wichtiger wäre erstmal einen richtigen Wasserwechsel zu mach, so 75% damit Du vom hohen Nitrat wert runter kommst.

100 ist schon arg hoch, normal sollten es so um die 30 sein.

Gruß
Sascha
 
Hallo Nicole,

meine Vorgehensweise wäre den Bodengrund ruhig mal mit einer Mulmglocke zu traktieren und dabei ruhig mal 30% des Wassers mit abzusaugen.
Die Wasserwechsel würde ich auf 20-30% pro Woche steigern. Dabei ruhig auch wöchentlich den Mulmsauger verwenden.

Wie sieht das eigentlich mit Düngung aus? Ein guter Volldünger, der täglich verabreicht wird, sollte da auch gut Abhilfe schaffen.
Diese braunen, schlierigen Algen an den Scheiben kenne ich auch. Als ich damals mein Gammelbecken dann mit Dünger versorgt habe, waren das die ersten Algen, die den Heldentod starben.
Beleuchtungszeit erhöhen, aber nur in Kombination mit Düngung erscheint mir sinnvoll, wobei die Mittagspause beibehalten werden sollte, sofern keine CO2 Düngung installiert ist.

Beste Grüße
Martin
 
Hallo,

der TWW fällt zu gering aus und es sind zu wenig schnellwachsende Pflanzen im Becken.
Ein riesiges Algenproblem sehe ich aber nicht. In einem Becken mit viel Fisch halte ich das für absolut normal.
 


Hallo,

danke erstmal. naja viel Fisch ist überteieben - das Becken ist ja eher unterbesetzt! Werde den Ratschlägen mal folgen und dann mal sehen, ob es besser wird.
 
Hallo zusammen,

ich muss mal diesen Thread wieder ausgraben.
Das Algenproblem hat sich leider nicht verändert - im Gegenteil. Es ist schlimmer geworden um nicht zu sagen katastrophal!! :shock: :shock:

Aktuelle WW:

No³: 25
No²: n.n.
GH: >7°d
KH: 3 °d
PH: 6,8

Temperatur: 23,9 °C

Geändert hat sich zu damals nicht viel, ausser, dass die Refelktoren wieder entfernt wurden und die Beleuchtungszeit von 8 Uhr - 13 Uhr und von 17 Uhr bis 23 Uhr verändert wurde. TWW wurden bisher wöchentlich zu 40%, mal auch zu 60 % durchgeführt.
Hinzugekommen sind ein paar Platys sowie 6 Prachtschmerlen. Und die neons sind mittlerweile wohl altersbedingt verstorben.
Der Gesamte Kies ist mit braun-schwarzen Flecken durchzogen und die Algen wuchern wie ein teppich. Richtig sattgrüne, schmierige Algen. Es wurden nochmal einige Bunde Haarnixe, wasserpest usw. eingesetzt, da diese ja schnellwüchsig sind und den Algen vorbeugen sollen. Leider sind fast alle Pflanzen den Algen zum Opfer gefallen, daher ist die Bepflanzung mittlerweile noch magerer als vorher. Überall wo man hinsieht Algen ohne Ende. beim TWW haben wir den Kies ordentlich abgesaugt und auch umgerührt. Dann sieht man 1 Tag nix von dem Zeug. Nach 2 Tagen bilden sich die esten Algen erneut auf den Scheiben und nach einer Woche sieht es fürchterlich aus. Wir sind kurz davor dieses Becken komplett wegzumachen, da wir einfach nicht die Ursache finden.
Wir sind echt langsam ratlos. Eine CO2 Düngung wurde auch installiert, doch auf Grund des Pflanzenverlustes wieder abgestellt.
Was sind das für Algen und was können wir noch tun? Die Algen sind überall: auf Steinen, Kies, Wurzeln, Höhlen, Pflanzen, allen Scheiben....dass sie noch nicht auf den Fischen sind ist ein Wunder :? *noch immer Humor habe*
 

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Hi,

...Yeah! Blaualgen!Herzlichen Glückwunsch!!!

Die hab ich grad auch zur Genüge... (bin aber kurz davor zu gewinnen)
Hier kannste dich dazu wunderbar einlesen.

Was bei mir letztendlich zu funktionieren scheint ist Nitrat und Phosphat im "richtigen" Verhältnis von etwa 10:1 einzustellen. Google mal nach "Redfield-" oder "Buddy-Verhältnis" - glaub aber nicht alles was du liest, es steht auch n haufen Blödsinn und vor allem falsche Rechnungen im Netz...

Versuch mal deinen Phosphatwert rauszufinden (evtl. beim Händler deines Vertrauens messen lassen).

Gruss, Yosh
 
hallo,

wieso zuviel Fisch?
Da waren früher mal mehr Fische drin als es heute ist und das Problem bestand nicht. Und 600l sind ja nicht gerade wenig für insgesamt 24 Fische.

Habe mich mal ein wenig mit den Blaualgen auseinandergesetzt. Wir weden das wohl mal mit der Dunkelkur versuchen.
 
Samsa schrieb:
wieso zuviel Fisch?
Da waren früher mal mehr Fische drin als es heute ist und das Problem bestand nicht. Und 600l sind ja nicht gerade wenig für insgesamt 24 Fische.

Naja es sind ja alles sehr große Fische. Bei 24 Neon wäre das dann wirklich sehr wenig aber so.
Und das Verhältnis von Pflanzen zu Fischen stimmt jetzt ja überhaupt nicht mehr wie Thomas Schmidt es schon beschrieben hat. Es sieht ja so aus als wären da nur noch 5 Pflanzen drin.
 
Hey,
Samsa schrieb:
Habe mich mal ein wenig mit den Blaualgen auseinandergesetzt. Wir weden das wohl mal mit der Dunkelkur versuchen.
Ja, die wird oft und gerne empfohlen... :? überlegs dir aber gut, denn damit wirst du zwar kurzfristig die Cyanos los, schwächst aber gleichzeitig auch deine Pflanzen ziemlich. An den Bedingungen in deinem Aq. änderst du damit allerdings nicht wirklich was. Also wenn die Blaualgen momentan fleissig wachsen, werden sie das danach meiner Erfahrung nach auch tun - die erholen sich ehr schneller als die Pflanzen.

Vorher würde ich an deiner Stelle die Wasserwerte der Markonährstoffe bestimmen (lassen), also Nitrat/Phosphat, evtl. Kalium. Wenn deine Pflanzen keine optimalen Wachstumsbedingungen haben, können sie auch keine Nährstoffkonkurrenz zu den Algen bilden. Und wie die anderen auch schon gesagt haben: ordentlich schnellwachsende Pflanzen rein.

g. Yosh
 
Also ich bin meine Blaualgen mit Bactupur Direct von Sera losgeworden wobei sie in Verbindung mit einer Dunkelkur wiedergekommen sind. Desweitern habe ich bei mir die Pflanzendichte erhöht und denn Fischbestand gesenkt und siehe da neuwachsende Blätter der Pflanzen sind nun ohne hässlichen Algenteppich... :thumleft:
 
Hallo Nicole,
bei Dir sehe ich nur eine Möglichkeit, die Algenprobleme zu beseitigen. Ein UVC-Cleaner vor dem Einlauf Deines Filters geschaltet, wird die Algen abtöten. Doch vorher müssen die zwei unteren Filterkammern dicht mit Filterwatte gepackt werden. Die Filterwatte sollte so dicht gepackt sein, daß sich die Durchflußmenge des Filters mindestens um die Hälfte reduziert. Eine tägliche Filterreinigung ist dann notwendig. Nach ein paar Tagen wirst Du eine deutliche Verbesserung erkennen. Du hast dann die Algen beseitigt, den Grund für das Algenwachstum jedoch nicht. Der Hauptgrund liegt bei Dir an einer sehr hohen Nährstoffkonzentration - und - was besonders wichtig ist, die Pflanzen fühlen sich in Deinem Aquarium nicht wohl. Wird eine von vielen Voraussetzungen für ein gesundes Pflanzenwachstum nicht erfüllt, stellen die Pflanzen sofort ihr Wachstum ein, und dann kommt die Stunde der Algen. Auf die Zugabe von Volldünger (Phosphat) solltest Du in der nächsten Zeit ganz verzichten. Reichliche Bepflanzung mit Indischen Wasserwedel und Grünes Mooskraut, helfen Deinem Aquarium schon auf die Sprünge. TWW nur 1x wöchentlich, Beleuchtung max. 8 Stunden (reichen auch unter Normalbedingungen aus). Auf keinen Fall irendwelche Wasserzusätze einbringen. Besondere Vorsicht ist beim "Flüssigfilter" angeraten, da dieser aus Zeolith besteht, sich sehr schnell mit Schadstoffen anreichert und diese dann wieder ins Aquarienwasser abgibt. Solltest Du deinen Filter mit Keramikröhrchen und "Biobällen" bestückt haben, rate ich Dir, diese sofort in den Müll zu werfen. Besser ist Filterwatte und Schaumstoff. In diesen Medien kann, wenn auch nur eine kleine, so doch eine biologische Filterung erfolgen. Und diese biologische Filterung ist für die Stabilität deines Aquariums sehr wichtig.
m.f.g.
Helmut
 
Moin,

Helmut Eckardt schrieb:
Hallo Nicole,
bei Dir sehe ich nur eine Möglichkeit, die Algenprobleme zu beseitigen. Ein UVC-Cleaner vor dem Einlauf Deines Filters geschaltet, wird die Algen abtöten.

Ja, klar. Mit der Installation des UV Brenners werden sich die Algen vom Bodengrund lösen und den schnellsten Weg in den UV Brenner suchen.

Doch vorher müssen die zwei unteren Filterkammern dicht mit Filterwatte gepackt werden.

Ja, klar. Sonst kann das ja gar nicht gehen.

Die Filterwatte sollte so dicht gepackt sein, daß sich die Durchflußmenge des Filters mindestens um die Hälfte reduziert. Eine tägliche Filterreinigung ist dann notwendig. Nach ein paar Tagen wirst Du eine deutliche Verbesserung erkennen. Du hast dann die Algen beseitigt, den Grund für das Algenwachstum jedoch nicht. Der Hauptgrund liegt bei Dir an einer sehr hohen Nährstoffkonzentration - und - was besonders wichtig ist, die Pflanzen fühlen sich in Deinem Aquarium nicht wohl. Wird eine von vielen Voraussetzungen für ein gesundes Pflanzenwachstum nicht erfüllt, stellen die Pflanzen sofort ihr Wachstum ein, und dann kommt die Stunde der Algen. Auf die Zugabe von Volldünger (Phosphat) solltest Du in der nächsten Zeit ganz verzichten. Reichliche Bepflanzung mit Indischen Wasserwedel und Grünes Mooskraut, helfen Deinem Aquarium schon auf die Sprünge. TWW nur 1x wöchentlich, Beleuchtung max. 8 Stunden (reichen auch unter Normalbedingungen aus). Auf keinen Fall irendwelche Wasserzusätze einbringen. Besondere Vorsicht ist beim "Flüssigfilter" angeraten, da dieser aus Zeolith besteht, sich sehr schnell mit Schadstoffen anreichert und diese dann wieder ins Aquarienwasser abgibt. Solltest Du deinen Filter mit Keramikröhrchen und "Biobällen" bestückt haben, rate ich Dir, diese sofort in den Müll zu werfen. Besser ist Filterwatte und Schaumstoff. In diesen Medien kann, wenn auch nur eine kleine, so doch eine biologische Filterung erfolgen. Und diese biologische Filterung ist für die Stabilität deines Aquariums sehr wichtig.
m.f.g.
Helmut

Ich sag nix mehr, ob dieser geballten Ladung an Inkompetenz und Wunschdenken.

Beste Grüße
Martin
 
Hallo Martin,
befinden sich die Algen nur auf dem Bodengrund? Wenn ja, dann ist das schon sehr seltsam. Hast Du schon einmal etwas von Biofilmen gehört? Auf allen Oberflächen die mit Wasser in Berührung kommen bilden sich diese Biofilme zwangsläufig. Auf diesen Biofilmen können sich nitrifizierende Bakterien sehr gut fixieren, aber auch die Algen. Bakterien gibt es freilebend im Wasser oder sesshaft auf allen Oberflächen wie Scheiben und Pflanzen. Also gibt es dort auch Algen. Vor 3 Jahren hatte ich auch ein Algenproblem. Dann hatte ich den UVC-Cleaner geschaltet. Das Wasser war nach 48 Stunden algenfrei. Bei der Reinigung meines damaligen Aussenfilters, war in der unteren Kammer (dicht mit Watte gepackt) ein gelartiger, grüner Schleim deutlich zu erkennen. Es waren die abgetöteten Algenmassen. Zu Deiner Bemerkung, daß sich die Algen von Bodengrund lösen und in den UVC-Cleaner schwimmen, fällt mir im Moment nichts ein. Mit dem Begriff "Inkompetenz" sollte man vorsichtig umgehen, besonders dann, wenn man selbst über keine fundierten Kenntnisse verfügt. Ich sehe auch sehr deutlich, daß Du über die sehr guten Filtereigenschaften der Filterwatte keine Informationen besitzt. Bevor man so antwortet, wie Du es getan hast, sollte man erst gründlich über die Ausführungen der anderen Person nachdenken. Ansonsten läuft man in die Gefahr, sich selbst zu blamieren. Überheblichkeit ist ein schlechter Berater.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut
 
Helmut Eckardt schrieb:
Hallo Martin,
befinden sich die Algen nur auf dem Bodengrund?

Wenn ich das letzte Bild in diesem Thread richtig gesehen habe, dann ja. Und dabei geht es um Cyanobakterien, die nicht flottierend im freien Wasser umhertreiben.

Wenn ja, dann ist das schon sehr seltsam.

An Albe, die sich nur auf dem Boden eines Aquariums ansiedeln ist nichts seltsames.

Hast Du schon einmal etwas von Biofilmen gehört?

Ja.

Auf allen Oberflächen die mit Wasser in Berührung kommen bilden sich diese Biofilme zwangsläufig. Auf diesen Biofilmen können sich nitrifizierende Bakterien sehr gut fixieren, aber auch die Algen.

Ja, und?
Wenn sie fixiert sind kommen sie nicht durch den UV Brenner.

Bakterien gibt es freilebend im Wasser oder sesshaft auf allen Oberflächen wie Scheiben und Pflanzen. Also gibt es dort auch Algen.

Naja, die flottierenden Bakterien in Form von Nitrifikanten sind gandenlos in der Minderzahl.
Frei schwebende Algen in Massen erkennt man meist an einer grünlichen Verfärbung des Wasser. Auf den obigen Bildern ist davon nicht zu sehen.
Algen, die nicht flottieren sind nicht UV Brenner gängig.

Vor 3 Jahren hatte ich auch ein Algenproblem. Dann hatte ich den UVC-Cleaner geschaltet. Das Wasser war nach 48 Stunden algenfrei.

Das Wasser mit den frei schwebenden Algen bestimmt. Die sesshafren Algen erwischt Du mit dem UV Brenner nicht.

Bei der Reinigung meines damaligen Aussenfilters, war in der unteren Kammer (dicht mit Watte gepackt) ein gelartiger, grüner Schleim deutlich zu erkennen. Es waren die abgetöteten Algenmassen.

Eventuell solltest Du mal genauer darstellen welche Ähnlichkeiten Dein damaliges Problem mit dem hier vorgestellten hat.
Aber bitte nicht wieder über PN wie beim letzten Mal.

Zu Deiner Bemerkung, daß sich die Algen von Bodengrund lösen und in den UVC-Cleaner schwimmen, fällt mir im Moment nichts ein. Mit dem Begriff "Inkompetenz" sollte man vorsichtig umgehen, besonders dann, wenn man selbst über keine fundierten Kenntnisse verfügt. Ich sehe auch sehr deutlich, daß Du über die sehr guten Filtereigenschaften der Filterwatte keine Informationen besitzt. Bevor man so antwortet, wie Du es getan hast, sollte man erst gründlich über die Ausführungen der anderen Person nachdenken. Ansonsten läuft man in die Gefahr, sich selbst zu blamieren. Überheblichkeit ist ein schlechter Berater.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut

Deine angeführten Maßnahmen sind für das hier bestehende Problem einfach nicht zielführend.

Du solltest mal darüber nachdenken wie Du die Begriffe "Biofilterung, flottierende und sessile Bakterien, Stoffeintrag, Stoffaustrag durch UV und Algen, Filterwatte und Dünger in ein durchdachtes Gedankenmodell bringst.

Das wars auch von mir.
Beim letzten Versuch kam ja auch nur ne PN mit heisser Luft.

Geh einfach und lese Bücher.

Tschöö
Martin
 


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